Volvo PGA Championship
Wentworth Golfclub 
Surrey, England
27. - 30. Mai 2004
Preisgeld: € 3,750.000

European Tour

VOLVO PGA CHAMPIONSHIP - Brier und Wiegele in Wentworth.

Vorschau: 26.5.2004 / 11:12 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Markus Brier:
Foto: Golf-Live.at


Rasenschach in Wentworth

Inmitten der Golfelite mit Vijay Singh und Ernie Els rittern Markus Brier und Martin Wiegele um ein Rekordpreisgeld bei der PGA Championship. Am Klassiker von Wentworth ist mehr Köpfchen als Powergolf gefragt.

"Den Driver werde ich wenig verwenden, hier muß man die Bälle gscheit platzieren und sich ja aus den Problemen raushalten", beschreibt Markus Brier die Aufgabe dieser Woche am traditionsreichen Parklandkurs von Wentworth. Der Wiener spielt bei der Volvo PGA Championship bereits zum vierten Mal, möchte ein ähnlich gutes Resultat wie im Jahr 2001 erreichen, wo schon ein 32. Platz 25.000 Euro Preisgeld brachte.

Brier ein alter Hase in Wentworth

Beim 50-jährigen Jubiläum der PGA Meisterschaft wird um ein Rekordpreisgeld von 3,750.000 Euro gespielt, ein gutes Abschneiden wird also fürstlich entlohnt. "Erstmals ist Wentworth halbwegs trocken, der Platz spielt sich daher kürzer, das kommt mir sicher entgegen," weiß Brier, dass es mehr auf strategisches Spielvermögen als auf "Grip & Rip" ankommen wird. "Um jeden Preis muß man die Fairwaybunker vermeiden, da kommt man nicht drüber, kann aber auch nicht vorlegen", entscheidet sich sehr viel beim richtigen Schlag vom Tee. Die Grüns sind schnell und hart, Birdiechancen sind daher schwer herauszuspielen: "Für ein gutes Score muß man unbedingt auf den Par 5 punkten, zumindest drei sind mit zwei guten Schlägen erreichbar".

Insgesamt dürfte Wentworth etwas bessere Scores zulassen als bei der SAP Open: "Die Roughs sind nicht ganz so brutal, auch die Grüns sind hervorragend". Bei drei Starts hat Brier hier zweimal gecuttet, seine bislang beste von 10 Runden war die 71, die er heuer dank der trockeneren Bedingungen hoffentlich unterbieten wird.

Zimmergenosse Wiegele erstmals in Wentworth dabei

Für Martin Wiegele ist der britische Traditionskurs dagegen absolutes Neuland. Da er sich mit Markus Brier ein Zimmer teilt, konnte er sich viele Tipps holen, wie man in den Doglegs von Wentworth besteht: "Einige Löcher sind eigenartig, wo wie die 17, wo das Dogleg nach links geht, das Fairway aber stark nach rechts hängt", musste Martin auf der Trainingsrunde einige Male den Kopf schütteln: "das große Prestige von Wentworth schreckt mich aber nicht, ich sehe nur, dass der Platz leichter ist als in der Vorwoche". 

Dass man nicht so oft den Driver am Tee auspackt und die Fairways breiter sind, freut Wiegele ganz besonders: "Derzeit ein großer Vorteil für mich, da sollte ich den Ball besser ins Spiel bringen können, weil der Driver war zuletzt nicht meine Stärke". Auf den Par 5 wird sich unser Tourneuling steigern müssen, hier waren die Birdies zuletzt Mangelware: "Ich habe einiges an Länge eingebüßt, weil ich den Ball nicht so gut treffe, daran arbeite ich ganz besonders".

Ein Plauscherl mit Ernie Els?

Vielleicht ergibt sich auch eine Chance für Martin, mit seinem großen Idol Ernie Els zusammenzutreffen, der in Wentworth ein Haus besitzt und dessen Tochter auch im benachbarten London zur Schule geht: "Leider ergab sich noch keine Gelegenheit zu einem Kennenlernen, mein Traum wäre in guter Form mit ihm im Topflight zu spielen". Vorläufig hat Martin aber noch andere Sorgen, sein Heuschnupfen von Heidelberg hat sich zu einem echten Schnupfen entwickelt: "Das ist zwar lästig, sollte mich aber nicht wirklich behindern." Viel mehr hofft der Grazer endlich auf eine gute Auftaktrunde, um nicht neuerlich von Beginn an ums Überleben zu kämpfen: "Zuletzt habe ich immer eine gute zweite Runde gespielt, zwei von dreimal war selbst das zuwenig für den Cut".

Singh und Els die Topstars im Feld

Vijay Singh, Ernie Els und Ben Curtis trumpften zuletzt bei der World Match Play Championship im vergangenen Oktober in Wentworth auf, dieses Trio führt auch bei der PGA Championship ein stargespicktes Feld an. Titelverteidiger ist der Spanier Ignacio Garrido, der ebenso wie alle britischen Topstars - Montgomerie, Westwood, Faldo, Woosnam, etc. - am Start ist. Auch Retief Goosen, Jose-Maria Olazabal und Adam Scott rechnen sich gute Siegchancen aus.


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