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KLM DUTCH OPEN HILVERSUM -
Nur Markus Brier in Bestform
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2. Runde
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10.6.2005 / 20:00 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Nur Brier in Bestform
Bärenstark spielt sich Brier (68) ins Finale, Zitny (72) und Moser
(79) verpatzen die Aufholjagd. Gary Emerson führt bei 8 unter Par.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Wetter: bewölkt, 16 Grad, Wind legt am Nachmittag zu
Markus Brier 2. Runde: 68 (-2) / gesamt -5 / 4. Platz
Niki Zitny 2. Runde: 72 (+2) / gesamt +7 / 108. Platz
Michael Moser
2. Runde: 79 (+9) / gesamt +16 / 148. Platz
Cut endgültig bei: +4 (Top 70)
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Markus Brier spielt am Freitag um die Spitze mit, unsere Tourneulinge Niki
Zitny und Michael Moser konnten nur mehr mit einer Galavorstellung
den Cut schaffen: ganz unterschiedlich ist die Ausgangsposition am zweiten
Spieltag der Dutch Open für die Österreicher. Die Bedingungen sind am
Vormittag perfekt,
die Scores hervorragend, ehe am Nachmittag der Wind einsetzt, was vor allem
Brier benachteiligt.
Brier unter Zugzwang
Die tiefen Scores vom Vormittag bringen Markus Brier unter Druck - doch
immer wenn Gary Emerson, der Halbzeitleader, gut spielt, dann
brilliert auch der
Österreicher, wie zuletzt in Moskau und in Portugal zu beobachten war:
"Vielleicht haben wir den gleichen Biorhythmus," scherzte Markus. Auch am Freitag
ist er bombensicher unterwegs und bewältigt verlustfrei die
giftigen und engen Bahnen von Hilversum, hat an der 3 eine erste Chance, die er
noch knapp vergibt.
Ohne Birdies rutscht der Wiener vorläufig aus den Top 10 heraus, "an der 6
und 7 musste ich gewaltig kämpfen um das Par zu retten". Das
ändert sich schlagartig an der 8, hier schätzt er den in den Baumreihen
verwirbelnden Wind richtig ein und locht seinen ersten Birdieputt: "ein
perfektes Eisen 5 in den Wind, der Ball ging bis auf einen halben Meter zur
Fahne."
Zur Halbzeit so richtig in Birdielaune
Das macht Appetit auf mehr: am Par 3 der 10, dem Längsten am Platz, schlägt
Markus ein fantastisches Eisen 4 ins Grün und macht mit dem nächsten Birdie,
diesmal aus vier Metern, weiter Jagd auf die Führenden im Clubhaus. Auch das schwerste Par 4, die 11,
kann Brier nicht gefährlich werden. Ausgerechnet am ersten Par 5 schrillen
plötzlich alle Alarmglocken: "Beim Drive ist der Ball unglücklich im
rechten Winkel in den Wald gesprungen, lag unspielbar unter einem dicken
Ast." Markus muss mit Strafe droppen, erreicht erst nach zwei Lay Ups mit
dem Eisen 9 das Grün, die Annäherung ist jedoch so gut, dass er nur noch einen
Tap In zum Par hat.
Sein erstes Bogey des Turniers kassiert Markus am Par 4 der 14: zwar eine kurze
Bahn, aber nach einem Abschlag rechts ins Rough ist die Lage so schlecht, dass
er nur seitlich hinausspielen kann und mit dem dritten Schlag um 12 Meter
unterhalb der Fahne bleibt. Das bleibt jedoch sein einziger Ausrutscher am windigen Nachmittag,
dank eines Birdies am abschließenden Par 5 gelingt ihm mit der 68 (-2) eine der
besten Runden mit einer späten Startzeit´: "Hier muss man den Ball im
Spiel halten, viele Fairways und Grüns treffen, genau das taugt mir an
Hilversum."
Bei 5 unter Par befindet sich Brier in glänzender Lauerposition für das
Wochenende, nur drei Schläge hinter seinem englischen Kumpel Gary Emerson
- mit dem er nach der knappen Niederlage in Moskau noch eine Rechnung offen hat:
"einer der nettesten Engländer auf der Tour, vielleicht treffen wir uns ja
am Sonntag im Flight."
Zitny kommt nicht auf Touren
Dreimal hat Niki Zitny heuer schon mit einer tollen Aufholjagd den
Cut gerettet, in Hilversum waren seine Kämpferqualitäten neuerlich gefragt. Die
Tagesverfassung stimmte, wie sichere Pars auf den ersten engen Par 4 zeigten. Doch
heute mussten viele Birdies her, nichts anderes bringt ihn ins
Wochenende. Die 2 oder die 5 bieten gute Chancen, das erste Birdie will und will
allerdings nicht gelingen. Neun langweilige Par in Folge reiht der Wiener
auf seine Scorekarte.
Doppelbogey nimmt alle Chancen
Das längste Par 3 des Platzes, die 10 mit dem schmalen Grün dem gefährlichen
Bunker rechts, bringt eine Vorentscheidung: mit einem Doppelbogey wird Nik's
Lage endgültig aussichtslos, der Rückstand auf die Cutlinie wird zu groß. Auch das Par 5 der 12 bringt keine Wende, Zitny spielt auch hier
nur das enttäuschende Par. Dafür kostet ihn das kurze Par 4 der 14 einen
weiteren Schlag. Am letzten Par 3 klappt es mit dem ersten Birdie, viel zu spät
um noch etwas zu bewirken.
Solide gespielt, aber wenig gelungen: so lässt sich die erste Dutch Open von
Niki Zitny nach Runden von 75 und 72 Schlägen zusammen fassen. Bei 7 über Par
schrammt er dennoch deutlich am Cut vorbei, wie schon in der Vorwoche in Wales:
"Das gleiche Trauerspiel wie in den letzten Wochen: ok gespielt, Putts auch
nicht schlecht, aber kein Score auf der Karte, das dem annähernd
entspricht," ist Zitny weiter auf der Suche nach einem Ausweg aus der
Schaffenskrise.
Moser weiter mit Birdieflaute
Eine Runde unter Par wäre schon ein Achtungserfolg für Michael Moser bei
seinem Tourdebüt. Am Freitag erwischt er einen deutlich solideren Start, findet
somit gut zu seinem Spiel. Die schwere 4 mit dem hängenden Fairway stellt ihm
jedoch auch beim zweiten Versuche ein Bein und kostet einen Schlag. Das so
wichtige rasche Birdie ist auch dem Frauenthaler nicht vergönnt.
Die beiden besonders engen Par 4 der 7 und 8 bewältigt Moser auch am Freitag
nicht in Par, kassiert dort wie schon am Donnerstag jeweils das Bogey. Ein
weiterer Schlagverlust an der 10 lässt die letzten Hoffnungen auf eine gute
Runde schwinden. Sein Spiel bricht nun mehr und mehr auseinander, bitter noch
das Doppelbogey am kurzen Par 5 der 12.
79 Schläge brummt sich Moser am Freitag auf, bilanziert bei seinem Tourdebüt
mit 16 über Par, meilenweit vom Cut entfernt. Der 25-jährige Steirer konnte
auf dem engen Shotmaking-Course nie seine Stärken, die enormen Schlaglängen,
in die Waagschale werfen. Ein einziges Birdie am ersten Tag steht auf der
Habenseite, alles andere verbucht er unter der Kategorie Lehrgeld: "Vor
allem im kurzen Spiel habe ich noch einiges dazu zu lernen, ich habe aufgezeigt
bekommen wo ich derzeit stehe."
Gary Emerson im Birdierausch
Mit 8 Birdies auf einer Strecke von 11 Bahnen legt der Engländer Gary
Emerson den Grundstein zur 63er-Runde, die ihn bei 8 unter Par in
Führung bringt. Auch Paul Broadhurst (-7) und Alessandro Tadini (6)
nutzten ihre frühe Startzeit perfekt aus.
Ein besonderes Kunststück gelang Anders Hansen, der auf einem Loch in
zwei Tagen fünf Schläge gutmachte. Nach seinem Albatros mit dem Eisen 4 aus
200 Metern am ersten Spieltag legte der Däne am Freitag am Par 5 der 18 mit einem Eagle
nach - rettete sich nur damit am letzten Drücker überhaupt ins Wochenende ...
Scores nach 2 von 4 Runden (Par 70):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
| 1 |
EMERSON, Gary |
ENG |
-8 |
69 |
63 |
| 2 |
BROADHURST, Paul |
ENG |
-7 |
66 |
67 |
| 3 |
TADINI, Alessandro |
ITA |
-6 |
70 |
64 |
| T4 |
BLAND, Richard |
ENG |
-5 |
71 |
64 |
| T4 |
BRIER, Markus |
AUT |
-5 |
67 |
68 |
| T4 |
LAFEBER, Maarten |
NLD |
-5 |
68 |
67 |
| T4 |
O'HARA, Steven |
SCO |
-5 |
70 |
65 |
| T8 |
FERNANDEZ-C., Gonzalo |
ESP |
-4 |
66 |
70 |
| T8 |
MARTIN, Miguel Angel |
ESP |
-4 |
69 |
67 |
| T8 |
OLDCORN, Andrew |
SCO |
-4 |
69 |
67 |
| T8 |
VAN DER VALK, Guido |
NLD |
-4 |
66 |
70 |
|
|
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|
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|
Weiters: |
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| T12 |
LYNN, David |
ENG |
-3 |
70 |
67 |
| T26 |
DERKSEN, Robert-Jan |
NLD |
Par |
68 |
72 |
| T68 |
DIER, Tobias |
GER |
4 |
70 |
74 |
| T68 |
HANSEN, Anders |
DEN |
4 |
71 |
73 |
|
|
|
|
|
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|
Cut verpasst (+4). |
|
|
|
|
| T83 |
LANE, Barry |
ENG |
5 |
72 |
73 |
| T83 |
STRÜVER, Sven |
GER |
5 |
71 |
74 |
| T93 |
VAN DE VELDE, Jean |
FRA |
6 |
72 |
74 |
| T107 |
ZITNY, Niki |
AUT |
7 |
75 |
72 |
| T142 |
BOSSERT, André |
SUI |
14 |
81 |
73 |
| 148 |
MOSER, Michael |
AUT |
16 |
77 |
79 |
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