Open de France
Le Golf National 
Paris, Frankreich
23. - 26. Juni 2005
Preisgeld: € 3,500.000

European Tour

FRENCH OPEN LE GOLF NATIONAL - Markus Brier

3. Runde:

25.6.2005 / 17:20 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Brier pflügt durch das Feld

Beim teuersten Turnier am Kontinent holt Brier (69) mächtig auf, Zitny (80) kassiert wieder ein hohes Score. Der Titelkampf bleibt weiter völlig offen.

 

Das Wichtigste in Kürze

Wetter: bewölkt, 24 Grad, wenig Wind

Markus Brier
3. Runde: 69 (-2) / gesamt Even Par / 40. Platz
Gute Kampfrunde, mit nur 26 Putts toll gescort

Niki Zitny
3. Runde: 80 (+9) / gesamt 11 über Par / 85. Platz
Viel zu viele Bogeys, ein Doppelbogey

Eduardo Romero, Jean-Francois Remesy und Jean van de Velde gehen bei 9 unter Par als Führende ins Finale

Der 17. Platz nur vier Schläge entfernt - und der bringt noch 47.000 Euro: Markus Brier und Niki Zitny winkt fürstlicher Lohn bei der Open de France, vorausgesetzt sie können sich vom 68. Platz weg nach vorne spielen - jedoch nur Brier schlug dazu den richtigen Weg am Moving Day ein.

Markus will näher an den Stock

Bislang solide, aber nicht zwingend gespielt: Markus Brier wollte daher näher zu den Fahnen zu schießen um sein Score auf Touren zu bringen: "Vor allem zu Beginn habe ich sehr gut gespielt, der Putter hat dann seinen Teil beigetragen." Am ersten Par 5 klappt das perfekt, obwohl der zweite Schlag im Grünbunker landet, mit dem Sandie- Birdie ist ein Anfang gemacht.

Markus ist nun in glänzender Spiellaune, weiß, dass man auf den leichteren Front 9 in Paris sein Score machen muss: die kurzen Par 4 der 5 und 6 bieten dazu die besten Gelegenheiten, erstmals in dieser Woche kann hier der Österreicher voll zuschlagen und sich zwei Birdies abholen: "Aus 5 und 6 Metern gute Putts gelocht", spielte vom Abschlag bis zum Grün alles perfekt zusammen.

Erstmals macht Brier dann am Par 5 der 9 unliebsame Bekanntschaft mit dem hohen Rough: "das Wedge aus 90 Metern rechts weggeblockt und rund ums Grün gekünstelt," war das erste Bogey von Mitte Bahn aus besonders ärgerlich.

Vorsicht auf den Wasserlöchern

An der 10 vermeidet Markus diesmal das Wasser links der Spielbahn und geht mit der notwendigen Vorsicht die schwereren Back 9 an, kommt dort gut über die Runden: "Ich habe dann nicht mehr so viele Spielbahnen und Grüns getroffen, der Untergrund wird immer härter, daher verspringen viele Bälle ins Rough". Somit kann er nicht genügend Chancen herausspielen, auch nicht am letzten Par 5, das mit zwei Schlägen allerdings bei Gegenwind nicht erreichbar ist. 

Nach dem anfänglichen Birdiefuriose muss Markus bis zum letzten Par 3 warten, wo spät noch ein wichtiger Birdieputt fällt: "Mein längster Putt heute, waren sicher 7 Meter." Somit kann er sich einen Schlagverlust an der 18 erlauben, dem schwersten Loch am Platz, wo der Ball die Bunkerkante trifft und sich für den Sand entscheidet. "Das war noch ein wenig unglücklich, aber mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden."

Kann er auch sein, denn auf dem äußerst anspruchsvollen Platz und bei den kniffligen Fahnenpositionen ist die 69 nicht hoch genug einzuschätzen, damit wird Markus den erhofften Sprung unter die Top 40 schaffen - bei der Millionenbörse von Paris ist das schon Goldes wert.


Zitny wollte hohe Zahlen vermeiden

Ohne die hässliche 7 und 8 auf der Scorekarte wäre Niki Zitny in Paris weit vorne. Allerdings spürte Niki weiterhin seinen lädierten Nacken, fand daher von Beginn an nie die Lockerheit, die man für ein gutes Schwunggefühl braucht: "Dazu habe ich noch schlecht gespielt und auch auf den Grüns nichts gelocht."

Mit einem frühen Bogey am ersten, langen Par 3 erwischt der Wiener Tourneuling einen schwachen Start, hatte von Beginn an große Probleme die Grüns zu treffen. Bei dem dicken Rough war es dann fast unmöglich, das Par zu halten. Auch am anschließenden Par 5 ist das lange Spiel nicht präzise genug, auf dieser von fettem Kraut umgebenen Bahn kassiert er noch ein Bogey.

Leider gelingt es Zitny nicht, den Aderlass an seinem Score zu stoppen, weil die Schläge ins Grün nicht sicherer werden. Auch am nicht allzu langen Par 4 der 5. Bahn geht ein Schlag verloren. Am zweiten langen Par 3 schafft Nik ebenfalls nur die 4. Die "hohe Nummer", die er unbedingt vermeiden wollte, passiert ihm neuerlich auf einem Par 5, diesmal notiert er eine "7" auf der 9. Bahn - grimmige 42 Schläge, 6 mehr als der Platzstandard, benötigt Zitny somit für die leichteren Front 9.

Wenig Besserung auf den Back 9

Etwas stabiler, aber weiterhin ohne Birdie beginnt Zitny die zweite Hälfte. Auf den vielen Wasserbahnen im letzten Drittel muss er noch weitere vier Bogeys zulassen. Das einzige Birdie des Tages fällt am letzten Par 3. Mit 80 Schlägen kassiert Niki wieder eine hohe Nummer, ordnet sich vor dem Finaltag am 85. und letzten Platz bei 11 über Par ein. Nach der Runde ging er sofort zum Physiotherapeuten um die Halsmuskeln zu behandeln: "Die Schmerzen sind zwar auszuhalten, aber beeinträchtigt hat das mein Spiel sicher."

Romero gegen halb Frankreich

Eduardo Romero verspielte mit wilden Drives seine knappe Führung, hielt mit starken Kurzspiel dennoch sein Score (72) noch gut zusammen. Dennoch konnte er nicht verhindern, dass Titelverteidiger Jean-Francois Remesy (67 Schläge) und sein französischer Landsmann Jean van de Velde (70) zu ihm aufschlossen. Mit Francois Delamontagne und Gregory Havret sind noch zwei Franzosen in Reichweite zum begehrten Heimsieg, das verspricht einen lauten Finaltag.


Scores nach 3 von 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1 R2 R3
T1 REMESY, Jean-Francois FRA -9 68 69 67
T1 ROMERO, Eduardo ARG -9 70 62 72
T1 VAN DE VELDE, Jean FRA -9 64 70 70
T4 HANSEN, Søren DEN -8 65 69 71
T4 LOMAS, Jonathan ENG -8 65 69 71
T6 DELAMONTAGNE, Francois FRA -7 67 68 71
T6 GOLDING, Philip ENG -7 69 69 68
T8 HAVRET, Gregory FRA -6 70 70 67
T8 O'MALLEY, Peter AUS -6 69 68 70
10 HANSEN, Anders DEN -5 67 71 70
           
Weiters:          
T11 OLAZÁBAL, José Maria ESP -4 69 70 70
T11 SIEM, Marcel GER -4 69 68 72
T16 LAWRIE, Paul SCO -3 71 70 69
T21 MONTGOMERIE, Colin SCO -2 69 72 70
T27 DAVIS, Brian ENG -1 71 69 72
T27 FASTH, Niclas SWE -1 69 68 75
T40 BRIER, Markus AUT Par 74 70 69
T53 McGINLEY, Paul IRL 1 70 71 73
T65 LEVET, Thomas FRA 3 72 72 72
T65 STRÜVER, Sven GER 3 72 72 72
T74 JIMÉNEZ, Miguel Angel ESP 5 67 74 77
85 ZITNY, Niki AUT 11 67 77 80



Alle Spielberichte von der Open de France:

>> Vorschau: Auf dem rechten Weg?

>> 1. Runde: Zitny mit Traumstart in Paris

>> 2. Runde: Mit einem blauen Auge

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