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THE HERITAGE WOBURN - Der
Wind spielt mit.
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1. Runde:
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23.9.2004 / 20:43 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Brier gibt verletzt auf
Markus Brier wirft nach 12 Löchern mit verstauchter Hand das
Handtuch. Martin Wiegele (73) kämpft tapfer bei Wind und schwerem
Platz.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Bewölkt, 15 Grad, kräftiger Westwind mit über 30 km/h
Markus Brier: Aufgabe nach 12 Löchern mit Handverletzung
Martin Wiegele 1. Runde: 73 (+1) - 58. Platz
Sehr solide im starken Wind, nur 2 Birdies und 2 Bogeys.
Graeme McDowell, Jose-Manuel Lara und Nick O'Hern führen
mit
67 Schlägen (5 unter Par).
Vorschau: >> M & M treffen Ryder
Cup Helden
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Eine Woche Pause hatte Hausbauer Markus Brier genützt, um sich
"nützlich" zu machen: "Dabei habe ich es mit der Hilti
übertrieben, mir in der rechten Hand eine Nervenentzündung zugezogen".
Zwar kam das Gefühl in der verletzten Hand von Tag zu Tag mehr zurück, doch
schon beim Einschlagen vor der ersten Runde bekam Brier neuerlich Schmerzen:
"Im Ring- und kleinen Finger hatte ich überhaupt kein Gefühl, habe daher
von Beginn an die Drives meilenweit weggeschossen. Die Eisenschläge gingen
zwar, waren aber irgendwo am Grün, nie in der Nähe der Fahne".
Früher Rückstand für Markus Brier
Brier patzt daher gleich am kurzen Eröffnungsloch, einem Dogleg Par
4 mit Gegenwind, wo er sofort ein Bogey kassiert. Das erste kurze Par 5 ist eine aufgelegte
Birdiechance, allerdings hängt das Fairway extrem nach links weg - Brier
schießt wieder den Drive weg, kassiert ausgerechnet hier sein zweites Bogey:
"Ich hatte vor allem beim Putten kein Gefühl, habe daher gleich zwei
Dreiputts fabriziert".
Das längste Par 4 der 6 ist zugleich das statistisch schwerste Loch am ersten
Spieltag, zudem steht die Fahne ganz hinten am oberen Plateau. Auch Brier
erleidet auf diesem 424 Meter langen Monster einen Aderlaß an seinem Score,
fällt mit dem dritten Bogey noch weiter zurück. An der nicht allzu schweren 9, einem
mittellangen Par 4, fällt Österreichs Nummer 1 mit dem vierten Bogey
endgültig aus den
Top 100 hinaus.
Nur kurzes Aufbäumen zu Beginn der Back 9
Nach den Front 9 zum Abwinken sorgt Brier an der 10 für einen Lichtblick. Auf diesem kurzen, aber hautengen Par 5 gelingen zwei gute
lange Schüsse, die zum ersten Birdie führen. Doch die Schmerzen in der Hand
werden immer schlimmer: am Par 4 der 12, das
Rückenwind ziemlich entschärft, bekommt der Österreicher größte Probleme
und fällt mit einem Doppelbogey schon hoffnungslos auf 5 über Par zurück:
"Nach einem Ausflug in den Grünbunker hatte ich einen Dreimeter-Putt zum
Par - als ich dann noch drei Putts benötigte, ohne Gefühl in der Hand, da habe
ich mir gedacht, es macht keinen Sinn weiterzumachen und die Hand weiter zu
belasten". Also gab er w.o. um sich für die World Cup-Qualifikation
auszukurieren, die er gemeinsam mit Martin Wiegele in der kommenden Woche in
Mexiko angehen wird.
Wiegele: Idealer Start mit einem Birdie
"Vom Abschlag werde ich hauptsächlich lange Eisen und Fairwayhölzer
nehmen," wollte Martin Wiegele gut ins Spiel kommen und möglichst
viele Fairways treffen. Das ist dem Steirer auch perfekt gelungen, er trifft zum
Auftakt 11 von 14 Fairways, hat allerdings deutlich mehr Probleme die Grüns zu
treffen - trifft nur jedes Zweite und hat einigen Stress um jeweils das Par zu
retten: "Vom Spiel her war das ganz ok, nur etwas mehr Grüns hätte ich
treffen müssen. Zumeist konnte ich aber das Par retten, weil mein kurzes Spiel
hervorragend war".
Die erste Aufgabe war das kurze, schnurgerade Par 5 der 10, das sich zwischen engen
Baumreihen spielt. Wiegele erreicht zwar nicht mit dem zweiten Schlag das Grün,
dafür springt der Putter ein - das Birdie fällt aus 15 Metern. Über das schwere Par 3 der 11 kommt er gut hinweg,
hält sich auch in der Folge in den roten Zahlen. Nachdem er sich über das
härteste Par 4 der hinteren 9 Löcher, die 15, gut hinweggeturnt hat,
passiert am folgenden Rückenwind Par 4 ausgerechnet der erste Schlagverlust:
"Das war leider ein Dreiputt". Am
einfachsten Loch des Platzes, dem Par 5 der 18, geht Martin leider leer aus.
Solide gespielt, mit Birdies gegeizt
Der Beginn der vorderen 9 Löcher spielt sich in den Wind, doch das sollte am
120 Meter kurzen Par 3 der 2. Bahn kein Problem sein, selbst auf dem extrem
hängenden Grün. Leider kommt Wiegele wieder nicht mit dem Putter zurecht und
marschiert nach dem nächsten Drilling mit Bogey vom Grün. Weiter
kann er jedoch seine Chancen auf den Par 5 nicht nutzen, schafft auch an der
kurzen 4 kein Birdie.
Erst am Par 4 der 7. Bahn, wo der Wind gefährlich von der linken Seite ins
Spiel kommt, kann Wiegele endlich eine seiner Chancen zum zweiten Birdie des
Tages nutzen: "Ein sehr gutes kurzes Eisen ins Grün und ein Putt aus zwei
Metern, der endlich gefallen ist". Weiter soll die Birdiejagd am folgenden
Par 3 gehen, das sich bei Rückenwind sehr kurz und leicht spielt. Doch die
Attacke auf die Fahne misslingt, Martin verfehlt das Grün auf der falschen
Seite und kassiert noch spät ein Bogey. Nach einem sicheren Par am Schlussloch
kann Wiegele die 73 nach einer insgesamt sehr soliden Leistung bei schweren
Bedingungen auf die Scorekarte schreiben.
Mit 1 über Par klassiert sich der Steirer rund um Platz 55, mit exzellenten
Chancen um morgen den Cut zu schaffen: "Ohne die beiden Dreiputts wäre das
ganz passabel gewesen. Wenn ich das morgen abstellen kann, bin ich am Wochenende
dabei".
Gleich 8 Birdies für Lara
Was Platz und Bedingungen trotzdem hergaben, zeigte Spaniens ewiges Golftalent Jose-Manuel
Lara. Mit 8 Birdies scorte er die 67er-Runde, die noch am Vormittag vom
australischen Windkünstler Nick O'Hern eingestellt wurde. Am Nachmittag
schafft nur noch der Nordire Graeme McDowell die 67, auch er ist als absoluter
Windspezialist bekann. Nick Faldo's
Musterschüler Nick Dougherty folgt mit einem Schlag Rückstand.
Die meisten Ryder Cup-Helden zeigten sich noch erschöpft von ihrem Erfolg -
oder wie man munkelt, auch vom Feiern! David Howell und Colin Montgomerie waren
noch die Besten mit 71er-Runden, Ian Poulter leistete sich dagegen auf
seinem Heimplatz eine desaströse 77.
Scores nach 1 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Name |
Land |
Par |
R1 |
| T1 |
LARA, José Manuel
|
ESP |
-5 |
67 |
| T1 |
McDOWELL, Graeme
|
NIR |
-5 |
67 |
| T1 |
O'HERN, Nick
|
AUS |
-5 |
67 |
| T4 |
DOUGHERTY, Nick
|
ENG |
-4 |
68 |
| T4 |
JACQUELIN, Raphaël
|
FRA |
-4 |
68 |
| T4 |
MOSELEY, Jarrod
|
AUS |
-4 |
68 |
| T4 |
PRICE, Phillip
|
WAL |
-4 |
68 |
| T4 |
RUSSELL, Raymond
|
SCO |
-4 |
68 |
| T4 |
SJÖLAND, Patrik
|
SWE |
-4 |
68 |
| T10 |
CHAPMAN, Roger
|
ENG |
-3 |
69 |
|
|
|
|
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Weiters: |
|
|
|
| T17 |
GOOSEN, Retief
|
RSA |
-2 |
70 |
| T29 |
BJÖRN, Thomas
|
DEN |
-1 |
71 |
| T29 |
HOWELL, David
|
ENG |
-1 |
71 |
| T29 |
MONTGOMERIE, Colin
|
SCO |
-1 |
71 |
| T29 |
WOOSNAM, Ian
|
WAL |
-1 |
71 |
| T44 |
HARRINGTON, Padraig
|
IRL |
Par |
72 |
| T44 |
LAWRIE, Paul
|
SCO |
Par |
72 |
| T58 |
WIEGELE, Martin
|
AUT |
1 |
73 |
| T78 |
FULKE, Pierre
|
SWE |
2 |
74 |
| T78 |
SANDELIN, Jarmo
|
SWE |
2 |
74 |
| T90 |
STRÜVER, Sven
|
GER |
3 |
75 |
| T121 |
POULTER, Ian
|
ENG |
5 |
77 |
| T128 |
CLÉMENT, Julien
|
SUI |
6 |
78 |
| T128 |
DAVIS, Brian
|
ENG |
6 |
78 |
| T135 |
DIER, Tobias
|
GER |
8 |
80 |
| - |
BRIER,
Markus |
AUT |
- |
Rtd. |
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