Scandinavian Masters
Kungsängen GC 
Stockholmö, Schweden
28. - 31. Juli 2005
Preisgeld: € 1,600.000

European Tour

SCANDINAVIAN MASTERS KUNGSÄNGEN - Markus Brier

1. Runde:

28.7.2005 / 19:20 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Birdies sei dank!

Mit vier Birdies im Finish rettet Markus Brier eine 70er-Runde. Niki Zitny verspielt bereits mit der 76. Marc Cayeux führt mit 63 Schlägen.

 
Das Wichtigste in Kürze

Wetter: bewölkt, trocken, 19 Grad, mäßiger Wind

Markus Brier 1. Runde: 70 (-1) / 73. Platz
Frustrierende 12 Bahnen, rettet sich mit 4 Birdies im Finish

Niki Zitny
1. Runde: 76 (+5) / 145. Platz
Verfehlt zu viele Grüns, benötigt zu viele Putts

Marc Cayeux
(Zim) führt mit 63 Schlägen (8 unter Par)

Nach den sintflutartigen Regenfällen grenzt es an ein Wunder, dass pünktlich um 7:30 Uhr das Scandinavian Masters gestartet werden konnte: "Der Platz ist vollgesaugt mit Wasser, selbst mit Besserlegen findet man kaum eine Stelle zum Droppen", schilderte Zitny.

Später Start mit frühen Bogeys

Markus Brier
startete erst am Nachmittag in sein sechstes Scandinavian Masters, und das alles andere als erfreulich: die 10. Bahn wurde um 150 Meter verkürzt, aus einem langen Par 4 wurde ein vom Abschlag erreichbares: "Das Risiko ging leider daneben, gleich mein erster Drive war im Wasser." Somit schrillen gleich am 1. Grün alle Alarmglocken, Markus kann allerdings seinen langen Par-Putt stopfen. 

Dafür setzt es das Bogey am nicht allzu selektiven Par 4 der 11 nach einem Dreiputt. Und noch einen Schlagverlust muß er am folgenden langen Par 3 nach einem schlechten Eisen 6 notieren: "Da war ich noch etwas unrund." Bei dem Birdiefest um ihn herum ist er damit schon früh gewaltig unter Druck: "Es war wirklich einfach zu spielen heute, umso bitterer waren die vielen Bogeys."

Ausgerechnet am längsten Par 4 der Back 9, der 14. Bahn, befreit sich Markus mit einem starken Birdies fürs erste aus der Zwickmühle: "Da habe ich ein sehr gutes Eisen 7 fast tot zur Fahne gebracht."

Auch zweite Hälfte mit Bogeys begonnen

Die enge erste Spielbahn mit dem schwer zu treffenden, erhöhten Grün, bereitet auch Brier Probleme, der neuerlich ein Bogey einstecken muss: "Aus dem Rough wurde das Eisen 9 zu lang." Nicht besser ergeht es ihm an der 2, wo man ebenfalls zwischen den Pinienwäldern Platzangst bekommen kann, auch hier büßt Brier einen Schlag ein: "Auch da war ich zwischen zwei Schlägern, habe leider zum längeren Eisen 8 gegriffen, der Ball ist übers Grün den Hang hinuntergerollt."

Endlich darf sich Brier am kurzen Par 3 der 4 wieder über ein Erfolgserlebnis freuen, das Birdie sollte sein Spiel auf Touren bringen: "Zuvor hat's schon richtig schlecht ausgesehen, aber ab der 4 habe ich praktisch immer zum Birdie geputtet."

Das folgende, kurze Par 5 schnupft er ebenfalls auf, obwohl neuerlich der zweite Schlag übers Grün rollt. Höhepunkt der späten Aufholjagd ist das Birdie am Par 4 der 8, das ihn wieder auf Even Par zurück bringt: "Mein zweiter langen Putt heute, war aus gut 8 Metern." Am Schlussloch bleibt für den zweiten Schlag nur ein Eisen 4 ins Grün, das befördert Markus allerdings aus dem Rough in den Grünbunker, muss von dort ordentlich zaubern um das vierte Birdie auf den letzten 6 Bahnen und noch eine Runde in den roten Zahlen zu retten.

Mit 70 Schlägen(1 unter Par) klimmt sich Brier zumindest auf die aktuelle Marke für den Cut hoch und hat plötzlich wieder alle Chancen auf ein arbeitsreiches Wochenende in Stockholm: "Alles wieder im grünen Bereich. Der Driver hat mich einige Male ganz schön reingeritten, der Rest des Spiels war ok. Auf dem leichten Platz musste man heute unbedingt unter Par spielen um noch halbwegs dran zu bleiben, jetzt ist wieder alles für mich drinnen," fällt ihm ein Stein vom Herzen.


Niki Zitny als Pionier unterwegs

Niki Zitny war um 7:30 Uhr als Erster am Platz unterwegs, fand erstaunlich gute, wenn auch weiche Spielbedingungen vor, ohne allerdings davon profitieren zu können: "Der 10. Abschlag war so kurz gesteckt, da habe ich es sogar riskiert das Grün zu driven," sollte er gleich einen Vorgeschmack zur kommenden Frustrunde bekommen: der Ball liegt unter der Bunkerkante, Niki chippt übers Grün ins Wasser, kassiert statt des möglichen Eagles sogar das Bogey.

"Und in dieser Tonart ist es weitergegangen: meine Drives, Eisen, Putts sind zu 80, 90 % ok, aber im Ergebnis ist der Ball nicht im Loch," so seine Golf-Mathematik. An der 11 rollt der Ball knapp übers Grün, wieder Bogey. An der 14 schlägt er ein fettes Eisen 7 vom Fairway, schafft aus einem Meter nicht mehr den Par-Putt.

Auf seinem ersten Par 5, der langen 17. Bahn, klappte es endlich mit dem ersten Birdie, obwohl er aus dem Rough das Grün mit zwei Schlägen nicht erreichen kann. 

Keine Besserung auf den kurzen Bahnen

Leider kam Zitny mit den engeren, dafür deutlich kürzeren Front 9 auch nicht besser zurecht. Gleich die 1 und die 3, nur mehr mit kurzen Eisen anzuspielende Par 4, knöpften Nik jeweils einen Schlag ab: "An der 3 war der Schlag ins Grün sehr gut, das Bogey absolut unnötig." Die beiden kurzen Par 5 eröffneten im Finish noch exzellente Chancen, die der Wiener aber auch nicht zu Birdies nutzen konnte, im Gegenteil: die 6, das kürzeste Par 5 mit 448 Metern, kostete ihn sogar noch ein sechstes Bogey: "Der Drive ist leicht links gewesen, der Ball prallte auf einen Felsen und springt 90 % weg in einen Busch. Und das war die Höchststrafe, weil ich musste 80 Meter zurückmarschieren um eine Stelle zum Droppen zu finden." 

Mit der 76er-Runde (+5) reißt Zitny schon am ersten Spieltag einen beachtlichen Rückstand auf, da die Scores der Mitspieler auf dem tiefen Geläuf überraschend gut sind. Niki verfehlte zu viele Grüns und konnte sich nur selten auf und rund um die Grüns aus den Zores befreien. Mit 32 Putts lässt er neuerlich am Kurzgemähten zu viele Schläge liegen: "So läuft's leider derzeit, das liegt sicher überwiegend im mentalen Bereich. Die Resultate stärken auch nicht gerade das Selbstvertrauen."


Gute Scores am Vormittag

Auf den kürzeren und leichteren Front 9 ist Marc Cayeux aus Zimbabwe optimal gestartet, legte bis zur Halbzeit mit 5 unter Par eine tolle Marke vor. Auch auf den Back 9 hält der Challenge Tour-Aufsteiger seine hohe Pace bei und setzt mit 63 Schlägen eine fantastische Bestmarke im Clubhaus. Der Engländer Barry Lane kam noch am Vormittag bis auf einen Schlag heran. Am Nachmittag konnte nur der Star von der US Tour, der Australier Mark Hensby sowie Schwedens Urgestein Robert Karlsson mit der 64 halbwegs nachziehen.


Scores nach 1 von 4 Runden (Par 71):

Platz Spieler Land Par R1
1 CAYEUX, Marc ZIM -8 63
2 LANE, Barry ENG -7 64
T3 HENSBY, Mark AUS -6 65
T3 KARLSSON, Robert SWE -6 65
T5 BLAND, Richard * ENG -5 66
T5 DREDGE, Bradley WAL -5 66
T5 EDBERG, Pelle SWE -5 66
T5 GARBUTT, Ian ENG -5 66
T5 JOHANSSON, Per-Ulrik SWE -5 66
T5 MARSHALL, Andrew ENG -5 66
T5 MARTIN, Miguel Angel ESP -5 66
T5 McLARDY, Andrew RSA -5 66
T5 NYSTROM, Henrik SWE -5 66
T5 O'MALLEY, Peter AUS -5 66
T5 OLDCORN, Andrew SCO -5 66
T5 REMESY, Jean-François FRA -5 66
T5 ZHANG, Lian-Wei CHN -5 66
       
Weiters:      
T18 BROADHURST, Paul ENG -4 67
T18 HAEGGMAN, Joakim SWE -4 67
T52 FASTH, Niclas SWE -2 69
T73 BRIER, Markus AUT -1 70
T73 DAVIS, Brian ENG -1 70
T90 PARNEVIK, Jesper SWE Par 71
T115 HANSEN, Anders DEN 2 73
T145 ZITNY, Niki AUT 5 76


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