Smurfit European Open
Arnold Palmer-Course, K-Club 
Dublin, Irland
30. Juni - 3. Juli 2005
Preisgeld: € 3,467.000

European Tour

EUROPEAN OPEN K CLUB - Markus Brier ohne

Final:

3.7.2005 / 19:00 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Kein Wochenend-Zuschlag

Mit 74 Schlägen bringt die Sonntagsarbeit für Markus Brier nicht den erhofften Lohn, sondern nur einen kleinen Scheck für 
Platz 39.

 

Das Wichtigste in Kürze

Wetter: leicht bewölkt, 16 Grad, windig

Markus Brier
4. Runde: 74 (+2) / gesamt 7 über Par / 39. Platz
Solide gespielt, bis auf Doppelbogey, aber eiskalter Putter

Markus Brier 80, Jamie Donaldson 82: der Sonntagsflight um 10:49 MEZ hatte nach den 18 über Par vom Vortag einiges gutzumachen, nachdem beide aus den Top 10 bis auf Platz 46 zurückgereicht wurden. 

Mit einer starken Finalrunde wären sogar die Top 20 in Reichweite gewesen - doch dies sollte nur Donaldson mit seiner 70er-Runde gelingen, nicht aber Brier: "Dabei hätte ich spielerisch einiges bewegen können, habe aber die wichtigen Birdieputts nicht gemacht." Zudem erschwert der Wind die Sache gehörig, wenn auch nicht so brutal wie am Vortag.

Erstmals kein guter Start

Zweimal konnte Brier bereits an der recht einfach gestrickten 1 punkten, nicht so am Finaltag, wo er mit einem Bogey früh Federn lassen muss: "Dabei lag ich am Vorgrün, konnte aber den Par-Putt nicht verwerten." Das bleibt aber vorerst der einzige Fehler, Markus findet rasch zu seinem Spiel, trifft neuerlich viele Fairways und Grüns, doch leider bockt der bislang so kooperative Putter ausgerechnet am Finaltag: "Auf den Front 9 habe ich kein Fairway verfehlt, viele gute Birdiechancen gehabt, an der 2 und 3 ist der Putt aber jeweils ausgelippt."

Mit einem stark herausgespielten Birdie am ersten Par 5 bringt Markus sein Score wieder in Ordnung. Die Serie überlanger und schwer einzuschätzender Par 4 meistert er dafür absolut fehlerlos, erarbeitet sich am kurzen, aber von Wasser verteidigten Par 3 der 8 wieder eine gute Chance. Erstmals in dieser Woche gelingt ihm hier ein Birdie, dank eines guten Putts.

Das tägliche Doppelbogey

Auch am Finaltag kommt Brier nicht ohne eine wirklich teure Bahn über den Kurs. Diesmal ist es das Par 5 der 10, dass der Gegenwind zu einem wirklichen Test macht: "Mein erstes verfehltes Fairway und dann gleich völlig tot im Rough. Somit war auch der dritte Schlag noch ein Langer, mit dem Eisen 4 ging's ab in den Grünbunker." Kann passieren, doch einen dicken Hals hat Brier erst nach dem Dreiputt aus 5 Metern - mit einem Doppelbogey bringt er sich um den Lohn einer erfolgreichen Aufholjagd. 

Aber auch die Par 4 auf den Back 9 haben es in sich: so wie die 13. Bahn, wo wiederum Wasser nahe beim Grün lauert: "Einige Eisen habe ich von Mitte Bahn verzogen, wie an der 13 das Eisen 8, das im Sand landete. Der Bunkerschlag in Richtung Wasser war auch nicht lustig." Diese Übung kostet Brier einen Schlag. Auch zum Abschluss gelingt Markus am wasserreichen Par 4 der 17 kein Par - er gibt auch am Sonntag einen Schlag ab, wieder nach einem verzogenen Eisen 8 vom Fairway. Dafür gelingt ihm erstmals ein Birdie am leichtesten Loch, dem kurzen Par 5 der 18, notiert somit die 74 (+2) auf der Scorekarte.

Dank des hochdotierten Turniers ist auch ein 39. Platz einiges wert, bringt Markus Brier 21.841 Euro Zuwachs auf dem Preisgeldkonto - mit ca. 163.000 Euro ist die Tourkarte für 2006 fast schon zur Gänze angespart.

Dass es trotz eines hervorragenden 8. Platzes zur Halbzeit nicht zu mehr gereicht hat, ist vor allem seiner Schwäche auf den Back 9 zuzuschreiben, auf denen er ihm Turnier 10 Schläge verloren hat, während er auf der vorderen Hälfte drei unter Par spielte: "Obwohl auf den Back 9 drei Par 5 sind, habe ich mir dort weit schwerer getan. Der Platz ist einfach schwer."
So passierten auch vier Doppelbogeys und ein Tripplebogey - so viele schwere Schnitzer leistete sich der für sein grundsolides Spiel bekannte Wiener schon lange nicht mehr in einem Turnier. 

Thomas Björn besiegt sich selbst

Gerade als Markus Brier seine Finalrunde absolviert hatte, gingen die Führenden erst auf ihre Runde - Thomas Björn nahm vier Schläge Guthaben auf seine Verfolger mit, traf jedoch keine Fairways und Grüns und war bereits zur Halbzeit eingeholt.

Endgültig zum Drama wurde die European Open für Björn am vorletzten Loch, als er mehrere Bälle zur grimmigen "11" wasserte und mit der schwächsten Turnierrunde von 86 Schlägen (!) bis auf den 33. Platz zurückfiel. Die wenigsten Fehler im Finish beging der Engländer Kenneth Ferrie, der mit einem Birdie am Schlussloch die 70 scorte und bei 3 unter Par den Sieg holte - zwei Schläge vor Colin Montgomerie. Nur noch Graeme Storme als Dritter blieb gesamt unter Par. 

Björn zahlt - Rocca verschläft

Thomas Björn wird die European Open rasch vergessen wollen - auch nachdem er wegen zu derber Kraftausdrücke am Platz zu einer saftigen Geldstrafe verdonnert wurde. Verschlafen hat dagegen Costantino Rocca seine frühe Startzeit, musste daher disqualifiziert werden. Ein stolzer Rekord wurde dagegen von drei Ass-Schützen aufgestellt, so viele Holes in One wie noch nie bei einem Turnier der European Tour.


Final Scores nach 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1 R2 R3 R4
1 FERRIE, Kenneth ENG -3 75 70 70 70
T2 MONTGOMERIE, Colin SCO -1 73 75 70 69
T2 STORM, Graeme ENG -1 69 71 74 73
T4 CLARKE, Darren NIR Par 69 71 75 73
T4 HANSON, Peter SWE Par 74 72 69 73
T6 COLTART, Andrew SCO 1 75 68 71 75
T6 DAVIS, Brian ENG 1 70 73 75 71
T6 IMMELMAN, Trevor RSA 1 66 76 74 73
T6 LARA, José Manuel ESP 1 70 76 70 73
T6 McGRANE, Damien IRL 1 70 71 74 74
T6 MURPHY, Gary IRL 1 68 76 73 72
T6 SPENCE, Jamie ENG 1 76 67 73 73
T13 DOUGHERTY, Nick ENG 2 74 70 79 67
T13 GOOSEN, Retief RSA 2 67 74 77 72
             
Weiters:            
T13 WESTWOOD, Lee ENG 2 73 74 72 71
T19 DONALDSON, Jamie WAL 3 69 70 82 70
T25 CAMPBELL, Michael NZL 4 74 72 71 75
T33 BJÖRN, Thomas DEN 6 70 69 69 86
T39 BRIER, Markus AUT 7 71 70 80 74
T46 SIEM, Marcel GER 9 70 75 77 75
T56 STRUVER, Sven GER 12 71 74 75 80
72 LEHMAN, Tom USA 21 75 71 79 84



Alle Spielberichte von der European Open:

>> Vorschau: Die Ruhe vor dem Turnier

>> 1. Runde: Brier in Birdielaune

>> 2. Runde: Tripplebogey wettgemacht

>> 3. Runde: Brier zur 80 verblasen

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