Linde German Masters
Gut Lärchenhof, 
Köln, Deutschland
9. - 12. September 2004
Preisgeld: € 3,000.000

European Tour

GERMAN MASTERS GUT LÄRCHENHOF - Brier: Wie gewonnen zerronnen.

1. Runde:

9.9.2004 / 18:58 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Wie gewonnen so zerronnen

Drei unter Par und in Führung lag Markus Brier zu Beginn, krumme Drives warfen ihn zurück (73). Harrington führt mit 66 Schlägen vor Cejka.

 
Das Wichtigste in Kürze

Sonnig, bis zu 25 Grad, Wind legt gegen Mittag deutlich zu

Markus Brier
1. Runde: 73 (+1)  - 51. Platz

Padraig Harrington
schießt am Nachmittag die 66, ein Schlag vor Cejka.

Vorschau: >> Brier in der Form seines Lebens

Wenn Europas Ryder Cup-Team fast vollzählig den letzten Test unter den strengen Augen von Hausherr Bernhard Langer absolviert, dann ist Hochspannung angesagt. Die Linde German Masters wird zeigen, wer aktuell in Hochform spielt - hoffentlich auch weiterhin Markus Brier: "Die 7. Woche auf Achse, das geht an die Substanz, doch dafür war mein Spiel heute ganz passabel." 

Ein Bogey kann Markus nicht erschüttern

Bei prachtvollem Golfwetter startete Markus Brier um 9:10 Uhr vom 10. Abschlag im Gut Lärchenhof, hatte jedoch gleich Stress nach einem Drive rechts ins Rough: die Lage war so schlecht, dass er nur vorlegen kann und gleich ein Bogey kassiert. Da kam das kürzeste Par 3 gerade recht, aus 150 Metern erarbeitet er sich eine gute Chance, puttet vom Vorgrün auf die kurz gesteckte Fahne ein.

Nun ist der Wiener voll im Spiel, das erste kurze Par 5 der 13 mit gefährlicher Bunkerlandschaft vor dem Grün attackiert er voll, holt sich mit Chip und Putt das leichte Birdie ab. Weit schwieriger ist die Aufgabe an der 14, einem elendslangen Par 4: "Die Eisen waren anfangs vom Feinsten, an der 14 habe ich nur noch einen Dreimeter-Putt zum nächsten Birdie gehabt". Nun folgt die leichteste Bahn in Gut Lärchenhof, Brier schlägt lasergenau ein Eisen 4 ins Grün, hat aus drei Metern sogar die Eagle-Chance, muß sich allerdings mit dem Birdie begnügen, der Hattrick ist somit perfekt. Damit erreicht er in der frühen Phase des Turniers die geteilte Führung bei 3 unter Par.

Ausgerechnet auf den schweren Schlusslöcher von Lärchenhof, wo jeweils viel Wasser rund ums Grün ins Spiel kommt, verliert Markus plötzlich den Rhythmus: "Komisch, das Eisen 4 ging zuvor perfekt, doch am folgenden Par 3 habe ich den Ball rechts ins Wasser gedrückt". An der 18 ist wieder der Drive krumm, aus dem Rough gibt es keinen Weg aufs Grün - wie schon an der 16 neuerlich ein Bogey.

Keine Putts - keine Birdies

"Es wurde dann immer windiger, dennoch habe ich noch gute Chancen erarbeitet, aber der Putter hat mich verlassen" - an der 1., 3., 4. und 6. Bahn vergibt Markus exzellente Chancen aus zwei bis vier Metern. Dort wo die Abschläge das Kurzgemähte verfehlen, ist dafür jedes Mal dicker Ärger angesagt. An der 5 etwa führt kein Weg aufs Grün, weil davor ein Wasserhindernis lauert - mit dem nächsten Bogey fällt Markus auf Even Par zurück.

Am letzten, allerdings längsten Par 5, wäre noch eine Chance gewesen: "Nach zwei guten Schüssen war ich fast am Grün, habe dann noch ein ganz dummes Bogey gefressen". Der Pitch segelt über die Fahne - von dort leistet sich der Österreicher seinen einzigen Dreiputt des Tages: "Wenn keine Birdieputts fallen, ist das früher oder später die Folge".

Somit fällt Brier von 3 unter noch auf 1 über Par zurück, die Runde von 73 Schlägen wird dank der schwierigen Verhältnisse dennoch zu einem Ergebnis rund um Platz 50 reichen: "Noch ist nichts passiert, der Wind und der Platz werden keine allzu tiefen Scores zulassen", sieht er noch alle Chancen, sich nach vor zu arbeiten.
 
Harrington kommt rechtzeitig in Form

Große Erleichterung bei Bernhard Langer, dass auch sein Ryder Cup-Star Padraig Harrington nach langer Durststrecke endlich in Form kommt. Mit sieben Birdies bei nur einem Bogey sorgte der Nordire für die beste Auftaktrunde von 66 Schlägen (6 unter Par), einen Schlag vor Alex Cejka.

Nach seiner Rückenoperation darf sich Greg Owen erstmals wieder über eine gute Runde freuen. Seine 66 reichte immerhin für Platz 3, geteilt mit seinem englischen Landsmann Paul Casey.


Scores nach 1 von 4 Runden (Par 72):

Platz Name Land Par R1
1 HARRINGTON, Padraig IRL -6 66
2 CEJKA, Alex GER -5 67
T3 CASEY, Paul ENG -4 68
T3 GREEN, Richard AUS -4 68
T3 JACQUELIN, Raphaël FRA -4 68
T3 O'HERN, Nick AUS -4 68
T3 OOSTHUIZEN, Louis RSA -4 68
T3 OWEN, Greg ENG -4 68
T9 LANE, Barry ENG -3 69
T9 McDOWELL, Graeme NIR -3 69
T9 MURPHY, Gary IRL -3 69
T9 OLAZÁBAL, José Maria ESP -3 69
T9 WALL, Anthony ENG -3 69
       
Weiters:      
T15 CABRERA, Angel ARG -2 70
T15 LEVET, Thomas FRA -2 70
T23 GÖGELE, Thomas GER -1 71
T23 CHOI, Kyoung-Ju KOR -1 71
T23 CLARKE, Darren NIR -1 71
T34 DIER, Tobias GER Par 72
T34 HAEGGMAN, Joakim SWE Par 72
T34 HAMILTON, Todd USA Par 72
T34 SIEM, Marcel GER Par 72
T51 BRIER, Markus AUT 1 73
T51 DAVIS, Brian ENG 1 73
T51 LANGER, Bernhard GER 1 73
T51 MONTGOMERIE, Colin SCO 1 73
T7 BJÖRN, Thomas DEN 2 74
T73 CLÉMENT, Julien SUI 2 74
T88 STRÜVER, Sven GER 3 75
T88 JIMÉNEZ, Miguel Angel ESP 3 75
T104 McGINLEY, Paul IRL 4 76
T104 POULTER, Ian ENG 4 76
130 FORSBRAND, Anders SWE 9 81

 

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