Open de France
Le Golf National 
Paris / Frankreich
24. -  27. Juni 2004
Preisgeld: € 3,000.000

European Tour

FRENCH OPEN - Brier und Wiegele mit frischem Schwung.

Vorschau: 23.6.2004 / 07:23 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Markus Brier:
Foto: Kuda


M & M mit frischem Schwung

Vergessen sind die verfehlten Putts und Cuts der letzten Wochen, mit frischem Elan kehren Markus Brier und Martin Wiegele nach zwei Wochen Pause zur Open de France zurück. 

Ein Familienurlaub in der Türkei ganz ohne Golfbag war die Medizin, die sich Markus Brier nach vier verpassten Cuts selbst verschrieben hatte: "Das war perfekt, ich habe den Putt-Frust komplett abgeschüttelt, den nötigen Abstand gewonnen. In Frankreich kann ich wieder unbelastet durchstarten", ist Markus Brier geladen und heiß auf Erfolg. 

Auf Platz 161 in der Order of Merit, rund 30.000 Euro hinter dem rettenden 115. Platz, braucht der Wiener nun dringend einige gute Ergebnisse: "In den nächsten 3 Wochen sind hochdotierte Turniere, die kann ich alle spielen. Nur den Cut muß man schaffen, sonst bringt das alles nichts". Im Vorjahr kam Brier nur über die Warteliste in die French Open hinein, heuer erhielten er und Wiegele ihren Startplatz ohne Probleme.

Seit 1994 ein "Fixstarter" in Paris

Austragungsort der mit 3 Millionen Euro fürstlich dotierten Open de France ist auch heuer Golf Le National bei Paris, ein flacher, windexponierter Kurs mit gefährlichen Wasserhindernissen. Brier kennt den Platz wie seine Westentasche, spielte hier bereits 1994 die Amateur WM mit einem gewissen Tiger Woods im Feld, und auf der European Tour bereits dreimal im Rahmen der Open de France.

"Der Platz wurde um einiges verlängert, gleich vier Abschläge sind um gut 30 Meter zurückversetzt worden", bekam Brier bei den Trainingsrunden einen Vorgeschmack auf die harte Arbeit, die ihn erwartet. Insgesamt ist der Platz heuer um 90 Meter auf 6.586 verlängert, zusätzlich wurde die 18 von einem Par 5 in ein Par 4 umgewandelt, aus Par 72 wurde Par 71: "Dennoch ist es kein reiner Longhitter-Kurs, vielmehr muss man die Bälle gut im Spiel halten, denn im kniehohen Rough ist man tot", gibt Brier die Strategie vor. 

"Den Platz mag ich, nur die Grüns zu treffen, das ist hier sehr, sehr notwendig". Im Jahr 2001 klappte die Übung hervorragend, Brier holte sich einen 28. Platz, verpasste dagegen 2000 und 2003 klar den Cut. Nach relativ trockenem Wetter spielt sich der Platz zum Glück nicht überlang, dennoch sind die Par 5 für Brier mit zwei Schlägen nur bei Rückenwind erreichbar. Zum Spielverderber könnte auf dem offenen Platz der Wind werden, der für Donnerstag angesagt ist, am Wochenende soll es dagegen freundlich sein. Den Belly-Putter von seinem letzten Turniereinsatz hat der Wiener wieder ausgemustert, greift wieder auf den gewohnten Taylor Made Monza Rossa zurück: "Den klassischen Putt-Stil bin ich doch mehr gewohnt", hat auch Claude Grenier zu dieser Entscheidung beratend beigetragen.

Startzeit 1. Runde: Markus Brier um 9:20 MEZ vom 10. Tee

Wiegele wieder voll fit

Nach der wieder akut gewordenen Handgelenksverletzung konnte Martin Wiegele in den letzten 14 Tagen kaum trainieren, konzentrierte sich daher voll auf das kurze Spiel. Auf der Trainingsrunde mit Markus Brier fühlte sich der Steirer wieder voll fit, holte sich wertvolle Tipps wie man den Kurs in Paris am besten bewältigt. Entscheidend für Martin dürften gerade Drives werden, dann könnten seine guten Längen ein großer Vorteil sein, vor allem auf den Par 5.

"Auf der Trainingsrunde habe ich die Bälle richtig satt getroffen, die Pause hat mir sichtlich gutgetan", geht Wiegele voller Optimismus in seine erste French Open. Eine gute Form wird auch nötig sein: "Denn der Kurs ist richtig brutal, vor allem die Schlusslöcher elendslang. Wenn da Gegenwind ist, schlagen wir lange Eisen oder sogar Hölzer ins Grün".

Startzeit 1. Runde: Martin Wiegele um 13:25 MEZ vom 1. Tee

Starkes Feld kämpft um Ryder Cup-Punkte

Das hohe Preisgeld und die dicken Ryder Cup-Punkte haben die komplette europäische Golfelite angelockt. Monty, Olazabal, Casey, Jimenez und Poulter sind ebenso dabei wie Justin Rose und Robert Allenby, die sonst überwiegend auf der US Tour spielen. Die Franzosen stellen ein ganz starkes Aufgebot mit Thomas Levet, Raphael Jacquelin und dem Sieger der St. Omer Open, Philippe Lima. Titelverteidiger ist der Engländer Philip Golding. 

Markus Brier bei der French Open 2003:

>> 2. Runde: Rien ne va Plus


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