Qatar Masters
Doha Golf Club 
Doha, Qatar
10. - 13. März 2005
Preisgeld: € 1,133.000

European Tour

QATAR MASTERS - Markus Brier Birdiesperre kostet Cut

2. Runde:

11.3.2005 / 16:00 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Birdiesperre kostet Cut

Wie vernagelt waren die Golflöcher für Markus Brier, der mit 76 Schlägen zum dritten Mal in Folge am Cut scheitert. Richard Green führt bei -9.

 
Das Wichtigste in Kürze

sonnig, bis zu 30 Grad, spürbarer Wind 

Markus Brier
2. Runde: 76 (+4) / gesamt +4 - Platz 98
Absolute Lochsperre, keine Putts gefallen, kein einziges Birdie!

Cut endgültig bei: +1

Richard Green (Aus)
löst mit 68 und -9 Pierre Fulke an der Spitze ab

"Meine Chancen besser nutzen und die Dreiputts abstellen", wollte sich Markus Brier am zweiten Spieltag in Qatar ganz auf den Putter konzentrieren. Leider legte der Wind deutlich zu und erschwerte die Aufgabe für die späten Starter deutlich.

Bogeys auf beiden Par 5

Markus Brier begann am Par 5 der kurzen 10. Bahn, die mit zwei Schlägen erreichbar und das leichteste Loch am Platz ist - statt eines schnellen Birdies setzt es jedoch gleich ein frustrierendes Bogey: "Dabei war ich mit zwei Schlägen 10 Meter vorm Grün, aber halt im tiefen Rough. Der erste Chip ist übers Grün gerollt, nach dem zweiten Versuch hatte ich einen Par-Putt aus einem Meter, den ich versemmelt habe", bekam Markus gleich am Eröffnungsloch eine Kostprobe davon zu spüren, wie es den ganzen Tag für ihn laufen sollte.

Der heftige Wind machte die Schlägerwahl vor allem am Par 3 der 13 zu einer trickreichen Angelegenheit, auch hier verkalkuliert sich der Österreicher um 10 Meter, gibt nach einem Dreiputt einen Schlag ab: "Der Wind hat das Anspielen der Grüns sehr erschwert, mit 11 Grüntreffern plus zweimal Vorgrün konnte man schon zufrieden sein."

Nachdem er diesmal das hantige Gegenwind Par 4 der 15 problemlos bewältigt, warten mit den beiden kurzen Bahnen 16 und 17 gute Birdielöcher, die allerdings auch nicht das erste Birdie herausrücken möchten. Am Par 5 der 18 lauert Wasser gefährlich auf der linken Seite, rechts verteidigen Bunker das Grün und die Fahnenposition ist alles andere als leicht: "Nach dem Abschlag und dem Lay Up war ich jeweils rechts im ganz tiefen Rough, hatte noch 140 Meter für den dritten Schlag." Aus der dicken Wolle heraus bleibt Markus 10 Meter zu kurz, chippt bis auf einen Meter an die Fahne und verschiebt neuerlich den kurzen Par-Putt.

Birdieflaute auch auf den vorderen 9

Auf den Löchern 1 bis 9 muss Markus somit zwei Schläge aufholen, kein einfaches Unterfangen, nachdem er am Par 5 der 1 nur das Par spielen kann und der Putter weiterhin nichts locht: "Mit dem Sandwedge habe ich Carry die Fahne abgeschossen, der Ball ist im rechten Winkel 10 Meter weggesprungen," hatte er auch auf diesem Par 5 großes Pech.

Am gefürchteten 204 Meter langen Par 3 der 3, dessen kleines Grün trotz Rückenwind nur schwer zu treffen ist, patzt Brier ebenfalls, seine Lage ist damit bereits aussichtslos: "Bei dem Wind war das mit dem Eisen 4 ein sehr kleines Ziel, der Ball hatte zuviel Draw-Spin und ist wieder ganz tief im Rough gelegen."

Dennoch gibt Markus nicht auf, trifft die letzten 5 Grüns allesamt, versiebt aus drei bis vier Metern jedoch auch seine letzten Chancen, darf somit eine frustrierende 76 notieren.

Drei Schläge fehlen Markus im Endeffekt zum Cut in Qatar, damit darf er sich zum dritten Mal in Folge am Wochenende frei nehmen. Mit 3 Birdies auf 36 Löchern war wie schon in der Vorwoche die Erfolgsquote einfach viel zu gering und der Putter weiterhin unterkühlt. Auf den Grüns benötigt der Österreicher an beiden Tagen jeweils um drei Schläge mehr als seine Kollegen im Cut: "Putten üben, ist alles, was ich sagen kann. Ich habe weder in Dubai noch hier ein Gefühl für die Grüns bekommen, war auch beim Lesen sehr unsicher."

Technisch fühlt sich Brier dagegen schon recht wohl: "Auch wenn die Schläge nicht brillant waren, für einen Mittelfeldplatz hätte das allemal reichen müssen."


Richard Green fängt Fulke ab

Der australische Linkshänder Richard Green scorte mit 68 seine zweite starke Runde in Folge und überholte Auftaktleader Pierre Fulke, der am Vormittag nur die 70 spielte. Wie hantig sich der Longhitterplatz von Doha spielte beweist, dass Turnierfavorit Ernie Els die 69 genügte, um vom 81. bis auf den 24. Platz vorzustoßen.

Mit Marcel Siem ist auch die einzige Hoffnung der Deutschen schon vorzeitig aus dem Rennen, der Düsseldorfer landete bei 8 über Par im geschlagenen Feld. Auch Titelverteidiger Joakim Haeggman enttäuscht, scheitert bereits vorzeitig um einen Schlag am Cut.


Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1 R2
1 GREEN, Richard AUS -9 67 68
T2 FULKE, Pierre SWE -8 66 70
T2 KARLSSON, Robert SWE -8 69 67
4 WIRATCHANT, Thaworn THA -7 69 68
T5 HAVRET, Gregory FRA -6 71 67
T5 JACQUELIN, Raphaël FRA -6 70 68
T5 PARK, David WAL -6 68 70
T8 ATWAL, Arjun IND -5 70 69
T8 FASTH, Niclas SWE -5 68 71
T8 GONZALEZ, Ricardo ARG -5 69 70
         
Weiters:        
T11 LAFEBER, Maarten NLD -4 69 71
T16 DOUGHERTY, Nick ENG -3 73 68
T24 ELS, Ernie RSA -2 73 69
T24 McGINLEY, Paul IRL -2 71 71
T48 LAWRIE, Paul SCO Par 70 74
T48 WOOSNAM, Ian WAL Par 72 72
T66 SCHWARTZEL, Charl RSA 1 70 75
         
Cut verpasst (+1):        
T76 HAEGGMAN, Joakim SWE 2 71 75
T98 BRIER, Markus AUT 4 72 76
T120 ROMERO, Eduardo ARG 6 75 75
T131 SIEM, Marcel GER 8 73 79


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>> Vorschau: Windlotterie in Doha
>> 1. Runde: Frühe Birdies halten nicht

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