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FRENCH OPEN - Markus Brier
stark beim Windspiel.
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1. Runde: |
24.6.2004 / 19:47 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Markus Brier:
Foto: fore!golf
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Brier stark beim Windspiel
Eine 72er-Kampfrunde bei böigem Starkwind bringt Brier perfekt in
Position (Platz 16). Martin Wiegele verspielt früh alle Chancen
(81), Fichardt führt bei 5 unter Par.
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Ein solides langes Spiel ist zum Auftakt der Open de France das Um und Auf, die teils hüfthohen Roughs kommen
bei starkem Wind auf dem
offenen Platz bei Paris besonders gefährlich ins Spiel. Bereits am Morgen blies
der Wind mit 30 km/h, in Böen sogar über 50 km/h: "Das war gar nicht
lustig heute, zum Glück habe ich super gespielt", hatte Brier voll zu
kämpfen.
Brier muß den Putter aufwärmen
Um 09:20 Uhr war der Wiener vom 10. Abschlag gestartet, konnte die kurze
Rückenwind-Bahn zum Auftakt leider nicht zu einem Birdie nützen. Der erste wirkliche Test für sein langes Spiel war das Par 4 der 12, das sich
heute voll in den Wind spielt, mit 405 Metern eine kritische Angelegenheit. Auch
hier hält der Österreicher sicher sein Par, genauso wie an der trickreichen 13:
"Anfangs habe ich jedes Fairway und Grün getroffen, ich musste mich aber
erst auf den Wind einstellen, um nahe an die Fahnen zu schießen".
Ausgerechnet am ersten Par entgleist der Par-Zug von Brier: Die Drivezone ist
hier sehr schmal, Brier hackt sich durch das Rough mühsam voran - "ich war
schon froh, dass wir den Ball im dicken Zeugs überhaupt gefunden haben" -
kann erst mit dem vierten Schlag das Grün anspielen, kassiert nach zwei guten
Downhill-Putts dennoch sein erstes Bogey.
Nun geht es in den "Amen-Corner" mit drei
schwierigen Par 4 und dem Wasser-Par 3 der 16. Ausgerechnet an der 17, einem
schmalen und überlangen Par 4, locht der Wiener seinen ersten Birdieputt:
"Mein Eisen 8 ins Grün hat genau gepasst, der Putt zum Glück auch".
Die auf ein langes Par 4 umgebaute 18. Bahn erreicht Brier zwar übers Wasser
sicher mit dem zweiten Schlag, leistet sich dann jedoch einen Dreiputt zum Bogey.
Starkes Birdie am letzten Gegenwind Par 3
Der Putter ist aber nun endlich auf Betriebstemperatur, gleich an der 1 geht es
mit einem Birdie aus eineinhalb Metern erfolgreich weiter, Brier kann sein Score
neuerlich ausgleichen: "Die Putts waren endlich wieder sehr gut, auch dank
der hervorragenden Grüns hier. Vor allem habe ich die Big-Putts alle
gelocht".
Das Par 5 der 3 ist dank Rückenwind am ehesten mit zwei Schlägen erreichbar,
der Österreicher leistet sich aber einen der seltenen Drives ins Rough, muß
anschließend aus dem Grünbunker noch mühsam um sein Par kämpfen. Brier
vermeidet lange Zeit auf den Back 9 jeden Schlagverlust. Erst auf der relativ
einfach gestrickten 6, kassiert er nach einem verfehlten Grün ein weiteres
Bogey.
Am letzten Par 3, das Brier noch im Training dank seiner 190 Meter als
"äußerst heftig" beschrieben hatte und das sich heute in den Wind
besonders lang spielt, gelingt dem Österreicher ein perfektes gepunchtes Eisen
4 und mit dem Birdie aus vier Metern ein spätes Highlight. Das längste Par 5
zum Abschluß seiner Runde, das sich mit einem Schlagdurchschnitt von fast 6 als
schwerste Bahn mausert, fordert auch von Brier zum Abschluß noch seinen
Bogey-Tribut: "Ein wirklich guter Drive ging nicht weiter als 210 Meter.
Für den dritten Schlag hatte ich immer noch ein Eisen 4 aus 150 Meter, damit
habe ich leider das Grün auf der kurzen Seite verfehlt und den Up & Down
nicht mehr geschafft".
Dennoch kann der Österreicher mit 72 Schlägen (1 über Par) zum Auftakt hoch
zufrieden sein, um 14:45 Uhr kam er auf Platz 10 ins Clubhaus, lag am Ende des
Spieltages noch immer auf Platz 16: "Die meiste Zeit habe ich den Ball
gut im Spiel gehalten, endlich wieder starke Putts gelocht. So kann es
weitergehen", ist Markus insgesamt hoch zufrieden.
Martin Wiegele startet mit Doppelbogey
Erst mit einer späten Nachmittags-Startzeit (13:25 MEZ) ging Martin Wiegele
in seine erste Open de France - und das gleich mit einem kapitalen Fehlstart. An
der 1 weicht Martin beim Tee-Shot dem Wasser links aus und landet rechts im
Rough, kassiert hier gleich ein bitteres Doppelbogey.
Der starke Wind verbläst sein langes Spiel leider komplett, nur vier Fairways
und sieben Grüns sollte er heute treffen: "Durch den starken Wind, den
engen Platz und unter dem Turnierdruck habe ich nie Vertrauen in meinen neuen
Bewegungsablauf beim Schwung gefunden", erklärt sich Martin die vielen
verzogenen Drives.
Am ersten Par 5, das dank Rückenwind heute die beste
Birdiechance bietet, verliert der Steirer einen weiteren Schlag. Nachwievor
findet er keinen Rhythmus, kassiert auch auf den beiden nächsten Par 4 jeweils
sein Bogey, ist somit nach den ersten 5 Löchern bei 5 über Par voll in der
Defensive.
Erst jetzt findet Wiegele langsam seinen Spielrhythmus, holt sich mit Pars seine
Sicherheit zurück. Das schwere Gegenwind-Par 3 der 8 wird heute zum
Österreicher-Loch, auch Martin erarbeitet sich eine gute Chance und locht so
wie Brier zum Birdie. Die hautenge 9 erwischt ebenfalls den Steirer mit einem
Bogey, zur Halbzeit ist der Rückstand daher schon enorm.
Keine Besserung auf den Back 9
Die zweiten 9 beginnt Wiegele ebenfalls mit einem Doppelbogey. Wieder auf einem
kurzen Par 4 mit Wasser links der Drivezone. Ein Erfolgserlebnis holt er sich
auf der trickreichen 13, locht auf diesem Par 4 mit viel Wasser einen guten
Birdieputt. Wie gewonnen, so zerronnen - am nächsten Wasserloch, der 15 mit dem
Inselgrün, fällt der Grazer mit dem nächsten Bogey noch weiter zurück.
Die Schlußlöcher am Alabtros-Kurs von Paris gelten nicht ohne Grund als
"Amen-Corner": Wiegele muß noch dem schwersten Par 3 mit einem
Doppelbogey Tribut zollen, wo rund ums Grün Wasser oder unspielbares Rough
lauert: "Der Abschlag ist leider im Wasser gelandet", berichtet
Martin. Auch die lange 17 schenkt ihm noch einmal mit einem Bogey ein, die
81er-Runde (10 über Par) ist damit perfekt, die ihm wohl schon wieder alle
Chancen auf den Cut raubt (Platz 135): "Wenn man gleich 10 von 14
Abschlägen versäbelt, hat man hier keine Chance", resümmiert Wiegele
enttäuscht.
Fichardt fängt noch "Woosie" ab
Die Ergebnisse vor Vormittag bewiesen, wie schwierig der Wind den Platz von Le
Golf National machte. Dank eines guten Endspurts setzte das walisische Urgestein
Ian Woosnam die Clubhausführung mit 67 Schlägen (4 unter Par). Etwas
weniger Wind am späteren Nachmittag wusste der Südafrikaner Darren Fichardt
zu nutzen um sich mit 66 Schlägen (5 unter Par) noch an die Spitze zu setzen.
Nur 9 Spieler blieben unter Par.
Scores nach 1 von 4 Runden (Par 71):
| Platz |
Name |
Land |
Par |
R1 |
| 1 |
FICHARDT, Darren
|
RSA |
-5 |
66 |
| 2 |
WOOSNAM, Ian
|
WAL |
-4 |
67 |
| 3 |
GREEN, Richard
|
AUS |
-3 |
68 |
| T4 |
COLSAERTS, Nicolas
|
BEL |
-2 |
69 |
| T4 |
REMESY, Jean-Francois
|
FRA |
-2 |
69 |
| T6 |
McDOWELL, Graeme
|
NIR |
-1 |
70 |
| T6 |
MONASTERIO, Cesar
|
ARG |
-1 |
70 |
| T6 |
POULTER, Ian
|
ENG |
-1 |
70 |
| T6 |
ROE, Mark
|
ENG |
-1 |
70 |
| T10 |
DIXON, David
|
ENG |
Par |
71 |
| T10 |
SIEM, Marcel
|
GER |
Par |
71 |
|
|
|
|
|
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Weiters: |
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| T16 |
BRIER, Markus
|
AUT |
1 |
72 |
| T26 |
MARTIN, Miguel
Angel
|
ESP |
2 |
73 |
| T43 |
CHAPMAN, Roger
|
ENG |
3 |
74 |
| T43 |
IMMELMAN, Trevor
|
RSA |
3 |
74 |
| T43 |
JACQUELIN, Raphaël
|
FRA |
3 |
74 |
| T43 |
LAFEBER, Maarten
|
NLD |
3 |
74 |
| T43 |
MONTGOMERIE, Colin
|
SCO |
3 |
74 |
| T43 |
OLAZÁBAL, José
Maria
|
ESP |
3 |
74 |
| T64 |
DAVIS, Brian
|
ENG |
4 |
75 |
| T64 |
JIMÉNEZ, Miguel Angel
|
ESP |
4 |
75 |
| T64 |
McGINLEY, Paul
|
IRL |
4 |
75 |
| T64 |
ROSE, Justin
|
ENG |
4 |
75 |
| T79 |
CLÉMENT, Julien
|
SUI |
5 |
76 |
| T79 |
LEVET, Thomas
|
FRA |
5 |
76 |
| T93 |
CASEY, Paul
|
ENG |
6 |
77 |
| T93 |
LANGER, Bernhard
|
GER |
6 |
77 |
| T110 |
STRÜVER, Sven
|
GER |
7 |
78 |
| T121 |
DIER, Tobias
|
GER |
8 |
79 |
| T135 |
WIEGELE, Martin
|
AUT |
10 |
81 |
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