Smurfit European Open
The K Club, 
Dublin, Irland
1. -4. Juli 2004
Preisgeld: € 3,300.000

European Tour

SMURFIT EUROPEAN OPEN - Brier als Spaetstarter erfolgreich.

1. Runde: 1.7.2004 / 20:36 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
>> HOME


Als Spätstarter erfolgreich

In den letzten Flights kämpften sich Brier (73) und Wiegele (75) bei starkem Wind gut ins Clubhaus. Ein Trio führt mit 67 Schlägen (5 unter Par).

 
Das Wichtigste in Kürze

Starker, böiger Wind (50 km/h) und kurze Regenschauer.

Markus Brier 1. Runde: 73 (+1) (Platz 43) 
Sein Score mit drei Birdies bei vier Bogeys gut zusammengehalten

Martin Wiegele 1. Runde: 75 (+3) (Platz 77) 
Lochte drei starke Birdies, patzte aber auch mit sechs Bogeys - bleibt auf Cutkurs.

Paul Broadhurst, Maarten Lafeber und Nick O'Hern führen mit 67 Schlägen (-5).

Start-Bogey bringt Brier auf Touren

Mit der allerletzten Startzeit um 15:15 Uhr spielte Markus Brier dem Feld zwar hinterher, doch lange Zeit in den Top 10! Unsere Nummer 1 erwischte einen guten Tag mit den Drives, verfehlt nur drei Fairways, hatte jedoch mit den Eisen seine Probleme, verfehlte gleich 8 Mal das Ziel: "Entweder waren die Schläge tot am Stock oder irgendwo", schüttelte Markus selbst den Kopf. Die Bunker sollten hier sein Lieblingsplatz sein, doch bei drei von vier Gelegenheiten sollte ihm daraus noch das Par gelingen. Auf den Putter konnte sich der Wiener dafür wieder verlassen (28 Putts).

Loch Nummer 1 gibt Brier gleich einen Vorgeschmack auf die zu erwartende Kampfrunde im kalt-windigen Wetter: "Voller Gegenwind, hatte noch ein Eisen 2 ins Grün, leider nicht getroffen" begann die Runde gleich mit einem Bogey. Am folgenden Par 3 attackiert er die kurze, gefährlich nah am Bunker postierte Fahne - mit Erfolg. Das frühe Birdie aus drei Metern ist für den Wiener ganz wichtig nach den Putt-Problemen der letzten Wochen. Mit drei starken Schlägen erreicht er das über 550 Meter Monster-Par 5 der 3. Bahn, locht hier neuerlich zum Birdie - erkämpft sich damit einen Platz in den Top 10.

Sein erstes Par spielt Brier an der 4, der Birdielauf ist jedoch vorerst gestoppt, bei böigem Wind von 50 km/h bleibt Par jedoch ein gutes Score. Das Par 5 der 7 bietet dank Rückenwind eine exzellente Chance, nach einem Superdrive liegt der Ball jedoch in einem Loch, er scherzelt mit dem Holz 3 gut bis knapp vors Grün heraus, schafft jedoch trotz gutem Chip kein Birdie. Obwohl Rückenwind das lange Par 4 der 9 entschärft, kann der Österreicher hier sein Par nicht halten, fällt mit Bogey auf Even Par zurück: "Eines meiner schwachen Eisen, von Mitte Bahn habe ich ein Eisen 9 noch in den Bunker gepullt, das war ganz unnötig!"

Guter Beginn auf den zweiten 9 

Brier trotzt auch zu Beginn der Back 9 erfolgreich dem böigen Wind, greift am kurzen, aber bergauf führenden Par 4 der 11 weiter an, locht auf dem schweren Grün aus zwei Metern sein drittes Birdie. "Die Abschläge waren weiter gut, aber mit den Eisen habe ich wenig getroffen. Probleme bereitet ihm etwa das Par 3 der 12, dessen riesengroßes Grün er verfehlt - diesmal ein Bogey aus dem Grünbunker. Ausgerechnet das letzte leichte Loch, die kurze 15, knöpft dem Österreicher noch einen Schlag ab, "der Drive landete leider tot an einem Baum, da konnte ich nur den Querpass zurück aufs Fairway spielen". Über die schweren Schlusslöcher kommt er dagegen ohne weitere Verluste gut hinweg.

Die 73er-Runde (1 über Par) reicht für den 43. Platz in einem dicht gedrängten Feld - nur drei Schläge außerhalb der Top 10: "Dennoch schade, das waren sicher um zwei Schläge zuviel, da sollte ich viel weiter vorne sein". 


Wiegele hält lange sein Par

Endlich eine solide Auftaktrunde, damit nicht schon am Donnerstag alle Chancen verspielt sind, wünschte sich Martin Wiegele. Dementsprechend konzentriert startete der Steirer am 10. Abschlag, hielt auf den ersten drei Bahnen sicher sein Par. Sein langes Spiel machte ihm im böigen Wind doch oft zu schaffen, er sollte nur die Hälfte der Fairways und Grüns treffen: "Die meisten Drives und Eisenschläge waren in Ordnung, aber einige waren dafür ganz schlecht und haben mich reingeritten", berichtet Martin. Rund um die Grüns spielte er stark, rettete vier Mal noch das Par. 

An der 13, dem mit 427 Metern längsten Par 4 am Platz, geht erstmals ein Schlag verloren. Martin findet aber nun seinen Rhythmus, erarbeitet sich an der kurzen 15 eine gute Chance, die er zum erlösenden ersten Birdie nutzt. Das nächste Loch gilt als das Schwerste am Platz, Martin umschifft gekonnt alle Wasserhindernisse, kann sich sogar als einer von ganz wenigen heute hier ein Birdie abholen. 

Doch gleich am folgenden Par 3 mit Wasser links vom Grün und breitem Sperrbunker fällt Wiegele mit einem Bogey wieder zurück. Das Par 5 der 18 versuchen mit dem Inselgrün versuchten bislang nur Cabrera und einige andere Longhitter mit dem Zweiten zu attackieren. Bei Gegenwind bekommt Wiegele auf dem spektakulären Loch Probleme, fällt mit einem weiteren Bogey auf 1 über Par nach seinen ersten 9 Löchern zurück.

Wenig Highlights auf der zweiten Hälfte

Unser Tourneuling startet seine Löcher 1 bis 9 wieder sehr solide, hält auf den ersten Löchern sicher sein Par. Ärger gibt es mit einem Bogey erst wieder an der kurzen 4, wo der Chip in ein sehr hängendes Grün exakt sitzen muss. Auch an der 8 gibt der Steirer einen Schlag auf einem nicht allzu schweren Loch ab. Das folgende lange Par 5 entschärft der Rückenwind doch deutlich, Martin gelingt sein drittes Birdie. Ausgerechnet das kürzesten Par 3, das heute eher ein Birdieloch ist, gibt er noch einen Schlag ab. 

Ärgerlich waren zwei Dreiputts, die Martin auf den neuen Putter schiebt: "Mit dem habe ich zwar einen ganz tollen Touch, aber bin noch nicht ganz eingespielt damit". Mit 75 Schlägen (3 über Par) gelingt Wiegele angesichts der windigen Verhältnisse dennoch seine beste Auftaktrunde seit langem, die für Platz 77 reicht - für Freitag hat er somit alle Chancen auf den Cut. 


Ein paar Windkünstler in den roten Zahlen

Paul Broadhurst scorte ein Eagle und fünf Birdies und beherrschte eindeutig den Auftakt der European Open. Seiner Runde von 67 Schlägen (5 unter Par) kam am Vormittag Landsmann Lee Westwood noch am nächsten (69). Am Nachmittag gab der lange Zeit verletzte Holländer Maarten Lafeber ein kräftiges Lebenszeichen von sich, schloß zur Spitze auf. Auch der Australier Nick O'Hern beweist sich als Windkünstler, stieß spät am Nachmittag als Dritter zur Spitze vor. Nur 22 Spieler brachten eine Runde unter Par ins Clubhaus.


Scores nach 1 von 4 Runden (Par 72):

Platz Name Land Par R1
T1 BROADHURST, Paul ENG -5 67
T1 LAFEBER, Maarten NLD -5 67
T1 O'HERN, Nick AUS -5 67
T4 ARRUTI, Jesus Maria ESP -3 69
T4 BLACKEY, Matthew ENG -3 69
T4 GOOSEN, Retief RSA -3 69
T4 HOWELL, David ENG -3 69
T4 WESTWOOD, Lee ENG -3 69
T9 COLTART, Andrew SCO -2 70
T9 DREDGE, Bradley WAL -2 70
T9 EVANS, Gary ENG -2 70
T9 FASTH, Niclas SWE -2 70
T9 GREEN, Richard AUS -2 70
T9 HARRINGTON, Padraig IRL -2 70
T9 McGINLEY, Paul IRL -2 70
       
Weiters:      
T23 CASEY, Paul ENG Par 72
T23 HAEGGMAN, Joakim SWE Par 72
T23 MONTGOMERIE, Colin SCO Par 72
T23 PARNEVIK, Jesper SWE Par 72
T43 BRIER, Markus AUT 1 73
T43 ROSE, Justin ENG 1 73
T59 FALDO, Nick ENG 2 74
T59 LAWRIE, Paul SCO 2 74
T59 SIEM, Marcel GER 2 74
T77 CLÉMENT, Julien SUI 3 75
T77 POULTER, Ian ENG 3 75
T77 PRICE, Phillip WAL 3 75
T77 WIEGELE, Martin AUT 3 75
T77 WOOSNAM, Ian WAL 3 75
T97 CAMPBELL, Michael NZL 4 76
T97 CLARKE, Darren NIR 4 76
T97 DIER, Tobias GER 4 76
T121 LEVET, Thomas FRA 6 78

 

GOLF-LIVE bietet LIVE-SCORING von der European Open sowie laufende Updates. Premiere überträgt an allen vier Spieltagen live, hier finden Sie die TV-Zeiten.
Alle Scores der
Österreicher



>> ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT


>> STARTSEITE GOLF-LIVE.AT