Omega Hongkong Open
Hong Kong GC 
Fanling, Hong Kong
2. - 5. Dezember 2004
Preisgeld: € 602.000

European Tour

HONGKONG OPEN - Markus Brier auf der Route 66

3. Runde:

4.12.2004 / 10:09 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Get your kicks on Route 66

Mit einer starken 66 pulverte sich Markus Brier gewaltig auf, pflügte durch das Feld bis in die Top 30 vor. Ein Trio führt bei -10.

 
Das Wichtigste in Kürze

Warm, bewölkt, zu Mittag auffrischender Wind

Markus Brier
: 3. Runde: 66 (-4) / gesamt -2 (27. Platz)
Deutlich besser geputtet, nur ein Bogey auf der verflixten 11

James Kingston (RSA) übernimmt mit 62 die Spitze bei 10 unter Par, Harrington und Jimenez stellen die Bestmarke später ein.

2. Runde: >> Punktlandung zum Cut

"Ich muss einfach die Eisen näher hinschießen, sonst spiele ich hier zu wenige Birdies. Alles andere als ein Top 20-Ergebnis bringt hier gar nichts", analysierte Markus Brier schonungslos seinen 69. Platz zur Halbzeit. Also müssen zwei tiefe Runden her - wie auf Bestellung lieferte er die erste am Samstag ab: "Das war schon wesentlich besser heute, vor allem über die Back 9 bin ich erstmals gut drübergekommen", war er mit sich und der Welt zufrieden.

Frühe Birdies waren extrem wichtig


Bei weiterhin perfekten äußeren Bedingungen präsentierte sich Brier von Beginn an in Spiellaune. Ganz wichtig sind in Hongkong frühe Birdies auf den ersten 7 eher einfachen Löchern, und erstmals konnte der Österreicher plangemäß punkten. Am ersten Par 5 kann er zwar aus dem Rough nur vorlegen, baut dann aber ein perfektes Wedge nah bei der Fahne ein und belohnt sich mit einem Birdie.

Dafür will weiterhin nichts am kürzesten Par 4 laufen, wo Markus nur ein Eisen 6 vom Tee nimmt und ein halbes Wedge ins Grün schlägt - wieder nur Par. Mit den in Hongkong so wichtigen Eisen zeigt er sich jedoch endlich wieder perfekt in Schuss, legt den Abschlag am 196 Meter langen 5. Loch perfekt aufs Grün und locht eines der ganz seltenen Birdies hier: "Ein Super Eisen 4, knapp vor dem Grün gelandet und bis auf zwei Meter an die Fahne gerollt". An der kurzen 7 ist der Putter wieder zur Stelle, locht nach einem genauen Eisen 8 bereits das dritte Birdie des Tages.

Der obligate Schlagverlust an der 11

Die kurze Verschnaufpause nach dem frühen Birdie-Run und vor allem der nun deutlich auffrischende Wind bringt Brier jedoch in Schwierigkeiten. Die 11. Bahn bekommt er auch beim 3. Versuch nicht in den Griff, dieses überlange Par 4 spielt sich heute erstmals in den Wind und hat zu allem Überfluss das am meisten beschädigte Grün auf den Back 9: "Dabei habe ich erstmals dieses Fairway getroffen, dennoch ein Eisen 3 ins Grün gehabt, das aber rechts weggebrochen ist" - es sollte jedoch sein einziges Bogey bleiben.

Fast noch ärgerlicher ist das Par am folgenden kurzen Par 5, womit er auf die Konkurrenz praktisch einen weiteren Schlag verliert: "Aus dem Rough konnte ich nur vorlegen und habe mir nicht wirklich eine Chance erarbeitet". 

Doch der Frust rüttelt ihn wieder wach und mobilisiert die Kräfte für einen starken Endspurt: an der 14 und der 16, wo man präzise Eisen 8 bzw. Wedges ins Grün schlagen muss, stimmt wieder das Timing perfekt, zwei Birdies machen aus einer durchschnittlichen endgültig eine sehr gute Runde. Das 14. Grün ist vom Überdüngen schwerst bedient, jedes Birdie hier besonders hart verdient: "Aus zwei Metern ist zum Glück der Putt gefallen". An der 16 lässt er sich einen längeren Putt, aus 5 Metern, allerdings bergauf auf einem weit besseren Grün.

Die deutlich besseren Eisen und Putts sichern Brier die 66er-Runde, womit ihm die erhoffte deutliche Rangverbesserung vor der Finalrunde gelingt. Von Platz 69 geht es immerhin steil nach oben bis zu Platz 27: "Noch so eine gute Runde mit den Eisen, dann passt das schon", hat er sich noch eine weitere Rangverbesserung zum Abschluss vorgenommen - die Top 15 sind durchaus in Reichweite.
 
James Kingston mit perfekter 62

Birdie-Hattricks zu Beginn und zum Ende der Runde waren hauptverantwortlich für die beste Turnierrunde von 62 Schlägen, mit der James Kingston bei 10 unter Par die Führung übernahm.

Die beiden Halbzeitführenden Jimenez und Howell kämpften mit der Präzision im langen Spiel, immerhin hält sich der Spanier mit der 71 noch am geteilten 1. Platz. Padraig Harrington kämpfte sich auch noch mit der 67 in die geteilte Spitze. 


Scores nach 3 von 4 Runden:

Platz Spieler Land Par R1 R2 R3
T1 HARRINGTON, Padraig IRL -10 65 68 67
 T1 JIMÉNEZ, Miguel Angel ESP -10 65 64 71
 T1 KINGSTON, James RSA -10 71 67 62
 T4 BJÖRN, Thomas DEN -9 69 67 65
 T4 FALDO, Nick ENG -9 69 67 65
 T4 HOWELL, David ENG -9 65 66 70
 T4 SRIROT, Thammanoon THA -9 67 68 66
 T8 GROOM, Adam AUS -8 64 70 68
 T8 HAVRET, Gregory FRA -8 66 68 68
  10 OOSTHUIZEN, Louis RSA -6 69 64 71
 T11 SALTUS, Bryan USA -5 66 68 71
 T11 SCHWARTZEL , Charl RSA -5 65 70 70
Weiters:
T14 OLAZÁBAL, José Maria ESP -4 67 68 71
T18 ZHANG, Lian-Wei CHN -3 70 64 73
 T27 BRIER, Markus AUT -2 70 72 66
 T27 DOUGHERTY, Nick ENG -2 69 67 72
T38 LAFEBER, Maarten NLD -1 72 67 70
T66 BROADHURST, Paul ENG 4 69 71 74
T77 EMERSON, Gary ENG 6 71 71 74


Alle Beiträge zur Hongkong Open

Vorschau: >> Früh aufstehen in Hongkong
1. Runde: >> 2 Schritte vor - 2 zurück
2. Runde: >> Punktlandung zum Cut

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