Dunhill Links Championship
St. Andrews, Kingsbarns, Carnoustie
29. September - 2. Oktober 2005
Preisgeld: € 3,975.000

European Tour

DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP - Pudelmuetze und Skihandschuhe.

LIVE-Update
1. Runde:

29.9.2005 / 18:20 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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3 Dreiputts am Old Course

Trotz eines Eagles klassiert sich Markus Brier mit der 72 nur im Mittelfeld, weil der Putter nicht mitspielte. Die besten Scores gab es in Carnoustie.

 
Das Wichtigste in Kürze

Wetter: bewölkt, max. 14 Grad, starker Wind

Markus Brier
1. Runde: 72 (Par) / 76. Platz

Zwei Monate nach der British Open durfte Markus Brier am "neuen" Old Course von St. Andrews ran. Zum Auftakt der Dunhill Links Championship hieß es also: Pottbunker vermeiden und sich erfolgreich dem starken Westwind entgegenstemmen, der seit dem Morgen über die schottische Ostküste pfiff und am Nachmittag noch zulegte.

Eagle am ersten Par 5

Um 12:12 MEZ startete Brier am 10. Abschlag, dem kurzen Par 4 mit einem sicheren Par in seine 5. Dunhill Links, starker Gegenwind erlaubt heute keine Attacke vom Abschlag: "Ich war von Beginn an gut im Spiel, bei dem Wind war es aber schwer Birdiechancen herauszuspielen."

Ab der 12 geht es mit Rückenwind zurück in Richtung Clubhaus: das kurze Par 4 der 12 kann Markus leider nicht zum ersten Birdie nutzen. Dafür schiebt der Wind gerade richtig am über 530 Meter langen Par 5 der 14 an: "Mit Drive, Holz 3 lag ich knapp hinter dem Grün, habe mich für den Putter entschieden und aus gut 15 Metern über Wellen und durch Senken zum Eagle gelocht, das war praktisch."

Das überlange Par 4 der 16 bereitet auch dem Österreicher Probleme, der hier erstmals einen Schlag abgeben muss: "Bei Seitenwind habe ich vom Abschlag auf einen der Pottbunker gezielt. Plötzlich war es windstill und ich habe genau ins Schwarze getroffen," kann er dann nur ein paar Meter seitlich herausspielen. Dafür kommt er verlustfrei über das berüchtigte "Road Hole", die 17 hinweg. 

Schwerarbeit gegen den Wind

Doch nun wartet erst der schwierigere Teil der Runde auf ihn, die Bahnen 1 bis 9 spielen sich durchwegs in den Wind: "Die Grüns sind zum Glück riesengroß und waren schon noch zu treffen. Aber mit der späten Startzeit waren die Grüns schon sehr holprig, das Putten hat mich noch reingeritten. 

Markus dreiputtet aus sechs Metern zum Bogey an der 1. Doch sein Konter kann sich sehen lassen: an der auf 415 Meter verlängerten 2. Bahn mit dem gefährlichen, blinden Drive, erarbeitet er sich sofort eine Birdiechance und holt sich den Schlag zurück: "Da brauchte ich für den zweiten Schlag noch ein volles Rescue, der Birdieputt war nicht länger als drei Meter."

Vor allem die langen Par 4 der Front 9 sind in den Wind gleich doppelt so hart zu spielen: das bekommt Brier an der 4 zu spüren, die ihm ein weiteres Bogey abverlangt.: "Wieder mit einem Dreiputt!" Auch die 6, wo der Drive blind über die Ginsterbüsche zu spielen ist, knöpft ihm einen Schlag ab: "Und noch ein Dreiputt: nachdem ich vorher zweimal zu forsch rangegangen bin, kam die Gegenreaktion, blieb ich einen Meter zu kurz."

Das Schlussloch, die kurze 9 spielt sich dafür wieder mit dem Wind, Brier kratzt mit dem Birdie zumindest noch eine Par-Runde von 72 Schlägen. Das ist nicht schlecht am heute tendenziell schwersten Platz von St. Andrews, aber reicht in der Zwischenwertung nur für den 76. Platz: "Spielerisch war ich sehr zufrieden, denn bei dem Starkwind ist eine Par-Runde ein gutes Score." Morgen geht es weiter nach Kingsbarns, wo Brier mit einer früheren Startzeit (10:44 MEZ) hoffentlich bessere Bedingungen und Grüns vorfinden wird.

Carnoustie am Leichtesten?

Überraschend tiefe Scores wurden in Carnoustie gespielt, gleich 9 Spieler aus den Top 13 des Gesamtklassements waren dort unterwegs. Allerdings spielten auf diesem Links-Klassiker praktisch alle Stars um es dem Fernsehen leichter zu machen: der ehemalige PGA-Champions Rich Beem setzte in Carnoustie mit der 67 die Bestmarke, die später von David Howell und Italiens Shootings-Star Alessandro Tadini eingestellt wurde. 

In St. Andrews schaffte nur Altmeister Sam Torrance mit der 68 ein tiefes Score und Aufnahme in die Top 10, klassiert sich auf Platz 4. In Kingsbarns erreichten immerhin drei Spieler eine 68, unter anderem der Waliser Bradley Dredge.

In der Amateurwertung hielt Franz Klammer an der Seite seines Playing Pros Joakim Bäckström lange Zeit vorne mit, ehe er im Finish etwas an Boden verlor - mit dem Teamscore von 6 unter Par klassiert sich die Kärntner Skilegende in Kingsbarns auf dem 24. Platz. 


Scores nach 1 von 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1
1 TADINI, Alessandro ITA -5 67CN
1 BEEM, Rich USA -5 67CN
1 HOWELL, David ENG -5 67CN
4 O'HERN, Nick AUS -4 68CN
4 FERRIE, Kenneth ENG -4 68KB
4 TORRANCE, Sam SCO -4 68SA
4 DREDGE, Bradley WAL -4 68KB
4 HORNE, Keith RSA -4 68KB
4 CASEY, Paul ENG -4 68CN
4 DOUGHERTY, Nick ENG -4 68CN
4 RUMFORD, Brett AUS -4 68CN
4 DAVIS, Brian ENG -4 68CN
4 CLARKE, Darren NIR -4 68CN
       
Weiters:      
14 ROMERO, Eduardo ARG -3 69CN
27 FASTH, Niclas SWE -2 70CN
27 HARRINGTON, Padraig IRL -2 70CN
27 MONTGOMERIE, Colin SCO -2 70CN
27 WOOSNAM, Ian WAL -2 70CN
51 POULTER, Ian ENG -1 71CN
51 WESTWOOD, Lee ENG -1 71CN
76 SIEM, Marcel GER Even 72KB
76 BRIER, Markus AUT Even 72SA
119 GALLACHER, Stephen SCO 2 74CN
135 STRÜVER, Sven GER 3 75SA

Legende: CN = Carnoustie / KB = Kingsbarns / SA = St. Andrews

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