Linde German Masters
Gut Lärchenhof, 
Köln, Deutschland
9. - 12. September 2004
Preisgeld: € 3,000.000

European Tour

GERMAN MASTERS GUT LÄRCHENHOF - Heißer Tanz im Finale.

Final:

12.9.2004 / 17:02 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Putter sorgt für dicken Scheck

Bei starkem Wind erkämpft Brier zum Abschluss die 72, arbeitet sich bis auf Platz 17 vor. Harrington feiert den Sieg beim Ryder Cup-Test.

 
Das Wichtigste in Kürze

Wieder starker Wind mit bis zu 50 km/h, bewölkt.

Markus Brier
4. Runde: 72 (Par), gesamt 1 unter Par (17. Platz)
Tolle Puttleistung, nur 24 Putts, die 3 Bogeys ausbügeln

Padraig Harrington fing noch McDowell ab, siegt bei 13 unter Par.

Rückblick 3. Runde: >> Brier von Tag zu Tag stärker 

Jack Nicklaus hat den Kurs von Gut Lärchenhof so gestaltet, dass er völlig dem Wind ausgesetzt ist - getreu seinen Wünschen präsentierte sich der Golfplatz am Finaltag der Linde German Masters. Eine steife Brise, der knochenharte Untergrund und tiefe Roughs sorgten für ein brutales Match um die fürstlich dotierten Preisgeldränge: "Das war fast schon ein Orkan heute, Mitte Grün zielen war die einzig richtige Taktik", nahm sich Markus Brier vor.

Alles in Par auf den schweren Front 9

Dabei hatte er hochinteressante Flightpartner - Gary Emerson, der ihm in Moskau den Sieg vor der Nase wegschnappte und das koreanische Muskelpaket K.J. Choi, zugleich Titelverteidiger in Köln - beide stürzten am Finaltag ab, Choi mit der 79, Emerson gar mit einer 81, nur Brier schlug sich wacker. 

"Die Front 9 spielte ich sehr solide, hatte eigentlich nur einmal Probleme", spielt Brier auf das verfehlte Grün an der 6 an, als ihn der Putter noch einmal aus der Bredouille half, aus drei Metern das Par rettete. Erstmals bewältigt er auch die verflixte 5 verlustfrei, obwohl der Seitenwind fast noch den Ball verweht hätte. "An Birdiechancen war aber kaum zu denken, mit jedem Par war ich hochzufrieden."

Wiederum Vollgas im Finish

10 Birdies hat der Österreicher im Laufe der Woche auf den Back 9 geschafft - Zeit um im Finish noch einmal Gas zu geben. Doch dieses Vorhaben geht vorerst an der eher einfachen 10 daneben, hier reißt die Par-Serie, Brier kassiert sein erstes Sonntags-Bogey: "Ich habe den Rückenwind überschätzt, daher war das Wedge ins Grün zu kurz, leider auch gleich der Chip". Bei Rückenwind ist auch die 12 ein absolutes Birdie-Loch, doch erneut verkalkuliert sich unser Golf-Ass mit dem Wind: "Der Drive war super, der Ball ist aber noch in das tiefe Rough ausgerollt, die Lage war ein echter Horror". Somit kann er nur den Ball raushacken und muss neuerlich einen Schlag abgeben.

Nun sollen die kurzen Par 5 der Back 9 sein Score retten. Die 13 ist kein Problem, rückt wie schon an allen Vortagen locker das Birdie raus, obwohl er mit dem Eisen 6 im Grünbunker landet: "Der Bunkerschlag war tot an die Fahne, von da an ist es endlich für mich gelaufen." Schwieriger ist der Job an der 15, die sich in den Wind spielt: "Der dritte Schlag mit dem Wedge war etwas zu kurz, dafür ist der Putt aus 10 Metern vom Vorgrün gefallen, das war ein echter Bonus".

Das macht Mut, Markus attackiert direkt die Fahne am gefährlichen letzten Par 3, der Putter läuft nun ebenfalls heiß und hilft mit dem nächsten Birdie: "Bei dem Orkan von links und Wasser rechts konnte ich nur weg von der Fahne zielen - diesmal war der Birdieputt 8 Meter lang". 

Das abschließende Par 4 spielt sich bei Gegenwind noch länger, stellt Markus leider noch spät ein Bein. Nachdem schon der Drive rechts weggeht, landet der zweite Schlag fast noch im Wasser, bleibt zum Glück im Rough an der Böschung hängen: "Dafür war mein Stand sehr bescheiden, mehr als Chip und Zweiputt war nicht drinnen". Mit dem dritten Bogey fällt er zur Par-Runde von 72 Schlägen zurück, die dennoch für ein beachtliches Endergebnis und Platz 17 reicht. 

Brier zufrieden: Rekordpreisgeld und Tourkarte

Seinen 7-wöchigen Marathon beendet Markus Brier mit zusätzlichem Preisgeld von 36.850 Euro. Bei seinen letzten 7 Starts verdiente er somit knapp 170.000 Euro, die Häuslbauer Brier auch gut brauchen kann: "Die Chancen auf das Volvo Masters sind intakt, in 14 Tagen gehe ich wieder ausgeruht das nächste Ziel an", möchte er seine gute Form noch weiter ausspielen.

Harrington fängt noch McDowell ab

Mit einem Birdie am Eröffnungsloch baute Graeme McDowell seinen Vorsprung aus, hatte nach 5 Löchern schon 5 Shots Guthaben. Doch an der 9 trifft er den Grünbunker, hat eine ganz schwere Lage und chippt den Ball übers Grün ins Wasser - Doppelbogey. Padraig Harrington nutzte die Schwäche seines Konkurrenten und glich mit Birdie am selben Loch zur Führung bei 12 unter Par aus. Mit Birdies auf den Par 5 der Back 9 und einer Superleistung auf den Grüns setzt sich Harrington entscheidend ab (70 Schläge, 13 unter Par), feiert beim Ryder Cup-Test seinen zweiten Saisonsieg nach der Hongkong Open. McDowell fällt sogar noch hinter Nick O'Hern auf Platz 3 zurück.


Final Scores nach 4 Runden (Par 72):

Platz Name Land Par R1 R2 R3 R4
  1 HARRINGTON, Padraig IRL -13 66 75 64 70
  2 O'HERN, Nick AUS -10 68 68 72 70
 T3 JACQUELIN, Raphaël FRA -9 68 68 70 73
 T3 MCDOWELL, Graeme NIR -9 69 64 69 77
  5 CEJKA, Alex GER -8 67 70 71 72
 T6 DOUGHERTY, Nick ENG -5 72 71 71 69
 T6 GREEN, Richard AUS -5 68 68 73 74
 T6 CASEY , Paul ENG -5 68 72 67 76
  9 FERRIE, Kenneth ENG -4 73 71 72 68
 T10 FORSYTH, Alastair SCO -3 70 71 73 71
 T10 IMMELMAN, Trevor RSA -3 70 73 71 71
             
Weiters:            
T12 HAEGGMAN, Joakim SWE -2 72 71 71 72
T12 LEVET, Thomas FRA -2 70 68 74 74
T12 OLAZÁBAL, José Maria ESP -2 69 74 69 74
T17 BRIER, Markus AUT -1 73 72 70 72
T23 GÖGELE, Thomas GER Par 71 76 72 69
T23 DAVIS, Brian ENG Par 73 69 70 76
T27 PRICE, Phillip WAL 1 73 72 70 74
T38 JIMÉNEZ, Miguel Angel ESP 2 75 69 73 73
T40 BJÖRN, Thomas DEN 3 74 70 75 72
T47 CAMPBELL, Michael NZL 4 72 72 74 74
55 CHOI, Kyoung-Ju KOR 6 71 75 69 79
T61 EMERSON, Gary ENG 8 73 72 70 81
T66 SIMSEK, Erol GER 10 71 73 76 78
69 SIEM , Marcel GER 12 72 75 81 72

 

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