 |
SCOTTISH OPEN - Markus
Brier mit Eagle und Tripplebogey.
|
1. Runde:
|
7.7.2005 / 20:10 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
>>
HOME |
|

|
Von Eagle bis Tripplebogey
Markus Brier rettet nach einem frühen Desaster-Loch die 72 und seine
Cut-Chance. Cabrera setzt mit 64 Schlägen die Bestmarke.
|
|
|
| Das
Wichtigste in Kürze |
Wetter: bewölkt, bis zu 20 Grad, mäßiger Wind
Markus Brier 1. Runde: 72 (+1) - 95. Platz
Solide gespielt, aber teure Fehler rund um die Grüns
Angel Cabrera (Arg) und Stuart Little (Eng) führen mit 64 Schlägen (-7)
|
Die Vorzeichen waren so gut wie nie zuvor, dass Markus Brier erstmals
bei einer Scottish Open ein gutes Ergebnis abliefern kann. Die Form stimmte und das
Wetter für schottische Verhältnisse hochsommerlich gut: "Perfekte
Bedingungen, der Platz hat sich so leicht wie nie gespielt, aber ich hatte eine
ganz komische Runde - gut gespielt, aber schlecht gescort."
Brier mit einem wilden Start
Hellwach startete Markus Brier in seine 5. Scottish Open: das Par 4 zu
Beginn verlangt nach einem präzisen Drive und einem guten Eisen 7: der
Österreicher liefert als Draufgabe einen gelungenen Birdieputt. Die 2 ist
dafür ein echter Test, ein überlanges Par 4, das ihn gleich einen Schlag
kostet: "Da hatte ich noch ein Eisen 3 für den zweiten Schlag, aber rechts
das Grün verfehlt."
Nun geht es erstmals hinunter zum Loch Lomond, in einer engen Waldschneise.
Brier attackiert erfolgreich auf diesem Par 5 das schwer zu treffende Grün,
verwertet sogar den Putt zum Eagle: "Ein perfektes Holz 3 aufs Grün
abgelegt, aus 6 Metern eingeputtet." Das folgende, kurze Par 4 verlangt
nach Maßarbeit, diese liefert er zwar bis zum Grün ab, leistet sich dann über
die Riesenwelle hinauf ein Dreiputt-Bogey.
Weiter geht's er auf der Hochschaubahn. Am folgenden Par 3, das wieder bergab
führt, verzieht er sein Eisen 4 nach links, das ist die falsche Seite:
"Der Ball lag in einem Busch, da war leider kein Platz zum Droppen, den
musste ich irgendwie rauskünsteln." Das gelingt erst beim zweiten Mal,
unkontrolliert holpert der Ball übers Grün ins nächste Rough. Erst nach einem
dritten Chip und zwei Putts erbarmt sich der Ball, fällt zur 6 ins Loch:
"Ein schlechtes Eisen 4 hat mich gleich drei Schläge gekostet, das holt
man nur schwer wieder auf."
Eines der längsten Par 5 auf der Tour ist die entlang am See führende 6,
strategisch platzierte Fairwaybunker erschweren zusätzlich die Aufgabe:
"Mein einziges verfehltes Fairway heute, und das auf einer 570
Meter-Bahn," schüttelt Brier den Kopf, der für den dritten Schlag noch
240 Meter ins Grün hat und neuerlich einen Schlag abgeben muß.
Besser ein zweites Birdie als das erste Par
Kalt-warm geht seine verrückte Runde weiter: die lange 7 hat ein ganz schwer
über Sperrbunker anzuspielendes Grün. Diesmal kein Problem für Brier, der mit
einem 3 Meter-Birdieputt wieder ein wenig aufholen kann. Erst an der 8, dem
Richtung Clubhaus führenden Par 3, gelingt Brier sein erstes Par, jetzt kehrt
endlich die gewohnte Sicherheit in seinem Spiel ein.
Auf den Back 9 wieder der Alte
Die Pars, die er anfangs nicht spielen konnte, liefert Markus Brier zu Beginn
der Back 9 wieder serienweise ab. Auf der deutlich schwierigeren Strecke des
Platzes ist dies erfreulich, vor allem die 10 und die 11 sind überlange und
brutal schwere Bahnen, die er sicher meistert: "An der 11 nimmt jeder ein
Par mit Handkuss."
Erst am kürzesten Par 4 der 14 kann Markus wieder von einer starken Annäherung
profitieren, nachdem er es sich klugerweise verkneift, das Grün vom Abschlag
anzugreifen - freut sich darüber aber nur kurz, da er sofort darauf ein Bogey
kassiert: "An dieser Ecke verwirbelt der Wind etwas, sonst wäre mein Eisen
nie viel zu lang geraten."
Revanche am Unglücks-Loch
Ausgerechnet am Par 3 der 17, das ihm in den Vorjahren so große Zores
bereitete, kann Markus nach einem guten Eisen 4 ins Grün noch ein spätes
Birdie lochen. Und das war ganz wichtig, denn mit 72 Schlägen (1 über Par)
wahrt der Österreicher als 94. zumindest den Anschluss an die Cut-Region, begrenzt so
den Schaden aus dem wilden Beginn der Runde: "Mit einem Eagle und vier
Birdies darf man nie und nimmer über Par spielen," versteht er dennoch
sein Score nicht ganz, "bei den Up & Downs war ich heute nicht gut
genug, aber es sind sehr kleine Plateaus, die man auf den Grüns treffen
muss."
Natürlich Cabrera ...
Mit dem Argentinier Angel Cabrera setzt sich erwartungsgemäß ein
Longhitter an die Spitze, und das mit einer bogeyfreien 64er-Runde (-7). Der
38-jährige Tour-Qualifikant Stuart Little stellte die Bestmarke später
ein. Am etwas windigeren Nachmittag scorten Paul Lawrie und Richard Sterne
mit der 65 die besten Runden, auch US RyderCup-Captain Tom Lehman
überzeugte mit der 66. Sein Jetlag überwand Phil Mickelson erst im Finish,
Platz 12 mit 67 Schlägen. Die beiden südafrikanischen Stars Els (58.)
und Goosen (77.) blieben so wie Titelverteidiger Thomas Levet
(77.) unter den Erwartungen.
Scores nach 1 von 4 Runden (Par 71):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
| T1 |
CABRERA, Angel |
ARG |
-7 |
64 |
| T1 |
LITTLE, Stuart |
ENG |
-7 |
64 |
| T3 |
LAWRIE, Paul |
SCO |
-6 |
65 |
| T3 |
STERNE, Richard |
RSA |
-6 |
65 |
| T3 |
WESTWOOD, Lee |
ENG |
-6 |
65 |
| T6 |
BOURDY, Gregory |
FRA |
-5 |
66 |
| T6 |
DOUGHERTY, Nick |
ENG |
-5 |
66 |
| T6 |
JAIDEE, Thongchai |
THA |
-5 |
66 |
| T6 |
LEHMAN, Tom |
USA |
-5 |
66 |
| T6 |
MARTIN, Miguel
Angel |
ESP |
-5 |
66 |
| T6 |
STENSON, Henrik |
SWE |
-5 |
66 |
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
| T12 |
JIMÉNEZ, Miguel
Angel |
ESP |
-4 |
67 |
| T12 |
MICKELSON, Phil |
USA |
-4 |
67 |
| T23 |
DONALD, Luke |
ENG |
-3 |
68 |
| T23 |
MONTGOMERIE, Colin |
SCO |
-3 |
68 |
| T23 |
OLAZÁBAL, José
Maria |
ESP |
-3 |
68 |
| T37 |
POULTER, Ian |
ENG |
-2 |
69 |
| T58 |
ELS, Ernie |
RSA |
-1 |
70 |
| T77 |
GOOSEN, Retief |
RSA |
Par |
71 |
| T77 |
LEVET, Thomas |
FRA |
Par |
71 |
| T95 |
BRIER, Markus |
AUT |
1 |
72 |
| T113 |
SIEM, Marcel |
GER |
2 |
73 |
| T138 |
ROSE, Justin |
ENG |
4 |
75 |
Alle Spielberichte von der Scottish Open:
>> Vorschau: Der Fluch von
Loch Lomond
>> ZURÜCK ZUR
ÜBERSICHT
>> STARTSEITE GOLF-LIVE.AT
|