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TELECOM ITALIA GOLF OPEN -
Markus Brier mit teurem Doppelbogey
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Final:
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8.5.2005 / 17:40 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Foto: fore!golf
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Teure Doppelbogeys
Niki Zitny versalzt sich mit einem späten Doppelbogey ein
Topergebnis, auch Markus Brier verspielt so seine Chancen. Steve
Webster gewinnt seinen ersten Titel.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Wetter: sonnig, 20 Grad, spürbarer Wind
Niki Zitny 4. Runde: 71 (-1) / gesamt -1 / 45. Platz
Bärenstarke 16 Bahnen, bittere Schlagverluste im Finish
Markus Brier 4. Runde: 75 (+3) / gesamt +2 / 60. Platz
Solide zwei Drittel, keine Putts gefallen, teure Fehler im Finish
Steve Webster (Eng) spielt mit der 68 den Sieg sicher nach Hause
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Eine Finalrunde wie im Vorjahr,
als er sich mit der 65 vom 49. auf den 19. Platz vorkatapultierte, wünscht sich
Markus Brier. Mit Platz 56 nach drei Spieltagen war er in vergleichbar
schlechter Ausgangsposition bei der Telecom Italia Open. Für Niki Zitny
galt das Gleiche: nur mit einer tiefen Sonntagsrunde würde er vom brotlosen 62.
Platz wegkommen.
Zitny brandheiß auf den Front 9
Voller Tatendrang startete Niki Zitny in seine Finalrunde, vergessen sind
die leichten Schwungprobleme vom Vortag: "Heute eine tadellose Leistung bei
schweren Bedingungen." Das kurze Par 5 zu Beginn absolviert er gleich mit einem
Birdie, hat sogar eine Eagle-Chance aus vier Metern, das
gibt ihm Auftrieb. Bereits am dritten Loch fällt der zweite Birdieputt - mit
einem Bogey an der 4 gibt er den Schlag aber prompt wieder ab: "Da ist der
Wind so richtig aufgekommen, leider habe ich das Grün verfehlt und den Up &
Down knapp verpasst."
Ganz wichtig, dass nun Ruhe und Sicherheit in seinem Spiel einkehrt, der Wiener
erarbeitet sich mit soliden, langen Schlägen viele gute Chancen. So etwa am mit
205 Meter längsten Par 3, wo er am 8. Grün eines der ganz seltenen Birdies
locht: "In den Wind ein volles Rescue geschlagen und dann einen guten
Birdieputt aus 7 Metern gemacht". Das kürzeste Par 5 der 9 bleibt eine gute Bahn für ihn, am Sonntag holt
er sich zum dritten Mal hier sein Birdie ab, nachdem er mit dem zweiten Schlag
das Grün trifft. Damit hat unser Tourneuling die
Front 9 optimal genützt.
Drei Schlagverluste auf der Ziellinie
Auf den beiden kurzen, aber gefährlichen Par 4 zu Beginn der zweiten Hälfte,
gönnt sich Zitny eine kurze Verschnaufpause, kann nach einem Drive ins Rough
auch am Par 5 der 12 kein weiteres Birdie spielen. Dafür pitcht er am letzten
Par 5 mit dem Dritten gut zur Fahne und holt sich ein fünftes Birdie ab, muss
jetzt nur noch auf den schweren Schlussbahnen aufpassen.
Leichter gesagt als getan: am Dogleg der 17 weicht er dem Wasser rechts zu stark
aus, landet auf der anderen Seite im Semirough: "Das war schlecht für den
zweiten Schlag bei Rückenwind, der Ball war nicht zu stoppen und ist hinten ins
Rough gerollt." Doch teuer wird es erst, als er sich nach dem Chip noch
einen Dreiputt aus kurzer Distanz zum Doppelbogey leistet. Den dritten
Schlag im Finish verliert er am Schlussloch, nach einem knapp verzogenen Schlag
ins Grün, torpediert damit eine 16 Bahnen lang brillante Leistung.
Doch auch die 71 (1 unter Par) ist gut genug, damit Zitny im Klassement einen
Sprung nach vorne macht, bei 1 unter Par schneidet er auf Platz 45 bei seiner
ersten Italian Open ab: "Dennoch bin ich sehr zufrieden, auch eine 71 war
heute ein sehr gutes Score. Ich habe viel dazugelernt und habe meinen
Schwungrhythmus wieder gefunden," fährt er zufrieden nach Wien zurück.
Der 45. Platz bringt ihm 6.890 Euro Preisgeld, damit wird er in der neuen Order
of Merit auf Rang 169 als bestplatzierter Österreicher aufscheinen.
Aus der Rubrik „was wäre wenn“: ohne seine drei Schlagverluste im Finish wäre Niki Zitny 32. statt 45. geworden, hätte um 3.200 Euro mehr verdient, so teuer kann Golf sein.
Wenig Positives nach Eröffnungsbirdie
Auch Markus Brier schaffte das moralisch
wichtige Birdie am Par 5 zu Beginn. Auf den folgenden, langen und für
viele verlustreiche Bahnen kommt er ungeschoren davon. Aber so richtig laufen
will es für den Österreicher dennoch nicht: "Dabei habe ich die ersten 11
Bahnen blitzsauber gespielt, was bei dem Wind nicht leicht war, aber überhaupt
nichts gelocht."
Am langen Par 3 der 8 fällt er mit
dem ersten Bogey wieder auf Even Par zurück: "Da hatte ich ein volles Holz
5 in den Wind, das leider ins Wasser ging. Mit gutem Chip und Putt habe ich nur
einen Schlag verloren." Das folgende kurze Par 5 kann
er nicht zum Schlaggewinn nutzen. Damit tritt er zur Halbzeit weiter
auf der Stelle.
Zweimal "auf der Uhr"
Auch auf den Back 9 läuft es nicht besser, im Gegenteil: "An der 7 und
dann ein zweites Mal ab der 11 hatte der Referee unseren Flight auf der Uhr,
weil wir durchs Bälle suchen zuviel Abstand zu der Gruppe vor uns hatten",
kommt viel unwillkommene Hektik auf.
Am Par 5 der 12 geht sogar noch ein Schlag verloren, nachdem Markus von Abschlag
im tiefen Kraut landet: "Der dritte Schlag ist ganz unglücklich übers
Grün gerollt, der Chip war auch nicht tot an der Fahne", so entsteht auf
Raten die hässliche 6.
Wie schon am Vortag muss Brier im Finish ein Doppelbogey einstecken: diesmal am
Par 4 der 13, wo der Abschlag neuerlich im Rough endet: "Den zweiten Schlag
habe ich mit dem Holz voll durchgezogen, den Ball habe ich damit aber nur ein
paar Meter bewegt." Der dritte Schuss gerät wieder ein paar Meter zu lang,
der Retour-Chip lässt dem Putter zuviel Arbeit übrig.
Auch am letzten Par 5 will kein zweites Birdie gelingen, dafür geht noch am
überlangen Par 3 der 16 ein Schlag verloren: "Auf den Back 9 habe ich zum
dritten Mal den Up & Down nicht geschafft".
Spät aber doch fällt ein zweiter Birdieputt am wasserreichen Par 4 der 17,
doch mit der 75er-Runde kann Brier dennoch nicht zufrieden sein. Bei 3 über Par
schaut nur der 60. Platz (3.380 Euro) für ihn heraus: "Heute habe ich gut
und gern vier Schläge unnötig verschenkt, vom Spiel her wäre deutlich
besseres als die 75 drinnen gewesen."
Ewiger Zweiter um einen Platz besser
Nach 10 Jahren auf der European Tour und fünf zweiten Plätzen ging Steve
Webster in Mailand endlich der Knopf auf. Der Drittrundenleader aus
England sicherte sich mit 5 Birdies auf den letzten 10 Bahnen endlich
seinen ersten Titel in der obersten Spielklasse (18 unter Par), und das
gleich mit drei Schlägen Vorsprung. |

Steve Webster
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Mit der besten Finalrunde von 66 Schlägen arbeitete sich der
Däne Anders Hansen noch auf den zweiten Platz vor, geteilt mit Richard
Finch (Eng) und dem Waliser Bradley Dredge. Marcel Siem kam
trotz einer Par-Runde zu einem geteilten 10. Platz.
Final Scores nach 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
R3 |
R4 |
| 1 |
WEBSTER, Steve
|
ENG |
-18 |
68 |
68 |
66 |
68 |
| T2 |
DREDGE, Bradley
|
WAL |
-15 |
67 |
66 |
71 |
69 |
| T2 |
FINCH, Richard
|
ENG |
-15 |
69 |
63 |
71 |
70 |
| T2 |
HANSEN, Anders
|
DEN |
-15 |
72 |
68 |
67 |
66 |
| 5 |
CANONICA, Emanuele
|
ITA |
-14 |
68 |
68 |
71 |
67 |
| T6 |
FERNANDEZ-CASTANO, G.
|
ESP |
-10 |
66 |
73 |
69 |
70 |
| T6 |
KHAN, Simon
|
ENG |
-10 |
67 |
69 |
68 |
74 |
| T6 |
McLARDY, Andrew
|
RSA |
-10 |
72 |
69 |
68 |
69 |
| T6 |
SPENCE, Jamie
|
ENG |
-10 |
69 |
71 |
65 |
73 |
| T10 |
GROOM, Adam
|
AUS |
-9 |
69 |
68 |
72 |
70 |
| T10 |
SIEM, Marcel
|
GER |
-9 |
68 |
68 |
71 |
72 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
|
|
| T17 |
HAEGGMAN, Joakim
|
SWE |
-7 |
73 |
68 |
68 |
72 |
| T17 |
LAFEBER, Maarten
|
NLD |
-7 |
72 |
69 |
66 |
74 |
| T21 |
CABRERA, Angel
|
ARG |
-6 |
72 |
70 |
68 |
72 |
| T25 |
STRÜVER, Sven
|
GER |
-5 |
73 |
67 |
70 |
73 |
| T37 |
TORRANCE, Sam
|
SCO |
-3 |
69 |
73 |
68 |
75 |
| T45 |
ZITNY, Niki
|
AUT |
-1 |
69 |
74 |
73 |
71 |
| T60 |
BRIER, Markus
|
AUT |
2 |
72 |
69 |
74 |
75 |
| T66 |
FICHARDT, Darren
|
RSA |
5 |
76 |
67 |
70 |
80 |
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