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PORTUGAL
OPEN - Markus Brier spielt Aufbaurunde.
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4. Runde
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3.4.2005 / 17:51 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Die Luft war draußen
Aus aussichtsloser Position funkte es nicht mehr im Spiel der
Österreicher: Zitny (71) kommt als 68. ins Ziel, Brier (72) spielt
nur ein Birdie.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Trocken, 18 Grad, weniger Wind
Markus Brier 4. Runde: 72 (+1) / gesamt 9
über Par - Platz 72
14 Grüns getroffen, aber alle Chancen verputtet
Niki Zitny 4. Runde: 71 (Par) / gesamt 8 über Par - Platz
68
Frühes Doppelbogey gut weggesteckt, mit 4 Birdies alles aufgeholt
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10 Schläge Rückstand auf die Top 20, die noch einigermaßen bei der
Portugal Open verdienen: die Ausgangsposition für Markus Brier und Niki
Zitny war bei 8 über Par und Platz 70 fürs Finale alles andere als rosig:
"Das Wichtigste ist Turnierpraxis, jede Runde ist ungemein wertvoll",
bringt es Niki Zitny auf den Punkt, warum er sich noch einmal voll reinhängen
wollte - bei seinem erst zweiten Finale auf der European Tour. "Nach den
kleinen technischen Änderungen ging es für mich darum, den Schwung zu
festigen", schaute Brier weit weniger auf das Ergebnis.
Brier im allerletzten Flight
Aufgrund der Wetterprobleme vom Samstag wurde in Dreierflights von zwei
Abschlägen gestartet, beide Österreicher gingen vom 8. Tee weg auf ihre
Runde - Markus Brier dabei im letzten Flight um 12:20 MEZ.
Das Par 5 der 8 ist am Sonntag kein Birdieloch, auch Markus aus dieser Bahn kein
Kapital schlagen. Der Wiener hat jedoch offensichtlich wieder sein gewohnt
solides Spiel gefunden und hält sich erfolgreich aus allen Zores heraus:
"Das war eigentlich eine typische Runde für heuer: solide, aber nicht nah
genug an der Fahne um mehr als vielleicht drei, vier Chancen zu bekommen".
Das kurze Par 4 der 11 lässt heute bei Rückenwind erstmals volle Attacke vom
Tee zu: "Der Drive war gut genug, dass ich gut zur Fahne chippen konnte um
ein Birdie abzustauben", schildert Markus sein einziges Erfolgserlebnis. Auf den Par 5 will es dagegen
weiter nicht laufen, auch die kurze 13 spielt er nur in Par: "Hier habe ich
meine besten Möglichkeiten vergeben. Aber entweder war der Drive oder
der lange Schlag ins Grün nicht gut genug". Langeweile herrscht auf der Scorekarte bis zur 18, doch damit ist
seine Sonntagsarbeit nicht vorbei, die Löcher 1 bis 7 gilt es noch zu
absolvieren.
Und da ist es gleich die enge Bahn 1, die für das erste Bogey des Tages
verantwortlich sein sollte: "Ein Dreiputt, aber zu dieser Zeit war schon
etwas die Luft draußen, da ist es schwer die Konzentration zu halten".
Nachdem auf den kurzen Bahnen 2 und 4 wieder keine Birdieputts fallen wollen,
passiert am hantigen Par 4 der 5 der nächste Schlagverlust: "Im
Fairwaybunker dort war ich leider auch heute zu Gast", könnte der bald den
Namen des Österreichers tragen. Aus dieser Lage ist das Par praktisch nicht mehr zu
retten.
72 Schläge benötigt Markus somit am Finaltag, er spielt 1 über Par, trotz 14
getroffener Grüns - weil er gleich 33 Mal zum Putter greifen musste. Somit
kommt er bei 9 über Par als 72. ins Ziel; bitter nach der Führung vom
Donnerstag: "Nach der leichten technischen Umstellung ist mein Schwung noch
nicht stabil genug um jeden Tag ein gutes Gefühl zu haben. Am ersten Tag lief's
perfekt, dann zwei Tage nicht, heute hat es wieder geklappt", fasst Markus
zusammen: "Aber das war die notwendige Vorarbeit für die nächsten Wochen,
das wird sich schon noch auszahlen."
Niki Zitny wieder mit Sven Strüver
Bereits zum dritten Mal, nach Trainingsrunde und Moving Day, geht Niki Zitny
mit dem Hamburger Sven Strüver auf die Runde, die beiden starten im
Flight vor Markus Brier.
Zitny ist am Sonntag von Beginn an hochkonzentriert bei der Sache - nach dem
gestrigen Tripplebogey an der 1 kommt der Wiener diesmal fehlerfrei über die
ersten Bahnen hinweg: "Heute habe ich wirklich super gespielt, gleich auf
den ersten drei Bahnen gute Birdiechancen knapp nicht verwerten können."
Eine perfekte Chance für die Attacke wäre das kurze Par 4
der 11, wo auch er zum Holz 1 greift, sich dabei etwas verzockt: "Der Ball
war ganz knapp rechts out, das ist halt das Risiko". Also muss er am Tee
nachladen und schluckt das logische Doppelbogey.
Der Ärger über das Erlebte rächt sich am folgenden, längsten Par 3 des
Platzes, wo Niki bereits zum dritten Mal nur das Bogey spielen kann: "Heute
war ich im Fairwaybunker, habe noch gut herausgespielt, aber aus einem Meter den
Sand Save vergeben". Nach einem
enttäuschenden Par am wohl leichtesten Par 5 reißt sich Nik wieder zusammen
und erspielt sich endlich wieder Birdiechancen. Am gefährlichen Par 3 der 15, wo das
schmale Grün kaum zu treffen ist, agiert er bärenstark und holt sich ein erstes Sonntags-Birdie ab: "Von da an habe ich wirklich stark gespielt
und mich ordentlich zurückgekämpft."
Nun ist der Wiener voll im Spiel, am Par 5 der 16 holt sich Niki den
Birdie-Doppelpack ab, bleibt damit weiter auf den langen Bahnen auf Erfolgskurs.
Nachdem er bogeyfrei über die schweren Schlussbahnen kommt, stehen noch die
etwas einfacheren Bahnen 1 bis 7 auf dem Programm. Die 1 bleibt allerdings seine
Unglücksbahn, auch am Sonntag muß er hier einen Schlag abgeben, "diesmal
mit einem Dreiputt". Dafür ist er
erstmals an der kurzen, aber trickreichen 4 mit dem extrem hängenden Grün
erfolgreich, holt sich hier den Schlag zurück.
Nach sicheren Pars auf den folgenden schweren Par 4 beendet Zitny seine erste
Open de Portugal noch stilvoll mit einem Birdie am abschließenden Par 5. Mit
einer Par-Runde von 71 Schlägen macht er zwar keine Sprünge nach vor, zeigt
aber neuerlich eine solide Leistung. Der 69. Platz im Endklassement bringt ihm
zwar nur Kleingeld für die Rangliste, zu wenig um unter die Top 200
vorzustoßen, sollte ihm aber Spielpraxis und Auftrieb für die nächsten
Einsätze in Madeira und Spanien geben: "Mit dem Spiel bin ich sehr, mit
der Platzierung überhaupt nicht zufrieden. Aber ich verliere jeden Tag zwei,
drei Schläge im kurzen Spiel oder mit dem Putter, das muss ich eindeutig
verbessern."
Broadhurst gewinnt trotz Bogeyfinish
Drama pur in der Entscheidung um den Sieg: Da Paul Broadhurst seinen
letzten Drive in die Wicken schießt, mit Strafe droppen muss und noch das Bogey
kassiert, hätte Barry Lane schon ein Par am 72. Loch zum Sieg gereicht.
Doch der 45-jährige Engländer pullt sein Holz 3 links weg und schlittert noch
in ein richtiges Debakel. Aus einem Busch schießt er übers Fairway auf die
andere Seite tot an den Out of Bounds-Zaun, von dort den Ball endgültig aus dem
Golfplatz hinaus. Mit einer 9 am Schlussloch fällt der Routinier auf Platz 5 zurück.
Paul Lawrie vergab seine Siegchancen am 71. Loch mit einem
Tripplebogey, somit erbte Paul Broadhurst relativ kampflos den Sieg bei 13 unter
Par, vor Lawrie und Homeboy Jose-Felipe Lima.
Final Scores nach 4 Runden (Par 71):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
R3 |
R4 |
| 1 |
BROADHURST, Paul |
ENG |
-13 |
68 |
66 |
70 |
67 |
| 2 |
LAWRIE, Paul |
SCO |
-12 |
69 |
67 |
66 |
70 |
| 3 |
LIMA, Jose-Filipe |
POR |
-11 |
69 |
65 |
69 |
70 |
| 4 |
STERNE, Richard |
RSA |
-10 |
71 |
67 |
70 |
66 |
| 5 |
LANE, Barry |
ENG |
-9 |
68 |
67 |
68 |
72 |
| 6 |
DODD, Stephen |
WAL |
-8 |
68 |
69 |
70 |
69 |
| 7 |
EMERSON, Gary |
ENG |
-7 |
73 |
71 |
66 |
67 |
| T8 |
DONALDSON, Jamie |
WAL |
-5 |
75 |
68 |
72 |
64 |
| T8 |
FASTH, Niclas |
SWE |
-5 |
70 |
71 |
68 |
70 |
|
|
|
|
|
|
|
|
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Weiters: |
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| T19 |
SIEM, Marcel |
GER |
-2 |
72 |
67 |
72 |
71 |
| T28 |
DOUGHERTY, Nick |
ENG |
Par |
72 |
67 |
74 |
71 |
| T51 |
KJELDSEN, Søren |
DEN |
4 |
73 |
68 |
76 |
71 |
| T63 |
TORRANCE, Sam |
SCO |
7 |
73 |
71 |
74 |
73 |
| T68 |
STRÜVER, Sven |
GER |
8 |
72 |
72 |
77 |
71 |
| T68 |
ZITNY, Niki |
AUT |
8 |
74 |
70 |
77 |
71 |
| T72 |
BRIER, Markus |
AUT |
9 |
65 |
79 |
77 |
72 |
Alle Spielberichte von der Estoril Portugal Open
>> Vorschau: Abschlag im Euroland
>> 1. Runde: Brier ist
der Chef am Platz
>> 2. Runde: Bitterer
Arbeitstag für Brier
>> 3. Runde: 2 Mal die
"schaurige" 77
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