Dunhill Links Championship
St. Andrews, Kingsbarns, Carnoustie
29. September - 2. Oktober 2005
Preisgeld: € 3,975.000

European Tour

DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP - Markus Brier im Finale

Final:

2.10.2005 / 18:45 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Putter kostet viel Geld

Zu viele Schläge und rund 10.000 Euro Preisgeld lässt Markus Brier auf den Grüns am Old Course liegen. Montgomerie feiert daheim den ersten Saisonsieg.

 
Das Wichtigste in Kürze

Wetter: bewölkt, max. 14 Grad, starker Wind

Markus Brier
4. Runde: 76 (+4) / 5 über Par / 61. Platz
Nicht nah genug zur Fahne, mit 36 Putts alles auf den Grüns verschenkt

Colin Montgomerie
spielt die 71 und gewinnt bei -9 einen Schlag vor Kenneth Ferrie

Zum zweiten Mal nach 2001, wo er als 56. bei der Dunhill Links Championship debütierte, durfte Markus Brier am Old Course von St. Andrews zur Finalrunde starten - und das ist im Golfmekka immer etwas Besonderes.

Zudem war sein Flightpartner kein Geringerer als Ryder Cup-Star Paul McGinley. Bei dem 5 Millionen Dollar-Event zahlte es sich aus, noch einmal kräftig Gas zu geben.

Der Wind blies auch am Finaltag heftig, immerhin aus der gleichen Richtung wie schon am Donnerstag, wo Brier am Old Course mit einer 72 eröffnete. Neuerlich startete er heute vom 10. Tee: "Der starke Wind machte es sehr schwer, nah zur Fahne zu schießen, daher hing sehr viel vom Putten ab - aber auf den Grüns war das leider ein absolutes Drama."

Frühem Birdie folgen die Bogeys

Gleich am Par 3 der 11 schlägt er ein gutes Eisen auf die kurz hinter dem Pottbunker gesteckte Fahne: "Das hat gut begonnen, aus vier Metern ist mein bester Putt des Tages gefallen." Die erste Rückenwindbahn, das kurze Par 4 der 12, lädt so richtig zur Attacke ein - Markus vermeidet zwar die Pottbunker und Büsche, kassiert aber mit einem Dreiputt sein erstes Bogey.

Das Par 5 der 14 ist bei Rückenwind ein aufgelegtes Birdieloch, das Brier allerdings nicht nützen kann. Doch bei den harten Bedingungen ist jedes Par ein gutes Ergebnis. Dafür schafft es der Wiener nicht, am trickreichen 15. Grün den Par-Putt zu lochen: "Auch dieses Bogey geht auf das Konto des Putters, wieder ein Dreiputt."

Am berüchtigten Road Hole scheitert Brier bei der kniffligen Annäherung, kassiert hier noch ein Bogey: "Da passte der zweite Schlag nicht genau, daher lag ich hinter dem Grün auf der Straße." Die vom Abschlag aus erreichbare 18 tischt dagegen wieder eine gute Gelegenheit zur Schlagverbesserung aus, Markus kann diese aber nicht nutzen - somit bleibt er zur Halbzeit weit hinten im Klassement stecken.

Brier rafft sich noch einmal auf

Aber auf den vorderen 9 kommen noch ein paar Chancen: so etwa an der nicht allzu langen 3. Bahn, wo nur der Schlag ins Grün sitzen muss: "Mit dem Eisen 9 habe ich bis auf einen Meter hingeschossen, den konnte mein Putter nicht mehr vorbeischieben." Aber schon am folgenden, überlangen Par 4 kassiert er das nächste Bogey: "Mit dem zweiten Schlag bin ich etwas zu kurz geblieben, pitche noch gut zur Fahne und schiebe den Putt aus einem Meter vorbei. Das hat mir endgültig den Nerv gezogen."

Ausgerechnet auf den letzten beiden Bahnen, die wieder mit Rückenwind zu spielen sind, büßt Brier weitere Schläge ein: "Das 8. Grün habe ich links verfehlt, das Par 4 der 9 habe ich versucht vom Abschlag anzugreifen und lag dann absolut tot in einem Pottbunker, konnte nur rückwärts hinausspielen.

Die späten Bogeys summieren sich zur 76er-Runde, bei 5 über Par bleibt Brier auf Platz 61 hängen: "Jeden Tag 6 Stunden zu spielen, das schlaucht schon sehr. Aber heute hat mir der Putter alles vermasselt, mit 36 Putts habe ich alles auf den Grüns verspielt," resümmiert Markus enttäuscht.

Tourkarte praktisch fix

Das einzig Positive: rund 10.500 Euro Preisgeld gibt es zu kassieren, die sein Konto auf 189.000 Euro anwachsen lassen: "Jetzt müsste das schon sehr blöd laufen, sollte das nicht für die neue Tourkarte reichen," atmet Brier auf.

Denn wenn man jene Spieler aus dem Ranking eliminiert, die nicht die von der Tour geforderte Mindestzahl an Turnieren erreichen, hat Markus Brier vier Turniere vor Saisonende ein Guthaben von über 23.000 Euro auf den 
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Monty holt Ferrie ein

Im Topflight benötigt Colin Montgomerie nur 9 Bahnen, um die 5 Schläge Rückstand auf Kenneth Ferrie aufzuholen. Ein Pottbunker an der 12 sowie Dreiputts an der 11 und 12 kosteten Monty drei Schläge. Doch auf den Back 9 fiel Ferry mit drei Bogeys im Finish noch zur 77 zurück, machte damit den Weg frei für den Schotten. Montgomerie lochte den Putt zum Birdie und Sieg erst am Schlussloch, feiert damit bei der Dunhill Links seinen ersten Saisonsieg. Damit ist sogar der Gewinn der Order of Merit wieder in Reichweite, im World Ranking kehrt Monty unter die Top 20 zurück.


Endergebnis nach 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Par R1 R2 R3 R4
1 MONTGOMERIE, Colin -9 70CN 65SA 73KB 71SA
2 FERRIE, Kenneth -8 68KB 68CN 67SA 77SA
3 KARLSSON, Robert -7 70SA 74KB 69CN 68SA
3 HANSEN, Anders -7 69SA 71KB 72CN 69SA
3 HARRINGTON, Padraig -7 70CN 70SA 71KB 70SA
3 STENSON, Henrik -7 69CN 74SA 65KB 73SA
7 GALLACHER, Stephen -6 74CN 73SA 67KB 68SA
7 MOORE, Titch -6 72CN 68SA 73KB 69SA
7 CLARKE, Darren -6 68CN 75SA 69KB 70SA
7 WESTWOOD, Lee -6 71CN 71SA 69KB 71SA
7 FULKE, Pierre -6 71CN 66SA 72KB 73SA
7 GONZALEZ, Ricardo -6 69KB 68CN 71SA 74SA
13 LAFEBER, Maarten -5 72KB 70CN 73SA 68SA
           
Weiters:          
23 CASEY, Paul -2 68CN 70SA 72KB 76SA
28 DAVIS, Brian -1 68CN 71SA 77KB 71SA
28 BEEM, Rich -1 67CN 73SA 75KB 72SA
37 HOWELL, David Par 67CN 74SA 76KB 71SA
41 FASTH, Niclas 1 70CN 72SA 75KB 72SA
41 McGINLEY, Paul 1 74CN 71SA 72KB 72SA
52 POULTER, Ian 3 71CN 73SA 72KB 75SA
61 BRIER, Markus 5 72SA 70KB 75CN 76SA

Legende: SA = St.Andrews / KB = Kingsbarns / CN = Carnoustie

Alle Spielberichte von der Dunhill Links Championship

>> 3. Runde: Zitterpartie mit Happy End

>> 2. Runde: Am Vormarsch in Kingsbarns

>> 1. Runde: 3 Dreiputts am Old Course

>> Vorschau: Pudelmütze & Skihandschuhe

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