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MALLORCA CLASSIC PULA -
Brier mit den Top 10 im Visier.
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2. Runde:
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16.10.2004 / 10:00 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Brier in den Top 10
Mit zwei Runden von 68 Schlägen spielt sich Markus Brier sukzessive
vor. Wiegele erkämpft eine beherzte 67 - scheitert damit nur um
einen Schlag am Cut.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Markus Brier: 2. Runde: 68 (-2) / gesamt -4 (7. Platz)
Martin Wiegele 2. Runde: 67 (-3) / gesamt +4 (76. Platz)
Karl Ableidinger 2. Runde: 78 (+8) / gesamt +12 (121. Platz)
Cut endgültig bei: +3 (Die besten 70 Pros und
Schlaggleiche)
Simon Khan (Eng) führt klar bei 10
unter Par.
1. Runde: >> Brier meistert
das Nachspiel
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Markus Brier brauchte noch so eine starke Runde, Karl Ableidinger eine
deutliche Steigerung, Martin Wiegele ein Wunder - so stellte sich die
Ausgangsposition für die Österreicher zu Beginn der zweiten Runde bei der
Mallorca Classic dar. Während Österreichs Nummer 1 mit gesundeter Hand
zu alter Form zurückfindet und ganz vorne mitspielt, kämpfen die beiden
anderen verbissen um den Cut.
Brier: Wo gehobelt wird, fallen Späne
Gleich der Auftakt am zähen Par 5 der 10.
Bahn, die sich steil bergauf spielt, gelingt Markus Brier nicht nach
Wunsch: "Der Pitch landete knapp bei der Fahne und ist über eine Welle
zurück gespinnt, von dort habe ich mir noch drei Putts genehmigt", verliert
er mit einem Bogey wertvollen Boden. Auch das lange Par 4 der 12 ist ein
kritisches Golfloch, nach einem verschobenen kurzen Par-Putt ist der
nächste Schlag verloren: "Das war eine ganz komische Runde, mit vielen
perfekten Eisen ins Grün, aber einem eiskalten Putter".
Entsprechend geladen geht der Österreicher das knifflige Par 3 der 13 an,
obwohl es die schwerste der kurzen Bahnen von Pula ist, schießt er die Fahne
direkt an und holt sich aus einem Meter das Birdie ab - erst das 8. des
Turniers auf diesem Loch! Weiter bleibt der Putter störrisch, der Birdieputt an
der 15 lippt aus unter einem Meter böse aus, an der 16 will der Ball aus zwei
Metern nicht ins Loch: "Dabei waren die meisten Putts gut, aber in dieser
Phase hatte ich das Pech gepachtet".
Doch das Blatt wendet sich: auch an der 17 kann sich Brier mit zwei präzisen
langen Schüssen eine Chance erarbeiten, die er diesmal aus gut vier Metern
verwertet. Das abschließende Par 3 mit seinen gefährlichen Bunkern wird Markus
jedoch zum Verhängnis, brockt ihm auf der äußerst abwechslungsreichen Runde
ein Sandy-Bogey ein.
Kurze Putts fallen nicht - lange Chipps aber schon
Die Bahnen 1 bis 6 sind die besten Birdielöcher von Pula, entsprechend hängt
sich der Wiener nun hinein. "Wenns nicht mit dem Putter geht, dann
vielleicht mit dem Wedge", dachte sich Markus, als er das 1. Grün
überschlägt und einen gefährlichen Bergab-Chip zum Birdie locht.
Die kurzen Par 3 der Front 9 liegen ihm besonders, wie schon am Vortag macht er
an der 157 Meter langen 2. Bahn einen Schlag gut. An der kurzen 5 sind es nur
noch 90 Meter ins Grün - Brier erlaubt sich einen "unforced error"
und pitcht in den Bunker: "Aus dem Sand habe ich zum Birdie eingelocht,
solche Dinger sind mir heute gelungen, aber die einfachsten Putts
nicht".
Das gefährliche Par 5 Nummer 6 mit Wasser rechts von der Drivezone meistert er
ebenfalls mit größter Präzision im langen Spiel, locht diesmal sogar einen 5
Meter-Putt - Birdie Nummer 6 spült ihn bis unter die Top 5 im Klassement nach
vor. Dafür hat er wieder Pech an der 7, als die Annäherung fast zum Eagle
fällt, vier Meter zurückspinnt und der Birdieputt zum dritten Mal auslippt.
Das schwerste Loch des Platzes wartet im Finish, die überlange 8. Bahn hat
Brier am ersten Tag mit Ach und Krach in Par bewältigt, das gelingt ihm beim
zweiten Versuch leider nicht mehr: "Schon der Drive war im Rough, da blieb
das Grün unerreichbar, der Chip war leider nicht gut genug".
Das späte Bogey bedeutet neuerlich eine 68er-Runde, mit der sich der Wiener
eine ausgezeichnete Ausgangsposition fürs Wochenende verschafft. Nach den
verletzungsbedingten Rückschlägen der letzten Wochen knüpft Brier auf seinem
geliebten spanischen Boden wieder bei den jüngsten Erfolgen an: "Mit
68er-Runden wird man hier nicht gewinnen, aber wenn ich weiter so gute Eisen
schlage und normal putte, geht es noch deutlich tiefer. Aber wenigstens habe ich
mich gut fürs Wochenende aufgestellt".
Wiegele spielt Hopp oder Tropp
Nur mit einer ganz tiefen Runde hatte Martin heute noch eine Chance
auf den Cut. Somit nahm der Steirer sprichwörtlich das Messer zwischen die
Zähne und musste versuchen, jede Fahne direkt anzuschießen - die Attacke
dauerte bis zum 1. Grün - und wurde dort nach einem Doppelbogey praktisch
aussichtslos: "Ich habe die Annäherung zu gut getroffen, daher übers Ziel ins Out geschossen", begann die Runde mit einem Strafschlag.
Der Steirer zeigt jedoch bewundernswerte Kampfmoral: "Ich habe trotzdem nur
versucht positiv zu denken, ganz ohne Schwunggedanken zu spielen, das ist mir
perfekt gelungen". Plötzlich spielt er völlig losgelöstes Golf, nutzt die kurzen Par 4 der 4. und 5. Bahn
nach perfekten Annäherungen zu Birdies, holt sich
den Hattrick mit einem Birdieputt aus sechs Metern am folgenden Par 5. Vielleicht
geht doch noch was - vor allem, da
der Cut sich auf 3 über Par bewegt und plötzlich nur noch drei Schläge
entfernt ist. Leider geht auf den Front 9 nichts mehr, Wiegele kann gute Chancen
nicht nutzen, geigt aber weiter im langen Spiel auf.
Beherzte Aufholjagd geht weiter
Die ersten beiden Bahnen der Back 9 sind aufgelegte Birdielöcher - leider nicht
für Wiegele, der dafür an der 12 wieder brilliert. Dieses lange Par 4 hat nach
einem perfekten Schuss ins Grün ein Birdie
für den Steirer übrig, was den Cut wieder ein Stück näher in Griffweite
bringt. Doch langsam gehen ihm die Löcher aus - vor allem die einfachen. Denn
das Finish von Pula ist hantig, und Birdies müssen noch her!
Die hereinbrechende Dunkelheit verschiebt die Entscheidung allerdings auf den
Samstag, denn um 19:15 MEZ war am Freitag endgültig Schluss: "Vielleicht
schaffe ich ein Birdie-Birdie-Finish, ist zwar in Pula schwer, aber ich werde
alles versuchen", macht ihm die Ausgangsposition noch einmal Spaß.
Am Samstag zeitlich in der Früh versucht Martin das Wunder von Mallorca mit
zwei Birdies auf den schweren Schlusslöchern möglich zu machen. Ein Par an der
17 bedeutet: ein Hole in One am abschließenden Par 3 muss her - Martin hält
sich tapfer und beendet die Mallorca Classic zumindest mit einem Birdie - und
einer bärenstarken Runde von 67 Schlägen.
Mallorca bleibt somit für den Steirer wie verhext. Wie schon im Vorjahr
erreicht er ein Halbzeitergebnis von 3 über Par - und scheidet neuerlich nur um
einen Schlag aus. Immerhin zeigt Wiegele eine deutliche Formsteigerung, kann
dies als positives Resümee aus Mallorca mitnehmen - eine Chance bekommt er noch
auf der European Tour, nächste Woche in Madrid ist er schon fix im Starterfeld.
Ableidinger verliert den Cut aus den Augen
Bei 4 über Par ist Karl Ableidinger nur zwei Schläge von der erwarteten
Cutlinie entfernt. Österreichs Tourveteran, der nur noch gelegentlich auf der
österreichischen PGA-Tour unterwegs ist, musste sich also steigern.
Ein solider Start ist zu wenig, Birdies müssen her, und unter diesem Druck
tritt sich Ableidinger eine Serie von Bogeys ein. Vor allem an der schwersten
Ecke des Platzes, zwischen Loch 13 und 18 streut es ihn mit vier Bogeys wie
schon am Donnerstag gewaltig auf. Das einzige Birdie fällt am kurzen Par 4 der
15. Bahn.
Auf den Back 9 hält er sich anfangs gut über Wasser - um sich dann leider mit
Tripplebogey und Doppelbogey aus dem Turnier zu verabschieden. Die späten
Ausrutscher bringen die 78er-Runde und ein Endergebnis von 12 über Par, das
letztlich ein wenig erfolgreiches Gastspiel in Europas Eliteliga bedeutet.
Khan legt die Latte im Clubhaus
Wales Open-Sieger Simon Khan zeigte mit einer 64er-Runde, was auf dem
kurzen Platz von Pula drinnen ist, erreichte als erster und bislang einziger
Spieler ein zweistelliges Ergebnis von 10 unter Par. Der Schwede Fredrik
Andersson erzielte mit einer 63 die tiefste Runde der Woche, hat auf Platz 2
allerdings schon drei Schläge Rückstand.
Der Schlag des Tages gelang Sergio Garcia am kurzen Par 4 der 4 Bahn.
Brier steht gerade am 5. Abschlag und war live dabei: "Sergio hat aus 90
Metern mit dem Wedge direkt zum Eagle eingelocht, da war vielleicht was los hier
am Platz".
Scores nach 2 von 4 Runden (Par 70):
| Platz |
Name |
Land |
|
Par |
R1 |
R2 |
| 1 |
KHAN, Simon
|
ENG |
18 |
-10 |
66 |
64 |
| T2 |
ANDERSSON HED, Fredrik
|
SWE |
18 |
-7 |
70 |
63 |
| T2 |
GARCIA, Sergio
|
ESP |
18 |
-7 |
66 |
67 |
| T2 |
RODILES, Carlos
|
ESP |
18 |
-7 |
66 |
67 |
| 5 |
CANONICA, Emanuele
|
ITA |
18 |
-6 |
67 |
67 |
| 6 |
FORSYTH, Alastair
|
SCO |
18 |
-5 |
67 |
68 |
| T7 |
BRIER, Markus
|
AUT |
18 |
-4 |
68 |
68 |
| T7 |
DELAMONTAGNE, Francois
|
FRA |
18 |
-4 |
65 |
71 |
| T7 |
FERNANDEZ-CASTANO
|
ESP |
18 |
-4 |
72 |
64 |
| T7 |
FICHARDT, Darren
|
RSA |
18 |
-4 |
65 |
71 |
| T7 |
FOWLER, Peter
|
AUS |
18 |
-4 |
66 |
70 |
| T7 |
GONZALEZ, Ricardo
|
ARG |
18 |
-4 |
69 |
67 |
| T7 |
LARA, José
Manuel
|
ESP |
18 |
-4 |
67 |
69 |
| T7 |
LUNA, Santiago
|
ESP |
18 |
-4 |
67 |
69 |
| T7 |
MUÑOZ, Tomas
Jesus
|
ESP |
18 |
-4 |
67 |
69 |
| T7 |
ROE, Mark
|
ENG |
18 |
-4 |
68 |
68 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
|
| T17 |
GALLACHER, Stephen
|
SCO |
18 |
-3 |
70 |
67 |
| T21 |
LAWRIE, Paul
|
SCO |
18 |
-2 |
68 |
70 |
| T21 |
STRÜVER, Sven
|
GER |
18 |
-2 |
71 |
67 |
| T43 |
DAVIS, Brian
|
ENG |
18 |
1 |
71 |
70 |
| T43 |
OLAZÁBAL, José
Maria
|
ESP |
18 |
1 |
73 |
68 |
| T54 |
SIEM, Marcel
|
GER |
18 |
2 |
69 |
73 |
| T62 |
MARTIN, Miguel
Angel
|
ESP |
18 |
3 |
71 |
72 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Cut verpasst (+3): |
|
|
|
|
|
| T76 |
WIEGELE, Martin
|
AUT |
18 |
4 |
77 |
67 |
| T86 |
BIRCH Jr, Gary
|
GER |
18 |
5 |
75 |
70 |
| T76 |
SANDELIN, Jarmo
|
SWE |
18 |
4 |
73 |
71 |
| T103 |
CLÉMENT, Julien
|
SUI |
18 |
8 |
75 |
73 |
| T121 |
ABLEIDINGER, Karl
|
AUT |
18 |
12 |
74 |
78 |
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