 |
HEINEKEN CLASSIC - Markus
Brier mit Vollgas im Leerlauf
|
Final:
|
6.2.2005 / 08:03 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
>>
HOME |
|

|
Vollgas im Leerlauf
Stark gespielt, aber nur eine Par-Runde gescort: Markus
Brier erreicht Platz 45 in Melbourne. Craig Parry siegt im Stechen
gegen O'Hern.
|
| |
| Das
Wichtigste in Kürze |
Sonnig, heiß, windig
Markus Brier 4. Runde: 71 (Par) / gesamt -1 - 45. Platz
Viele Fairways und Grüns getroffen, 3 Birdies, 3 Bogeys
Craig Parry (Aus) besiegt Nick O'Hern (Aus) im Stechen mit
Birdie am
4. Extraloch.
|
Wieder drei Birdies und drei Bogeys - Markus Brier lieferte bei der
Heineken Classic auch am Finaltag die langweiligste Scorekarte ab. Wie ein
Schweizer Uhrwerk traf der Österreicher täglich stolze 13 bis 14 Grüns - und
benötigte auf dem Kurzgemähten bittere 31 bis 32 Putts: "Mein Spiel ist weit
besser als mein Score, darin liegt das Drama", zieht Österreichs einziger
Vertreter bei der Heineken Classic mit einem lachenden und einem weinenden Auge
seine Wochenbilanz.
Auch am hochsommerlichen Sonntag in Melbourne war Brier ein Muster an
Beständigkeit, trifft 12 von 15 Fairways und verfehlt nur 5 Grüns: "Sehr
gute Drives und in der Mehrzahl auch gute Eisen: nur auf dem Grün lief es nicht
nach Wunsch, aus vier, fünf Metern habe ich zu wenige Chancen verwertet",
benötigte er an jedem Tag zwei bis drei Putts zuviel.
Birdies und Bogeys wechseln sich munter ab
So spielt Brier auch am Sonntag das Spiel namens "Ein Schritt vor, einer
zurück". Das 2. Grün, ein Par 5, trifft er mit dem zweiten Schlag und
holt sich mit zwei Putts früh das erste Birdie. In der Folge versiebt er auf
den guten Birdielöchern 3 bis 6 seine Möglichkeiten, gerät erstmals an der 7
in Probleme: "Einige Male hat die Distanzkontrolle mit den Eisen nicht
geklappt, da war ich um einiges zu lang", überschlägt er das 7. Grün und
lässt sich einen zu schweren Downhill-Chip - Bogey!
Am zweiten und zugleich letzten Par 5 leistet sich Markus seinen einzigen
wirklich krummen Drive des Tages, der Ball segelt weitab rechts in die Büsche.
Somit kann er nur mit Strafe droppen und vorlegen: "Für den vierten Schlag
hatte ich noch immer ein Eisen 9 ins Grün, dieses Bogey habe ich mir redlich
verdient".
Zwei Bahnen später gleich Brier seine Tagesbilanz am Par 3 der 11 aus:
"Ein starkes Eisen 8, aus drei Meter den Putt verwertet". Dafür geht
er am kürzesten Par 4 der 12 wieder leer aus, spielt sich dafür an der 13 in
große Troubles: "Wieder war mein Eisen zu lang, ein dummer Fehler, weil
man dort hinter dem Hügel bergab auf die kurze Fahne mausetot ist". Aus
dieser Lage droht sogar das Doppelbogey, doch Brier kommt mit einem blauen Auge
und Bogey davon.
Der letzte Putt ist der Beste
Auf den hantigen Par 4 im Finish stimmen die Distanzen mit den Eisen wieder,
Markus puttet ab der 14 jedes Mal aufs Birdie, bringt aber aus drei, vier Metern
überhaupt nichts rein. Nur am Schlussloch hat er keine wirkliche Birdiechance,
lässt den Schlag ins Grün viel zu kurz: "15 Meter-Putt, über eine Welle
mit viel Break, das war 3-Putt-Territorium - und ausgerechnet den stopfe ich zum
Birdie", wird er spät aber doch im Royal Golfclub königlich beschenkt:
"Das war mein einziger langer Putt der gesamten Woche".
Mit 71 Schlägen (Even Par) macht Brier an einem windigen Finaltag mit
pfeilschnellen Grüns noch 11 Plätze gut, verabschiedet sich mit Platz 45 und
4.000 Euro von seiner 5. Heineken Classic: "So früh in der Saison ist mein
Spiel schon weit besser als im Vorjahr, das gibt mir Auftrieb. Was mir fehlt ist
eine wirklich tiefe Runde, um so richtig in die Gänge zu kommen". Nächste
Woche bei der Neuseeland Open ist dazu Gelegenheit.
Parry ringt O'Hern im Stechen nieder
In einem packenden Finish hatten 5 Spieler den Sieg bei
der Heineken Classic am Schläger. Titelverteidiger Ernie Els
verspielte seine Chancen auf den historischen 4. Sieg in Folge beim
gleichen Turnier mit einem "Flieger" am Schlussloch, der in
die Tribünen segelte. Simon Dyson (Eng) und Jarrod Lyle
(Aus) spielten ebenfalls nur das Bogey am Schlussloch und teilten sich
den 3. Platz.
|

Craig Parry
|
Somit erreichten nur die beiden Australier Craig Parry und Nick
O'Hern bei 14 unter Par das Stechen. Mit 8 Top 10-Ergebnissen im Vorjahr ist
der athletische Linkshänder O'Hern überreif für seinen ersten Sieg, er kann
aber auch beim Heimspiel den Sack nicht zumachen, verschiebt Putts zum Sieg am
zweiten und dritten Extraloch. "Popeye" Craig Parry beweist dagegen
einmal mehr seine Kämpferqualitäten, locht zweimal im Stechen lange Par-Putts
und ist am 4. Extraloch zur Stelle um sich aus drei Metern endgültig den Sieg
zu sichern.
Final Scores nach 4 Runden (Par 71):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
R3 |
R4 |
| T1 |
O'HERN, Nick
|
AUS |
-14 |
69 |
67 |
63 |
71 |
| T1 |
PARRY, Craig
|
AUS |
-14 |
69 |
66 |
65 |
70 |
| T3 |
DYSON, Simon
|
ENG |
-13 |
68 |
70 |
65 |
68 |
| T3 |
LYLE, Jarrod
|
AUS |
-13 |
68 |
66 |
66 |
71 |
| 5 |
ELS, Ernie
|
RSA |
-12 |
72 |
64 |
66 |
70 |
| T6 |
IMMELMAN, Trevor
|
RSA |
-11 |
65 |
69 |
70 |
69 |
| T6 |
STENSON, Henrik
|
SWE |
-11 |
69 |
66 |
68 |
70 |
| T8 |
KHAN, Simon
|
ENG |
-10 |
69 |
71 |
68 |
66 |
| T8 |
LONARD, Peter
|
AUS |
-10 |
65 |
68 |
70 |
71 |
| 10 |
VILLEGAS, Camilo
|
COL |
-9 |
66 |
71 |
68 |
70 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
|
|
| T11 |
MONTGOMERIE, Colin
|
SCO |
-8 |
68 |
65 |
72 |
71 |
| T18 |
APPLEBY, Stuart
|
AUS |
-6 |
72 |
67 |
71 |
68 |
| T21 |
LAFEBER, Maarten
|
NLD |
-5 |
70 |
70 |
67 |
72 |
| T39 |
FASTH, Niclas
|
SWE |
-2 |
71 |
70 |
72 |
69 |
| T45 |
BRIER, Markus
|
AUT |
-1 |
71 |
71 |
70 |
71 |
| T45 |
LAWRIE, Paul
|
SCO |
-1 |
71 |
70 |
72 |
70 |
| T45 |
SCOTT, Adam
|
AUS |
-1 |
72 |
68 |
75 |
68 |
| T57 |
DOUGHERTY, Nick
|
ENG |
1 |
68 |
69 |
71 |
77 |
| T62 |
STRUVER, Sven
|
GER |
2 |
71 |
71 |
71 |
73 |
| T76 |
ROCCA, Costantino
|
ITA |
6 |
73 |
69 |
76 |
72 |
Alle Beiträge zur Heineken Classic:
>> Vorschau: Putt-Test in Melbourne
>> 1. Runde: Wie gewonnen, so
zerronnen
>> 2. Runde: Vom Putter
eingebremst
>> 3. Runde: Neuer Tag -
Gleiches Spiel
>> ZURÜCK ZUR
ÜBERSICHT
>> STARTSEITE GOLF-LIVE.AT
|