Daily Telegraph British Masters
Marriot Forest of Arden 
Warwickshire / England
12. - 15. Mai 2005
Preisgeld: € 2,500.000

European Tour

BRITISH MASTERS - Markus Brier mit dickem Scheck.

Final:

15.5.2005 / 18:40 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Der erste dicke Scheck

74, 73, 72, 71: Markus Brier steigert sich auch am letzten Tag um einen Schlag, verdient beim British Masters mehr als in der gesamten bisherigen Saison.

 
Das Wichtigste in Kürze

Wetter: trocken, 16 Grad, wenig Wind

Markus Brier
4. Runde: 71 (-1) / gesamt +2 / 24. Platz
Mächtig starke Schlussrunde, Doppelbogey aus dem Nichts heraus

Thomas Björn (Den) siegt im Playoff gegen Howell und Davis

Seine aussichtsreiche Position nach drei Spieltagen beim bislang höchstdotierten Event der Jahres wollte Markus Brier nutzen:  "Wenig Fehler machen und auf den Par 5 punkten", hatte er sich als Strategie für den Finaltag ausgeknobelt. 

Wenig Wind - bessere Scores

Markus Brier wollte vor allem die deutlich freundlicheren Windverhältnisse zu einem guten Score ausnutzen, denn heute wurden weit bessere Scores gespielt: "Die ersten 8 Grüns habe ich alle getroffen und mich super in eine tolle Ausgangsposition gespielt", attackierte er auch äußerst erfolgreich.

Das erste Par 5  der 3 ist die beste Birdiechance auf den Front 9, die Markus auch eiskalt ausnützt. Am folgenden, kurzen Par 4 gelingt Brier die Maßarbeit vom Tee und beim Pitch ins Grün, er belohnt sich mit dem nächsten Birdie.

Volle Konzentration ist auf den giftigen Par 4 der 6 und 9 gefragt, den schwersten Bahnen der Front 9. Der Österreicher absolviert diese kritischen Bahnen ohne jeden Makel. Seine Strategie behält er am zweiten Par 5 bei, holt sich auch hier das "programmierte" Birdie ab: "Die 3 unter Par waren glasklar herausgespielt, bis dahin hat alles perfekt gepasst."

Aus der ersten kritischen Situation rettet er sich mit Glück und Können: "An der 9 landete ich vom Tee auf einem Weg. Beim zweiten Schlag mit einem Eisen 5 hat sich der Schläger verkantet, der Ball einen Zuschauer getroffen," endet der unfreiwillige Billardstoß jedoch glücklich am Fairway. Doch Markus hat für den dritten Schlag immer noch ein Eisen 7 ins Grün und stopft aus 7 Metern den Par-Putt.

Schlagverluste auf den schweren Back 9

9 hantige Golflöcher stehen noch zwischen Brier und einem Topergebnis. Das erste knifflige Par 4 der Back 9 beschert ihm leider gleich den ersten Schlagverlust des Tages: "Völlig unnötig, aus sechs Metern den Birdieputt zu lang gelassen und den Retourputt aus etwas mehr als einem Meter vorbeigesäbelt." Das Par 5 der 12 hat eine richtige "Sonntags-Fahne", Markus verzichtet auf die Attacke mit dem zweiten Schlag und spielt somit nur das Par.

Erstmals spielt sich die 14 nicht bei kräftigem Gegenwind, dennoch gibt dieses überlange Par 4 Markus einiges aufzulösen: "Schon der Drive war im Rough, von dort habe ich noch sehr gut vorgelegt, aber den Chip nur bis auf sechs Meter zur Fahne gebracht". Von dort genehmigt er sich noch drei Putts, die ihm gut und gerne 5.000 Euro kosten.

Noch ist nichts verloren, Brier packt sein Kämpferherz aus, attackiert an der 16 mutig übers Wasser und holt mit einem brillanten Birdie einen Schlag zurück. Das letzte Par 5 ist heute die leichteste Bahn, die mehr Birdies als Pars verzeichnet: "Natürlich habe ich voll attackiert, aber bin rechts baden gegangen." Aus der Drop-Zone hat er immer noch 80 Meter, schießt aber ein Sandwedge tot an den Stock, kratzt ein gutes Par.

Somit steigert er sich auch am vierten Tag wieder um einen Schlag, bei den guten Bedingungen verliert er mit der 71 dennoch ein paar Plätze. Mit einem Endergebnis von 2 über Par klassiert er sich auf Platz 24. Der verdiente Lohn: 24.564 Euro, das ist mehr als bei seinen bisherigen 6 Ergebnissen der Saison zusammen: "Mein Spiel war schwer ok, vier konstant gute Runden bei harten Bedingungen. Für die gut dotierten Turniere der nächsten Wochen bin ich gerüstet," geht es in 14 Tagen bei der BMW Championship für Brier weiter.

Dreier-Playoff um den Sieg

Drittrunden-Leader Michael Campbell machte mit einer farblosen 73 den Weg frei für Thomas Björn, David Howell und Brian Davis, die sich bei 6 unter Par für ein Playoff um den British Masters-Titel duellieren durften. Englands Ryder Cup-Held Howell hatte nach dem Eagle an der 17 den Sieg bereits am Schläger, verspielte jedoch mit einem Bogey am Schlussloch.

Im Stechen hatte Thomas Björn das bessere Ende für sich. Der Däne setzte sich am zweiten Extraloch, dem Par 3 der 18, gegen seine beiden englischen Kontrahenten durch, feiert damit den 8. Titel auf der Tour.


Final Scores nach 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1 R2 R3 R4
1* BJÖRN, Thomas DEN -6 73 68 73 68
T2 DAVIS, Brian ENG -6 69 71 73 69
T2 HOWELL, David ENG -6 69 72 72 69
4 CAMPBELL, Michael NZL -5 73 70 67 73
T5 HANSEN, Søren DEN -4 70 71 76 67
T5 KHAN, Simon ENG -4 71 77 69 67
T5 WEBSTER, Steve ENG -4 72 71 70 71
T8 CLARKE, Darren NIR -3 74 72 72 67
T8 DERKSEN, Robert-Jan NLD -3 71 75 70 69
T8 LAFEBER, Maarten NLD -3 73 73 70 69
             
Weiters:            
T11 LANE, Barry ENG -1 70 76 73 68
T16 POULTER, Ian ENG Par 75 76 73 64
T21 WOOSNAM, Ian WAL 1 74 71 75 69
T24 BRIER, Markus AUT 2 74 73 72 71
T24 MONTGOMERIE, Colin SCO 2 72 75 74 69
T31 HAEGGMAN, Joakim SWE 3 73 73 75 70
T36 McGINLEY, Paul IRL 4 72 79 73 68
T50 WESTWOOD, Lee ENG 8 76 75 74 71
T58 TORRANCE, Sam SCO 10 76 74 74 74

* Sieg am zweiten Extraloch


Alle Spielberichte von der British Masters

>> Vorschau: Britische Jackpot-Wochen

>> 1. Runde: Harter Tag im Forest

>> 2. Runde: Cut am Freitag den 13.

>> 3. Runde: 74 ... 73 ... 72

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