 |
EUROPEAN OPEN K CLUB -
Markus Brier macht Tripplebogey
|
2. Runde:
|
1.7.2005 / 20:10 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
>>
HOME |
|

Foto: fore!golf
|
Tripplebogey wettgemacht
Ein Desaster gleich am 2. Loch steckt Markus Brier mit 5 Birdies
locker weg, arbeitet sich in die Top 10 vor. Niki Zitny musste
verletzt aufgeben.
|
|
|
| Das
Wichtigste in Kürze |
Wetter: wolkig, windig und kühl bei 15 Grad
Markus Brier 2. Runde: 70 (-2) / gesamt 3 unter Par / 8. Platz
Tripplebogey blieb einziger Ausrutscher - wieder 5 Birdies
Niki Zitny 2. Runde: Aufgegeben (Nackenverletzung)
Cutt bei: +4 (Top 70 Pros)
|
Nur zwei Dutzend Spieler halten sich bei der European Open in
den roten Zahlen, Markus Brier ist einer davon. Bei Österreichs
golferischem
Aushängeschild wächst mit jeder guten Runde das Selbstvertrauen: "Die
Sicherheit im Spiel ist da, die Schläge sitzen, das Score stimmt auch."
Auch am Freitag ist es windig und kühl in Dublin, die Scores sind ähnlich hoch wie schon zum Auftakt. Der Cut
kletterte somit auf 4 über Par.
Frühes Desaster cool weggesteckt
Gleich an der 11, seiner zweiten Bahn, streut es Markus gewaltig
auf: beim Schlag hinunter auf ein kleines Grün kommt links ein Teich
gefährlich ins Spiel: "Das Eisen 5 war zuviel, ich landete hinten im Rough,
doch das war nicht so schlimm. Dann habe ich einen Lob-Shot versucht, wurde
allerdings ein Socket, das den Ball ins Wasser befördert hat", wächst
sich ein verfehltes Grün bis zum Tripplebogey aus.
Jetzt muss Brier all seine Routine in die Waagschale werfen, um den Tiefschlag
zu überwinden: "ich spiele das Loch für Loch, eine schlechte Bahn nehme
ich nicht so tragisch." Ein paar Birdies wären die beste Antwort: am Par 4
der 13 gelingt immerhin eines nach einem guten 5 Meter-Putt, nun stehen aber die
schweren Schlusslöcher 15 bis 18 an, wo es gilt, verlustfrei über die Runden
zu kommen. Sein Risiko an der 17 wird belohnt, wo Wasser vom Abschlag bis zum
Grün links ins Spiel kommt, mit einem Birdie ist Brier weiter auf der
Überholspur: "Mit dem Eisen 7 auf einen Meter hin, der Putt war kein
Problem."
"Mein Freund, das 7er-Eisen"
Das Eisen 7 entputt sich in dieser Phase als der wichtigste Schläger, der ein
Birdie nach dem anderen auflegt. Wie zum Beispiel an der 1, als auch noch der
Birdieputt aus 5 Metern fällt und damit endgültig das frühe Malheur
wettgemacht ist. Dieses Kunststück beflügelt ihn weiter: Birdie auch am Par 4
der 2 - und nach einem präzisen Abschlag aufs 3. Grün holt er sich einen
lupenreinen Birdie-Hattrick ab - der ihn wieder in die Top 10 zurück bringt.
Über die hantigen Par 4, der 5 bis 7, letztere mit viel Wasser unmittelbar vor
dem Grün, kommt Brier ohne Aderlass an seinem Score hinweg, spielt die Runde
sicher zu Ende: "An der 5 hatte ich noch Glück, als der Drive vom Baum
zurück aufs Fairway sprang, dafür habe ich noch an der 7 einen kurzen
Birdieputt vorbeigeschoben."
Mit 70 Schlägen scort Brier eine der besten Tagesrunden, so schwer spielte sich
der Palmers-Kurs im K-Club, und marschiert trotz des schweren Patzers zu Beginn
mit dem Halbzeitergebnis von 3 unter Par in die Top 10 hinein - nur zwei
Schläge hinter den Spitzenreitern: "Mit dem neuen Driver komme ich viel
besser vom Tee weg, das hat viel ausgemacht." Wieder nur 27 Putts, drei der
fünf Birdies aus 5, 6 Metern gelocht - Briers neue Stärke auf den Grüns ist
derzeit Goldes wert: "Es ist ein ganz starkes Feld hier, und ich bin
mittendrin. So kann es ruhig weitergehen", ist er rundum zufrieden.
Niki Zitny musste aufgeben
Der zweite Österreicher im Feld war dagegen der Traurigste in Irland:
Niki Zitny
hatte sich zu Mittag endgültig entschieden aufzugeben, weil seine Nackenverletzung
einen Start unmöglich machte: "Es macht
keinen Sinn, der Nacken bis hinab in die rechte Schulter schmerzt bei jeder
Bewegung. Ich weiß selbst nicht was es ist, fliege heim zu einer genaueren
Untersuchung", musste er schließlich doch die Segel streichen.
Sicher die richtige Entscheidung, da er nur mit einer 68er- oder 69er-Runde noch
eine Chance auf den Cut gehabt hätte, die angesichts der Beschwerden nicht zu
spielen gewesen wäre.
Björn ein Spezialist für schwere Aufgaben
7 Birdies bei 9 getroffenen Grüns: Thomas Björn hatte den heißesten
Putter im Bag und übernahm mit der 69er-Runde bei 5 unter Par die Spitze. Der
Waliser Jamie Donaldson war der Einzige, der zumindest diese Bestmarke
einstellen konnte, während Retief Goosen (74) und Auftaktleader Trevor
Immelman (76) zurückfielen.
Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
| T1 |
BJÖRN, Thomas |
DEN |
-5 |
70 |
69 |
| T1 |
DONALDSON, Jamie |
WAL |
-5 |
69 |
70 |
| T3 |
CLARKE, Darren |
NIR |
-4 |
69 |
71 |
| T3 |
HANSEN, Anders |
DEN |
-4 |
70 |
70 |
| T3 |
LOMAS, Jonathan |
ENG |
-4 |
68 |
72 |
| T3 |
RUMFORD, Brett |
AUS |
-4 |
69 |
71 |
| T3 |
STORM, Graeme |
ENG |
-4 |
69 |
71 |
| T8 |
BRIER, Markus |
AUT |
-3 |
71 |
70 |
| T8 |
DELAMONTAGNE, Francois |
FRA |
-3 |
67 |
74 |
| T8 |
GOOSEN, Retief |
RSA |
-3 |
67 |
74 |
| T8 |
MUNTZ, Rolf |
NLD |
-3 |
73 |
68 |
| T8 |
SCHWARTZEL, Charl |
RSA |
-3 |
73 |
68 |
| T8 |
McGRANE, Damien |
IRL |
-3 |
70 |
-1 |
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
| T14 |
IMMELMAN, Trevor |
RSA |
-2 |
66 |
76 |
| T18 |
DAVIS, Brian |
ENG |
-1 |
70 |
73 |
| T24 |
DOUGHERTY, Nick |
ENG |
Par |
74 |
70 |
| T34 |
SIEM, Marcel |
GER |
1 |
70 |
75 |
| T34 |
STRUVER, Sven |
GER |
1 |
71 |
74 |
| T45 |
CAMPBELL, Michael |
NZL |
2 |
74 |
72 |
| T45 |
LEHMAN, Tom |
USA |
2 |
75 |
71 |
| T58 |
WESTWOOD, Lee |
ENG |
3 |
73 |
74 |
| T67 |
MONTGOMERIE, Colin |
SCO |
4 |
73 |
75 |
|
|
|
|
|
|
|
Cut verpasst (+4): |
|
|
|
|
| T75 |
POULTER, Ian |
ENG |
5 |
81 |
68 |
| T79 |
WOOSNAM, Ian |
WAL |
6 |
78 |
72 |
| T107 |
CASEY, Paul |
ENG |
9 |
78 |
75 |
| T107 |
McGINLEY, Paul |
IRL |
9 |
78 |
75 |
| - |
ZITNY, Niki |
AUT |
- |
80 |
Rtd. |
Alle Spielberichte von der European Open:
>> Vorschau: Die Ruhe vor
dem Turnier
>> 1. Runde: Brier in
Birdielaune
>> ZURÜCK ZUR
ÜBERSICHT
>> STARTSEITE GOLF-LIVE.AT
|