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TELECOM ITALIA GOLF OPEN -
Markus Brier mit angezogener Bremse
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3. Runde:
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7.5.2005 / 16:53 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Foto: fore!golf
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Mit angezogener Bremse
Die Attacke
am Moving Day blieb aus: Brier (74) und Zitny (73) verpassen den
Anschluss an die vorderen Ränge. Steve Webster führt vor dem
Finaltag.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Wetter: bewölkt, 20 Grad, kaum Wind
Markus Brier 3. Runde: 74 (+2) / gesamt -1 / 56. Platz
Nur 5 Faiways und Doppelbogey am kürzesten Par 3
Niki Zitny
3. Runde: 73 (+1) / gesamt Par / 62. Platz
Mehr Fairways getroffen, aber zu wenig daraus gemacht
Steve Webster (Eng) knöpft bei -14 seinem Landsmann Richard
Finch die Führung ab
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"Ein 50. Platz bringt hier gar nichts, die Devise kann nur
Vollgas lauten", brachte Markus Brier die Ausgangsposition der beiden
Österreicher im Mailänder Finale auf den Punkt. Bei perfektem Golfwetter und
mit einer frühen Startzeit sollte es aufwärts am Leaderboard gehen, doch der
Plan ging leider nicht auf.
Brier will näher zur Fahne
Markus Brier verfügte am Samstag nicht mehr über das perfekte, lange
Spiel der Vortage, dass er benötigt hätte, um sich vom 32. Platz vorzuspielen:
"Nur 5 Fairways getroffen, obwohl mich der Driver eigentlich nur ein Bogey
gekostet hat. Aber aus dem Rough bekommt man zu wenig Birdiechancen".
Anfangs ging's noch, wie am eröffnenden Par 5, wo er sich so wie meisten
Spieler das leichte Birdie verdienen kann. Dafür bleibt die 2 für ihn eine
ganz verflixte Bahn, wo er trotz eines guten Eisen 3 knapp im Bunker landet und
ein Bogey kassiert.
Auch an der 3 benötigt er noch ein Eisen 6 ins Grün, diese knifflige Bahn
kostet Brier einen weiteren Schlag: "Der Ball ist unglücklich links weg
ins ganz tiefe Rough gekickt." Ausgerechnet auf dem langen Par 3 der 5 kann
Markus punkten, bewältigt die 192 Meter lange Aufgabe dank eines perfekten
Eisen 5 mit zwei Schlägen und kann nun in Folge sein gewohnt solides Spiel
aufziehen: "Auf den Front 9 habe ich 7 Grüns getroffen, sogar auf den
schweren Bahnen 6 und 8 tolle Chancen gehabt, mit einem Lipp Out an der 8 nur
knapp das Birdie verpasst."
Zwei "unforced errors"
Das aufgelegte Birdieloch der 10 stellt dafür Markus unerwartet ein Bein, was
ihn ziemlich geärgert hat: "Von Mitte Bahn aus ein Sandwedge auf eine ganz
einfach Fahne in den Bunker gedrückt." Mit ziemlich dickem Hals holt er
sich am nächsten Par 4 den Schlag wieder zurück. Schade, dass am Par 5 der 12
diesmal nichts laufen will, das Score des Wieners weiter bei Even Par stagniert.
Das kürzeste Loch von Tolcinasco wird am Samstag zum Teuersten: hier steht die
Fahne ganz dicht beim Wasser: "So eine Fahne soll man nicht attackieren,
aber mit diesem schlechten Eisen 7 wäre ich sowieso im Wasser gelandet,"
leistet er sich um falschen Zeitpunkt den zweiten unforced error: "Da
musste ich 90 Meter entfernt vom Grün droppen, habe also die Höchststrafe
kassiert, selber schuld!"
Zwar kann er sofort am letzten Par 5 einen Schlag wieder gutmachen, doch die gut
dotierten Ränge sind bereits in weite Ferne gerückt. Die kurze 17. Bahn kostet
Brier noch einen Schlag, erstmals wurde hier ein verzogener Drive ursächlich
bestraft, somit bringt er nur die 74 ins Trockene, die ihn auf 1 unter Par und
auf Platz 56 zurückwirft: "Das Spiel ist heute komplett an mir
vorbeigelaufen, obwohl nur zwei wirklich schlechte Schüsse dabei waren."
Zitny trifft mehr Fairways ...
Niki Zitny wollte mehr als 5 oder 6 Fairways wie an den Vortragen treffen
um nicht
neuerlich im Rough alle Chancen auf ein tiefes Score zu begraben. Der Driver
funktionierte auch tatsächlich besser, doch diesmal sollte er zu viele Grüns
verfehlen: "Ich bin ein wenig in alte Fehler verfallen, mein Schwung ist
wieder zu lang, daher habe ich mich am Platz nicht sehr wohlgefühlt."
Ein Par am kurzen Par 5 der 1 ist wie ein Bogey, Zitny lässt gleich zu Beginn
die beste Chance aus. An der 2 schafft er zwar den langen Schlag übers Wasser
aufs Grün - kassiert aber mit einem Dreiputt das erste Bogey. Das erste der
hantigen Par 3 von Tolcinasco fordert ihm dann einen weiteren Schlag ab,
"ein Eisen 5 links neben das Grün verzogen, keine Chance aus dem tiefen
Rough mehr aufs Par."
Das erste Erfolgserlebnis holt er sich am langen Par 4 der 6, nach einem starken
Schuss ins Grün fällt der erste Birdieputt, der endlich Sicherheit in sein
Spiel bringt: "Da hatte ich eine sehr gute Phase mit einigen starken
Bahnen". Zitny profitiert vom kurzen Par 5 der 9, das nächste Birdie
gleicht sein Score zur Halbzeit wieder aus.
... kann kein Kapital daraus schlagen
Zu Beginn der Back 9 warten einige gute Birdielöcher, Zitny kann jedoch auf den
Par 4 der 10 und 11 keine Schläge gutmachen, "im Gegenteil, da habe ich
sogar die Grüns verfehlt." Die beste Chance wartet am Par 5 der 12, wo man
sich nur aus dem Rough und den Grünbunkern raushalten muss - doch statt eines
Birdies setzt es mit dem Bogey einen argen Dämpfer: "Ein
Konzentrationsfehler: mit zwei Schlägen war ich fast am Grün, ein dünner
Lob-Shot geht übers Ziel ins Rough, von dort habe ich noch Chip und zwei Putts
gebraucht."
Ausgerechnet seine bisherige Albtraumbahn, die 15 mit dem "Zitny-Teich"
rechts von der Drive-Landezone, macht ihm wieder Hoffnung. Zwar landet er mit
dem zweiten Schlag im Grünbunker, dennoch belohnt er sich mit einem dritten
Birdie. Teuer wird leider noch die Schlussbahn, wo Wasser gefährlich vor und
links vom Grün ins Spiel kommt. Niki verliert hier noch einmal einen Schlag:
"und das ausgerechnet nach meinem besten Golfschlag heute, einem perfekten
Drive. Mit dem Eisen 7 habe ich dann aus 160 Metern einen Flieger
produziert." Der Ball gerät somit zu lang und landet im ganz tiefen
Gemüse.
Somit kann Zitny nur die 73 auf seine Scorekarte schrieben, die ihn nicht aus
den hinteren Regionen des Leaderboards befreit. Vom 62. Platz weg bei Even Par
startet er am Sonntag in wenig aussichtsreicher Position zur Finalrunde.
Webster erbt von Finch die Spitze
Halbzeit-Leader Richard Finch machte zwar auf den vorderen 9 mächtig
Dampf, doch danach lief gar nichts mehr für den Engländer. Mit schwachem Spiel
rund um die Grüns kassierte er noch zwei Bogeys zur 71. Sein Landsmann Steve
Webster knöpfte ihm mit der 66 bei 14 unter Par noch um einen Schlag die
Führung ab. Marcel Siem fiel mit einer 71 vom 5. auf den 9. Platz
zurück, geteilt mit Emanuele Canonica, dem besten Italiener.
Scores nach 3 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
R3 |
| 1 |
WEBSTER, Steve |
ENG |
-14 |
68 |
68 |
66 |
| 2 |
FINCH, Richard |
ENG |
-13 |
69 |
63 |
71 |
| T3 |
DREDGE, Bradley |
WAL |
-12 |
67 |
66 |
71 |
| T3 |
KHAN, Simon |
ENG |
-12 |
67 |
69 |
68 |
| T5 |
DRYSDALE, David |
SCO |
-11 |
69 |
70 |
66 |
| T5 |
LITTLE, Stuart |
ENG |
-11 |
72 |
64 |
69 |
| T5 |
MURPHY, Gary |
IRL |
-11 |
67 |
72 |
66 |
| T5 |
SPENCE, Jamie |
ENG |
-11 |
69 |
71 |
65 |
| T9 |
CANONICA, Emanuele |
ITA |
-9 |
68 |
68 |
71 |
| T9 |
HANSEN, Anders |
DEN |
-9 |
72 |
68 |
67 |
| T9 |
LAFEBER, Maarten |
NLD |
-9 |
72 |
69 |
66 |
| T9 |
SIEM, Marcel |
GER |
-9 |
68 |
68 |
71 |
|
|
|
|
|
|
|
| |
Weiters: |
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| T18 |
HAEGGMAN, Joakim |
SWE |
-7 |
73 |
68 |
68 |
| T22 |
CABRERA, Angel |
ARG |
-6 |
72 |
70 |
68 |
| T22 |
STRÜVER, Sven |
GER |
-6 |
73 |
67 |
70 |
| T22 |
TORRANCE, Sam |
SCO |
-6 |
69 |
73 |
68 |
| T44 |
ROCCA, Costantino |
ITA |
-3 |
70 |
71 |
72 |
| T56 |
BRIER, Markus |
AUT |
-1 |
72 |
69 |
74 |
| T56 |
WOOSNAM, Ian |
WAL |
-1 |
73 |
67 |
75 |
| T62 |
ZITNY, Niki |
AUT |
Par |
69 |
74 |
73 |
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intakt
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