Daily Telegraph British Masters
Marriot Forest of Arden 
Warwickshire / England
12. - 15. Mai 2005
Preisgeld: € 2,500.000

European Tour

BRITISH MASTERS - Markus Brier packt die Pudelmuetze aus

3. Runde:

14.5.2005 / 18:30 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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74 ... 73 ... 72

Mit jedem Spieltag steigert sich Markus Brier beim British Masters um einen Schlag - spielt sich am Moving Day in die Top 20 vor. Michael Campbell holt drei Schläge Vorsprung heraus.

 
Das Wichtigste in Kürze

Wetter: trocken, 10 bis 14 Grad, weiterhin windig

Markus Brier
3. Runde: 72 (Par) / gesamt +3 / 16. Platz
Solide im langen Spiel, Eagle, Birdie und 3 Sandy-Bogeys

Michael Campbell
spielt mit der 67 drei Schläge Vorsprung heraus (-6)

Der angesagte Regen blieb aus, dafür begleitete weiterhin böiger und kalter Wind die 77 Finalisten beim British Masters. Markus Brier hatte jedoch das passende Spiel für die Bedingungen und blieb weiter am Vormarsch.

Ein Eagle zum rechten Zeitpunkt

Der einzige Österreicher im Finale machte gleich am ersten Par 5 der 3 so richtig Dampf, konnte nach einem guten Drive das Risiko eingehen, das schmale Ziel mit dem zweiten Schlag zu attackieren: "ich bin mit dem Eisen 5 ein wenig zu kurz geblieben, dafür hat der Chip aus gut 20 Metern perfekt gepasst", holt er sich eines von nur zwei Eagles an diesem Loch. 

Das schwerste Loch am Platz, das Par 4 der 6, fordert ihm auch am Samstag einen Schlag ab, den Schuss ins schmale Grün verzieht er mit dem Eisen 4 knapp ins Rough. Auch das andere, gnadenlos lange Par 4 der ersten Hälfte, die 9, verlangt dem Wiener alles ab: "auch hier war der Weg zum Grün mit dem Eisen 4 noch sehr lang." Mit dem zweiten Bogey, diesmal aus dem Grünbunker heraus entstanden, fällt er auf Even Par zurück.

Die wahren Hammerlöcher kommen erst

Vier überlange Par 4, deren Grüns oft nur mit einem Holz zu attackieren sind, warten jedoch noch auf ihn. Die ersten beiden, noch nicht allzu langen Testlöcher 10 und 11 bewältigt Brier verlustfrei. Bei dem böigen Wind muss man die wenigen Chancen nützen, die man bekommt, der Österreicher ist prompt am kurzen Par 5 der 12 zur Stelle, um sein Birdie abzuholen: "nach einem Superdrive hatte ich nur noch ein Eisen 6 ins Grün. Das Schwierigste war an diesem Loch der erste Putt über eine Welle mit viel Break".

In den Wind spielt sich die 13. Bahn besonders giftig, Brier pulled ein Eisen 5 links ins Semirough, kann nach gutem Chip den Par-Putt aus etwas mehr als einem Meter nicht verwerten. Dafür passt alles an der noch kniffligeren 14, "mit dem Eisen 3 habe ich sogar eine gute Birdiechance herausgespielt, aber knapp verpasst." An der 16 lippt ein weiterer Birdieversuch sogar aus.

An jedem Tag 15 Ränge gutgemacht

Das Par 5 der 17 bietet noch eine exzellente Birdiechance, solange man den Drive gut platzieren kann, Brier verzieht den zweiten Schlag in den Bunker, spielt hier nur das Par. Dafür bleibt er am abschließenden Par 3 ungeschoren, nachdem er einen Monsterputt ganz exakt Höhe Loch dosiert.

Angesichts der harten Bedingungen ist die Par-Runde von 72 Schlägen gut genug, um Markus Brier vom 31. Platz bis auf Platz 16 vorzubringen. An jedem Tag machte somit der Österreicher einen Schlag und 15 Ränge gut: "Ich treffe die Drives von Tag zu Tag besser und habe mir jeden groben Fehler verkniffen, keinen wirklich schlechten Schuss verzeichnet. So kann's ruhig weitergehen", hofft er noch auf eine weitere Steigerung.

Brier vor den meisten Ryder Cup-Stars

Michael Campbell krönte seine perfekte Leistung mit einem Chip In zum Birdie am Schlußloch und übernahm mit der tiefsten Turnierrunde von 67 Schlägen die Spitze bei 6 unter Par. Nur noch fünf Spieler liegen nach 54 Löchern unter Par, Steve Webster, Brian Davis und David Howell teilen sich Platz 2 bei 3 unter Par. 

Markus Brier ließ bislang das halbe europäische Ryder Cup-Team hinter sich: Colin Montgomerie (+5), Ian Poulter (+8), Paul McGinley (+8) und Lee Westwood (+9) liegen deutlich hinter dem Österreicher.


Scores nach 3 von 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1 R2 R3
1 CAMPBELL, Michael NZL -6 73 70 67
T2 DAVIS, Brian ENG -3 69 71 73
T2 HOWELL, David ENG -3 69 72 72
T2 WEBSTER, Steve ENG -3 72 71 70
5 BJÖRN, Thomas DEN -2 73 68 73
T6 BROADHURST, Paul ENG Par 73 73 70
T6 DERKSEN, Robert-Jan NLD Par 71 75 70
T6 LAFEBER, Maarten NLD Par 73 73 70
T6 MURPHY, Gary IRL Par 75 73 68
T6 WILSON, Oliver ENG Par 72 73 71
           
Weiters:          
T13 CLARKE, Darren NIR 2 74 72 72
T16 BRIER, Markus AUT 3 74 73 72
T16 CABRERA, Angel ARG 3 70 75 74
T29 WOOSNAM, Ian WAL 4 74 71 75
T37 HAEGGMAN, Joakim SWE 5 73 73 75
T37 MONTGOMERIE, Colin SCO 5 72 75 74
T55 McGINLEY, Paul IRL 8 72 79 73
T55 POULTER, Ian ENG 8 75 76 73
T60 WESTWOOD, Lee ENG 9 76 75 74


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>> Vorschau: Britische Jackpot-Wochen

>> 1. Runde: Harter Tag im Forest

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