Omega Hongkong Open
Hong Kong GC 
Fanling, Hong Kong
2. - 5. Dezember 2004
Preisgeld: € 602.000

European Tour

HONGKONG OPEN - Markus Brier mit gutem Frühstart.

Final:

5.12.2004 / 08:27 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Gelungener Frühstart

Mit Platz 24 startet Markus Brier die Saison 2005 früh und erfolgreich. Beim Finale war mehr als die 69 drinnen. Jimenez feiert 5. Sieg des Jahres.

 
Das Wichtigste in Kürze

Warm, sonnig, leichter Wind

Markus Brier
: 4. Runde: 69 (-1) / gesamt -3 (24. Platz)
4 Birdies, dreimal teure Fehler mit Bogeys

Miguel-Angel Jimenez gewinnt mit der 66 (-4) bei 14 unter Par

3. Runde: >> Get your kicks on Route 66

Der weite Flug nach Hongkong hat sich für Markus Brier zwar finanziell kaum ausgezahlt, aber mit einem 24. Platz schreibt er erstmals schon vor dem Jahreswechsel in der neuen Order of Merit mit einem guten Ergebnis an: "Da geht man das neue Jahr gleich gelöster an, obwohl ich nur phasenweise gut gespielt habe, reichte es für ein akzeptables Ergebnis", fasst er die vier Spieltage zusammen.

Gut, aber doch mit einigen Fehlern, war Österreichs einziger Vertreter bei der Hongkong Open am Finaltag unterwegs: "Viele Grüns getroffen, aber meist nicht nah genug bei der Fahne. Die wenigen Fehler haben dafür immer gleich zu Bogeys geführt".

Wenig Erfolg auf den Front 9

Gleich am Eröffnungsloch schießt er den Ball bis auf drei Meter zur Fahne, davon ist mindestens ein halber Meter Break, der Putt fällt daher nicht. Die leichten Bahnen zu Beginn mit den deutlich besseren Grüns kann er diesmal überhaupt nicht nutzen, es dauert bis zum Par 3 der 5, ausgerechnet am schwersten Loch des ersten Drittels, ehe sich der Putter endlich erbarmen will: "War ein perfektes Eisen 4, dieser Schlag hatte sich ein Birdie wirklich verdient".

Postwendend bringt er sich mit einem schlechten Drive um den Lohn: "da konnte ich nur vorlegen, bin zu allem Überfluss zu kurz im Bunker gelandet," musste er sofort das erste Bogey zur Kenntnis nehmen. Ereignislos aber sicher plätschert nun sein Spiel dahin, die Eisen sind nicht stark genug um echte Chancen zu eröffnen. 

Birdies fallen auf der schweren zweiten Hälfte

Also erhöht Brier auf den wesentlich schwereren Back 9 mit den arg bedienten Grüns das Risiko. An der 10 attackiert er nach einem perfekten Drive mit dem Wedge die kurz gesteckte Fahne, der Ball ist einen Meter zu kurz und spinnt ins Wasserhindernis zurück - Bogey. 

Erstmals gelingt ihm dafür an der hantigen 11 sein Par, nun kann er voll das letzte, kurze Par 5 attackieren, trifft mit dem Eisen das Grün und holt sich mit zwei Putts locker das Pflicht-Birdie ab. "Meine beste Phase heute, an der 13 habe ich gleich noch ein gutes Eisen 8 bei der Fahne eingebaut". Aus drei Metern fällt der nächste Birdieputt. 

Pech hat er dafür am schweren Par 4 der 14, wo ein Wassergraben zu einem langen Schlag ins Grün zwingt. Die Fahne steht rechts hinten, ganz nah beim Bunker, Markus riskiert zuviel und landet am Strand. Auch dieser Bunker ist mit viel zu viel Sand gefüllt, der Ball liegt bergauf nah an der Kante. Auf die kurze Fahne bleibt der Schlag etwas zu kurz, rollt ihm wieder vor die Füße. Der zweite Versuch gelingt besser, der Österreicher rettet zumindest noch das Bogey.

"An der 15 und 16 war ich irgendwo am Grün, dann hatte ich noch zwei gute Chancen". Aus 5 Metern kullert der Ball an der 17 knapp vorbei, am Schlußloch attackiert der Wiener übers Wasser die ganz gemein rechts hinten am Grün versteckte Fahne: "Der Ball war um drei Meter zu lang, somit hatte ich noch einen gefährlichen Downhiller, der zum Glück zum Birdie gefallen ist."

Somit reicht es zu einer Finalrunde in den roten Zahlen, mit 69 Schlägen 
(1 unter Par) macht Brier noch ein paar Ränge auf Platz 24 gut. 6.080 Euro Preisgeld sind zwar nur Kleingeld für die Rangliste, aber immerhin schreibt er noch im alten Jahr in der neuen Order of Merit auf Platz 41 an. 

Jimenez krönt sein Superjahr

Miguel-Angel Jimenez beendet mit dem 5. Sieg dieses Kalenderjahres auf der European Tour das beste Jahr seiner Karriere. Der 40-jährige Spanier musste es nur mit dem Südafrikaner James Kingston aufnehmen, der bis zur 14 führte, dort seine Annäherung viel zu kurz ließ und die alleinige Führung abgab. Am Schlussloch verzog Kingston seinen Drive, erreichte erst mit dem vierten Schlag das Grün. Jimenez konnte es sich leisten aus zwei Metern seinen Birdieputt vorbeizuschieben, dennoch mit einer 66 und 14 unter Par die Hongkong Open für sich zu entscheiden, einen Schlag vor Kingston und Titelverteidiger Padraig Harrington.


Final Scores nach 4 Runden (Par 70):

Platz Spieler Land Par R1 R2 R3 R4
1 JIMÉNEZ, Miguel Angel ESP -14 65 64 71 66
 T2 KINGSTON, James RSA -13 71 67 62 67
 T2 HARRINGTON, Padraig IRL -13 65 68 67 67
 T4 BJÖRN, Thomas DEN -10 69 67 65 69
 T4 SRIROT, Thammanoon THA -10 67 68 66 69
 T6 FALDO, Nick ENG -8 69 67 65 71
 T6 HOWELL, David ENG -8 65 66 70 71
 T8 OLAZÁBAL, José Maria ESP -7 67 68 71 67
 T8 SCHWARTZEL , Charl RSA -7 65 70 70 68
 T8 TADINI, Alessandro ITA -7 66 67 72 68
 T8 ZHANG, Lian-Wei CHN -7 70 64 73 66
 T12 DERKSEN, Robert-Jan NLD -6 68 70 69 67
             
Weiters:            
T19 LAFEBER, Maarten NLD -4 72 67 70 67
T24 BRIER, Markus AUT -3 70 72 66 69
T29 LANE, Barry ENG -2 68 71 69 70
T35 DOUGHERTY, Nick ENG -1 69 67 72 71
T39 LAWRIE, Paul SCO Par 69 71 68 72
T60 DODD, Stephen WAL 5 68 72 75 70
T73 SLATTERY, Lee ENG 9 68 73 74 74


Alle Beiträge zur Hongkong Open

Vorschau: >> Früh aufstehen in Hongkong
1. Runde: >> 2 Schritte vor - 2 zurück
2. Runde: >> Punktlandung zum Cut
3. Runde: >> Get your kicks on Route 66


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