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RUSSIAN OPEN LE MERIDIEN -
Markus Brier als Topfavorit.
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1. Runde:
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11.8.2005 / 18:00 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Putter spät erwärmt
Tolles Finish zur 70er-Runde von Martin Wiegele, während
Brier nur die 74 spielt. Niki Zitny wahrt mit der 73 seine Chancen.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Wetter: abwechselnd Regen und Wolken, wenig Wind
Martin Wiegele 1. Runde: 70 (-2) / 16. Platz
Späte Birdies bringen gutes Auftaktscore
Markus Brier 1. Runde: 74 (+2) / 88. Platz
Zu viele Fehler im langen Spiel, Doppelbogey am Par 5
Niki Zitny 1. Runde: 73 (+1) / 70. Platz
Zu viele Grüns verfehlt, zu wenige Birdies gemacht
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Um 6:00 Uhr MEZ wurde die Moskauer Birdiejagd eröffnet - im Le Meridien GC
wird traditionell tief gescort, allerdings erschwerten heftige Regenschauer am
Vormittag die Sache erheblich: "Die zweiten 9 Löcher musste ich komplett
im heftigen Landregen spielen, das war nicht mehr lustig," bekamen Brier
und Wiegele das Wetter voll ab.
Wiegele im Birdiestress
Martin Wiegele gelingt früh morgens nicht das rasche Birdie um von
Beginn an vorne mitzuschwimmen: an der 1 gestartet bieten sich früh auf den
beiden Par 5 der Front 9 exzellente Chancen Schläge gutzumachen. Der Steirer
kann jedoch keine davon nutzen, eine Serie sicherer Pars im ersten Drittel der
Runde sind zu wenig um sich in Szene zu setzen: "Dabei habe ich sehr gut
gespielt, aber vielleicht ein wenig zu verhalten um wirklich ins Laufen zu
kommen."
Ausgerechnet am längsten Par 3, der 8, fällt der erste Birdieputt aus 4 Metern
- über den er sich mit dem postwendenden Bogey allerdings nur kurz freuen kann:
"Schon der Drive landete im Bunker, von dort ging es schnurstracks weiter
in den Grünbunker." Auch zu Beginn der dann verregneten Back 9 kann sich
Wiegele nicht in die roten Zahlen spielen, weiß seine Chancen weiter nicht zu
nutzen.
Geduld wird belohnt
Martin beweist jedoch in dieser Phase Reife und wartet geduldig auf die
nächsten Möglichkeiten, die sich auch ergeben sollten: ein starkes Birdie aus
drei Metern am Par 4 der 14 gelocht, erwärmt endlich den Putter. Auch am
folgenden Par 5 macht er noch einen Schlag gut, nachdem er nah zur Fahne pitcht.
Am gefährlichen, letzten Par 5 kann Martin nochmals punkten, nachdem er
geschickt das Wasserhindernis umspielt: "Das war heute nicht leicht, ich
musste aus vier Metern den Birdieputt stopfen." Das abschließende,
überlange Par 4 ist die schwerste Bahn am Platz: "Wieder bin ich im Bunker
gelandet, der Sandschlag war nicht schlecht, aber der Par-Putt wollte nicht
fallen."
Mit der 70er-Runde kommt Martin zu Mittag auf einem Top 10-Platz ins Clubhaus
und schließt damit nahtlos an seinen guten Leistungen zuletzt auf der Challenge
Tour an.
Brier vermasselt seinen guten Start
Die noch guten Bedingungen am frühen Morgen wusste Markus Brier auszunützen.
An der 10 gestartet, schlägt er gleich am ersten Par 3 der 11 ein gutes Eisen 6
ins Grün und verwertet aus zwei Metern den Birdieputt. Der Österreicher
ist anfangs sehr sicher im langen Spiel und somit am nächsten Birdieloch, dem
Par 5 der 15, wieder zur Stelle um einen weiteren Schlag gutzumachen: "Aus
dem Grünbunker habe ich mir das Birdie gut aufgelegt."
Der Erfolgslauf wird jedoch abrupt am Par 5 der 17, wo Wasser auf der rechten
Seite gefährlich ins Spiel kommt, mit einem Bogey gestoppt: "Auf den Par 5
muss man hier ziemlich hohes Risiko gehen. Ich hab's mit dem Holz 3 probiert,
bin aber knapp rechts im Wasser gelandet." Markus bekommt nun immer mehr
Probleme im langen Spiel, wie auch am engen Par der 18, wo die die
Marschrichtung zur Fahne nicht stimmt: "Da wollte ich zu sehr auf die
sichere linke Seite ausweichen, der Ball ist am Waldrand entlang gesprungen und
doch noch ins Gehölz weggekickt." Der logische Schlagverlust wirft Markus
zur Halbzeit wieder auf Even Par zurück.
Zweiter Keulenschlag auf den Back 9
Somit muss Markus Brier auf den vorderen 9 Bahnen wieder bei Null beginnen,
allerdings schüttet es nun wie aus Schaffeln: "die Drives waren dann zu
schlecht um Chancen herauszuspielen." Am kürzesten Par 5 des Platzes, der
2. Bahn, gelingt noch das Pflichtbirdie. Doch an der wasserreichen 5, zugleich
dem längsten Loch am Platz, schickt er seine Ambitionen auf einen Spitzenplatz
mit einem Doppelbogey vorerst baden: "Dabei war ich gar nicht im Wasser,
sondern habe mich schon vom Tee verabschiedet. Mit dem dritten Schlag dann ein
schlechter Layup ins Rough, von dort in den Wald, Drop mit Strafschlag, so
kommen rasch 7 Schläge zusammen." Mit einem Bogey am folgenden Par 4
fällt Markus noch weiter zurück: "Ein Dreiputt vom Vorgrün, da war der
erste Putt zu lang."
Im Finish kann der Fontana-Pro keinen Boden mehr gutmachen: "Ich hatte nur
das kleine Bag mit und da war schon alles waschelnass," notiert somit nur
die enttäuschende 74 zum Auftakt. Bei 2 über Par wird er am Freitag sogar
aufholen müssen, um am Wochenende noch dabei zu sein.
Zitny kämpft verbissen ums 1. Birdie
Erst um 14 Uhr Ortszeit ging Niki Zitny vom 10. Tee auf seine Runde, meistert
die ersten Bahnen einmal sicher in Par, das erste Birdie will jedoch nicht
gelingen, auch nicht auf den beiden wasserreichen Par 5 der hinteren 9 Bahnen:
"Einige Drives waren heute schief, wenn auch nicht so weit weg, mein Spiel
insgesamt aber nicht top." Das erste Mal schrillt dafür der Bogeyalarm am Par 3 der 16, dieses Grün ist
sehr schmal und schwer zu treffen, Niki gibt hier einen Schlag ab: "4 Mal
musste ich anfangs ums Par kämpfen, habe mich immerhin dreimal gerettet."
Die Löcher 1 bis 9 beginnt der Wiener im gleichen Stil: ohne Birdie, auch nicht
am leichtesten Loch, dem Par 5 der 2. Bahn: "Das war besonders bitter, weil
ich mit zwei Schlägen am Grün war, 8 Meter bis zur Fahne und von dort aus
dreimal putte."
Späte Birdies bringen keinen Lohn
Den Birdiebann bricht Zitny an seinem 14. Loch, seinem letzten Par 5, der
wasserreichen 5. Bahn. Doch es bleibt für ihn wie verhext, denn postwendend
gibt er am folgenden Par 4 den Schlag wieder ab: "Da lag ich im Grünbunker
an einer Stelle, die schlecht gerecht war, kein Wunder bei dem nassen
Wetter." Noch ein Birdie gelingt Niki im
Finish an der 7, darüber kann er sich keine 10 Minuten lang freuen, dann hat er
den Schlaggewinn neuerlich mit einem Bogey wieder ausradiert: "So ging's
halt hin und her, an der 7 super das Birdie herausgespielt, gleich darauf aus
etwas mehr als einem Meter den Par-Putt versiebt."
Mit 73 Schlägen wahrt Zitny zwar seine Chancen, klassiert sich nach dem ersten
Spieltag exakt an der Cutlinie: "Man wird bescheiden, immerhin steht keine
80 auf der Scorekarte," hat Zitny den Humor noch nicht verloren.
Engländer dominieren in Moskau
Mit dem 25-jährigen Engländer Tom Whitehouse erwischt ein Challenge Tour-Aufsteiger,
der bislang jedoch nicht auf der European Tour Fuß fassen konnte, den besten Start,
er scort eine 66er-Runde dank sieben Birdies. Sein
erfahrener Landsmann Iain Pyman kam ihm bislang mit der 67 noch am
nähesten, auch die Routiniers Mikael Lundberg und Jesus-Maria Arruti
teilen sich den 2. Platz. Tennis-Ass Jevgeni Kafelnikov wurden mit der
88er-Runde seine Grenzen mit dem kleinen, weißen Ball aufgezeigt.
Scores nach 1 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
| 1 |
WHITEHOUSE, Tom |
ENG |
-6 |
66 |
| T2 |
ARRUTI, Jesus Maria |
ESP |
-5 |
67 |
| T2 |
DRYSDALE, David |
SCO |
-5 |
67 |
| T2 |
LUNDBERG, Mikael |
SWE |
-5 |
67 |
| T2 |
PYMAN, Iain |
ENG |
-5 |
67 |
| T2 |
WIDMARK, Fredrik |
SWE |
-5 |
67 |
| T7 |
CARRILES, José Manuel |
ESP |
-4 |
68 |
| T7 |
MASON, Ben |
ENG |
-4 |
68 |
| T7 |
WILLIAMS, Craig |
WAL |
-4 |
68 |
| T7 |
WEBSTER,
S.P. |
ENG |
-4 |
68 |
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
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|
| T16 |
CHAPMAN, Roger |
ENG |
-2 |
70 |
| T16 |
WIEGELE, Martin |
AUT |
-2 |
70 |
| T29 |
STRÜVER, Sven |
GER |
-1 |
71 |
| T43 |
COLTART, Andrew |
SCO |
Par |
72 |
| T69 |
BARAKA, Kariem |
GER |
1 |
73 |
| T70 |
ZITNY, Niki |
AUT |
1 |
73 |
| T88 |
BRIER, Markus |
AUT |
2 |
74 |
| T105 |
FROST, David |
RSA |
3 |
75 |
| T135 |
SIMSEK, Erol |
GER |
5 |
77 |
| T142 |
CLÉMENT, Julien |
SUI |
6 |
78 |
| 155 |
KAFELNIKOV, Evgeni
(a) |
RUS |
16 |
88 |
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