Dubai Desert Classic
Emirates GC, 
Dubai
3. - 6. März 2005
Preisgeld: € 1,667.000

European Tour

DUBAI DESERT CLASSIC - Markus Brier mit stumpfen Waffen

2. Runde:

4.3.2005 / 15:30 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Mit stumpfen Waffen

Nur 2 Birdies auf 36 Löchern: Markus Brier begräbt mit einem Tripplebogey endgültig seine Chancen (76). Jimenez knöpft Els die Führung ab.

 
Das Wichtigste in Kürze

bewölkt, warm, wenig Wind

Markus Brier
2. Runde: 76 (+4) /gesamt +7 - Platz 136
Nicht nah genug bei den Fahnen, daher zu wenige Birdies

Cut engültig bei: Par

Miguel-A. Jimenez (Spa)
führt nach der 65 bei 12 unter Par

"Mehr Fairways treffen, näher zur Fahne schießen und zumindest 5 Birdies lochen", diese Marschrichtung gab sich Markus Brier selbst für den zweiten Spieltag bei der Dubai Desert Classic vor. Mit einer frühen Startzeit (4:40 MEZ) wollte er die frischen Grüns perfekt ausnützen, denn der Wiener benötigt zumindest eine Runde von 69 Schlägen für den Cut.

Das erste Birdie will nicht fallen

Ein frühes Erfolgserlebnis - das war das Um und Auf für eine sinnvolle Aufholjagd. Das kurze Par 4 der 2 und das anschließende Par 5 bieten dazu die besten Chancen auf den Front 9. Markus Brier geht jedoch auf beiden Birdielöchern leer aus: "Das Problem waren heute eindeutig die Eisen: einmal 5 Meter links, dann wieder zu lang, im Endeffekt aber nie nah an der Fahne", schildert er seinen Leidensweg über 6.650 Meter. Immerhin verzeichnet Markus 14 Grüntreffer, hat aber keine einzige heiße Birdiechance.

Da hilft es wenig, dass er über die hantigen Par 4 verlustfrei hinweg kommt, sich 3 Mal nach verfehlten Grüns gut aus der Affäre ziehen kann. Pars sind zu wenig, doch genau diese sammelt er nun fleißig auf seiner Scorekarte.

Tripplebogey an der 9 - Aus und vorbei!

Die schwerste Bahn am Majlis-Kurs von Dubai beendet dann endgültig die Ambitionen des Österreichers: am Par 4 der 9 ist schon der Drive sehr schwer zu platzieren, und danach bleibt ein Eisen 5 übers Wasser auf ein schmales Grün: "Leider fett getroffen, daher im H2O gelandet. Nach dem Drop hatte ich noch ein volles Sandwedge ins Grün, da bekam ich zuviel Spin auf den Ball und war schon wieder im Wasser". Das daraus resultierende Tripplebogey wirft ihn schon um 6 Schläge hinter die Cutlinie zurück.

Als auch am Par 5 der 10. Bahn kein Birdie für den Wiener fallen will, ist seine Lage endgültig aussichtslos: Wie schon am Vortag gelingt ihm ein einsames Birdie am leichtesten Loch des Platzes, dem Par 5 der 13, wo die Pros nur noch ein mittleres bis langes Eisen für den zweiten Schlag ins Grün haben: "Mit zwei Putts habe ich mir das Birdie geholt, obwohl da schon die Konzentration etwas nachgelassen hat."

Abgesehen von einem späten Doppelbogey am kurzen, vorletzten Loch, wo bereits ziemlich die Luft draußen war, spielt Brier alles in Par nach Hause: "Ein unkonzentrierter Vierputt an der 17, daher auch in Summe die 34 Schläge auf den Grüns. Aber wenn man kein richtiges Gefühl für die Grüns bekommt und immer nur lange Putts hat, dann ist das die logische Folge."

Eine seltsame Golfrunde - ohne Bogey und mit nur einem Birdie - endet mit 76 Schlägen und lässt den Österreicher um 7 Schläge am Wochenende vorbeischrammen. Nur zwei Birdies auf 36 Löchern, beide am kürzesten Par 5 erzielt - damit hatte Brier in der Wüste von Dubai auf Sand gebaut, verfehlt klar seinen zweiten Cut in Folge. Dubai bleibt ein karger Boden für ihn, bei 6 Versuchen geht er zum fünften Mal leer aus.


Jimenez überholt Ernie Els

Nur der Spanier Miguel-Angel Jimenez konnte bislang am Freitag das Tempo von Ernie Els halten - und nicht nur das. Mit einer 65er-Runde nimmt "The Mechanic" dem zweifachen Dubai-Sieger Els zur Halbzeit zwei Schläge ab, führt klar bei 12 unter Par. Nur noch der Waliser Stephen Dodd konnte bei 9 unter Par den Rückstand halbwegs in Grenzen halten, Thomas Björn und Colin Montgomerie, beide 7 unter Par, werden sich am Wochenende mächtig ins Zeug legen müssen.

Europas frisch gebackener Ryder Cup-Captain Ian Woosnam rettete sich mit der 69 gerade noch ins Wochenende, Titelverteidiger Mark O'Meara schob am Schlussloch einen kurzen Birdieputt vorbei, ist damit bereits ausgeschieden. Auch die beiden Deutschen Sven Strüver (98.) und Marcel Siem (120.) haben am Wochenende bereits frei.


Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1 R2
1 JIMÉNEZ, Miguel Angel ESP -12 67 65
2 ELS, Ernie RSA -10 66 68
3 DODD, Stephen WAL -9 70 65
T4 BJÖRN, Thomas DEN -7 69 68
T4 KINGSTON, James RSA -7 69 68
T4 MONTGOMERIE, Colin SCO -7 70 67
T7 ARCHER, Phillip ENG -6 72 66
T7 DONALDSON, Jamie WAL -6 70 68
T7 DREDGE, Bradley WAL -6 70 68
T7 FASTH, Niclas SWE -6 72 66
T7 FOWLER, Peter AUS -6 69 69
T7 HAVRET, Gregory FRA -6 70 68
T7 HOWELL, David ENG -6 67 71
T7 WESTWOOD, Lee ENG -6 70 68
         
Weiters:        
T18 DOUGHERTY, Nick ENG -5 69 70
T23 HAEGGMAN, Joakim SWE -4 70 70
T23 LAFEBER, Maarten NLD -4 70 70
T32 CURTIS, Ben USA -3 70 71
T32 McGINLEY, Paul IRL -3 70 71
T59 WOOSNAM, Ian WAL -1 74 69
         
Cut verpasst (Par):        
T81 CANONICA, Emanuele ITA 1 72 73
T81 O'MEARA, Mark USA 1 73 72
T81 SANDELIN, Jarmo SWE 1 73 72
T98 STRÜVER, Sven GER 2 73 73
T120 SIEM, Marcel GER 5 79 70
T136 BRIER, Markus AUT 7 75 76


Alle Spielberichte von der Dubai Desert Classic

>> Vorschau: Stars in der Wüste
>> 1. Runde: Sand im Getriebe

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