Smurfit European Open
Arnold Palmer-Course, K-Club 
Dublin, Irland
30. Juni - 3. Juli 2005
Preisgeld: € 3,467.000

European Tour

EUROPEAN OPEN K CLUB - Markus Brier macht Tripplebogey

2. Runde:

1.7.2005 / 20:10 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Foto: fore!golf


Tripplebogey wettgemacht 

Ein Desaster gleich am 2. Loch steckt Markus Brier mit 5 Birdies locker weg, arbeitet sich in die Top 10 vor. Niki Zitny musste verletzt aufgeben.

 

Das Wichtigste in Kürze

Wetter: wolkig, windig und kühl bei 15 Grad

Markus Brier
2. Runde: 70 (-2) / gesamt 3 unter Par / 8. Platz
Tripplebogey blieb einziger Ausrutscher - wieder 5 Birdies

Niki Zitny 2. Runde: Aufgegeben (Nackenverletzung)

Cut
t bei: +4 (Top 70 Pros)

Nur zwei Dutzend Spieler halten sich bei der European Open in den roten Zahlen, Markus Brier ist einer davon. Bei Österreichs golferischem Aushängeschild wächst mit jeder guten Runde das Selbstvertrauen: "Die Sicherheit im Spiel ist da, die Schläge sitzen, das Score stimmt auch."

Auch am Freitag ist es windig und kühl in Dublin, die Scores sind ähnlich hoch wie schon zum Auftakt. Der Cut kletterte somit auf 4 über Par.

Frühes Desaster cool weggesteckt

Gleich an der 11, seiner zweiten Bahn, streut es Markus gewaltig auf: beim Schlag hinunter auf ein kleines Grün kommt links ein Teich gefährlich ins Spiel: "Das Eisen 5 war zuviel, ich landete hinten im Rough, doch das war nicht so schlimm. Dann habe ich einen Lob-Shot versucht, wurde allerdings ein Socket, das den Ball ins Wasser befördert hat", wächst sich ein verfehltes Grün bis zum Tripplebogey aus.

Jetzt muss Brier all seine Routine in die Waagschale werfen, um den Tiefschlag zu überwinden: "ich spiele das Loch für Loch, eine schlechte Bahn nehme ich nicht so tragisch." Ein paar Birdies wären die beste Antwort: am Par 4 der 13 gelingt immerhin eines nach einem guten 5 Meter-Putt, nun stehen aber die schweren Schlusslöcher 15 bis 18 an, wo es gilt, verlustfrei über die Runden zu kommen. Sein Risiko an der 17 wird belohnt, wo Wasser vom Abschlag bis zum Grün links ins Spiel kommt, mit einem Birdie ist Brier weiter auf der Überholspur: "Mit dem Eisen 7 auf einen Meter hin, der Putt war kein Problem."

"Mein Freund, das 7er-Eisen"

Das Eisen 7 entputt sich in dieser Phase als der wichtigste Schläger, der ein Birdie nach dem anderen auflegt. Wie zum Beispiel an der 1, als auch noch der Birdieputt aus 5 Metern fällt und damit endgültig das frühe Malheur wettgemacht ist. Dieses Kunststück beflügelt ihn weiter: Birdie auch am Par 4 der 2 - und nach einem präzisen Abschlag aufs 3. Grün holt er sich einen lupenreinen Birdie-Hattrick ab - der ihn wieder in die Top 10 zurück bringt.

Über die hantigen Par 4, der 5 bis 7, letztere mit viel Wasser unmittelbar vor dem Grün, kommt Brier ohne Aderlass an seinem Score hinweg, spielt die Runde sicher zu Ende: "An der 5 hatte ich noch Glück, als der Drive vom Baum zurück aufs Fairway sprang, dafür habe ich noch an der 7 einen kurzen Birdieputt vorbeigeschoben."

Mit 70 Schlägen scort Brier eine der besten Tagesrunden, so schwer spielte sich der Palmers-Kurs im K-Club, und marschiert trotz des schweren Patzers zu Beginn mit dem Halbzeitergebnis von 3 unter Par in die Top 10 hinein - nur zwei Schläge hinter den Spitzenreitern: "Mit dem neuen Driver komme ich viel besser vom Tee weg, das hat viel ausgemacht." Wieder nur 27 Putts, drei der fünf Birdies aus 5, 6 Metern gelocht - Briers neue Stärke auf den Grüns ist derzeit Goldes wert: "Es ist ein ganz starkes Feld hier, und ich bin mittendrin. So kann es ruhig weitergehen", ist er rundum zufrieden.

Niki Zitny musste aufgeben

Der zweite Österreicher im Feld war dagegen der Traurigste in Irland:
Niki Zitny
hatte sich zu Mittag endgültig entschieden aufzugeben, weil seine Nackenverletzung einen Start unmöglich machte: "Es macht keinen Sinn, der Nacken bis hinab in die rechte Schulter schmerzt bei jeder Bewegung. Ich weiß selbst nicht was es ist, fliege heim zu einer genaueren Untersuchung", musste er schließlich doch die Segel streichen. 

Sicher die richtige Entscheidung, da er nur mit einer 68er- oder 69er-Runde noch eine Chance auf den Cut gehabt hätte, die angesichts der Beschwerden nicht zu spielen gewesen wäre.

Björn ein Spezialist für schwere Aufgaben

7 Birdies bei 9 getroffenen Grüns: Thomas Björn hatte den heißesten Putter im Bag und übernahm mit der 69er-Runde bei 5 unter Par die Spitze. Der Waliser Jamie Donaldson war der Einzige, der zumindest diese Bestmarke einstellen konnte, während Retief Goosen (74) und Auftaktleader Trevor Immelman (76) zurückfielen. 


Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1 R2
T1 BJÖRN, Thomas DEN -5 70 69
T1 DONALDSON, Jamie WAL -5 69 70
T3 CLARKE, Darren NIR -4 69 71
T3 HANSEN, Anders DEN -4 70 70
T3 LOMAS, Jonathan ENG -4 68 72
T3 RUMFORD, Brett AUS -4 69 71
T3 STORM, Graeme ENG -4 69 71
T8 BRIER, Markus AUT -3 71 70
T8 DELAMONTAGNE, Francois FRA -3 67 74
T8 GOOSEN, Retief RSA -3 67 74
T8 MUNTZ, Rolf NLD -3 73 68
T8 SCHWARTZEL, Charl RSA -3 73 68
T8 McGRANE, Damien IRL -3 70 -1
         
Weiters:        
T14 IMMELMAN, Trevor RSA -2 66 76
T18 DAVIS, Brian ENG -1 70 73
T24 DOUGHERTY, Nick ENG Par 74 70
T34 SIEM, Marcel GER 1 70 75
T34 STRUVER, Sven GER 1 71 74
T45 CAMPBELL, Michael NZL 2 74 72
T45 LEHMAN, Tom USA 2 75 71
T58 WESTWOOD, Lee ENG 3 73 74
T67 MONTGOMERIE, Colin SCO 4 73 75
         
Cut verpasst (+4):        
T75 POULTER, Ian ENG 5 81 68
T79 WOOSNAM, Ian WAL 6 78 72
T107 CASEY, Paul ENG 9 78 75
T107 McGINLEY, Paul IRL 9 78 75
- ZITNY, Niki AUT - 80 Rtd.

 

Alle Spielberichte von der European Open:

>> Vorschau: Die Ruhe vor dem Turnier

>> 1. Runde: Brier in Birdielaune

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