Mallorca Classic
Pula GC 
Mallorca, Spanien
14. - 17. Oktober 2004
Preisgeld: € 1,000.000

European Tour

MALLORCA CLASSIC PULA Markus Brier mit einem Birdie chancenlos.

Final:

17.10.2004 / 17:47 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
>> HOME


1 Birdie schlägt keinen Garcia

Einzig am 11. Grün konnte Markus Brier jubeln, doch am Ende feierte Sergio Garcia. Die 72 bringt Markus immerhin auf Platz 4, trotz wenig Fortune im Finale.

 
Das Wichtigste in Kürze

Sonnenschein, warm, Wind mit 20 km/h

Markus Brier unterwegs: 72 (+2) / gesamt -5 (4. Platz)
Nur ein Birdie, aber Score gut zusammengehalten

Sergio Garcia feierte mit der 67 einen klaren Heimsieg (12 unter Par).

3. Runde: >> Gewinner am Moving Day

Bereits zweimal griff Markus Brier im heurigen Jahr nach seinem ersten Titel auf der European Tour - in München und Moskau hat es jeweils zu einem Topergebnis, aber noch nicht zum vollen Erfolg gereicht. "Vielleicht sind aller guten Dinge drei, das Spiel habe ich jedenfalls derzeit um zu gewinnen", machte der Österreicher eine klare Ansage.

Ist Sergio Garcia zu biegen?

Die Nummer 11 der Welt, zweifacher Saisonsieger auf der US Tour und europäischer Ryder Cup-Held, der 4,5 von 5 möglichen Punkten in Oakland Hills holte, steht dem allerdings entgegen - ist Sergio Garcia bei seinem Heimspiel überhaupt zu biegen? "Der kocht auch nur mit Wasser, ich freue mich schon auf den Sonntag, weil Sergio ist einfach ein toller Typ und besonders angenehmer Flightpartner", kommentiert Brier die Ausgangsposition. 

Doch dann lief alles für Sergio Garcia, der von niemandem Druck bekam, auch nicht vom Österreicher, der weder bei den Annäherungen noch mit dem Putter brillieren konnte: "Ich habe einen ziemlichen Stiefel gespielt, wenige gute Schläge gemacht und kaum etwas gelocht".

Brier lässt der Putter im Stich

Sowohl Garcia als auch Brier erwischen mit einem Bogey einen schlechten Start auf der kurzen Eröffnungsbahn: "Ein Eisen 6 links weggepullt, einen schweren Chip gehabt und aus zwei Metern das Par verpasst". In der frühen Phase wäre es für den Österreicher ganz wichtig gewesen, bald das erste Birdie zu lochen, um ins Spiel zu finden - doch der Putter wollte nicht kooperieren, am ersten Par 3 will ein 4 Meter-Putt nicht zum Birdie fallen

Die beste Chance wären die kurzen Par 4 der 3. und 4. Bahn gewesen, die heute die einfachsten Löcher am Platz sind, "an der 4 hatte ich eine Auflage aus drei Metern, leider wieder nichts!" 

Auch am ersten Par 5 kann der Österreicher keinen Erfolg verbuchen: "Der Wind kam aus einer anderen Richtung, die 6 war mit zwei Schlägen nicht erreichbar" -  nur Sergio Garcia gelingt hier ein Birdie, das nach dem ersten Drittel der Runde eine Puttstellung bringt - mit Khan und Garcia weiterhin zwei Schläge vor Markus Brier. 

Banges Warten auf das erste Birdie

Weiter kämpft der Österreicher mit stumpfem Putter, auch die 290 Meter lange 7 gönnt Brier kein Birdie, nun ziehen auch die Spanier Carlos Rodiles und Santiago Luna am Österreicher vorbei. Zum Glück gelingt in dieser Phase auch seinen Flightpartnern nichts. Nun ruhen alle Hoffnungen am kurzen Par 3 der 9, wo Markus schon zwei Birdies an den Vortagen gelocht hat: "Das war Riesenpech, ein wirklich gutes Eisen 9 ist hinter der Fahne am Vorgrün gelandet, aber nicht wie erhofft zurück gespinnt. Der Bergab-Chip war irre schnell, der Retourputt dann knapp vorbei". Mit einem Bogey verabschiedet er sich aus dem Titelrennen.

Das zweite Par 5 zu Beginn der Back 9 ist zugleich das beste Birdieloch - doch auch diesmal geht der Wiener leer aus, "weil der Drive im Rough war, von dort war ich chancenlos". Nächste Gelegenheit: das ultrakurze Par 4 der 11, das jedoch heute nicht vom Abschlag erreichbar ist. Brier erarbeitet sich eine neue Chance - und bricht endlich die Birdiesperre mit dem ersten gelochten Putt: "Dabei war das ein heißer Putt, über 6 Meter eine Welle hinunter, hat aber genau gepasst". Trotz des ersten Birdies beträgt der Rückstand auf die Spitze schon vier Schläge, da Sergio Garcia in der letzten Stunde vier Birdies gelocht und dem Feld auf 10 unter Par davonziehen konnte.

Garcia macht auf den Back 9 ernst

Von seinem soliden langen Spiel profitiert Brier an der langen 12, die sich am Finaltag als das schwerste Loch entpuppt, für den Österreicher kein Problem. An der 13 legt er sich ein Birdie auf, kann aus einem Meter nicht verwerten. Wieder spielt er nur das Par - Garcia locht mit dickem Grinsen einen 10 Meter-Putt, zieht um 5 Schläge davon!

Die steil bergab führende 14 ist am Finaltag ein gefundenes Fressen für die Pros, Markus kann wieder nicht profitieren. Im Finish heißt es wieder aufpassen: die 15 ist da noch die einfachste Übung: "Wenn man den Hügel rechts vom Grün anspielt, rollt der Ball genau zur Fahne. Statt dessen bekam ich einen blöden Kick, der Ball ist übers ganze Grün und links hinunter in eine Senke gerollt, dort war ich dann tot", wurde aus der vermeintlichen Birdiechance noch ein Bogey.

Die langen und noch einmal äußerst fordernden Schlussbahnen absolviert Brier dafür hoch konzentriert und ohne weiteren Aderlass an seinem Score, "an der 17 hatte ich noch eine Außenseiterchance, aber typisch für heute ist nichts gegangen".

Mit nur einem Birdie im Finale bringt Österreichs Nummer 1 die 72 ins Ziel, darf sich bei 5 unter Par über einen geteilten 4. Platz und 42.467 Euro Preisgeld freuen - nach der Russian Open seinem zweitbesten Saisonresultat auf der European Tour, das ihm noch eine Chance auf die Qualifikation fürs Volvo Masters lässt - vorausgesetzt er schafft noch ein Top 3-Finish in der kommenden Woche in Madrid.

Garcia eine Klasse besser

Im entscheidenden Moment wusste Sergio Garcia in Mallorca einen Gang hoch zu schalten, mit sechs Birdies erreicht Spaniens Ryder Cup-Held ein Sonntagsscore von 67 Schlägen - bei 12 unter Par gewinnt der Favorit noch um vier Schläge vor Simon Khan und um fünf vor seinem Landsmann Carlos Rodiles.  


Final Scores nach 4 Runden (Par 70):

Platz Name Land Par R1 R2 R3 R4
1 GARCIA, Sergio ESP -12 66 67 68 67
2 KHAN, Simon ENG -8 66 64 71 71
3 RODILES, Carlos ESP -7 66 67 71 69
T4 BRIER, Markus AUT -5 68 68 67 72
T4 DELAMONTAGNE, Francois FRA -5 65 71 71 68
T4 LUNA, Santiago ESP -5 67 69 69 70
T7 BROADHURST, Paul ENG -4 68 72 69 67
T7 FERNANDEZ-CASTANO ESP -4 72 64 69 71
T7 FORSYTH, Alastair SCO -4 67 68 73 68
10 OLAZÁBAL, José Maria ESP -3 73 68 70 66
T11 FOWLER, Peter AUS -2 66 70 73 69
T11 GALLACHER, Stephen SCO -2 70 67 71 70
T11 LAWRIE, Paul SCO -2 68 70 70 70
             
Weiters:            
T36 DAVIS, Brian ENG 3 71 70 74 68
T36 STRÜVER, Sven GER 3 71 67 77 68
T51 HANSEN, Søren DEN 6 69 69 76 72
T54 SIEM, Marcel GER 7 69 73 74 71
T60 CHAPMAN, Roger ENG 8 72 69 71 76
72 DOUGHERTY, Nick ENG 15 74 68 75 78



>> ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT


>> STARTSEITE GOLF-LIVE.AT