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DEUTSCHE BANK CHAMPIONSHIP
- Markus Brier mit Doppelbogey zuviel.
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1. Runde:
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22.7.2005 / 19:30 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Ein Doppelbogey zuviel
Jeweils ein Doppelbogey versalzt Brier (74) und Zitny (72) in
Hamburg eine "rote" Auftaktrunde. Campbell führt mit der
65.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Wetter: bewölkt, Schauer erwartet, 19 Grad, windig am Nachmittag
Markus Brier 1. Runde: 74 (+2) / 108. Platz
Trifft 14 Grüns, puttet aber 34 Mal - wenige Fehler kommen teuer
Niki Zitny 1. Runde: 72 (Par) / 66. Platz
Viele Grüns getroffen, zu wenig Birdies daraus gemacht
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Nach der Sintflut vom Donnerstag konnte die Deutsche Bank
Championship am Freitag Morgen endlich gestartet werden. Der Wetterbericht
verspricht für die nächste Zeit nur noch Schauer, das Turnier sollte somit
unterbrechungsfrei fertig gespielt werden können. Der Platz präsentiert sich
erstaunlich trocken, die Grüns überraschend schnell.
Cut der besten 50
Um die kompletten vier Runden abzuwickeln, wird die Turnierleitung den Cut nach
zwei Runden bei den besten 50 statt der üblichen 70 Pros ansetzen - das war
zuletzt in Qatar vor zwei Jahren der Fall: Markus Brier hat dies noch gut
in Erinnerung, war er doch damals so wie Ian Woosnam ein Opfer dieser
Maßnahme.
Brier mit den schlechteren Bedingungen
Mit der späten Startzeit um 13:10 Uhr musste sich Brier Sorgen um die
guten Ergebnisse vom Vormittag machen, außerdem legte der Wind am Nachmittag
deutlich zu. Immerhin kann er sich rasch darauf einstellen und meistert die
hantigen Par 4 ab der 10 souverän ohne im dicken Rough Schläge liegen zu
lassen: "Da hatte ich sogar reelle Chancen auf ein Birdie," lief es
spielerisch sehr gut, aber scoretechnisch von Beginn an lausig. Ausgerechnet am
ersten guten Birdieloch, dem kurzen Par 4 der 13, patzt Markus mit einem fetten
9er-Eisen und kommt mit dem Bogey gleich unter Druck. Der erhöht sich, als am
folgenden Par 5 selbst bei Rückenwind das erlösende erste Birdie nicht
gelingen will, trotz grundsoliden Spiels.
Auch am zweiten Par 5 der Back 9, allerdings wieder eine sehr lange Bahn, lässt
sich der Putter nicht erwärmen. Dafür klappt es ausgerechnet auf einer der
längsten und schwersten Bahnen am Platz, dem Dogleg Par 4 der 18, mit dem
ersten Schlaggewinn: "Da fiel der Putt mal aus 10 Metern ins Loch,",
somit ist zur Halbzeit alles wieder im Lot.
Fünf Lipp-Outs kommen teuer
Auf den etwas leichteren Front 9 wollte Brier noch einiges gut machen:
"Dafür waren meine Eisen aber zu unpräzise, bin nicht wirklich nah an den
Stock gekommen." Rückenwind entschärft die 421 Meter lange 4. Bahn, aus 5
Metern fällt das zweite Birdie, das Markus erstmals in die roten Zahlen bringt.
Doch die Par 5 bleiben seine Achillesferse an diesem Tag: die 6 ist bei
Gegenwind erst mit dem dritten Schlag erreichbar, Markus verschiebt den
Birdieputt, lässt sich einen richtigen Wadenbeißer zum Par: "Der ist mir
böse ausgelippt. Doch als ich den Putter für den Tap-In hinstelle, bewegt sich
der Ball", schildert Markus. Ein Strafschlag kommt noch zum
Dreiputt-Schlamassel hinzu, mit 7 Schlägen und dem bitteren Doppelbogey fällt
er weit zurück. Dass nun das längste Par 4 folgt, ist nicht gerade ideal,
Brier lässt gleich noch einen Schlag liegen: "Und das mit dem 5. Lipp-Out
des Tages," hatte er entsprechend einen dicken Hals, "die Grüns waren
schon ziemlich zertreten, präzise Putts kaum zu machen."
Die Schlagverluste im Finish summieren sich zur frustrierenden 74er-Runde (+2),
bei 14 getroffenen Grüns ist dieses Score eine besonders bittere Pille: da am
Freitag nur die besten 50 cutten, dürfte Österreichs Nummer 1 eine 68
benötigen, um nicht beim Hamburger Millionenturnier leer auszugehen.
Happy End für Zitny
Für Niki Zitny hat sich das lange Warten ausgezahlt: Challenge
Tour-Aufsteiger Matthew King musste in letzter Sekunde absagen, für ihn
rutschte der Wiener in den 9:30 Uhr-Flight am 10. Tee: "Das habe ich 20
Minuten vorher erfahren, konnte nicht mehr richtig aufwärmen und war doch
ziemlich aufgewühlt," wurde es ein brutaler Kaltstart.
Mit einer Serie elendslanger Par 4 geht es auf die Reise, an der 12 bekommt
Zitny schon früh Probleme. Diese 414 Meter lange Bahn ist sowohl in der
Drivezone als auch rund ums Grün mit Bunkern nur so gespickt und kostet ihn
nach einem verfehlten Grün das
Bogey. Eine gute Chance würde die kurze 13 bieten, die Niki allerdings
ungenützt lässt.
Dafür kann Zitny am längsten Par 5, der 15, punkten, gleicht sein Ergebnis mit
einem Birdie wieder aus: "Zwei Superschüsse und zwei leichte Putts".
Wie gefährlich sich das scharfe Dogleg-Par 4 der 18 spielt, bekommt Zitny
leider hautnah zu spüren. Ein Doppelbogey macht den soliden Beginn komplett
zunichte: "Rechts hat mich der Fairwaybunker erwischt. Mit dem Eisen 3 da
raus zu spielen war kein Spaß, ich hab das leicht fett erwischt und bin zu kurz
geblieben." So richtig teuer wurde es jedoch erst mit Chip und Dreiputt.
Zitny lässt noch gute Chancen aus
Bei den guten Spielbedingungen braucht Zitny nun dringend ein paar Birdies, um
nicht hoffnungslos zurück zu fallen. Doch die wollen auf den ersten beiden
Bahnen der vorderen 9 noch nicht fallen. Einen Schlag aufholen kann er neuerlich
auf einem Par 5, diesmal auf Bahn Nummer 3: "Mit dem Sandwedge gut zur
Fahne gespielt und den Putt gemacht."
Weiter spielt der Wiener eine solide Bahn nach der anderen, die Birdies wollen
aber weiter nicht auf den eher einfachen Grüns fallen: "Mit dem Putter
habe ich sicher einiges ausgelassen." Das letzte Par 5 ist mit zwei
Schlägen nicht erreichbar, auch hier spielt Niki das Par, zum Glück auch am
schwersten Loch von Gut Kaden, dem auf 435 Meter verlängerten Par 4 der 7:
"hier wäre mir sogar fast das Birdie gelungen."
Seine Chancen auf das Finale wahrt Zitny dank einer starken Annäherung übers
Wasser aufs 9. Grün, das spät noch das dritte Birdie und immerhin die
Par-Runde von 72 Schlägen rettet. Viele getroffene Grüns, trotz einiger
verzogener Drives ins Rough, kann Niki insgesamt zu wenig in Birdies umsetzen:
"Ohne Trainingsrunde und Aufwärmen: dafür war ich mit der Par-Runde sehr
zufrieden. Max hat mir heute sehr geholfen, mich richtig gut geführt,"
streut er seinem neuen Caddie, dem Salzburger Max Zechmann verdiente
Rosen, der mit Marcel Siem sogar schon einen Turniersieg feiern konnte. Dennoch
wird sich Zitny steigern müssen, nur eine 70 dürfte ihn ins Preisgeld bringen.
Tiefe Scores am Morgen
Wie gut der Platz die Wassermassen wegsteckte, beweisen die tiefen Scores am
Morgen: Henrik Stenson lochte gleich an der 10 seinen zweiten Schlag zum
Eagle ein und marschierte von da an erhobenen Hauptes zur Clubhausführung von
65 Schlägen. Aufgrund des "Besserlegens" zählt dies jedoch nicht als
neuer Platzrekord.
US Open-Champion Michael Campbell bestätigte mit der 65 seine aktuelle
Superform. "Cambo" war absolut fehler- und und bogeyfrei unterwegs und
teilt sich mit Stenson die Spitze.
Nur zwei Schläge dahinter lauert bereits Marcel Siem, der mit der 67
einen glänzenden Start in Hamburg erwischte. Bernhard Langer kam dagegen
nicht nah genug an die Fahnen ran und scorte eine enttäuschende Par-Runde.
Am Nachmittag konnte sich nur der Italiener Alessandro Tadini sowie der
Schwede Joakim Backström mit der 66 in Szene setzen.
Scores nach 1 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
| T1 |
CAMPBELL, Michael
|
NZL |
-7 |
65 |
| T1 |
STENSON, Henrik
|
SWE |
-7 |
65 |
| T3 |
DREDGE, Bradley
|
WAL |
-6 |
66 |
| T3 |
ORMSBY, Wade
|
AUS |
-6 |
66 |
| T3 |
TADINI, Alessandro
|
ITA |
-6 |
66 |
| T6 |
BÄCKSTRÖM, Joakim
|
SWE |
-5 |
67 |
| T6 |
CHOI, K
J
|
KOR |
-5 |
67 |
| T6 |
FULKE, Pierre
|
SWE |
-5 |
67 |
| T6 |
CHOI, K.J. |
GER |
-5 |
67 |
| T10 |
FASTH, Niclas
|
SWE |
-4 |
68 |
| T10 |
LEVET, Thomas
|
FRA |
-4 |
68 |
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
| T21 |
POULTER, Ian
|
ENG |
-3 |
69 |
| T34 |
GOOSEN, Retief
|
RSA |
-2 |
70 |
| T34 |
HARRINGTON, Padraig
|
IRL |
-2 |
70 |
| T34 |
McGINLEY, Paul
|
IRL |
-2 |
70 |
| T49 |
IMMELMAN, Trevor
|
RSA |
-1 |
71 |
| T66 |
LANGER, Bernhard
|
GER |
Par |
72 |
| T66 |
ZITNY, Niki
|
AUT |
Par |
72 |
| T82 |
STRÜVER, Sven
|
GER |
1 |
73 |
| T108 |
BRIER, Markus
|
AUT |
2 |
74 |
| T108 |
JIMÉNEZ, Miguel
Angel
|
ESP |
2 |
74 |
| T136 |
OLAZÁBAL, José
Maria
|
ESP |
4 |
76 |
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