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2. Runde: |
21.5.2004 / 19:29 MEZ
Golf-Live.at / J. Widl |
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Markus Brier
Foto: reputation factory
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Wetterpech und Loch 13
Brutal starker Wind verbläst Markus Brier am
Nachmittag, ein Doppelbogey an der 13 startete seine Talfahrt zur
80er-Runde - von Platz 12 bis zum Ausscheiden (4 über Par).
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Martin Wiegele durfte bei perfekten Bedingungen am Morgen spielen,
nutzte diese zu seinem 2. Cut auf der European Tour:
>> Wiegele kämpfte tapfer
Markus Brier mit Blick zum Himmel
Die vorletzte Startzeit (14:10 MEZ) von Markus Brier
entpuppte sich als großer Nachteil. Bei noch trockenen, aber immer windigeren
Verhältnissen mit Spitzen von über 50 km/h startete Brier vom 10. Abschlag.
Zuvor war er als 12. vom
Vortag bis auf Platz 21 zurückgereicht worden, so gut waren die Scores am fast
windstillen Morgen.
Das
lange, aber sonst nicht allzu schwere Par 4 der 10 meisterte der Wiener sicher
mit einem Par. Am ersten Par 5 der 12, das heute dank Rückenwind von den
Spielern regelrecht aufgeschnupft wurde, entgeht Brier mit Par eine gute Chance.
Doppelbogey ausgerechnet an der 13
Briers Unglücksloch bleibt die 13: gestern ein Bogey, heute an dem kurzen Par 3
mit Wasser vor und links vom Grün sogar ein Doppelbogey: "der Abschlag
ging links weg direkt ins Wasser", schildert er das Malheur, allerdings war
Gegenwind und die Fahne ganz knapp am Wasser gesteckt. Bis zu diesem Zeitpunkt
hatte der Wiener auf keiner anderen
Bahn im Turnierverlauf Schläge
eingebüßt - an der 13 aber schon drei! Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch
erzwingt er das Birdie gleich am folgenden Par 4, das dank Rückenwind sogar vom
Abschlag erreichbar wäre, wenn auch aufgrund des Wasserhindernisses auf der
linken Seite nur mit großem Risiko.
Die mit 551 Metern längste Bahn in St. Leon-Rot (Loch 17) kostet Brier einen weiteren
Schlag, bei Seitenwind von links kommen die neun Bunker an diesem Loch noch viel
gefährlicher ins Spiel. Die gefährliche 18 mit Wasser nahe der Drivezone
und dem Grün kostet Brier ebenfalls ein Bogey: "Dabei habe ich das Grün
getroffen, mir dann einen dummen Dreiputt geleistet".
In dieser Tonart geht es leider auch an der 1 weiter - dieses Par 5 mit schmalem
Fairway ist voll dem Gegenwind ausgesetzt - und wird für Brier mit einem
Doppelbogey besonders teuer: "Schon der Drive war links im tiefen Rough,
konnte nur nach einem Strafschlag weiterspielen". Der dritte Schlag landet
zu allem Überfluß noch im Wasserhindernis. Auch am nächsten Par 4 kann er den Aderlaß an
seinem Score nicht stoppen, verliert den 5. Schlag auf den letzten 4 Löchern.
Kleines Zwischenhoch hilft nur kurz
Auf den beiden nächsten Bahnen dreht der Wind für Brier, und das wortwörtlich
auf Rückenwind. Das kurze Par 5 der 3 ist heute das leichteste Loch am Platz,
der Wiener locht sein Pflicht-Birdie. Auch das anschließende Par 3 hat eine
freundliche Fahnenposition links hinten im großen Grün, Brier locht nach einem
starken Eisen den nächsten Birdieputt: "Da dachte ich, es sei alles wieder
im Lot. Die Birdies waren wirklich gut herausgespielt und haben mich
herausgerissen".
Doch nun stehen die schwersten Löcher des Platzes, die hantigen Par 4 an. Die 5
ist die heute wohl schwerste Bahn, der zweite Schlag geht direkt übers Wasser
mit starkem Wind von der linken Seite, auf eine ganz kurz gesteckte Fahne. Brier
verzieht das Eisen 6 rechts ins Wasser, frisst sein drittes Doppelbogey. Das folgenden Par 3 geht direkt in
den Wind und kostet ein weiteres Bogey, das ihn erstmals über die Cutmarke
verbläst.
Auf der langen 7 macht der Seitenwind den Drive besonders schwierig, Markus
verliert im Rough einen weiteren Schlag. Auf der kurzen 8 und am Schlußloch gelingt
trotz Rückenwind kein Schlagggewinn mehr, der Absturz mit der 80er-Runde von
Platz 12 bis außerhalb der Cutlinie zu Platz 82 ist damit perfekt. Bei
insgesamt 4 über Par zählt der Wiener zu den vielen Verlierern mit einer
späten Startzeit. "Heute ist alles zusammen gekommen, einige schlechte
Schläge, ein Dreiputt, das summiert sich im Sturm zur 80", kommentierte
Brier sein Ausscheiden.
Analyse 2. Runde: Obwohl Brier nur 6 Fairways trifft, war der Driver
nicht das größte Problem. Hauptverantwortlich waren eher die Eisen, nur 8
Grüns erreichte Brier regulär. Bei den vielen Fallen rund ums Grün gab es in
St. Leon-Rot wenig zu retten - nur zweimal gelang Brier auf der Runde der
Par-Save.
Cejka und Siem mit 4 Eagles
Alex Cejka machte am zweiten Spieltag Ernst, scorte gleich zwei Eagles auf
seinen ersten 9 Löchern. Auch an seinem dritten Par 5 puttet er aussichtsreich
zum Eagle, verschiebt aber knapp. Trotz eines Bogeys und einiger Probleme im
Finish bringt Deutschlands Nummer 1 die beste Turnierrunde von 64 Schlägen ins
Clubhaus, übernahm vom 20. Platz weg die klare Spitze bei 11 unter Par, drei
Schläge vor seinen Verfolgern zur Halbzeit.
Da ließ sich auch Marcel Siem nicht lumpen, holte sich ebenfalls zwei Eagles
auf den Par 5, streute dann jedoch sechs Bogeys zur 72er-Runde ein, fiel auf den
8. Platz zurück (6 unter Par).
Spieler am Nachmittag ohne Chance
In der Nachmittagsgruppe gefährdete anfangs Gregory Havret noch
die Bestmarke von Cejka, lochte auf seinen ersten vier Löchern ebenso viele
Birdies, bevor der immer stärker werdende Wind den Franzosen einbremste (-8). Auch Trevor
Immelman (-7) hatte keine Chance, er scorte so wie Ernie Els die 72.
Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Name |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
| 1 |
CEJKA, Alex
|
GER |
-11 |
69 |
64 |
| T2 |
HAVRET, Gregory
|
FRA |
-8 |
65 |
71 |
| T2 |
HOWELL, David
|
ENG |
-8 |
65 |
71 |
| T4 |
CLARKE, Darren
|
NIR |
-7 |
70 |
67 |
| T4 |
IMMELMAN, Trevor
|
RSA |
-7 |
65 |
72 |
| T4 |
OOSTHUIZEN, Louis
|
RSA |
-7 |
69 |
68 |
| T4 |
SCAHILL, Stephen
|
NZL |
-7 |
68 |
69 |
| T8 |
ERIKSSON, Klas
|
SWE |
-6 |
69 |
69 |
| T8 |
HANSEN, Anders
|
DEN |
-6 |
68 |
70 |
| T8 |
HARRINGTON, Padraig
|
IRL |
-6 |
70 |
68 |
| T8 |
McLEAN, Alan
|
SCO |
-6 |
66 |
72 |
| T8 |
ROMERO, Eduardo
|
ARG |
-6 |
69 |
69 |
| T8 |
SIEM, Marcel
|
GER |
-6 |
66 |
72 |
| T14 |
BJÖRN, Thomas
|
DEN |
-5 |
71 |
68 |
| T14 |
ELS, Ernie
|
RSA |
-5 |
67 |
72 |
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
| T18 |
PRICE, Nick
|
ZIM |
-4 |
74 |
66 |
| T20 |
CURTIS, Ben
|
USA |
-3 |
68 |
73 |
| T27 |
GOOSEN, Retief
|
RSA |
-2 |
70 |
72 |
| T42 |
BARAKA, Kariem
|
GER |
Par |
67 |
77 |
| T42 |
DIER, Tobias
|
GER |
Par |
72 |
72 |
| T42 |
JIMÉNEZ, Miguel Angel
|
ESP |
Par |
67 |
77 |
| T59 |
OLAZÁBAL, José Maria
|
ESP |
1 |
66 |
79 |
| T59 |
PRICE, Phillip
|
WAL |
1 |
68 |
77 |
| T65 |
CASEY, Paul
|
ENG |
2 |
70 |
76 |
| T65 |
WESTWOOD, Lee
|
ENG |
2 |
71 |
75 |
| T65 |
WIEGELE, Martin
|
AUT |
2 |
76 |
70 |
|
|
|
|
|
|
|
Cut verpaßt (+2): |
|
|
|
|
| T74 |
LYLE, Sandy
|
SCO |
3 |
75 |
72 |
| T82 |
BRIER, Markus
|
AUT |
4 |
68 |
80 |
| T82 |
OLDCORN, Andrew
|
SCO |
4 |
69 |
79 |
| T108 |
LAFEBER, Maarten
|
NLD |
6 |
73 |
77 |
| T113 |
BIRCH Jr, Gary
|
GER |
7 |
73 |
78 |
| T119 |
FALDO, Nick
|
ENG |
8 |
75 |
77 |
| T119 |
SIMSEK, Erol
|
GER |
8 |
78 |
74 |
| T128 |
MONTGOMERIE, Colin
|
SCO |
9 |
75 |
78 |
| T136 |
STRÜVER, Sven
|
GER |
10 |
80 |
74 |
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