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GOLF MALLORCA CLASSIC -
Markus Brier beschließt Toursaison 2005
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Final:
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23.10.2005 / 17:40 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Kräftiger Nachschlag
Mit der zweiten 68er-Runde rettet Markus Brier ein Topergebnis zum
Saisonende. Auch Niki Zitny legt noch eine gute 70 hin.
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| Foto: Markus Brier |
| Das
Wichtigste in Kürze |
Wetter: wolkig, bis zu 23 Grad, mäßiger Wind
Markus Brier 4. Runde: 68 (-2) / Even Par / 21. Platz
Trifft 15 Grüns, der Putter verwertet nur wenige Chancen
Niki Zitny 4. Runde: 70 (Par) / 7 über Par / 63. Platz
Verfehlt zu viele Grüns, rettet sich aber mit gutem Kurzspiel
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Die wichtigen Entscheidungen waren bereits vor dem Finaltag in Mallorca
gefallen. Dennoch lohnte es sich noch einmal richtig Gas zu geben: für Markus
Brier zählt jeder Platz im Ranking um auch 2006 bei großen Turnieren
mitspielen zu dürfen. Niki Zitny wollte Selbstvertrauen für die zweite
Stufe der Tourschool tanken.
Brier hat Top 20 in Reichweite
Die Finalrunden waren heuer bei Markus Brier
oft das Problem. Auf seiner letzten Turnierrunde 2005 wirkt Österreichs
Golf-Ass jedoch vom ersten Schlag an hochkonzentriert, überzeugt im
langen Spiel, trifft 15 Grüns: "Ich wollte unbedingt das Jahr gscheit
beenden, habe mich noch mal ordentlich reingehängt und auch sehr gut
gespielt." Der Putter bleibt anfangs ziemlich
unterkühlt, mit einer Serie von Pars ziehen die Mitspieler vorerst an ihm
vorbei.
Erst am einzigen Par 5 der Front 9 holt sich Brier das Pflicht-Birdie ab,
nachdem er das Grün mit dem zweiten Schlag trifft. Das
schwerste Par 4, die wasserreiche 8, kostet ihn auch am Sonntag einen Schlag:
"Da war ich zwischen zwei Schlägern, war daher mit dem Eisen 3 etwas zu
lang." Somit kann Markus von der leichteren ersten Kurshälfte nicht profitieren.
Birdie auf beiden Par 5
Erstmals in dieser Woche ist Brier ein Birdie auch am längsten Golfloch, der 10
vergönnt, das bringt ihn endgültig auf Touren: "Auf den Back 9 sind
endlich ein paar Putts gefallen. Der an der 10 war wichtig, ein ganz
gefährlicher Downhiller aus 6 Metern." Auch am drivebaren Par 4 der 11
legt er mit einem langen Eisen gut vor und bringt sich mit dem Birdie, diesmal
aus drei Metern, in die
roten Zahlen. Am schweren Par 4 der 12 geht wieder ein Schlag verloren:
"Der Abschlag war rechts im Rough, eine ganz schwere Lage und Stand, habe
daher das Grün verfehlt."
Auf den schweren Schlussbahnen ist schon ein Par ein gutes Scores - Brier
attackiert erfolgreich am langen Dogleg der 16, mit Wasser links vom Grün und
schafft hier sogar noch ein spätes Birdie: "Dabei habe ich aus dem Rough
nur Mitte Grün gezielt, aber dann aus 7 Metern eingelocht."
Mit der zweiten 68er-Runde am Wochenende schießt sich Markus Brier (Jahrgang
68) am Wochenende vom 68. bis auf den 21. Platz vor (Even Par). Damit sorgt
er beim letzten Saisonturnier noch einmal für einen kräftigen Nachschlag von 16.275 Euro auf seinem Preisgeldkonto und
kommt auf Rang 102 in
der Jahresendwertung vor - das verbessert seine Chancen im kommenden Ryder
Cup-Jahr auf Startplätze bei den teuren Turnieren: "Ein versöhnlicher
Abschluss, der war ganz wichtig in Hinblick auf die nächste Saison. Aber jetzt
mache ich einmal mindestens zwei, drei Wochen Pause, vermutlich spiele ich erst
wieder in Südafrika im Dezember."
Zitny steckt Fehlstart weg
Das erste Par 3 ist auch am Sonntag ein unlösbares Rätsel für Zitny, an der 2
kassiert er zum dritten Mal ein Bogey: "Diesmal mit einem Dreiputt, obwohl
das Putten sonst sehr gut war." Besser als an den Vortagen steckt er
dieses frühe Malheur weg und kontert mit Birdie am kurzen Par 4 der 4. Am
leichtesten Golfloch von Pula, dem Par 5 der 6, punktet er erstmals, spielt sich
mit dem nächsten Birdie in die roten Zahlen: "Auf den ersten zwei Dritteln
der Runde habe ich auch sehr gut gespielt, vor allem meine Chancen
verwertet."
Die Erfolge beflügeln den für seine starken Finalrunden bekannten Wiener: auch
am kurzen Par 5 der 7 sitzt der Pitch ins Grün und führt zum nächsten Birdie.
Das nicht ungefährliche Par 3 der 9 mit seinem Sperrbunker kann seinen
Vorwärtsdrang auch nicht stoppen, der vierte Birdieputt fällt.
Einbruch im schweren Finish
Im zweiten, deutlich schwierigeren Teil stellen sich die Probleme ein: "Die
Drives haben mich ziemlich verlassen, im letzten Drittel wurde das eine echte
Kampfrunde." Birdies wollen keine mehr fallen, Fehler führen zu
Schlagverlusten: "An der 13 habe ich den Abschlag links verzogen und tot an
eine Mauer gesetzt. Da konnte ich nur weg vom Loch spielen und musste dann am
Grün aus drei Metern einen Riesenhänger stopfen, das war noch ein gutes Bogey."
Diesem Malheur lässt Zitny sogar ein Doppelbogey folgen, damit verspielt er
endgültig die frühen Schlaggewinne: "Diesmal war der Drive in einem
Busch, konnte nur seitlich herausspielen und habe mir den zweiten Dreiputt des
Tages geleistet."
Der Putter ist dennoch sein bester Schläger, gleich 12 Singleputts retten die
Par-Runde von 70 Schlägen. Das sollte Zitny Rückenwind für die Zwischenrunde
der Tourschool geben, immerhin spielte er an drei von vier Tagen in Mallorca mit
Europas besten Golfpros problemlos mit: "Es sind nur Feinheiten, an denen
ich feilen muß, doch bis zur Tourschool bekomme ich das schon hin."
Platz 63 bei 7 über Par bringen 3.375 Euro und werden ihn in der
Jahresendwertung der European Tour nur um Rang 180 herum klassieren. Um sein
Spielrecht auf der Challenge Tour muss er sich übrigens keine Sorge machen, im
schlimmsten Fall erhält er Kategorie 8a, mit der schon Martin Wiegele in der
heurigen Saison zu ausreichend Starts in der zweiten Liga kam.
Olazabal nach 3 Jahren wieder siegreich
Jose-Maria Olazabal verdient gleich doppelt in Mallorca. Einmal aus dem
Kurs-Redesign von Pula und dann nutzt der Spanier auch die Platzkenntnis aus, um
mit der 66 zu einem Kantersieg mit 5 Schlägen Vorsprung zu kommen - seinem
ersten nach 3 Jahren Schaffenspause in Europa.
Paul Broadhurst
konnte mit der Par-Runde nie Druck auf Oli ausüben, der Engländer muss sich
gemeinsam mit Sergio Garcia und Jose-Manuel Lara mit Platz 2
begnügen. Mit Platzrekord von 63 Schlägen kam Andrew Coltart noch auf
Rang 11 vor.
Final Scores nach 4 Runden (Par 70):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
R3 |
R4 |
| 1 |
OLAZÁBAL, José Maria
|
ESP |
-10 |
69 |
65 |
70 |
66 |
| T2 |
BROADHURST, Paul
|
ENG |
-5 |
67 |
66 |
72 |
70 |
| T2 |
GARCIA, Sergio
|
ESP |
-5 |
69 |
69 |
71 |
66 |
| T2 |
LARA, José Manuel
|
ESP |
-5 |
68 |
69 |
70 |
68 |
| T5 |
DREDGE, Bradley
|
WAL |
-4 |
72 |
67 |
67 |
70 |
| T5 |
TUNNICLIFF, Miles
|
ENG |
-4 |
69 |
68 |
70 |
69 |
| T5 |
WAKEFIELD, Simon
|
ENG |
-4 |
69 |
71 |
67 |
69 |
| T8 |
ELIASSON, Mattias
|
SWE |
-3 |
68 |
68 |
70 |
71 |
| T8 |
JIMÉNEZ, Miguel Angel
|
ESP |
-3 |
67 |
71 |
72 |
67 |
| T8 |
VAN DE VELDE, Jean
|
FRA |
-3 |
70 |
71 |
66 |
70 |
| T11 |
ANDERSSON HED, Fredrik
|
SWE |
-2 |
70 |
71 |
69 |
68 |
| T11 |
BICKERTON, John
|
ENG |
-2 |
67 |
71 |
70 |
70 |
| T11 |
COLTART, Andrew
|
SCO |
-2 |
71 |
73 |
71 |
63 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
|
|
| T21 |
BRIER, Markus
|
AUT |
Par |
71 |
73 |
68 |
68 |
| T21 |
LAWRIE, Paul
|
SCO |
Par |
70 |
71 |
71 |
68 |
| T31 |
KARLSSON, Robert
|
SWE |
2 |
72 |
69 |
69 |
72 |
| T48 |
LAFEBER, Maarten
|
NLD |
4 |
70 |
73 |
71 |
70 |
| T58 |
SIEM, Marcel
|
GER |
6 |
71 |
72 |
77 |
66 |
| T63 |
ZITNY, Niki
|
AUT |
7 |
70 |
72 |
75 |
70 |
| 79 |
CANONICA, Emanuele
|
ITA |
12 |
70 |
69 |
74 |
79 |
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>> 3. Runde: Markus zückt
einen Trumpf
>> 2. Runde:
Tripplebogey an der 18
>> 1. Runde: Bogeys
zum Feierabend
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