KLM Dutch Open
Hilversumsche GC 
Hilversum, Holland
9. - 12. Juni 2005
Preisgeld: € 1,500.000

European Tour

KLM DUTCH OPEN HILVERSUM - Tag der Vorentscheidung

3. Runde

11.6.2005 / 18:10 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Brier bleibt im Titelrennen

Nach gutem Start steckt Markus Brier ein Doppelbogey weg, rettet mit späten Birdies die 69 und eine gute Ausgangsposition für den Sonntag.

 
Das Wichtigste in Kürze

Wetter: bewölkt, 14 Grad, spürbarer Wind, im Finish Regen

Markus Brier 3. Runde: 69 (-1) / gesamt -6 / 4. Platz

Gary Emerson (Eng)
verteidigt mit der 69 seine Führung

Eine 66 (-4) von Gonzalo Fernandez-Castano und Benoit Teilleria war das beste Score, das der schwere Platz in Hilversum am Samstag zuließ, kein Wunder, machte sich doch der Wind unangenehm bemerkbar.

Markus Brier
startet um 13:33 MEZ mit dem Schotten Andrew Oldcorn auf die Runde, ein angenehmer Flightpartner. Solide wie ein Uhrwerk spult der Österreicher auch am Samstag seine ersten Bahnen ab, ein Par ist in Hilversum auf den haarigen Front 9 immer ein gutes Score.

Brier locht Birdies im Doppelpack

Am kürzesten Loch am Platz, der 5, passt erstmals die Feinabstimmung, Brier locht aus 5 Metern zum Birdie und kommt plötzlich in Spiellaune. Auch am folgenden, elendslangen Par 4 passt einfach alles, mit dem nächsten Schlaggewinn ist der Österreicher plötzlich auf Platz 2 mittendrin im Titelkampf, profiliert sich gemeinsam mit Alessandro Tadini als Herausforderer von Gary Emerson: "An der 6 habe ich vom Vorgrün eingeputtet, wieder aus 6 Metern, gute Putts waren heute sicher der Schlüssel zum Erfolg."

Doch der Halbzeitleader aus England schockt gleich am ersten Loch die Konkurrenz: aus gut 100 Metern locht er mit dem Sandwedge seinen zweiten Schlag zum Eagle ein und vergrößert sein Guthaben auf drei Schläge. Dafür hat Emerson Pech beim Schlag ins 6. Grün, der Ball bohrt sich in der Bunkerkante ein. Trotz eines Free Drops wird die Lage kaum besser, aus extremer Standposition überschlägt er das Grün und kassiert prompt ein Bogey.

Markus versucht den Druck zu erhöhen, erarbeitet sich am 9. Grün die nächste gute Birdiechance, aus 5 Metern poliert er aber nur die Lochkante. Derweil kommt Emerson aus dem Schlamassel nicht heraus, verzieht seinen Drive an der 7 soweit in den Wald, dass er nur quer herausspielen kann, danach im Grünbunker landet und sich ein Doppelbogey einfängt.

Auf Abwegen an der 10

Das 204 Meter lange Par 3 der 10 stellt Brier erstmals ein Bein, nachdem er seinen Abschlag mit dem langen Eisen nach links ins dicke Rough verzieht. Auf die kurze Fahne lässt er den Chip zu kurz, der Par-Putt vom Vorgrün fällt leider nicht. Das längste Par 4 am Platz, zugleich das schwerste Loch, spielt der Österreicher mit der Taktik "Mitte Grün" und holt das sichere Par.

Am ersten Par 5 der 12 hat Markus Pech bei der Grünattacke, landet mit dem zweiten Schlag im Grünbunker - fasst dort eine ganz tiefe Lage aus. Mit vollem Schwung hackt er den Ball gerade noch so aus dem Bunker heraus, der Chip aus 25 Metern bleibt auf der Linie um ein paar Umdrehungen zu kurz - Par. Am Par 3 der 13 ist auch sein Putt exakt auf der Linie - und ebenfalls etwas zu kurz.

Mit dem Regen kommt das Doppelbogey

Nun gesellt sich zum kalten Wind noch Regen dazu, es wird langsam ungemütlich und Brier vergeht an der 14 endgültig die gute Laune: "Der erste Abschlag im Regen ist immer schwer, den habe ich rechts ins Rough verzogen". Das bringt ihn mächtig in Probleme, mühsam geht es vorwärts zum Grün, aus zwei Metern muss er sogar noch ums Bogey kämpfen, der Putt lippt jedoch aus - Doppelbogey!

Doch Markus weiß die richtige Antwort zu geben: am folgenden Par 3 schafft er es auf das richtige Plateau, hat somit einen halbwegs geraden Birdieputt aus 5 Metern, den er auch sicher verwertet - da kommt mal die Faust hoch: "Ein Superschlag mit dem Eisen, dabei war das die schwerstmögliche Fahnenposition". Drei Bahnen dahinter hat auch Gary Emerson Grund zum Jubeln, nachdem sein Putt zum Eagle fällt, er nun vier Schläge vor dem Österreicher liegt.

Im Finish fallen die wichtigen Putts

An der 16 muss Brier wieder um sein Par kämpfen, verwertet aber sicher den Save: "Das war extrem wichtig, nicht im Finish wieder zurück zu fallen." Bei der Annäherung aus dem Semirough ins 17. Grün stimmt die Linie ganz genau, Markus lässt sich einen 6 Meter-Putt zum Birdie, den er mit der letzten Umdrehung ins Loch befördern kann. Am Schlussloch muss Brier mit dem dritten Schlag aus dem giftigen Rough das Grün anspielen, der Chip rollt auf diesem Par 5 zu weit übers Loch hinaus, lässt dem Österreicher wieder einen 6 Meter-Putt zum Birdie. Bei der Linie überschätzt Markus den Break, notiert somit auf beiden Par 5 am Platz nur das Par.

Briers Bilanz am Moving Day nach der 69 (-1) kann sich dennoch sehen lassen: seine dritte Runde unter Par in Folge, die ihn am Schlusstag in eine perfekte Angriffsposition bringt - mit seinem ersten Toursieg durchaus in Reichweite, nur drei Shots hinter der Spitze: "Morgen die Doppelbogeys weglassen und wieder ein paar Birdies lochen. In Hilversum traue ich mir alles zu, es wird aber davon abhängen, was die anderen machen," schätzt er selbst seine Lage ein.

Emerson verteidigt die Führung

Dank seiner zwei Eagles rettet Gary Emerson die 69 und bei 9 unter Par einen Schlag Vorsprung ins Finale auf den Spanier Fernandez-Castano und den Engländer Paul Broadhurst, dahinter folgt bereits Markus Brier.


Scores nach 3 von 4 Runden (Par 70):

Platz Spieler Land Par R1 R2 R3
1 EMERSON, Gary ENG -9 69 63 69
T2 BROADHURST, Paul ENG -8 66 67 69
T2 FERNANDEZ-CASTANO ESP -8 66 70 66
4 BRIER, Markus AUT -6 67 68 69
T5 LAFEBER, Maarten NLD -5 68 67 70
T5 SENIOR, Peter AUS -5 70 67 68
T5 TADINI, Alessandro ITA -5 70 64 71
T8 MARTIN, Miguel Angel ESP -4 69 67 70
T8 OLDCORN, Andrew SCO -4 69 67 70
T10 LYNN, David ENG -3 70 67 70
           
Weiters:          
T18 FULKE, Pierre SWE -1 67 73 69
T23 FORSYTH, Alastair SCO Par 72 65 73
T23 MUNTZ, Rolf NLD Par 69 69 72
T44 HANSEN, Anders DEN 3 71 73 69
T61 CHAPMAN, Roger ENG 5 70 70 75
T72 DIER, Tobias GER 7 70 74 73


Alle Spielberichte von der KLM Dutch Open

>> Vorschau: Drei Eisen im Feuer

>> 1. Runde: Doppelbogey kostet Spitze

>> 2. Runde: Nur Brier in Bestform

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