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Martin Wiegele:
Foto: Golf-Live.at
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Brier bunkert, Martin wassert
Krumme Drives bescherten Markus Brier eine glanzlose 72er-Runde
und Platz 71 zum Auftakt in Portugal. Martin
Wiegele strauchelte mit einem Tripple-Bogey zur 76. Peter Lawrie
führt bei 6 unter Par.
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Die Algarve präsentierte sich den 156 Golfsport Kontrahenten bei der Portugal
Open weitaus freundlicher als Madeira in der Vorwoche. Der Wind hielt sich
bislang mit maximal 30 km/h zurück, dennoch war er in den Waldschluchten
von Penina schwer einzuschätzen. Immerhin blieb es mit knapp 20
Grad deutlich wärmer als zuletzt in Madeira.
Markus Brier bunkert zu viele Drives
Krumme Drives ärgerten Markus Brier zum Auftakt in Penina gewaltig,
"ab der 9 habe ich kein einziges Fairway aber sehr viele Bunker
getroffen". Doch die ersten sechs Drives brachte er noch alle aufs Fairway:
nach einem Par auf der langen Eröffnungsbahn (Par 4)
muß Markus gleich am nächsten Loch einen Schlag abgeben. Schon in der Trainingsrunde hatte
er vor dem Wassergraben, der das zweite Grün verteidigt, viel Respekt gezeigt.
"Dabei bin ich sicher aufs Grün gekommen - und leiste mir dann einen
Dreiputt", schüttelt Brier den Kopf.
Erst am
171 Meter langen, hantigen Par 3 der 8 klappt es mit dem ersten Birdie. Das Loch
spielt sich heute mit Rückenwind deutlich leichter, ein präzises Eisen 6
befördert den Ball zwei Meter zur Fahne, der Putt fällt. Am scharfen Dogleg der 9 hat Brier
erstmals Drive-Probleme, landet rechts im Fairwsybunker und erreicht das Grün nicht mit dem zweiten Schlag
- kassiert sein zweites Bogey.
Die beiden Par 5 der 10 und 11 sollen Brier endlich nach vor bringen, doch die
spielen sich in den Wind und sind daher mit zwei Schlägen nicht erreichbar.
Dennoch klappt es dank guten Kurzspiels mit dem Birdie an der 10, das scharfe
Dogleg an der 11 bereitet ihm jedoch große Probleme. Neuerlich ein Drive in den
Fairwaybunker, schwerer Stand über dem Ball, der Bunkerschlag ist zu kurz.
Markus versucht den Ball Richtung Fahne zu hooken, doch der Schlag ist zu gerade
und endet in den Bäumen: "Nach viel Hackerei habe ich noch das Bogey
ausgefasst", ist der Schlagverlust am Par 5 besonders bitter.
Schnur geradeaus geht es erst wieder
an der 14, auf dem Par 4 kämpft sich der Wiener dank eines präzisen Eisen 6,
das ein drittes Birdie einbringt, wieder
auf Even Par zurück. Den Rest spielt Österreichs Routinier in Par, bringt in
Summe eine glanzlose 72er-Runde ins Clubhaus, mehr war bei den weit gestreuten
Drives nicht zu holen. Dank des starken Kurzspiels klassiert sich Markus mit
Platz 71 exakt an der vorläufigen Cutlinie. "Die Spitze ist nur sechs Schläge weg, morgen mehr
gerade Abschläge und ein paar gelochte Putts, und die Welt sieht wieder anders
aus", bleibt Brier optimistisch.
Wiegele wie in Madeira mit Tripple-Bogey
In der Vorwoche kostete ein Tripple-Bogey am zweiten Tag den Cut, diesmal
passierte das gleiche Malheur schon zum Auftakt: Martin Wiegele startete
an der 10, brachte sich rasch am Par 5 der 11 mit einem Birdie in die roten Zahlen.
Doch am
anschließenden Par 4 zerlegte es unseren Newcomer kapital mit
einem Tripplebogey. "Der Abschlag an der 12 war bei starkem Seitenwind von
links gar nicht schlecht, der Ball hat aber einen ganz blöden Kick bekommen und
ist nach rechts an einen Baum gerollt," hatte Martin Riesenpech. So bleibt
ihm nur der Querpass und ein kniffliger dritter Schlag ins Grün. Das Grün der 12 wird frontal und rechts von Wasser
verteidigt: "Leider habe ich das Wedge fett getroffen, daher war der Ball
zu kurz und im Wasser". Dieses frühe Blackout brachte
ihn kurzzeitig total aus dem Konzept, am langen Wasser-Par 3 der 13 kassierte er ein
Bogey, läuft nach nur vier Löchern schon mit drei über Par dem Feld jenseits
der Top 100 hinterher.
Nach dem frühen Schock findet Wiegele jedoch seinen Rhythmus, spielt die
nächsten 9 Löcher in Par: "es ist ganz gut gegangen, aber insgesamt zu
wenig gelungen". Denn der Grazer benötigt dringend Birdies. Erst auf
seinem letzten Par 5, der kurzen 5. Bahn, gelingt ihm trotz Gegenwind sein
zweites Birdie. Am tückischen nächsten Par 3, verträgt der Seitenwind seinen
Abschlag, mit einem Bogey geht der soeben erst gewonnene Schlag wieder verloren.
Das schwere Schlußloch verfehlt Martin auch noch, schreibt dank eines dritten
Bogeys nur die 76 auf die Scorekarte (Platz 136). Das erschwert die Aufgabe für morgen noch
zusätzlich, eine 68 muß er mindestens spielen, dabei die Birdiemaschinerie
voll auf
Touren bringen.
Irlands Tour-Rookie übernimmt die Führung
5 unter Par war das beste Ergebnis, das am Morgen gespielt wurde. Gleich 5 Pros schafften die 67, neben Madeira-Champion Christopher Hanell auch
der Franzose Gregory Havret, der Belgier Nicolas Colsaerts sowie Gabriel
Canizares (SP) und Andrew Raitt (Eng).
Obwohl der Wind am Nachmittag zulegte, gelang dem irischen Aufsteiger des Jahres
Peter Lawrie noch die 66 und damit die alleinige Führung.
Scores nach 1 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Name |
Land |
Par |
R1 |
| 1 |
LAWRIE, Peter
|
IRL |
-6 |
66 |
| T2 |
CANIZARES, Gabriel
|
ESP |
-5 |
67 |
| T2 |
COLSAERTS, Nicolas
|
BEL |
-5 |
67 |
| T2 |
DODD, Stephen
|
WAL |
-5 |
67 |
| T2 |
HANELL, Christopher
|
SWE |
-5 |
67 |
| T2 |
HAVRET, Gregory
|
FRA |
-5 |
67 |
| T2 |
RAITT, Andrew
|
ENG |
-5 |
67 |
| T2 |
SANDELIN, Jarmo
|
SWE |
-5 |
67 |
| T9 |
ARRUTI, Jesus
Maria
|
ESP |
-4 |
68 |
| T9 |
LAFEBER, Maarten
|
NLD |
-4 |
68 |
| T9 |
LANE, Barry
|
ENG |
-4 |
68 |
| T9 |
LARA, José Manuel
|
ESP |
-4 |
68 |
| T9 |
MARTIN, Miguel Angel
|
ESP |
-4 |
68 |
| T9 |
PRICE, Terry
|
AUS |
-4 |
68 |
| T9 |
WALKER, Sam
|
ENG |
-4 |
68 |
| T9 |
WALTON, Philip
|
IRL |
-4 |
68 |
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
| T17 |
JIMÉNEZ, Miguel Angel
|
ESP |
-3 |
69 |
| T17 |
KARLSSON, Robert
|
SWE |
-3 |
69 |
| T30 |
CLEMENT, Julien
|
SUI |
-2 |
70 |
| T46 |
HAEGGMAN, Joakim
|
SWE |
-1 |
71 |
| T46 |
SIEM, Marcel
|
GER |
-1 |
71 |
| T46 |
WOOSNAM, Ian
|
WAL |
-1 |
71 |
| T71 |
BRIER, Markus
|
AUT |
Par |
72 |
| T91 |
COLTART, Andrew
|
SCO |
1 |
73 |
| T91 |
McGINLEY, Paul
|
IRL |
1 |
73 |
| T110 |
LEVET, Thomas
|
FRA |
2 |
74 |
| T136 |
WIEGELE, Martin
|
AUT |
4 |
76 |
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