Dunhill Links Championship
St. Andrews, Kingsbarns, Carnoustie
29. September - 2. Oktober 2005
Preisgeld: € 3,975.000

European Tour

DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP - Markus Brier in Kingsbarns

2. Runde:

30.9.2005 / 18:33 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Vormarsch in Kingsbarns

Markus Brier steigert sich bei Wind und leichtem Regen zur 70, der drittbesten Runde in Kingsbarns. Monty zieht mit Superrunde in St. Andrews davon.

 
Das Wichtigste in Kürze

Wetter: Regenschauer erwartet, max. 14 Grad, starker Wind

Markus Brier
2. Runde: 70 (-2) / 2 unter Par / 28. Platz
Drittbeste Runde in Kingsbarns, fast fehlerlos gespielt

Colin Montgomerie
führt dank der 65 in St. Andrews bei 9 unter Par.

Zum Wind wie an den Vortagen gesellte sich am zweiten Tag der Dunhill Links Championship noch leichter Regen dazu, am Nachmittag wurde es besonders ungemütlich: "Vor allem hat der Wind plötzlich gedreht, das hat die Sache zusätzlich erschwert. Aber ich bin meiner Taktik treu geblieben, hab mich aus allen Blödheiten herausgehalten."

Birdiestart bringt Markus in die roten Zahlen

Markus Brier mußte am zweiten Tag am jungen Links-Kurs von Kingsbarns ran, der ebenfalls sehr windexponiert an der schottischen Ostküste liegt. Er erwischt im langen Spiel neuerlich einen ausgezeichneten Tag und vermeidet gegenüber dem Vortag die Dreiputts: "Bei dem starken Wind waren die Zweimeterputts vielleicht die schwersten Schläge überhaupt, weil man nicht mehr so stabil stehen konnte. Von diesen Wadlbeissern habe ich zum Glück wenige gehabt."

Markus nützt gleich am Auftaktloch, der 10, den antauchenden Westwind gut aus und holt sich auf diesem Par 4 sein Birdie ab: "Annäherung nur noch mit dem Eisen 9 und gleich ein guter Putt aus über zwei Metern gefallen." Auch am ersten Par 5 ist er erfolgreich, holt sich das Birdie, obwohl er vorlegen musste. Doch nun geht es erstmals zurück voll in den Wind, an der Küste entlang: am kurzen Par 3 der 13 verschätzt sich Markus und gibt einen Schlag ab: "Eines von nur zwei schlechten Eisen heute, daher ist der Ball rechts vom Grün runtergerollt."

Auf den folgenden zähen Bahnen entlang der Küste, alle voll in den Wind, beweist Brier seine Klasse, kommt selbst über die 180 Meter lange 15. Bahn verlustfrei hinweg. Erst die überlange 17. Bahn kostet den Österreicher nach verfehltem Grün wieder einen Schlag, der ihn auf Even Par zurückwirft.

Birdie-Doppelpack macht den Unterschied

Auch die vorderen 9 Bahnen geht Brier gleich erfolgreich mit einem Birdie nach einem präzisen Wedge ins Grün an. Kein Lärcherl ist das folgende 180 Meter lange Par 3, das bergab zurück zur Küste führt: "Das Eisen 6 kam genauso ins Grün, wie ich erhofft habe, ist praktisch tot zur Fahne ausgerollt." Damit kehrt er satt in die roten Zahlen zurück.

Brier vermeidet die vielen Pottbunker und Fallen auf den nächsten Bahnen, bewältigt alles sicher in Par - dank der harten Bedingungen klopft er bereits bei den Top 30 an: "Leider hat der Wind im letzten Drittel gedreht, somit hatten wir Gegen- statt Rückenwind, der sicher stärker als 40 km/h war, dazu kam leichter Regen." Das ist besonders schade für das abschließende Par 5: "Trotz zweier Vollbretter hatte ich noch ein Eisen 4 für den dritten Schlag." Die 70 entpuppt sich als drittbeste Runde, die am Freitag in Kingsbarns gespielt wurde. Trotz starkem Wind verfehlt er an beiden Tagen zusammen nur 5 Grüns, bei den Grüntreffern liegt er somit auf dem 4. Platz.

Nur Peter Hedblom und Jean-Francois Lucquin scorten in Kingsbarns noch um einen Schlag besser. Hedblom ist als einziger als Briers Gruppe in den Top 10 zu finden, Brier selbst ist in seiner Gruppe Sechstbester. Bei insgesamt 2 unter Par macht er am Freitag 48 Ränge gut und startet am Samstag in Carnoustie von Platz 28 weg, mit zwei Schlägen Vorsprung auf die Cutlinie: "Hoffentlich geht nicht allzuviel Wind, weil das wäre dort besonders schlimm." Doch tendenziell wurden in Carnoustie bislang die tiefsten Scores gespielt.

Montgomerie in Open-Laune

Zwei Monate nach seinem sehenswerten Auftritt bei der British Open demonstriert Colin Montgomerie wieder am Old Course seine Sonderklasse. Der Schotte macht auf den ersten 6 Bahnen ebenso viele Schläge gut, krönt seine Leistung mit einem Eagle an der 5. Mit beeindruckendem langen Spiel vermeidet Monty jeden Schlagverlust und bringt eine beeindruckende Starwindrunde von 65 Schlägen ins Clubhaus, die ihm bei 9 unter Par auch die Führung einbringt.

In der Amateurwertung liegt der amerikanische Hendl-Magnat John Tyson bei -17 an der Spitze, Franz Klammer hat auf Platz 73 (-7) nur mehr theoretische Chancen, sich für die Finalrunde zu qualifizieren.


Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1 R2
1 MONTGOMERIE, Colin SCO -9 70CN 65SA
2 FERRIE, Kenneth ENG -8 68KB 68CN
3 GONZALEZ, Ricardo ARG -7 69KB 68CN
3 FULKE, Pierre SWE -7 71CN 66SA
5 CASEY, Paul ENG -6 68CN 70SA
5 RUMFORD, Brett AUS -6 68CN 70SA
7 PILKADARIS, Terry AUS -5 74KB 65CN
7 HEDBLOM, Peter SWE -5 70SA 69KB
7 TADINI, Alessandro ITA -5 67CN 72SA
7 DAVIS, Brian ENG -5 68CN 71SA
11 HANSEN, Anders DEN -4 69SA 71KB
11 BEEM, Rich USA -4 67CN 73SA
11 HARRINGTON, Padraig IRL -4 70CN 70SA
         
Weiters:        
20 HOWELL, David ENG -3 67CN 74SA
28 LAFEBER, Maarten NED -2 72KB 70CN
28 TORRANCE, Sam SCO -2 68SA 74KB
28 BRIER, Markus AUT -2 72SA 70KB
28 WESTWOOD, Lee ENG -2 71CN 71SA
42 CLARKE, Darren NIRL -1 68CN 75SA
62 POULTER, Ian ENG Even 71CN 73SA
75 STRÜVER, Sven GER 1 75SA 70KB
75 McGINLEY, Paul IRL 1 74CN 71SA
75 SIEM, Marcel GER 1 72KB 73CN
103 WOOSNAM, Ian WAL 3 70CN 77SA

Legende: SA = St.Andrews / KB = Kingsbarns / CN = Carnoustie

Alle Spielberichte von der Dunhill Links Championship

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