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EUROPEAN OPEN K CLUB -
Markus Brier in Birdielaune
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1. Runde:
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30.6.2005 / 20:15 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Brier in Birdielaune
Eine heiße Phase zur Halbzeit sichert Markus Brier die 71 und einen
starken Auftakt. Niki Zitny (80) quält weiter der Nacken.
Immelman führt (66).
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Wetter: nasskalt am Morgen, trocken und windig am Nachmittag
Markus Brier 1. Runde: 71 (-1) / 22. Platz
Stark gespielt mit 5 Birdies, leider frühes Doppelbogey, 2 späte
Bogeys
Niki Zitny 1. Runde: 80 (+8) / 139. Platz
Weiter Nackenprobleme, daher mehr Bogeys als Pars!
Trevor Immelman (RSA) setzt die Bestmarke mit 66 Schlägen (-6).
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Britische Verhältnisse begrüßen die 156 Kontrahenten bei der European Open
im Dubliner K-Club: nasskaltes Wetter macht den selektiven
Golfplatz noch länger und schwieriger. Markus Brier und Niki Zitny hatten
dennoch am Vormittag die besseren Bedingungen, weil am Nachmittag der Wind stark
auffrischte.
Brier: Ball im Spiel halten
Je härter die Verhältnisse, desto besser für Markus Brier, der seine
Bombenform der letzten Wochen prolongiert. Österreichs Nummer 1 beweist dies indem er mit einem
Birdie aus den Startlöchern schiesst: "Ein 6er-Eisen auf einen Meter an
den Stock gelegt, so beginnt man gerne."
Doch in dieser Tonart kann der Österreicher bei kaltem Nieselwetter vorerst
nicht weiter aufgeigen, es folgt bald die erste
Krise: das lange Par 4 der 5. Bahn, mit einem ganz schwierigen
Grün, wirft Markus mit einem Doppelbogey mächtig ab: "Da hatte ich noch
ein Eisen 3 und habe damit das Grün rechts verfehlt. Die Lage war so schlecht,
dass ich übers Grün wieder ins dicke Gemüse gechippt habe."
Markus fängt sich
aber sehr sofort, kommt über die folgenden kniffligen Par 4 verlustfrei hinweg:
"Die Eisen waren heute wirklich gut, später sind einige gute Putts
gefallen." Rückenwind hilft am Par 4 der 9, mit einem 6er-Eisen bereitet
der Fontana-Pro das nächste Birdie vor, das sein Score zur Halbzeit wieder
ausgleicht.
Perfekt unterwegs bis zum 16. Tee
Am längsten Par 5 am Platz stimmt der dritte Schlag ins Grün ganz genau:
"Mit dem Gapwedge auf einen halben Meter hingeschossen," Markus kann sich ein weiteres Birdie abholen, beginnt damit die Back 9 optimal.
Von seinen vielen guten Eisenschlägen profitiert er auf den Par 3, wo er an der
12 und 14 einen Schlag gutmachen kann, damit in die Top 10 am
Leaderboard vorstößt: "Bei beiden Bahnen hat der Wind etwas nachgeholfen,
waren aber auch gute Schüsse mit dem Eisen 6 und dem Eisen 3."
Doch nun lebt der Wind ordentlich auf, "daher hatte ich im Finish Probleme
die Spielbahnen zu treffen." Die 16, ein Doppel-Dogleg und wohl eines der schwersten Par 5 auf der Tour,
beschert Brier das erste Bogey der Runde: "Schon der Drive war im
Fairwaybunker, somit hatte ich für den dritten Schlag immer noch ein Eisen 4,
das ich vom Wasser weg links ins Rough gepullt habe." Besonders bitter, dass auch am
vorletzten Loch, wo Wasser auf der linken Seite die ganze Spielbahn begleitet,
ein Schlag verloren geht: "Dem Wasser wollte ich schon vom Tee ausweichen
und landete prompt rechts im Rough. Dafür habe ich dann den zweiten ins Wasser
geschossen, noch einen guten Up & Down zum Bogey gemacht."
Trotz der späten Bogeys kann Brier mit seinem Start in Irland höchst zufrieden
sein; aufgrund der schweren Wetter- und Platzverhältnisse klassiert ihn die Runde
von 71 Schlägen auf Platz 22: "Mit dem neuen Cleveland Driver
komme ich gut zurecht, habe viele Spielbahnen getroffen, das ist bei dem Rough
das Um & Auf!" Den Unterschied zu den mageren Monaten davor macht
jedoch weiterhin der Putter - heute benötigte er mit 26 Putts um vier Schläge
weniger auf den Grüns als im Schnitt im Frühjahr!
Zitny startet mit Bogeyserie
Hat Niki Zitny seine Genickprobleme überwunden und kann schmerzfrei
spielen? "Leider nicht! Anfangs hoffte ich noch, dass es im Laufe der Runde
besser wird, aber die Schmerzen im Nacken wurden im Gegenteil immer
schlimmer." Von Beginn an ist Zitny daher mächtig in der Defensive. Bahn
für Bahn muss er um sein Par
kämpfen, sein Kurzspiel kann ihn auch nicht retten - somit schreibt er
gleich drei Bogeys in Serie auf die Scorekarte, ehe er am ersten Par 5 mit
Birdie den Schaden etwas begrenzen kann.
Dennoch bringt das Erfolgserlebnis keine Sicherheit, mit Bogey an der 5 und
sogar einem Tripplebogey an der 6 verliert er weiter auf den überlangen Par 4 an
Boden: "Mit dem Eisen 8 die Fahne auf der falschen Seite angespielt, von
dort ist der Ball ins Wasser gesprungen." Die Drop-Zone ist allerdings auf
der anderen Seite des Teichs, die kurze Fahne aus dem Rough nicht anzuspielen -
daher ein Dreiputt vom anderen Ende des Grüns. Das erste Par der Runde gelingt Niki am 7. Grün, das bringt kurz Ruhe
ins Spiel, das wird mit einem Birdie an der 9 honoriert.
Phasenweise gut gespielt
Auch die zweiten 9 Löcher eröffnet Zitny mit einem Bogey, doch insgesamt kommt
er nun weit besser mit den Bedingungen zurecht. Nach einer erfreulichen
Par-Serie macht der Wiener noch am letzten Par 3, der überlangen 14, einen
Schlag gut, damit spielt er sich wieder halbwegs zurück ins Geschehen.
Doch im Finish fallen die Bogeys wieder im Minutentakt, gleich drei in Serie ab
der 15, werfen ihn hoffnungslos ins Hinterfeld zurück. Neuerlich fasst Zitny
mit der 80 (8 über Par) eine hohe Nummer aus, leider in der Saison schon seine
5. Runde mit 80 Schlägen und mehr. Ebenfalls zum 5. Mal eröffnet damit der
Wiener ein Turnier mit großem Rückstand: "Ich weiß noch gar nicht, ob
ich zur zweiten Runde überhaupt antreten kann. Derzeit ist die gesamte Rechte
Seite am Hals entzündet, wir werden morgen sehen", gibt er einen wenig
optimistischen Ausblick. Denn nach der 80 hätte es selbst ein fitter Zitny
schwer, noch den Cut zu schaffen.
Immelman überflügelt den Titelverteidiger
An der Spitze des Klassement formieren sich wie erwartet die Longhitter:
Titelverteidiger Retief Goosen zog bereits auf den ersten 9 Löchern auf
5 unter Par davon, spielte danach alles in Par zur 67er-Runde. Nur der
südafrikanische Powerhitter Trevor Immelman war besser, lochte 7
Birdies bei seiner Leistung von 66 Schlägen.
Simon Wakefield (Eng) spielte zwar nur eine 73er-Runde, verdiente sich
aber mit einem Hole in One am 8. Loch zumindest einen nagelneuen Renault. Im
Duell der Ryder Cup-Kapitäne führt Tom Lehman (75) gegen Ian Woosnam
(78) - gut für die Europäer, dass Woosie im nächsten Jahr nicht selbst
spielen wird.
Scores nach 1 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
| 1 |
IMMELMAN, Trevor |
RSA |
-6 |
66 |
| T2 |
DELAMONTAGNE, Francois |
FRA |
-5 |
67 |
| T2 |
GOOSEN, Retief |
RSA |
-5 |
67 |
| T4 |
LOMAS, Jonathan |
ENG |
-4 |
68 |
| T4 |
MURPHY, Gary |
IRL |
-4 |
68 |
| T6 |
CHAPMAN, Roger |
ENG |
-3 |
69 |
| T6 |
CLARKE, Darren |
NIR |
-3 |
69 |
| T6 |
DONALDSON, Jamie |
WAL |
-3 |
69 |
| T6 |
HAVRET, Gregory |
FRA |
-3 |
69 |
| T6 |
O'HERN, Nick |
AUS |
-3 |
69 |
| T6 |
RUMFORD, Brett |
AUS |
-3 |
69 |
| T6 |
STORM, Graeme |
ENG |
-3 |
69 |
| T13 |
BJÖRN, Thomas |
DEN |
-2 |
70 |
| T13 |
DAVIS, Brian |
ENG |
-2 |
70 |
| T13 |
FASTH, Niclas |
SWE |
-2 |
70 |
|
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Weiters: |
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| T13 |
SIEM, Marcel |
GER |
-2 |
70 |
| T22 |
BRIER, Markus |
AUT |
-1 |
71 |
| T22 |
STRUVER, Sven |
GER |
-1 |
71 |
| T38 |
MONTGOMERIE, Colin |
SCO |
1 |
73 |
| T38 |
WESTWOOD, Lee |
ENG |
1 |
73 |
| T55 |
CAMPBELL, Michael |
NZL |
2 |
74 |
| T71 |
LEHMAN, Tom |
USA |
3 |
75 |
| T117 |
CASEY, Paul |
ENG |
6 |
78 |
| T117 |
WOOSNAM, Ian |
WAL |
6 |
78 |
| T139 |
ZITNY, Niki |
AUT |
8 |
80 |
| 145 |
POULTER, Ian |
ENG |
9 |
81 |
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