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SCOTTISH OPEN - Markus
Brier und das Ungeheuer von Loch Lomond.
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1. Runde: |
8.7.2004 / 20:08 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Brier auf Kurs, Wiegele fast
Mit einer Par-Runde klassiert sich Brier im Mittelfeld, Wiegele
wahrt mit 73 seine Chancen. Price, Romero und Lara führen dank guter Bedingungen mit
65er-Runden.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Nur wenig Wind, 15 Grad, bewölkt und trocken
Markus Brier 1. Runde: 71 (Par), Platz 54
Sehr solides langes Spiel, dafür "nur" 3 Birdies, aber teures
Doppelbogey
Martin Wiegele 1. Runde: 73 (+2), Platz 100
Super im langen Spiel, nur 1 Birdie gelocht, Fehler wurden aber bestraft
Der Platz spielte sich extrem lang, Longhitter bevorzugt, gute Scores dank
perfekter Bedingungen.
Phillip Price, Eduardo Romero und Jose-Manuel Lara führen im Clubhaus
mit 65 Schlägen (6 unter Par).
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Perfekte Bedingungen für die Longhitter auf der Tour herrschen zum Auftakt
der Scottish Open. Nach starken Regenfällen der letzten Wochen spielt sich der
schon sehr lange Par 71-Kurs noch länger, die Bälle rollten am Fairway so gut
wie gar nicht.
Brier als Eisenkünstler
Mit einer späten Startzeit um 14:40 MEZ sind Markus Brier und Martin
Wiegele gemeinsam am 10. Abschlag auf die Runde gegangen. Brier eröffnet
auf dem langen Par 4 mit gefährlichem Teich vor dem Grün großartig, holt sich
gleich ein Birdie ab: "Wenn gleich am ersten Grün ein Putt aus 8 Metern
fällt, ist das sehr praktisch", freut er sich über den idealen Start.
Die erste Krise an der 12, nach einem getroffenen Baum vom Abschlag, meistern
Markus souverän, rettet das Par, vergibt auf den folgenden Löchern gute
Birdiechancen: "Auf mein langes Spiel konnte ich mich verlassen, ich habe
gute 13 Grüns getroffen".
Dramatisch wird es für Brier am längsten Par 4 in Loch Lomond, der 16. Bahn.
Sein Abschlag landet im Rough, aufgrund des Wassergrabens vor dem Grün kann er
nur vorlegen: "Der Ball lag dann ganz blöd in einem Divot, denn konnte ich
nur Richtung Grün hacken". Erst der vierte Schlag landet am Grün, mit
zwei Putts kassiert er gleich ein Doppelbogey. Die schweren Bahnen 17 und 18
übersteht der dagegen verlustfrei.
Grüns wurden immer schlechter
Auch die vorderen 9 Löcher beginnt der Wiener optimal, mit seinem zweiten Birdie auf
dem kurzen Par 4 aus fünf Metern, gleicht damit sein Score wieder aus.
Die guten Birdielöcher 3 und 4 kann er leider nicht zu Schlaggewinnen nutzen:
"Die weichen Grüns waren auf den zweiten 9 schon sehr zertrampelt".
Das erste Bogey setzt es am letzten langen Par 4 der 7, das sich auch noch in
den Wind spielt und dessen Grün von gefährlichen Bunkern verteidigt
wird. Briers Abschlag trifft einen Baum, der Ball springt zwar glücklich
aufs Fairway zurück, lässt ihm aber einen 200 Meter Schuß ins Grün, der im
Grünbunker landet.
Das bergauf führende kurze Par zum Abschluß ist noch eine perfekte Chance sich
zu verbessern, Brier nutzt diese zu seinem dritten Birdie aus zwei Metern, das seine Tagesbilanz
spät ausgleicht: "Damit bin ich zufrieden, war eine insgesamt solide
Runde. Morgen sollte es mit der frühen Startzeit einfach werden." Seine Runde von 71 Schlägen (Par) ist übrigens die beste, die
er jemals in Loch Lomond spielte - mit Platz 54 stimmt auch der Kurs ins
Wochenende.
Wiegele mit teurer Bogeyserie
Martin Wiegele bekommt nach einem Par zur Eröffnung gleich darauf am
extrem langen Par 3 der 11 (224 Meter) Probleme, kassiert hier früh ein Bogey:
"Ich wollte kein Holz nehmen, musste mit dem Eisen 2 Vollgas geben, das
ging leider rechts in den Bunker", schildert Martin. Trotz einiger
anfänglicher Schwungprobleme verliert er auf den nächsten
Bahnen keinen Schlag mehr, dem ersten Birdie läuft er aber weiterhin nach:
"Ich hatte Probleme die Hüftdrehung zu koordinieren, deshalb war ich oft
zu spät und habe die Bälle rechts weggedrückt".
Auf dem kurzen Par 4 der 15, allerdings mit gefährlich kleinem Grün, verliert
Martin diesmal aus dem Grünbunker neuerlich einen Schlag, das bringt Unsicherheit in sein Spiel,
ausgerechnet vor der schwersten Ecke des Platzes. Die brutal lange 16 knöpft
ihm einen weiteren Schlag ab: "Das war unnötig, weil der Drive war super,
der Schlag mit dem Eisen aber dann zu verhalten, hat das Grün verfehlt".
Dafür gelingt ihm am folgenden Par 3 endlich ein
guter Schuß ins Grün und das erlösende erste Birdie: "Markus hat mir
eine gute Linie gezeigt, mein Eisen 4 hat daher genau gepasst". Doch auch das
stabilisiert noch nicht sein Spiel, an der trickreichen 18 mit dem langen
Abschlag übers Wasser auf ein seitlich verlaufendes Fairway, setzt es noch ein
Bogey: "Ich war mir nicht sicher, wie weit ich das Wasser abkürzen sollte.
Da war ich dann zu vorsichtig und bin prompt im Fairwaybunker gelandet, von dort
hat man keinen Schuß ins Grün".
Jedes Fairway und Grün auf den Back 9 getroffen
Die vorderen 9 Löcher beginnt Wiegele absolut fehlerfrei, jetzt kommen auch die
kurzen, wenn auch sehr engen Bahnen im Wald. Am leichten Par 5 der 3 klappt es
noch nicht, dafür am folgenden Par 4, wo Martin endlich wieder mit einem Birdie
punktet und damit wieder halbwegs gut auf Kurs liegt. Über die schweren
Gegenwind-Bahnen entlang des Loch Lomond kommt Wiegele ungeschoren hinweg. Die
leichten Löcher 8 und 9 kann er leider nicht mehr nutzen um aufzuholen, somit
scort Martin bei seiner Premiere in Loch Lomond eine 73.
Bei 2 über Par und
Platz 99 ist der Cut allerdings nur ein bis zwei Schläge entfernt: "Morgen
muss ich mit dem gleichen einfachen Schwunggedanken wie heute auf den zweiten 9
agieren, dann könnte ich wirklich tief schießen".
Price und Lara beweisen ihre Topform
Der Waliser Phillip Price und Jose-Manuel Lara setzten am
Vormittag die Bestmarke mit Runden von 65 Schlägen (6 unter Par). Am Nachmittag
schlich sich "El Gato" Eduardo Romero
katzenhaft bis zur geteilten Führung nach vor. Noch besser war nur eine
Zeitland Emanuele Canonica unterwegs, ehe er mit einem Bogey an der 10
zurückfiel.
Phil Mickelson traf zu wenige Fairways auf seiner 72er-Runde (1 über
Par) mit 5 Bogeys, klassiert sich damit vorläufig rund um die Cutlinie.
Deutlich besser erging es Titelverteidiger Ernie Els, der bei 1 unter Par
noch gut im Rennen ist. Seine Längen vom Tee spielte Marcel Siem perfekt
mit der 69 aus (Platz 22). Ebenfalls lang, aber zu sehr aus der Richtung war Tobias
Dier auf seiner 73er-Runde (99. Platz).
Scores nach 1 von 4 Runden (Par 71):
| Platz |
Name |
Land |
Par |
R1 |
| T1 |
LARA, José Manuel
|
ESP |
-6 |
65 |
| T1 |
PRICE, Phillip
|
WAL |
-6 |
65 |
| T1 |
ROMERO, Eduardo
|
ARG |
-6 |
65 |
| 4 |
CANONICA, Emanuele
|
ITA |
-5 |
66 |
| T5 |
CÉVAËR, Christian
|
FRA |
-4 |
67 |
| T5 |
FERRIE, Kenneth
|
ENG |
-4 |
67 |
| T5 |
FRASER, Marcus
|
AUS |
-4 |
67 |
| T5 |
GOLDING, Philip
|
ENG |
-4 |
67 |
| T5 |
HEDBLOM, Peter
|
SWE |
-4 |
67 |
| T5 |
LEHMAN, Tom
|
USA |
-4 |
67 |
| T5 |
POULTER, Ian
|
ENG |
-4 |
67 |
| T5 |
ROE, Mark
|
ENG |
-4 |
67 |
| T13 |
BJÖRN, Thomas
|
DEN |
-3 |
68 |
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
| T22 |
LAFEBER, Maarten
|
NLD |
-2 |
69 |
| T22 |
MONTGOMERIE, Colin
|
SCO |
-2 |
69 |
| T22 |
SIEM, Marcel
|
GER |
-2 |
69 |
| T37 |
ELS, Ernie
|
RSA |
-1 |
70 |
| T54 |
BRIER, Markus
|
AUT |
Par |
71 |
| T54 |
CLARKE, Darren
|
NIR |
Par |
71 |
| T54 |
IMMELMAN, Trevor
|
RSA |
Par |
71 |
| T54 |
JIMÉNEZ, Miguel Angel
|
ESP |
Par |
71 |
| T54 |
OLAZÁBAL, José Maria
|
ESP |
Par |
71 |
| T54 |
WESTWOOD, Lee
|
ENG |
Par |
71 |
| T76 |
MICKELSON, Phil
|
USA |
1 |
72 |
| T99 |
CLÉMENT, Julien
|
SUI |
2 |
73 |
| T99 |
CURTIS, Ben
|
USA |
2 |
73 |
| T99 |
DIER, Tobias
|
GER |
2 |
73 |
| T99 |
WIEGELE, Martin
|
AUT |
2 |
73 |
| T99 |
WOOSNAM, Ian
|
WAL |
2 |
73 |
| T121 |
CABRERA, Angel
|
ARG |
3 |
74 |
| T121 |
CASEY, Paul
|
ENG |
3 |
74 |
| T121 |
HAEGGMAN, Joakim
|
SWE |
3 |
74 |
| T121 |
JACOBSON, Fredrik
|
SWE |
3 |
74 |
| T152 |
ROSE, Justin
|
ENG |
8 |
79 |
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