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Final:
5.9.2004 / 17:10 MEZ
Joachim Widl |

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Hier regiert der Markus Brier
Markus Brier war beim Heimspiel eine Klasse für sich - siegt bei 23
unter Par um 8 Schläge. Bernd Wiesberger sorgt als Vierter für
eine Sensation.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Gute Bedingungen, bewölkt, Wind frischt auf - superschnelle Grüns!
Markus Brier 4. Runde: 67 (-4), gesamt -23 (1. Platz)
Ungefährdet nach starken Back 9 zum 2. Heim-Titel
Bernd Wiesberger 4. Runde: 67, gesamt -14 (4. Platz)
Der 18-jährige Amateur vom GC Föhrenwald liefert die Topsensation.
Martin Wiegele 4. Runde: 74 (+3), gesamt -4 (36. Platz)
Rückblick 3. Runde: >> Brier
sagt "Catch me if you can"
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Auch bei der BA-CA Golf Open 2004 presented by Telekom Austria gab es für
die englischen Gäste keinen Sieg. Hausherr Markus Brier machte am Schlusstag
keine Geschenke und hielt im letzten Flight den 26-jährigen Engländer Sam Walker sowie den
finnischen Neopro Roope Kakko jederzeit in Schach. Was unseren Kickern im Happel-Stadion versagt blieb,
gelang am grünen Rasen von Fontana - ein Heimsieg für Österreich, der zweite Sieg von Markus Brier bei seiner eigenen Open nach 2002.
Ländermatch Österreich gegen England
Bei 19 unter Par nahm Markus Brier drei Schläge Vorsprung auf Walker und vier
auf Kakko mit in die Finalrunde - außer diesem Trio kam niemand mehr
für den Sieg in Frage.
Da sich der Finne Roope Kakko rasch mit einem Bogey aus dem Titelkampf
verabschiedet, spitzt sich die Entscheidung auf ein Ländermatch Österreich
gegen England zu. Auch wenn Sam Walker nicht gerade Englands Nummer 1 ist,
macht der 26-jährige nach einem Eröffnungsbogey rasch mit zwei Birdies Druck
auf Markus. Der hat wieder seinen üblichen Kaltstart in Fontana, spielt zwar
grundsolide von Tee bis Grün, kommt allerdings nicht nah genug an die Fahnen
heran, um sich gute Chancen zu erarbeiten. Somit tut er nur das Nötigste, reiht
wieder ein Par nach dem anderen auf die Scorekarte.
Herausforderer gehen an der 7 baden
Die Vorentscheidung fiel bereits am gefährlichen Par 3 der 7.
Sowohl Walker als auch Kakko gehen bei ihren Abschlägen ein zu hohes Risiko und
schicken ihre Bälle baden - fallen jeweils mit einem Doppelbogey weit zurück.
Brier geht auf Nummer Sicher, hat zwar einen 20 Meter-Putt, den er aber
fast noch zum Birdie lochen kann. Nach einem weiteren Bogey von Walker hat Brier
plötzlich fünf Schläge Vorsprung auf seinen schärfsten Verfolger: "Da
war die Sache für mich gelaufen. Auf den zweiten 9 konnte ich dann aufspielen
und die tolle Atmosphäre vollgeniessen."
14 Schläge hat Brier an den Vortagen auf den Back 9 gut gemacht - auch am
Sonntag beginnt er an der 10 plangemäß, endlich fällt hier der erste Birdieputt.
Bei seinem mittlerweile komfortablen Vorsprung kann er sich dann ein Bogey an
der 12 leisten - sein erster Schlagerlust am gesamten Wochenende, nachdem er das
Grün verfehlt und einen zu schweren Bergab-Chip zur Fahne hat. An der 14
gelingt ihm ein perfekter Schuss ins Grün, der Birdieputt ist nur noch einen
Meter lang, stellt den alten Abstand wieder her.
Fast noch den Volvo "abgeschossen"
Angestachelt von einer beachtlichen Zuschauerkulisse zeigt sich Brier im Finish
noch einmal von der besten Seite. Eine glänzende herausgespielte Eagle-Chance
aus vier Metern am Par 5 der 15 kann er zwar nicht verwerten, führt aber zu
einem weiteren Birdie. Am letzten Par 3 gibt es einen Volvo für ein Hole In One
zu gewinnen, da lässt sich auch Brier nicht lumpen und schießt voll auf die
Fahne - es sollte der beste Versuch des Tages werden, der nur um wenige
Zentimeter sein Ziel verfehlt. Auch am abschließenden Par 5 spielt der Wiener
auf dem Weg zum sicheren Sieg groß auf, trifft das Grün mit dem zweiten
Schlag, puttet zweimal zum Birdie und zur 67er-Runde.
Bei 23 unter Par triumphiert der 36-jährige zum zweiten Mal bei seiner Open -
und das auf seinem Heimatplatz in Fontana - gleich um acht Schläge vor dem
Engländer Lee Slattery (15 unter Par). „Dieser Sieg in meinem Heimklub und vor heimischem Publikum ist natürlich etwas ganz Besonderes. Jetzt möchte ich den nächsten Schritt setzen und ein Turnier auf der European Tour gewinnen",
setzte sich der Austrian-Champion als nächstes Ziel.
Wiesberger: Ganz fabelhaft - Fast fehlerlos
Sensationsmann Bernd Wiesberger hielt sich elegant aus allen
Troubles heraus, spielte zum Aufwärmen ein Par nach dem anderen. Nach dem
vorsichtigen Beginn attackiert er erstmals erfolgreich an der 9, spielt auf
diesem Par 5 seine Längen gut aus, holt sich das Birdie. Das gibt Mut, ein
weiteres Birdie an der 10 spült ihn sogar auf Platz 3 vor.
Wer das Plateau-Grün der 11 nicht trifft hat ein Problem, Bernd kassiert hier
sein erstes Bogey, das er jedoch an der 14 gleich wieder wettmacht. Statt im
Finish zu nerveln, geigt der für den GC Föhrenwald spielende Youngster voll
auf - weitere Birdies fallen an der 15 und 16, sorgen damit für einen Hattrick
und die 67er-Runde - Wiesberger avanciert zur Topsensation des Turniers mit Platz
4: "Ich habe mich heute sehr sicher gefühlt und war überhaupt nicht nervös. Ich kann noch gar nicht fassen, was ich hier geleistet habe. Ich hoffe, dass sich durch dieses Resultat meine Chancen auf einen Startplatz bei der Amateur-WM Ende Oktober in Puerto Rico gestiegen
sind", rang Bernd selbst nach Worten.
Wiegele spielt rückwärts
Nichts wurde es mit der erhofften tiefen Schlussrunde für Martin Wiegele.
Der Steirer erwischte einen ganz wilden Start, verlor den ersten Schlag am
Monster Par 4 der 2. Noch schlimmer kommt es für ihn am ersten Par 3, wo
er sich sogar ein Doppelbogey einbrockt.
Auch am Sonntag findet Wiegele auf den Back 9 deutlich besser ins Spiel.
Wenigstens gelingen ihm Birdies auf den Par 5 der 9. und 15. Bahn, erst auf dem
kniffligen Par 3 der 17 verliert der Grazer noch einen Schlag, bringt somit nur
die 74 ins Ziel - und einen enttäuschenden 36. Platz.
Wenig gelang auch lange Zeit Claude Grenier, der mit drei Bogeys rasch
aus den Top 10 hinausfiel. Doch der Head-Pro von Fontana erwies sich auf den
Back 9 als exzellenter Kämpfer und Playing-Pro, spielte noch vier Birdies, die
ihn wieder zurück in die vorderen Preisgeldregionen brachten.
Die früh gestarteten Österreicher enttäuschten durch die Bank, spielten
allesamt deutlich über Par am Finaltag: Clemens Prader fing sich
Doppelbogeys an der 6, 11 und 17 ein, wurde mit der 76 bis auf Platz 59 zurückgereicht (1 über Par), Michael Ettl fand am Schlußtag überhaupt
keinen Spielrhythmus, ließ dem Eagle an der 9 ein Doppelbogey am Par 3 der 11
folgen, brachte nach einer Bogeyserie auf den Back 9 nur die 75 ins Ziel. 3
über Par bedeutet Platz 64.
Michael Moser war auf einer wilden Runde unterwegs, wo es jedoch mehr
Schlagverluste als Gewinne setzte. Tiefpunkt war sein Tripplebogey auf der 3.
Bahn. Mit der 75 konnte er gerade noch den Franzosen Gonnet ab- und ihm
die rote Laterne umhängen.
Final Scores nach 4 Runden (Par 71):
| Platz |
Name |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
R3 |
R4 |
| 1 |
BRIER, Markus |
AUT |
-23 |
65 |
63 |
66 |
67 |
| T2 |
SLATTERY, Lee |
ENG |
-15 |
67 |
65 |
72 |
65 |
| T2 |
KAKKO , Roope |
FIN |
-15 |
66 |
67 |
65 |
71 |
| T4 |
WIESBERGER (AM), Bernd |
AUT |
-14 |
71 |
65 |
67 |
67 |
| T4 |
WALKER, Sam |
ENG |
-14 |
64 |
68 |
65 |
73 |
| T6 |
WILSON, Oliver |
ENG |
-13 |
67 |
66 |
72 |
66 |
| T6 |
PHILLIPS, Van |
ENG |
-13 |
67 |
71 |
66 |
67 |
| T6 |
STORM , Graeme |
ENG |
-13 |
70 |
69 |
65 |
67 |
| T9 |
SKOLD, Johan |
SWE |
-12 |
67 |
70 |
66 |
69 |
| T9 |
VANCSIK, Daniel |
ARG |
-12 |
72 |
67 |
64 |
69 |
| T11 |
GARBUTT, Ian |
ENG |
-11 |
70 |
68 |
70 |
65 |
|
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Weiters: |
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| T17 |
GRENIER, Claude |
AUT |
-9 |
69 |
70 |
64 |
72 |
| T27 |
BARAKA, Kariem |
GER |
-7 |
69 |
69 |
68 |
71 |
| T27 |
HAREMZA, Marcel |
GER |
-7 |
66 |
67 |
72 |
72 |
| 35 |
REIMBOLD , Christian |
GER |
-5 |
65 |
70 |
73 |
71 |
| T36 |
WIEGELE , Martin |
AUT |
-4 |
70 |
68 |
68 |
74 |
| T59 |
PRADER , Clemens |
AUT |
1 |
73 |
67 |
69 |
76 |
| T64 |
ETTL, Michael |
AUT |
3 |
67 |
74 |
71 |
75 |
| 67 |
MOSER (AM), Michael |
AUT |
5 |
70 |
70 |
74 |
75 |
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