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SCANDINAVIAN MASTERS
KUNGSÄNGEN - Markus Brier
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2. Runde:
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29.7.2005 / 19:30 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Appetit auf mehr
Markus Brier setzt nahtlos mit der 66 seine Aufholjagd fort und
spielt sich weit vor. Niki Zitny steigert sich mit der 73 nur
unwesentlich.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Wetter: bewölkt, trocken, 18 Grad, mäßiger Wind
Markus Brier 2. Runde: 66 (-5) / gesamt 6 unter Par / 30. Platz
Frühe Birdies, spätes Eagle - seine tiefste Runde der Saison
Niki Zitny
2. Runde: 73 (+2) / gesamt 7 über Par / 143. Platz
Eagle am Par 4 als Highlight, sonst nur ein Birdie
Cut endgültig bei: -4 (Top
70 Pros)
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Mit 4 Birdies auf den letzten 6 Bahnen hatte Markus Brier am Vortag
aufgehört - das Finish hat ihm sichtlich geschmeckt. Am Freitag in der Früh
steht der Österreicher hungrig auf mehr am ersten Abschlag: "Das Spiel
passt einfach derzeit, davon wollte ich endlich wieder profitieren."
Ein Birdie als Morgengruß
Auf den Front 9 warten die besten Birdielöcher: "Auf den ersten 7 Bahnen
habe ich alles richtig gemacht, vor allem viele gute Eisen geschlagen." Markus Brier genehmigt sich
gleich einen guten Birdieputt an der kurzen, aber trickreichen 1. Bahn. Nach
einem kurzen Verdauungsspaziergang über zwei Löcher ist er am ersten Par 3
wieder zur Stelle um sich wie schon am Vortag hier ein Birdie zu holen:
"Dabei war die Fahne heute ganz gemein gesteckt, aber genau in meiner
Distanz fürs Eisen 8." Das
folgende kurze Par 5 ist auch ein Fressen, mit dem dritten Schlaggewinn
marschiert Markus bereits in die Top 30 vor.
Die frühen Erfolge bringen Brier, dem zuletzt die wirklich tiefen Runden nicht
gelingen wollten, erst so richtig in Spiellaune: selbst am längsten Par 4 von
Kungsängen, der 7, benötigt er für die 420 Meter-Aufgabe nur drei Schläge um
einzulochen: "Mehr als ein Eisen 7 habe ich nicht mehr gebraucht, wieder
auf einen guten Meter an den Stock gelegt."
Einen kleinen Dämpfer erhält der stürmisch attackierende Österreicher an der
8 - das
erste Bogey muss notiert werden: "Ein fettes Eisen 8 und auch kein guter
Par-Putt." Das bremst Markus doch vorläufig ein, am sehr,
sehr kurzen Par 5 der 9 war er nach dem Par sicherlich enttäuscht: "Ich
habe Mitte der Runde ziemlich vom Tee gekünstelt, musste aus dem Rough einige
Male ordentlich kämpfen."
Back 9 stilvoll mit Birdie begonnen
An der kurzen 10 schießt Brier diesmal nicht vom Tee ins Wasser rund ums Grün,
sondern spielt die Bahn konservativ, legt ein Sandwedge tot zur Fahne, wird dafür mit einem Birdie belohnt. Doch
die krummen Drives drohen teuer zu werden: an der 11 rettet er aus dem
Grünbunker das Par, hat auf den folgenden drei Bahnen teils knifflige Aufgaben
aus dem Rough zu lösen, bleibt aber ohne Schlagverlust.
Die beste Chance sich weiter
vorzuarbeiten bietet jedoch das Par 5 der 17. Beim zweiten Schlag ins breite,
aber nicht sehr tief Grün ist Distanzkontrolle das Um & Auf, um den
Sperrbunker zu überwinden. Brier schafft dies perfekt: "200 Meter waren
für mein Holz 5 bei leichtem Gegenwind das ideale Yardage, daher konnte ich
auch den Ball richtig ins Grün segeln lassen." So erarbeitet er sich eine
Eagle-Chance, die er auch aus vier Metern trocken verwertet. Schade um das späte Bogey am zähen
bergauf führendem Par 4 der 18: "Auch mit dem Holz 3 habe ich das Fairway
verfehlt, bin aus dem Rough nicht ganz aufs Grün gekommen."
Immerhin bringt er die fantastische 66 (-5) ins Trockene, bleibt damit nur einen
Schlag über seiner Saisonbestmarke, die er bei der Auftaktführung in Estoril
setzte - zugleich seine erste tiefe Runde seit der Dutch Open, dem bisherigen
Saisonhighlight Mitte Juni. Beim Scandinavian Masters bringt er sich jedenfalls
bei 6 unter Par wieder in glänzende Angriffsposition fürs Wochenende - auf
seinen letzten 24 Bahnen spielte Markus 9 unter Par, das macht Gusto auf noch mehr:
"Ein paar wirklich perfekte Eisen haben den Unterschied ausgemacht. Und da
ich mir bislang die Doppelbogeys verkniffen habe, stimmt auch das Score
wieder."
Niki Zitny bleibt im Tief
Keine Chance mehr auf den Cut, aber auf Wiedergutmachung nach der
glücklosen 76, hatte Niki Zitny am Freitag: doch mit zwei Bogeys erwischt
er den gleichen unrunden Start wie schon am Vortag: "Grüns verfehlt von
Mitte Bahn, es fehlt an ein paar Feinheiten," erklärt sich das Niki. Ab der 3 beginnt es besser
zu laufen, bei dem Birdiefestival um ihn herum kann Niki aber weiter nicht
mitspielen. Auch am ersten Par 5 geht er leer aus.
Das schwere Par 4 der 7 knöpft ihm neuerlich einen Schlag ab, bevor er am
zweiten der allesamt der sehr kurzen Par 5 von Kungsängen sein erstes Birdie
des Tages erzielen kann.
Auf der zweiten Hälfte bietet sich das gleiche Bild: Bogeys auf den eher
einfachen Par 4 der 11 und 13 halten Zitny im Keller des Klassements. Am vom
Abschlag gerade noch erreichbaren Par 4 der 15 packt Niki den dicken
Mizuno-Stock aus und drived sich den Frust so richtig gut von der Seele:
"Vom Vorgün habe ich dann zum Eagle eingeputtet, aus 8 Metern, war mein
längster Putt der Woche." Allerdings auch nicht mehr als ein
kleiner Lichtblick seiner zweiten Runde.
Denn mit 73 Schlägen (2 über Par) hat er bei der Birdielawine rund um ihn
herum, die den Cut sogar auf 4 unter Par hinunterrasseln lässt, auch keine
Chance scoretechnisch mitzuhalten. Bei 7 über Par scheidet er weit abgeschlagen
vorzeitig aus: "Derzeit geht einfach nichts, ist sicher auch eine mentale
Blockade. Obwohl ich viele Fairways und Grüns treffe, brav dahinspiele, schaut
kein Score heraus."
Leader für Brier in Reichweite?
Henrik Nystrom setzte dank seiner 65 die erste Bestmarke im Clubhaus bei
11 unter Par. Die guten Bedingungen am besten ausgenützt hat jedoch Bradley
Dredge, der wie schon in Hamburg nach der Führung greift. Dank seiner 63
führt der Waliser nun bei 13 unter Par.
In der Nachmittagsgruppe bleiben die Scores hervorragend. Der englische Haudegen
Barry Lane pirscht sich bis auf einen Schlag an Dredge heran. Pierre
Fulke schafft wie Dredge die 63 und erreicht den geteilten 2. Platz.
Scores nach 2 von 4 Runden (Par 71):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
| 1 |
DREDGE, Bradley |
WAL |
-13 |
66 |
63 |
| T2 |
FULKE, Pierre |
SWE |
-12 |
67 |
63 |
| T2 |
LANE, Barry |
ENG |
-12 |
64 |
66 |
| T4 |
NYSTROM, Henrik |
SWE |
-11 |
66 |
65 |
| T4 |
REMESY, Jean-François |
FRA |
-11 |
66 |
65 |
| T6 |
BJORNSTAD, Henrik |
NOR |
-10 |
67 |
65 |
| T6 |
CAYEUX, Marc |
ZIM |
-10 |
63 |
69 |
| T8 |
HENSBY, Mark |
AUS |
-9 |
65 |
68 |
| T8 |
STENSON, Henrik |
SWE |
-9 |
67 |
66 |
| T10 |
KARLSSON, Robert |
SWE |
-8 |
65 |
69 |
|
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Weiters: |
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| T30 |
BRIER, Markus |
AUT |
-6 |
70 |
66 |
| T30 |
JOHANSSON, Per-Ulrik |
SWE |
-6 |
66 |
70 |
| T44 |
PARNEVIK, Jesper |
SWE |
-5 |
71 |
66 |
| T62 |
HAEGGMAN, Joakim |
SWE |
-4 |
67 |
71 |
|
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Cut verpasst (-4): |
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|
| T78 |
FASTH, Niclas |
SWE |
-3 |
69 |
70 |
| T78 |
HANSEN, Anders |
DEN |
-3 |
73 |
66 |
| T78 |
HANSEN, Søren |
DEN |
-3 |
70 |
69 |
| T85 |
DAVIS, Brian |
ENG |
-2 |
70 |
70 |
| T115 |
DOUGHERTY, Nick |
ENG |
1 |
75 |
68 |
| T143 |
ZITNY, Niki |
AUT |
7 |
76 |
73 |
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