South African Airways Open
Fancourt GC
George, Südafrika
15. - 18. Dezember 2005
Preisgeld: € 1,000.000

European Tour

GOLF SOUTH AFRICAN AIRWAYS OPEN - Markus Brier 2 Doppelbogeys

2. Runde:

16.12.2005 / 17:40 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Bitterer Doppelschlag

Brier steckt am zweiten Tag frühe Bogeys gut weg. Nach zwei Doppelbogeys in Folge und der 80 scheitert er jedoch erneut in Südafrika. Ross Fisher zieht auf -8 davon.

Das Wichtigste in Kürze

Wetter: sonnig, bis zu 22 Grad, Wind frischt am Nachmittag auf

Markus Brier 2. Runde: 80 (+7) / gesamt +13 / 121. Platz

Cut endgültig bei: +8 (Top 70 Pros)

Weniger Wind und etwas entschärfte Grüns sollten Markus Brier am zweiten Spieltag der South African Open einen kleinen Vorteil verschaffen. So wollte er jenen Schlag aufholen, der auf den Cut fehlte und eine doppelte Nullnummer in Südafrika vermeiden.

Wieder die frühen Bogeys ...

Wie schon in den letzten Turnierrunden findet Markus Brier nicht auf Anhieb seinen Spielrhythmus. Sein heutiges Eröffnungsloch, das Par 4 der 10, verlangt nach absoluter Präzision: "Mein erster Drive landete im einzigen Pottbunker, das hat schon richtig gut angefangen". Somit setzt es ein Bogey, genauso wie am folgenden kürzesten Loch von Fancourt, dessen Grün er knapp überschlägt: "Es war ein Kampf vom ersten Loch an, der Platz war fast unspielbar schwer."

Der Ärger über den verpatzten Start weckt den Fontana-Pro sichtlich auf, am langen Par 4 der 12 kontert er stark mit einem Birdie. Da kommt das kurze Par 4 der 13 gerade recht, Brier holt einen weiteren Schlag auf und gleicht seine Tagesbilanz wieder aus.

Erst an der 15 schrillt wieder der Bogeyalarm: "Da lag ich zwar am Fairway, aber unter einer Welle, stand extrem unter dem Ball," wächst sich das Problem zum nächsten Bogey aus. Am anschließenden Par 5 kann er zum dritten Mal einen Schlagverlust wettmachen: "Bis dahin konnte ich mein Score halbwegs zusammen halten, habe mir noch Chancen auf den Cut ausgerechnet."

Doppelbogeys machen die Lage aussichtslos

Am Par 5 der 18 ist die Landezone zwischen dem dicken Rough sehr schmal, Brier verpasst nur um einen Meter die Spielbahn und handelt sich eine unspielbare Lage ein: "Mehr als ein paar Meter vorhacken war nicht drinnen." Die Fahne steckt an einer unmöglichen Horrorposition, vom oberen Plateau aus passiert auch ihm der fast unvermeidbare Dreiputt - somit locht er erst mit dem 7. Schlag ein. 

Diesen Rückschlag steckt der Wiener nicht mehr weg. Gleich am Par 4 der 1 überschlägt er das Grün und ist dort völlig betoniert: "Der Downhill-Chip gab mir keine Chance, den Ball am Grün zu stoppen." Das Dilemma wächst sich zum nächsten Doppelbogey aus - das ihn endgültig aussichtslos zurückwirft.

Das schwere Par 4 der 3 knöpft Brier wie schon am Vortag einen Schlag ab, diesmal mit einem Dreiputt, damit ist der Cut 4 Schläge entfernt und die Luft entsprechend aus seinem Spiel draußen: "Die vorderen 9 sind noch schwerer, da war keine Chance mehr etwas aufzuholen." Der Aderlass an seinem Score setzt sich mit Bogeys an der 4, 6 und fort. Trotz abschließendem Birdie am Par 5 steht die hässliche 80 (+7) auf der Scorekarte.

Bei 13 über Par scheitert Österreichs einziger Vertreter auf der European Tour auch beim zweiten Südafrika-Auftritt am Cut, schafft es demnach nicht, in den Turnieren vor Jahresende in der Order of Merit anzuschreiben. Erst einmal in seiner Tourkarriere, bei der Benson Hedges International im Jahre 2000, war Brier mit dem gleich hohen Ergebnis vorzeitig ausgeschieden: "Ich bin mit dem Platz hier einfach nicht zurecht gekommen."

Fisher düpiert die starken Hausherren


Ross Fisher

Der Engländer Ross Fisher prolongiert seinen Sensationsrun bei der SAA Open. Mit einer 70er-Runde legt er der südafrikanischen Armada bei 8 unter Par eine tolle Bestmarke vor, die niemand auch annähernd knacken konnte.

Retief Goosen spielt sich mit der 70 bis auf den 2. Platz vor, allerdings mit 5 Schlägen Respektsabstand. 
Titelverteidiger Tim Clark fiel dagegen mit der 78 auf Platz 9 bei Even Par zurück, teilt sich diese Position mit Ernie Els.

Wie schwer sich "The Links" von Fancourt spielte, beweist, dass die 69 von Darren Fichardt die beste Tagesrunde bleiben sollte - und das, obwohl sich der Wind nicht einmal richtig blies. Zu den Verlierern des Tages zählte auch Marcel Siem: der einzige Deutsche im Feld kassierte am abschließenden Par 5 ein Bogey, das ihn auf 9 über Par und damit um einen Schlag aus dem Cut warf.


Scores nach 2 von 4 Runden (Par 73):

Platz Spieler Land Par R1 R2
1 FISHER, Ross ENG -8 68 70
2 GOOSEN, Retief RSA -3 73 70
T3 KINGSTON, James RSA -2 71 73
T3 SCHWARTZEL , Charl RSA -2 70 74
T3 LOXTON, Leonard RSA -2 73 71
T6 ELIASSON, Mattias SWE -1 70 75
T6 HORNE, Keith RSA -1 73 72
T6 BELE, John RSA -1 72 73
T9 LYNN, David ENG Par 72 74
T9 ELS, Ernie RSA Par 76 70
T9 NYSTROM, Henrik SWE Par 69 77
T9 CLARK, Tim RSA Par 68 78
T9 HAVRET, Gregory FRA Par 72 74
T9 MOLINARI, Francesco ITA Par 71 75
T15 REMESY, Jean-François FRA 1 75 72
         
Weiters:        
T15 FICHARDT, Darren RSA 1 78 69
T26 ROSE, Justin ENG 3 74 75
T41 IMMELMAN , Trevor RSA 5 77 74
T41 HAEGGMAN, Joakim SWE 5 76 75
         
Cut verpasst (+8):        
T81 SIEM , Marcel GER 9 79 76
T121 BRIER, Markus AUT 13 79 80
T137 FROST, David RSA 16 80 82



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>> Vorschau: Linksgolf vom Feinsten

>> 1. Runde: Brier erneut Spätstarter

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