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FRENCH OPEN LE GOLF
NATIONAL - Markus Brier von Tag zu Tag besser
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Final:
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26.6.2005 / 21:12 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Von Tag zu Tag besser
Auch am Finaltag macht Markus Brier mit der 72 ein paar Ränge gut,
während Niki Zitny nicht ganz fit die 76 spielt. Remesy schlägt
van de Velde im Stechen.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Wetter: Gewitterpause um 11:15 Uhr - Restart um 14:30 MEZ
Markus Brier 4. Runde: 72 (+1) / gesamt 1 über Par / 31. Platz
Solide Leistung ohne jemals wirklich heißzulaufen
Niki Zitny 4. Runde: 76 (+5) / gesamt 16 über Par / 84. Platz
Spielt die Par 5 in der Woche 9 über Par!
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"In diesen Wochen muss man einfach gut spielen, das zahlt sich
aus", freut sich Markus Brier, dass er rechtzeitig in Form gekommen
ist. Bei der Open de France hat er sich von Tag zu Tag gesteigert, geht von
Platz 40 weg in die Finalrunde - mit guten Chancen auf den nächsten dicken
Scheck.
Das Wetter macht am Sonntag jedoch Sorgen: heftige Gewitter sind angesagt,
zwingen um 11:15 MEZ zu einer ersten Unterbrechung, erst nach 3 Stunden konnte
wieder gespielt werden.
Brier beweist Mut
Gleich auf Loch Nummer 2 wartet die ultimative Mutprobe: ein Par 3 mit 192
Metern, übers Wasser auf ein schmales Grün: Brier beweist mit einem der ganz
seltenen Birdies auf diesem Loch, dass er am Finaltag noch einiges vor hat:
"War noch dazu Gegenwind, mit dem Eisen 3 war ich sicher am Grün und
konnte den 7 Meter-Putt über eine Welle zum Glück machen". Einige
trickreiche Fahnen und ein Wind aus einer neuen Richtung erschweren jedoch die
Sache: "Am ersten Par 5 landete leider der Abschlag im Rough," musste
er sich mit einem Par begnügen.
Dann stoppt leider ein Gewitter vorerst die Attacke des Österreichers:
"Spielerisch läufts bisher sehr gut, ich bin gut drauf, hoffe dass es bald
weitergeht," macht ihm mehr das Wetter Sorgen als die Konkurrenz.
Am Nachmittag wird es härter
Als ab 14:30 Uhr wieder gespielt werden kann, pfeift der Wind plötzlich
gehörig über die Anlage: "Dann wurde es wirklich pfiffig da draussen,
auch weil sich der nasse Platz viel länger spielte." Somit werden die
Birdiechancen rar, auch am Par 5 der 9 geht es sich nicht aus, weil der
Seitenwind schon den Abschlag ins Rough verbläst.
Schrecksekunde zu Beginn der Back 9
Der böige Seitenwind erschwert die Sache an der 10, wo Maßarbeit gefragt ist
um dem Wasser auszuweichen: "Das Eisen 7 ging zu hoch und landete im
Grünbunker, " führt dies zum ersten Bogey. Dafür nützt er den
Rückenwind an der sonst hantigen 12 perfekt aus und bringt sich mit dem Birdie
wieder in die Top 30 zurück. Die Freude darüber ist 10 Minuten später weg,
die 13 mit dem Inselgrün bringt ihm kein Glück, Brier gibt den Schlag gleich
wieder ab: "Ein 8er-Eisen übers Grün ins Wasserhindernis gepulled. Denn
konnte ich nur raushacken und war mit der 5 noch gut bedient."
Das beste Birdieloch der Back 9, das Par 5 der 14, kann Markus nicht ausnützen,
jetzt kommen nur noch echte Hammerlöcher. Wie zum Beispiel das lange Par 3 der
16, noch dazu in den Wind, das ihm noch einen Schlag abknöpft: "Dabei war
der Abschlag sehr gut, dafür habe ich mir noch drei Putts genehmigt." Am
längsten Par 4 der Platzes taucht der Wind wieder an, dennoch ist diese Übung
kein Lärcherl, wie wenige Birdies beweisen - eines der wenigen spielt jedoch
der Österreicher: "Ein perfektes Eisen 7, den Putt aus knapp zwei Metern
musste ich einfach machen." Fehlt nur noch ein Par am abschließenden Par
4, ein würdiges Schlussloch, das sich fast als Par 5 spielt. Doch auch der
Wiener gibt am 72. Loch einen Schlag ab: "Da hatte ich immer noch ein
volles Holz 3 übers Wasser ins Grün," gerät dieses etwas zu lang und
landet links im dicken Rough: "Der Chip zurück Richtung Wasser war auch
nicht lustig," war selbst das Bogey keine Formsache.
80 % der Tourkarte abgesichert
Mit der 72er-Runde (1 über Par) hantelt sich Brier auch am Finaltag noch etwas
am Leaderboard nach oben - und das ist gut für sein Preisgeldkonto. 26.862 Euro
springen für ihn beim teuersten Golfturnier am europäischen Festland mit Platz
31 heraus, was für die Top 80 der Order of Merit reichen dürfte:
"Spielerisch wäre heute mehr drinnen gewesen, aber ein paar Schläge waren
leider sehr schlecht und die Bedingungen ziemlich schwer."
Zum Feiern bleibt jedoch keine Zeit - noch am Abend fliegt der Wiener hinüber
nach England um sich morgen in der 36 Loch-Qualifikation in Sunningdale für die
British Open zu versuchen; für "Marathonmann" Brier geht es ab
Donnerstag im Dubliner K Club mit der European Open weiter.
Zitny weiter "unrund" unterwegs
Doppelbogey am Eröffnungsloch - Doppelbogey am ersten Par 5: es dauerte leider
einige Bahnen, bis Niki Zitny am Sonntag sein Spiel etwas stabilisieren kann,
bis dahin hatte er bereits vier Schläge im dicken Rough verloren. Doch von
Beginn an hatte der mit lädierten Nackenmuskeln gehandicapte Wiener Probleme
die Spielbahnen und Grüns zu treffen, ein Birdie am kurzen Par 4 der 6 machte
ein wenig Mut: "Ich habe versucht das Problem mit dem Nacken so gut wie
möglich zu ignorieren, aber behindert hat es mich doch." Zum Glück
beweist er rund um die Grüns beim Trouble-Shooting ein feines Händchen. Mit
den Par 5 bleibt er jedoch auf Kriegsfuß, kassiert an der 9 ein weiteres Bogey.
"Ich hatte nichts zu verlieren, daher habe ich oft sehr viel riskiert -
auch bei Sonntagsfahnen, die man normalerweise nicht attackiert." Mit einem
gelungenen Abschlag ins 11. Grün bereitet Zitny ein weiteres Birdie vor,
vielleicht geht noch was. Die 13 mit dem Inselgrün bleibt eine gute Bahn für
ihn, Niki macht wieder einen Schlag gut. Dafür bleiben die Par 5 seine
Achillesferse, auch an der 14 schafft er kein Par. Im Finish kosten noch die 16
und das abschließende brutal schwere Par 4 letzte Schläge.
76 Schläge am Finaltag und ein Endergebnis von 16 über Par - wenigstens konnte
Zitny die rote Laterne dem Engländer David Drysdale umhängen. Dennoch
bleibt das Resümee nach dem glänzenden 6. Platz zum Auftakt eher schmerzhaft,
nicht nur was seine Nackensperre betrifft: die Open de France hat der Wiener
eindeutig auf den Par 5 vergeigt - die waren wie üblich die besten
Birdielöcher am Platz, wurden von Zitny allerdings mit 9 über Par (!)
absolviert.
"Jean vs. Jean" um den Heimsieg
Von den vier Franzosen im Titelrennen erwischt Jean van de Velde den
besten Start: der nur mit einer Medical Excemption spielende 39-jährige begann
mit zwei Birdies, einem davon aus dem Bunker an der 2, übernahm damit früh die
Spitze. Titelverteidiger Jean-Francois Remesy bleibt jedoch bis auf einen
Schlag dran.
Zwei Bahnen vor Schluss lagen beide "Jean" gleichauf, ehe Remesy mit
seinem ersten Bogey des Tages an der 17 die Türe für seinen Landsmann weit
aufstieß. Doch der patzte dafür am Schlussloch, was beide Franzosen mit der
69er-Runde auf das beste Endergebnis von 11 unter Par brachte. Im Stechen setzte
sich Remesy durch, damit gelingt dem 41-jährigen auf den Seychellen lebenden
Franzosen die erfolgreiche Titelverteidigung beim Heimspiel.
Final Scores nach 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
R3 |
R4 |
| 1* |
REMESY, Jean-Francois |
FRA |
-11 |
68 |
69 |
67 |
69 |
| 2 |
VAN DE VELDE, Jean |
FRA |
-11 |
64 |
70 |
70 |
69 |
| 3 |
HANSEN, Søren |
DEN |
-8 |
65 |
69 |
71 |
71 |
| T4 |
DELAMONTAGNE, Francois |
FRA |
-5 |
67 |
68 |
71 |
73 |
| T4 |
FINCH, Richard |
ENG |
-5 |
73 |
70 |
69 |
67 |
| T4 |
HAVRET, Gregory |
FRA |
-5 |
70 |
70 |
67 |
72 |
| T4 |
O'MALLEY, Peter |
AUS |
-5 |
69 |
68 |
70 |
72 |
| T8 |
DREDGE, Bradley |
WAL |
-4 |
67 |
73 |
72 |
68 |
| T8 |
HANSEN, Anders |
DEN |
-4 |
67 |
71 |
70 |
72 |
| T8 |
LOMAS, Jonathan |
ENG |
-4 |
65 |
69 |
71 |
75 |
| T8 |
OLAZÁBAL, José Maria |
ESP |
-4 |
69 |
70 |
70 |
71 |
| T8 |
ROMERO, Eduardo |
ARG |
-4 |
70 |
62 |
72 |
76 |
| T13 |
DOUGHERTY, Nick |
ENG |
-3 |
72 |
68 |
69 |
72 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
|
|
| T17 |
MONTGOMERIE, Colin |
SCO |
-2 |
69 |
72 |
70 |
71 |
| T31 |
BRIER, Markus |
AUT |
1 |
74 |
70 |
69 |
72 |
| T44 |
DAVIS, Brian |
ENG |
3 |
71 |
69 |
72 |
75 |
| T50 |
STRÜVER, Sven |
GER |
4 |
72 |
72 |
72 |
72 |
| T55 |
JIMÉNEZ, Miguel Angel |
ESP |
5 |
67 |
74 |
77 |
71 |
| T55 |
McGINLEY, Paul |
IRL |
5 |
70 |
71 |
73 |
75 |
| T68 |
LEVET, Thomas |
FRA |
8 |
72 |
72 |
72 |
76 |
| 84 |
ZITNY, Niki |
AUT |
16 |
67 |
77 |
80 |
76 |
* Sieg im Stechen
Alle Spielberichte von der Open de France:
>> Vorschau: Auf dem rechten Weg?
>> 1. Runde: Zitny mit
Traumstart in Paris
>> 2. Runde: Mit einem blauen
Auge
>> 3. Runde: Brier pflügt
durch das Feld
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