Mallorca Classic
Pula GC 
Mallorca, Spanien
14. - 17. Oktober 2004
Preisgeld: € 1,000.000

European Tour

MALLORCA CLASSIC PULA - Ballermann für Brier und Wiegele.

Vorschau:

13.10.2004 / 07:25 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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M & M als "Ballermann"

So richtig Losballern wollen Brier und Wiegele bei der Mallorca Classic. Nach der Pleite der letzten Wochen geht es um ein anständiges Saisonfinish. 

Auf der britischen Insel setzte es für Österreichs Tourduo zuletzt eine empfindliche Schlappe, sowohl beim Heritage als auch bei der Links Championship gab es nichts zu erben: "Das waren leider sehr teure Wochen, das Volvo Masters dürfte sich heuer kaum mehr ausgehen", beträgt für Markus Brier der Rückstand schon 120.000 Euro auf den 60. und letzten Qualifikationsplatz in der Order of Merit.

Martin Wiegele fehlen sogar 150.000 Euro - allerdings auf seine Tourkarte! Nun müsste der Steirer eines der beiden ausstehenden Turniere gewinnen oder einmal Zweiter und einmal Dritter werden, wahrscheinlich zuviel Holz in so kurzer Zeit: "Ich lasse mich von diesen Rechnereien nicht verrückt machen, konzentriere mich nur auf mein Spiel. Und da habe ich aus St. Andrews ein gutes Gefühl mitgenommen," präsentiert sich Wiegele in Mallorca erstaunlich locker und selbstbewusst. 

Brier wieder in Spanien-Form?

Auf seinem geliebten spanischen Boden und mit wiedergenesener rechten Hand peilt Brier bei der Mallorca Classic ein Topergebnis an: "Spanien ist immer gut und jetzt ist auch die Feinmotorik in der rechten Hand wieder zurück". Mit Platz 22 bei der Windlotterie im Vorjahr hat der Wiener gute Erinnerungen an Pula, auch wenn es heuer schwerer wird: "Das war damals ein Dual Ranking Event gemeinsam mit der Challenge Tour. Heuer ist das richtig European Tour-like mit einem starken Feld". Brier ist erst am Dienstag eingeflogen, konnte aufgrund eines heftigen Gewitters aber nicht mehr auf den Platz: "Vielleicht kann ich beim Pro-Am am Mittwoch einspringen, den Platz kenne ich aber gut genug, auch wenn zwei Löcher etwas umgebaut wurden."

Startzeit Markus Brier 1. Runde: 13:40 MEZ, 1. Abschlag

Wiegele ist schon seit Montag in Mallorca, konnte daher ausgiebig den Platz testen, der ihn im Vorjahr nach starkem Beginn noch im Finish mit einem Doppelbogey und drei Bogeys aus dem Cut warf: "Das ist Schnee von gestern, auf den Trainingsrunden habe ich die Kugel wieder so richtig satt getroffen, ich möchte hier frei aufspielen". Denn auch wenn das Wort "Tourschool" noch tabu ist: Martin wird so oder so eine Bombenform in den nächsten Wochen brauchen. 

Startzeit Martin Wiegele 1. Runde: 9:30 MEZ, 10. Abschlag

"Charly" Ableidinger nach 9 Jahren wieder auf Tour

Einer Sponsoreinladung hat es Karl Ableidinger zu verdanken, dass er als dritter Österreicher bei der Mallorca Classic zu Holz und Eisen greifen darf. Der österreichische Routinier kam zuletzt auf der European Tour bei der BMW International Open 1995 zum Einsatz, spielte heuer überwiegend auf der österreichischen PGA-Tour, wo er als 24. in der Jahresendwertung aufscheint.  

Startzeit Karl Ableidinger 1. Runde: 8:40 MEZ, 1. Abschlag

Mickey Maus in Mallorca

Der 6.000 Meter kurze Par 70-Platz von Pula, in einer extremen Hügellandschaft im Inland gelegen, entlockte den Spielern einige bissige Kommentare: "Ein wenig komisch, der Platz wirkt zusammengebastelt, da war sichtlich sehr wenig Platz vorhanden", erinnert Markus Brier die Anlage von Pula Golf mehr an einen Mickey Maus-Platz. "Kein Highlight auf der European Tour, aber ich versuche das Beste daraus zu machen", kommentiert Martin Wiegele sarkastisch, beide Österreicher zeigen sich aber zufrieden mit dem Platzzustand. Und der war vor den Gewittern noch knochentrocken auf den Fairways, die mit vielen Wellen und Kuppen aufwarten, dafür aber erstaunlich weich auf den winzig kleinen Grüns: "Diese Greens überhaupt zu treffen und über die teils extremen Wellen zu putten, das wird das Kriterium werden", weiß Brier noch aus dem Vorjahr. 

Die schwersten Ecken des Kurses dürften die extrem langen Par 4 der 8. und 12. Spielbahn sowie das Schlussloch, ein über 180 Meter langes Par 3 sein. Nur auf den zwei Par 5 des Platzes dürften die Longhitter bevorzugt sein, die das Grün mit dem zweiten Schlag erreichen können. Alles oder Nichts könnte die Devise auf den beiden vom Abschlag erreichbaren Par 4 der 7. und 11. Spielbahn lauten, Martin hat dies im Vorjahr mit wenig Erfolg versucht, Brier wählte jeweils die konservative Variante.  

Garcia der Topstar in Mallorca

Mallorcas unumstrittener "Ballermann" ist in dieser Woche Sergio Garcia. Dass er beim Ryder Cup 4,5 von 5 möglichen Punkten geholt hat, machte "El Ninjo" in seiner Heimat endgültig unsterblich. Garcia führt eine starke spanische Armada unter anderem mit Jose-Maria Olazabal an. Titelverteidiger ist Miguel-Angel Jimenez, der jedoch im letzten Augenblick abgesagt hat. Mit dabei auch der zuletzt wiedererstarkte Deutsche Marcel Siem

Rückblick Mallorca Classic 2003: >> Brier löst seine 5. Tourkarte


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