Heineken Classic
Royal Melbourne GC 
Victoria, Australien
3. - 6. Februar 2005
Preisgeld: € 1,190.000

European Tour

HEINEKEN CLASSIC - Wetter als Spielverderber

1. Runde

3.2.2005 / 22:03 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Wie gewonnen, so zerronnen

Beim Nachspiel zur 1. Runde passiert Markus Brier noch ein drittes Bogey, das die drei frühen Birdies wieder ausradiert. Ein Trio führt bei 6 unter Par. 

 
Das Wichtigste in Kürze

Sturm über Nacht, starker Regen verzögerten den Beginn um 2,5 Stunden

kühl, Regenschauer, am Nachmittag teilweise sonnig

Markus Brier
1. Runde: 71 (Par) - 51. Platz

Trevor Immelman, Peter Lonard
und Steve Webster teilen sich mit 
65er-Runde
(6 unter Par) die Spitze

Sintflutartige Regenfälle und Sturm setzten über Nacht nicht nur dem königlichen Golfclub von Melbourne stark zu, sondern führten auch zu einem Verkehrschaos in der nahegelegenen City: "Unser Hotel hatte Stromausfall, das Erdgeschoss war überschwemmt, wir mussten sogar in ein anderes Hotel übersiedeln", bekam Markus Brier das Unwetter schon vor seiner Runde zu spüren.

Der Platz musst erst aufgeräumt und die Spieler durch den Verkehrsstau auf die Anlage gebracht werden, bis mit zwei Stunden und 30 Minuten Verspätung endlich die Heineken Classic gestartet werden konnte.

Kühles Wetter mit abwechselnd Sonne und Regenschauer begleitete die Spieler auf ihrer ersten Runde. Die Scores waren überraschend gut, da der starke Regen die gefürchteten Grüns aufgeweicht und Schläge ins Grüns sowie das Putten deutlich erleichterte.

Brier nutzt Chancen auf leichten Bahnen

Markus Brier konnte erst um 06:15 MEZ, im drittletzten Flight, seinen Drive am 1. Tee schlagen. Den Start sollte man in Melbourne nicht verschlafen, die vorderen 9 Löcher bieten die besten Birdiechancen: "Ich habe auch ordentlich Gas gegeben, wirklich gut gespielt, auf den ersten 13 Bahnen nur ein grün verfehlt." Am langen Dogleg der 4. Bahn ist der Österreicher erstmals zur Stelle, locht auf dem stark ondulierten Grün das erste Birdie: "Der Putt war ein echter Hänger, solche langen Putts zu lochen macht richtig Spaß."

Das folgende, kurze Par 4 eröffnet wieder eine gute Chance, solange man die gefährlichen Bunker auf der rechten Seite vermeidet. Markus gelingt die Präzisionsarbeit, er drived mit dem Holz 3 bis 5 Meter vors Grün und chippt gut zur Fahne, belohnt sich mit dem nächsten Birdie. 

Auch am zweiten, zugleich letzten Par 5, passen die langen Schläge haargenau, mit dem Dritten hat er nur noch 30 Meter, lässt sich wieder nur zwei Meter für den Birdieputt über.  Auch diese Gelegenheit nutzt der Österreicher, der damit die leichteren vorderen 9 Löcher perfekt absolviert und sich in die Top 10 vorschießt.

Back 9 in der Dämmerung

Die teilweise äußerst hantigen Back 9 nimmt Markus Brier in der abendlichen Dämmerung konzentriert und ohne Schlagverlust in Angriff: Das beste Birdieloch ist noch die 279 Meter kurze 12, wo allerdings das erhöhte Grün massiv durch Bunker verteidigt wird. Brier kann daraus kein Kapital schlagen, "auf den Bahnen 10 bis 12 hatte ich jeweils gute Chancen, wollte aber nicht sein".

Spät aber doch erwischen Brier die ersten Bogeys. Auf den langen Par 4 der 14 und 15, beides ganz knifflige Bahnen, verliert der Österreicher seine ersten Schläge: "Im Finish heißt es das Score zusammenhalten, hier hat man jeweils noch mittlere Eisen ins Grün." An der 14 ist der Drive links ins Rough am Schlagverlust schuld, an der 15 landet ein Eisen 5 im Grünbunker. 

Nach einem Par an der 16 musste aufgrund der hereinbrechenden Dunkelheit endgültig abgebrochen werden, die beiden Schlusslöcher muss Brier Freitag zeitlich in der Früh nachspielen: "Auch wenn die späten Bogeys schmerzen, war ich mit der Runde soweit äußerst zufrieden. Die Grüns waren am Schluss schon etwas mitgenommen, dafür konnte man die Fahnen direkt anschießen", hatten die weichen Bedingungen ihr Gutes und ihr Schlechtes. "Morgen habe ich einen langen Tag vor mir, da heißt es zeitlich aufstehen und voll engagiert bei der Sache sein".

Kurzes Nachspiel am frühen Morgen

Bereits um 7:20 Uhr Ortszeit musste Markus Brier seine Auftaktrunde fertig spielen - mit einem Bogey begann der Österreicher leider sein Tagwerk. Somit zerbröselte auf der zweiten Hälfte seiner Runde sein gesamtes Guthaben aus dem hervorragenden Beginn, mit einer Par-Runde klassiert er sich unauffällig im Mittelfeld auf Platz 51. Nach nur einer Stunde Frühstückspause muss er wieder hinaus auf den Golfplatz zu seiner zweiten Runde.


Ein Trio führt bei 6 unter Par

Von den weichen Grüns profitierte Trevor Immelman mit 8 Birdies am besten, bevor ihn ein Doppelbogey an der 17 die alleinige Führung kostete. Somit teilt sich der Südafrikaner nach einer 65er-Runde den Platz an der Sonne mit Peter Lonard (Aus) und Steve Webster (Eng).

Über 30 Spieler konnten so wie Brier ihre Auftaktrunde nicht beenden. 


Zwischenstand in der 1. Runde (Par 71):

Platz Spieler Land Loch Par R1
T1 IMMELMAN, Trevor RSA 18 -6 65
T1 LONARD, Peter AUS 18 -6 65
T1 WEBSTER, Steve ENG 18 -6 65
T4 BICKERTON, John ENG 18 -5 66
T4 LAMB, Brad AUS 18 -5 66
T4 VILLEGAS, Camilo COL 18 -5 66
T7 CRAWFORD, Adam AUS 18 -3 68
T7 DOUGHERTY, Nick ENG 18 -3 68
T7 DYSON, Simon ENG 18 -3 68
T7 FOSTER, Mark ENG 18 -3 68
T7 LYLE, Jarrod AUS 18 -3 68
T7 MONTGOMERIE, Colin SCO 18 -3 68
T7 NITTIES, James AUS 18 -3 68
T7 WAKEFIELD, Simon ENG 18 -3 68
T7 HENDRIX, Matt USA 15 -3 -3
         
Weiters:        
T31 McDOWELL, Graeme NIR 18 -1 70
T31 BRIER, Markus AUT 16 -1 -1
T31 STRUVER, Sven GER 15 -1 -1
T55 FASTH, Niclas SWE 18 Par 71
T55 LAWRIE, Paul SCO 18 Par 71
T70 APPLEBY, Stuart AUS 18 1 72
T70 ELS, Ernie RSA 18 1 72
T70 SCOTT, Adam AUS 18 1 72
T89 BJORN, Thomas DEN 18 2 73
T89 CAMPBELL, Michael NZL 18 2 73
T142 NORMAN, Greg AUS 18 5 76
T150 FALDO, Nick ENG 18 7 78

 

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Österreicher




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