Deutsche Bank SAP Open
Golfclub St. Leon-Rot 
Heidelberg, Deutschland
20. - 23. Mai 2004
Preisgeld: € 3,00.000

European Tour

DEUTSCHE BANK SAP OPEN - Markus Brier will Geld abheben ohne Konto.

1. Runde: 20.5.2004 / 19:58 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Markus Brier:
Foto: Trumer


Brier mischt vorne mit

Markus Brier spielt mit 68 und Platz 12 seine beste Auftaktrunde, Martin Wiegele verliert auf den Back 9 (76 Schläge). Immelman, Havret und Howell führen bei 7 unter Par.

Sonne, frühsommerliche Temperaturen und kaum Wind begleiten die Deutsche Bank SAP Open in die Auftaktrunde, das perfekte Birdiewetter hielt den ganzen Tag über an.

Markus Brier startet mit zwei Birdies

"Eine tiefe Runde gleich zum Auftakt, von Beginn an vorne mitmischen, das würde helfen", hat Markus Brier einen Vorsatz für Heidelberg. Noch kein einziges Mal gelang ihm heuer ein guter Start in ein Turnier mit einer Runde in den 60ern. 

Doch heute erwischt unsere Nummer 1 einen hervorragenden Tag im langen Spiel, ist sicher vom Abschlag und trifft 16 Grüns: "So habe ich mir das vorgestellt, das war absolut tadellos", war Brier daher auch mit seiner Leistung hochzufrieden.

Gleich am Eröffnungsloch klappt es nach Wunsch, Brier holt sich am Par 5 sein Wunsch-Birdie nach einem 100 Meter-Wedge aus 5 Metern ab. Am folgenden langen Par 4 legt er mit einem perfekten Eisen 7 die Basis für den nächsten Schlaggewinn.

Das Par 5 der 3 verfehlt Österreichs Paradegolfer mit dem zweiten Schlag, das dritte Birdie will bei der schweren Fahnenposition hinter dem Bunker nicht gelingen.

Noch gute Chancen ausgelassen

Damit ist leider auch der Birdieexpress vorerst gestoppt, eine Fülle guter Chancen bleibt in der Folge ungenutzt. Außerdem steht die schwerste Ecke des Platzes an, auf den Löchern 5, 7 und 9, alles schwere Par 4, heißt es höllisch aufpassen. Brier meistert dieses Teilstück  absolut fehlerfrei, liegt zur Halbzeit aussichtsreich bei 2 unter Par: "Auf den Front 9 habe ich kein einziges Grün verfehlt, das war alles im grünen Bereich".

Einen Schritt nach vor geht es am dritten Par 5 in St. Leon-Rot, an der 12, das dank einer guten Annäherung ein weiteres Birdie für den Österreicher herausrückt. Den ersten Schnitzer leistet sich Markus postwendend an der 13, und das am kürzesten Par 3 des Platzes, als er das Grün überschlägt, der Chip zurück zu lang gerät und der Par-Putt aus einem Meter nicht fällt. Die kurzen Par 4 der 14 und 15 laden dafür wieder zur Attacke ein, Brier locht endlich wieder Putts, holt sich Birdies Nummer 4 und 5 im Doppelpack ab.

Am letzten Par 5, das allerdings mit zwei Schlägen unerreichbar ist, will nach einer guten Annäherung der Birdieputt aus einem Meter nicht fallen.  Das hantige Schlußloch (lang, viel Wasser) schafft noch eine brenzliche Situation: "Der Drive hat sich genau in der Bunkerkante eingebohrt". Für den dritten Schlag bleibt somit noch ein Eisen 6 ins Grün, dieses gerät etwas zu lang: "Der Par-Putt war sicher noch 10 Meter lang, den wollte ich unbedingt stopfen", streckt Brier seine Faust hoch, als der Putt fällt.

Somit ist die 68er-Runde perfekt - und damit endlich ein gelungener Start in ein Turnier, seine bislang tiefste Auftaktrunde im heurigen Jahr. Brier kommt als 10. ins Clubhaus, ist am Ende des Tages hervorragender 12.

Martin Wiegele gerät in die Defensive

Erst um 13:40 MEZ durfte Martin Wiegele vom 10. Tee abschlagen, das Turnier in St. Leon-Rot ist das mit Abstand bestdotierte, an dem der Steirer in seiner Karriere teilnehmen durfte. 

Wiegele kann gleich zu Beginn auf den guten Birdielöchern 11, 12 und 14 nicht punkten, da sein langes Spiel zu fehleranfällig bleibt. Nur die Hälfte der Drives finden das Fairway, gleich sechs Mal kann er aus dem dicken Gemüse das Grün nicht mehr treffen: "Es ist mir nicht gelungen ohne Schwunggedanken zu spielen, was zuletzt gut geklappt hatte," lautet seine Erklärung. Ausgerechnet an der 15, einem der kürzeren Par 4 mit einem breiten Grün, setzt es das erste Bogey. Martin kontert mit einem guten Eisen und Putt am folgenden Par 3, patzt danach neuerlich mit einem Bogey, diesmal am längsten Par 5 in St. Leon. 

Auf den Back 9 im Rough verschwunden

Ein letztes, erfolgreiches Aufbäumen gelingt Martin am Par 5 der 1. Bahn, als er mit Birdie Nummer zwei sein Score wieder ins Lot bringt. Doch im Finish werden die Probleme immer größer, das kurze Spiel ist weiterhin nicht stark genug um die Pars zu kratzen. Aus sechs Krisensituationen, allesamt aus dem tiefen Rought, sollte er sich zum Auftakt nur einmal ungeschoren aus der Affäre ziehen, zudem leistet er sich einen Dreiputt.

Auf kurzen Par 4 der 2. Bahn setzte es statt dem erhofften Birdie wieder ein Bogey, der schwerste Teil des Platzes wartet jedoch noch: Die längsten Par 4 der 5, 7 und 9, wo man unbedingt das Fairway finden und das Rough rund um die Grüns vermeiden muß. Und hier patzt Wiegele neuerlich vom Tee und aus dem Rough, kassiert im Finish noch drei Bummerln, fällt mit 76 Schlägen (4 über Par) ziemlich aussichtslos auf 
Platz 131 zurück. Auf den zu erwartenden Cut muß der Steirer schon vier bis fünf Schläge aufholen: "Morgen kann die Devise nur noch lauten: volle Attacke", sieht er selbst noch eine kleine Chance.

Trevor Immelman und Gregory Havret im Birdie-Takt

Südafrikas Jungstar Trevor Immelman sorgt für den ersten Paukenschlag bei der Deutsche Bank SAP Open 2004. 6 Birdies auf seinen ersten 9 Löchern 10 bis 18 legen den Grundstein zur bogeyfreien 65er-Runde. Erst der seit Wochen in Hochform spielende Franzose Gregory Havret konnte die Bestmarke mit einem Eagle und fünf Birdies einstellen.

Turnierfavorit Ernie Els lochte einen Eagle-Putt an der 3 aus 15 Metern, geigte mit fünf Birdies weiter auf, leistete sich aber zwei Bogeys zur 67er-Runde - vorläufig gut genug für die Top 10.

Die beste Nachmittagsrunde spielte David Howell, der als einziger zu den Führenden noch aufschließen konnte. Mit einem Eagle und 5 Birdies hatte der Engländer schon nach 13 Löchern 7 unter Par erreicht.

Siem bester Deutscher, Baraka sensationell

Das Duell zwischen Marcel Siem und Alex Cejka gewann im deutschen Lager vorerst Siem. Der Düsseldorfer Shooting-Star erreichte mit 66 Schlägen den 4. Platz, dabei lochte er gleich 9 Birdies. Drei Schläge zurück reihte sich Alex Cejka rund um Platz 20 ein.

In Abwesenheit des verletzten Bernhard Langer sprang ein Familienmitglied für ihn ein. Sein auf der Challenge Tour engagierter Neffe Kariem Baraka spielte sich mit 6 Birdies bis auf den 8. Rang vor 
(67 Schläge).


Scores nach 1 von 4 Runden (Par 72):

Platz Name Land Par R1
T1 HAVRET, Gregory FRA -7 65
T1 HOWELL, David ENG -7 65
T1 IMMELMAN, Trevor RSA -7 65
T4 DERKSEN, Robert-Jan NLD -6 66
T4 McLEAN, Alan SCO -6 66
T4 OLAZÁBAL, José Maria ESP -6 66
T4 SIEM, Marcel GER -6 66
T8 BARAKA, Kariem GER -5 67
T8 ELS, Ernie RSA -5 67
T8 JIMÉNEZ, Miguel Angel ESP -5 67
T8 LANE, Barry ENG -5 67
T12 BRIER, Markus AUT -4 68
T12 CANONICA, Emanuele ITA -4 68
T12 CURTIS, Ben USA -4 68
       
Weiters:      
T20 CEJKA, Alex GER -3 69
T20 ROMERO, Eduardo ARG -3 69
T20 SCOTT, Adam AUS -3 69
T29 CLARKE, Darren NIR -2 70
T29 GOOSEN, Retief RSA -2 70
T29 HARRINGTON, Padraig IRL -2 70
T47 BJÖRN, Thomas DEN -1 71
T47 POULTER, Ian ENG -1 71
T47 WESTWOOD, Lee ENG -1 71
T67 DIER, Tobias GER Par 72
T67 WOOSNAM, Ian WAL Par 72
T84 BIRCH Jr, Gary GER 1 73
T84 CAMPBELL, Michael NZL 1 73
T106 SCHUSTER, Tino GER 2 74
T115 FALDO, Nick ENG 3 75
T115 MONTGOMERIE, Colin SCO 3 75
T115 ROSE, Justin ENG 3 75
T131 WIEGELE, Martin AUT 4 76
T146 SIMSEK, Erol GER 6 78
T151 STRÜVER, Sven GER 8 80
T153 CLÉMENT, Julien SUI 9 81
T153 LUPPRIAN, Jochen GER 9 81



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