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HEINEKEN CLASSIC - Wetter
als Spielverderber
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2. Runde
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4.2.2005 / 09:08 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Vom Putter eingebremst
Die pfeilschnellen Grüns von Melbourne stoppten Briers Vormarsch,
die neuerliche Par-Runde reicht knapp für den 3. Cut beim 3.
Turnier.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
bewölkt, warm, etwas mehr Wind am Nachmittag
Markus Brier 2. Runde: 71 (Par) / gesamt Even Par - 69. Platz
Solide bis zum Grün, mit dem Putter Topergebnis verschenkt
Colin Montgomerie (65) führt im Clubhaus bei 9 unter Par, Peter
Lonard (68) erreichte ebenfalls diese Bestmarke
Cut endgültig bei Even Par
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Nach den stärksten Regenfällen der letzten hundert Jahre präsentierte sich
der Royal Melbourne GC am Freitag in erstaunlich gutem Zustand. Selbst die
Grüns hatten die Wassermassen locker absorbiert, zeigten sich erstmals von
ihrer pfeilschnellen Seite - das bekam auch Markus Brier zu spüren:
"Unglaublich, die Grüns wurden von Minute zu Minute schneller, damit hatte
ich so meine Probleme".
Nach dem Nachspiel über zwei Löcher, wo ihn ein Dreiputt noch einen Schlag zur
Par-Runde von 71 Schlägen kostete >>
Wie gewonnen, so zerronnen , bekam er nur knapp eine Stunde Zeit, bevor es
am 10. Abschlag wieder hinaus auf den Platz ging.
Ein Schritt vor - einer zurück
"Im langen Spiel lief es neuerlich sehr gut, nur bin ich nie richtig ins
Laufen gekommen", sollte Brier zwar 12 Fairways und 13 Grüns treffen, aber
insgesamt auf der Stelle treten.
Typisch dafür gleich der Beginn: Markus schießt ein Eisen 6 gut zur 10. Fahne,
locht aus vier Metern bombensicher zum Birdie: "Da dachte ich, jetzt geht's
los". Doch die kurze 11 und 12 kann er nicht nutzen, auf den brutal
schweren Bahnen 13 bis 18 muss auch der Österreicher Tribut zollen: "Die
14 war bei Gegenwind ein Hammer, für den Grünschuß brauchte ich noch ein
Eisen 3, das war leider etwas fett getroffen". Brier bleibt etwas zu kurz,
verpasst knapp den Up & Down.
Sonst passte das lange Spiel auf der schwierigen Strecke des Platzes - bis zur
16, als Brier aus 12 Metern wieder mit Dreiputt auf dem Grün ausrutscht: "Ok,
das war aus größerer Entfernung, kann schon mal passieren".
Brier betreibt weiter Sysiphus-Arbeit, feuert an der 17 ein starkes Eisen 9 ins
Grün ab und bringt sein Score aus zwei Metern mit dem Birdie wieder auf die
Reihe: "So ging's die ganze Zeit: einmal eins über, dann eins unter
Par".
Kein Vorankommen auf den einfacheren Bahnen
Auf den deutlich einfacheren, vorderen 9 Löchern legt Markus gut mit einem
Birdie am ersten Par 5 los: "Aus dem Grünbunker habe ich mir eine gute
Chance aufgelegt und trocken verwertet". An der 5, 7, 8 und 9 erarbeitet er
sich weitere exzellente Gelegenheiten, die der eiskalte Putter allesamt
versiebt.
Eine Runde in den roten Zahlen ist ihm auch am Freitag nicht vergönnt: spät
erwischt es Brier an der 6 mit dem dritten Bogey - wieder nach einem Dreiputt:
"Da ging's bergauf, der erste Putt war etwas zu kurz, und dann schiebe ich
den Par-Putt aus einem halben Meter vorbei," torpedierte er neuerlich mit
einem Bogey sein Score. Somit wieder nur eine Par-Runde von 71 Schlägen, die
sogar noch ein paar Stunden lang den Cut in Frage stellte, aber letztlich mit
Platz 69 doch
noch fürs Wochenende reichte.
Mit jeweils drei Birdies bei drei Bogeys lieferte Markus Brier somit an beiden
Tagen ein Nullsummenspiel ab, exakt die Hälfte seiner Schlagverluste kassierte
er nach Dreiputts. Das lange Spiel bleibt aber insgesamt zufriedenstellend, in
Melbourne cuttet der Österreicher auch beim dritten Turnier des Jahres - muss
sich allerdings am Wochenende noch steigern: "Hoffentlich habe ich mich
bald auf die Grüns eingeschossen. Der Speed muss bei den Putts absolut perfekt
stimmen, weil man sonst den Break nie richtig hinbekommt."
Els und Monty spielen den Rest an die Wand
Seine absolute Topform beweist Colin Montgomerie auch in Melbourne, am
zweiten Tag gab Schottlands Ryder Cup-Star mit der 65 so richtig Gas, feuerte
mit 6 Birdies und 0 Bogeys die zweitbeste Tagesrunde. Bei 9 unter Par teilt sich
Monty die Halbzeitführung mit dem besten Australier, Peter Lonard, der
mit seinem Besenstilputter zur 68 lochte.
Besser als Monty war nur Titelverteidiger Ernie Els, der nach seinen
Monsterdrives immer die kürzesten Schläge ins Grün hatte und auch mit dem
Putter die feine Klinge führte - mit 64 kam "Big Easy" vom 70. bis
auf den 8. Platz vor (6 unter Par).
Ebenso knapp wie Markus Brier rettete sich auch der Hamburger Sven
Strüver ins Wochenende. Die Aufholjagd des Tages lieferte Nick Faldo:
nach der desaströsen 78 zauberte der Engländer eine 66 auf den Platz, lochte
jede Menge langer Putts, hatte am Ende dennoch um 2 Schläge zuviel am Konto.
Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
| T1 |
LONARD, Peter |
AUS |
-9 |
65 |
68 |
| T1 |
MONTGOMERIE, Colin |
SCO |
-9 |
68 |
65 |
| T3 |
IMMELMAN, Trevor |
RSA |
-8 |
65 |
69 |
| T3 |
LYLE, Jarrod |
AUS |
-8 |
68 |
66 |
| T5 |
NITTIES, James |
AUS |
-7 |
68 |
67 |
| T5 |
PARRY, Craig |
AUS |
-7 |
69 |
66 |
| T5 |
STENSON, Henrik |
SWE |
-7 |
69 |
66 |
| T8 |
ELS, Ernie |
RSA |
-6 |
72 |
64 |
| T8 |
O'HERN, Nick |
AUS |
-6 |
69 |
67 |
| T8 |
O'MALLEY, Peter |
AUS |
-6 |
70 |
66 |
| T8 |
RUMFORD, Brett |
AUS |
-6 |
70 |
66 |
| T8 |
SMAIL, David |
NZL |
-6 |
69 |
67 |
|
|
|
|
|
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Weiters: |
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|
| T13 |
DOUGHERTY, Nick |
ENG |
-5 |
68 |
69 |
| T29 |
APPLEBY, Stuart |
AUS |
-3 |
72 |
67 |
| T37 |
LAFEBER, Maarten |
NLD |
-2 |
70 |
70 |
| T37 |
McDOWELL, Graeme |
NIR |
-2 |
70 |
70 |
| T37 |
SCOTT, Adam |
AUS |
-2 |
72 |
68 |
| T69 |
BRIER, Markus |
AUT |
Par |
71 |
71 |
| T69 |
STRUVER, Sven |
GER |
Par |
71 |
71 |
|
|
|
|
|
|
|
Cut verpasst (Par): |
|
|
|
|
| T83 |
HAEGGMAN, Joakim |
SWE |
1 |
74 |
69 |
| T92 |
FALDO, Nick |
ENG |
2 |
78 |
66 |
| T105 |
BJORN, Thomas |
DEN |
3 |
73 |
72 |
| T122 |
CAMPBELL, Michael |
NZL |
5 |
73 |
74 |
| T142 |
NORMAN, Greg |
AUS |
7 |
76 |
73 |
Alle Beiträge zur Heineken Classic:
>> Vorschau: Putt-Test in Melbourne
>> 1. Runde: Wie gewonnen, so
zerronnen
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