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SCOTTISH OPEN - Wiegele im
Cut - Brier out.
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2. Runde: |
9.7.2004 / 20:32 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Wiegele im Cut - Brier Out
Der beste Wiegele seit langem cuttet souverän dank einer
68er-Runde, während Markus Brier nach Doppelbogey an der 17
unglücklich ausscheidet. Havret führt bei -9.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Kaum Wind, bewölkt, kurze Regenschauer, perfekte Bedingungen
Martin Wiegele 2. Runde: 68 (-3), gesamt -1 (Platz 51).
Bärenstarke Runde mit vier Birdies, nur einem Bogey.
Markus Brier 2. Runde: 76 (+5), gesamt +5 ( Platz 131).
Störrischer Putter vergönnt ihm nur 2 Birdies, Doppelbogey am 17. Loch
kostet Cut.
Der Cut lag schlußendlich bei Even Par.
Gregory Havret (64) übernimmt spät am Abend bei -9 die Führung.
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Wiegele schon zur Halbzeit zurück im Cut
Mit großem Optimismus und nur geringem Rückstand auf den Cut startete Martin Wiegele
in seine zweite Runde "Auf den zweiten
9 Löchern habe ich gestern den richtigen Rhythmus gefunden, wenn ich das
wiederholen kann, sollte ich
heute tief schießen können", meinte der Steirer im Vorfeld.
Sein Vorhaben macht Wiegele zu Beginn tatsächlich wahr. Nach sicheren Pars auf
den ersten Löchern gelingt ihm am Par 3 der 5. Bahn sein erstes Birdie, auf
einem steil bergab führenden, kurzen Loch mit sehr welligem Grün, dem
zweitschwersten am Platz. "Im langen Spiel war ich eine Macht, habe fast
jedes Fairway und Grün getroffen," lief es blendend für ihn. Ganz
wichtig: Martin bleibt weiter ohne Schlagverlust, attackiert erfolgreich am
nächsten Par 3, bringt sich mit dem Birdie erstmals wieder in den Cut zurück.
Nun kommt der Grazer erst so richtig auf Touren, dreht am kurzen Par 4 der 9 mit
dem nächsten Birdie voll auf: "Auch wenn ich viele Putts verschoben habe,
einige ganz entscheidende Birdies habe ich dennoch gelocht", sollte die
Ausbeute für ein gutes Score reichen.
Damit hat Wiegele für die deutlich schwereren zweiten 9 Löcher einen Puffer
von zwei Schlägen - doch so wie gestern patzt er am langen Par 3 der 11 gleich
mit einem Bogey. Am vom Abschlag erreichbaren Par 4 der 14 schafft er sich mit
dem vierten Birdie neuerlich einen guten Polster, kommt auch über die brutal
schweren Löcher 16 bis 18 sicher in Par hinweg.
Beste Runde seit der Erstrunden-Führung in Qatar
Die 68er-Runde ist seit der Auftaktführung in Qatar die beste Vorstellung, die
Martin Wiegele auf der European Tour zeigt. Seine gelungene Aufholjagd beschert
ihm nach vier Nullnummern endlich wieder einen Cut - den erst Dritten auf der
European Tour bei 18 Starts. Mit nur 7.300 Euro Preisgeld und Platz 252 im
Ranking benötigt er auch ganz dringend ein gut dotiertes Ergebnis: "Auch
mental war ich heute so richtig gut drauf, voll konzentriert bei der Sache - so
kann es am Wochenende ruhig weitergehen!"
Brier spielt super - locht gar nichts
Nach drei erfolglosen Anläufen war Markus Brier heuer bei der Scottish Open
nahe dran, hier endlich erstmals den Cut zu schaffen. Bei Even Par und Platz 54 startete er
um 09:50 MEZ aussichtsreich in seine zweite Runde: "Wenn ich so
weiterspiele wie gestern sollte ich am Wochenende dabei sein," war der
Wiener äußerst optimistisch.
Österreichs Routinier startete auch tatsächlich wieder grundsolide, reihte ein
Par nach dem anderen auf die Scorekarte. Die Birdielöcher 3 (Par 5) und 4 (Par
4) kann er jedoch wie schon am Vortag nicht nutzen, das erlösende erste Birdie
will nicht fallen: "Mein langes Spiel war bussifein, geht gar nicht mehr
besser, aber es wollte absolut kein Putt rein," staute sich beim
Österreicher der Frust auf den Grüns auf. Erst auf dem bergauf zum Clubhaus
führenden Par 3 der 8 bricht Brier aus kürzester Distanz endlich den
Birdiebann.
In seine erste Krise schlittert Markus auf dem strammen Par 3 der 11, aus
214 Metern bergauf ist selbst das große Grün nicht leicht zu treffen - das
erste Bogey ist die Folge. Doch gleich am nächsten Par 4 holt er den verlorenen
Schlag wieder zurück, locht aus zwei Metern endlich einmal ein.
Die 17 kostet wie 2001 den Cut
Mit zwei Schlägen Vorsprung auf den Cut geht er in das schwere Finish, die
überlange 16 knöpft ihm am Freitag einen Schlag ab: "Das Eisen 5 ins
Grün war etwas gepullt, aber nur einen Meter neben dem Grün, leider in einem
Loch". Der Chip zur Fahne ist zwar gut, der Par-Putt lippt typisch für
seinen Leidensfreitag wieder aus.
Damit wird es plötzlich eng, nur mit einem Schlag Puffer steht der Wiener am
17. Tee, seinem Unglücksloch von 2001, wo er damals in den Grünbunker schoss,
das Bogey kassierte und den Cut verspielte.
Briers Horrorbahn stellt ihm auch heuer ein Bein. Diesmal gleich mit einem
Doppelbogey, das für sein Ausscheiden verantwortlich sein sollte: "Dabei
habe ich das Grün nur knapp rechts verfehlt, gut zur Fahne gechippt. Aus 50
Zentimetern sind mir gleich zwei Putts ausgelippt", hat er das Pech an
diesem Loch gepachtet.
Am abschließenden Par 4 hätte Markus schon seinen zweiten Schlag einlochen
müssen, das aus dem Frust geborene Tripplebogey nach einem Drive ins Wasser hat
daher nur noch statistische Bedeutung (76 Schläge, +5).
Auch im vierten Anlauf kann Markus Brier das Ungeheuer von Loch Lomond nicht
zähmen, wird bei 5 über Par deutlich den Cut verpassen: "Heute sind
gezählte 9 Putts ausgelippt, so etwas ist mir noch nicht passiert," weiß
Brier selbst nicht, was er falsch gemacht hat. Schottland sollte er in Zukunft
vielleicht besser auslassen ...
Havret in der Dämmerstunde zur Führung
Mit der bislang besten Turnierrunde von 64 Schlägen (7 unter Par) schießt sich
der Engländer David Howell bei 8 unter Par als erster an die Spitze. Sein Landsmann
Ian Poulter erreicht wenig später mit einer neuerlichen 67er-Runde
ebenfalls dieses Score. Doch mit einer ganz späten Startzeit fing der für
seine hervorragenden "Zwischenzeiten" bekannte Franzose Gregory
Havret sie noch ab, setzte dank einer 64 die Halbzeit-Bestmarke bei 9 unter
Par.
Ein kräftiges Lebenszeichen gibt Thomas Björn rechtzeitig vor der
British Open mit dem geteilten 5. Platz bei 7 unter Par von sich, auch Kenneth
Ferrie und US-Oldboy Tom Lehman erreichen diese Marke. Marcus
Fraser, letztes Jahr im Moskau erst im Stechen gegen Martin Wiegele
erfolgreich, verspielte die geteilte Führung mit einem Dreiputt erst am letzten
Loch, liegt ebenfalls in der großen Gruppe auf Platz 5.
US Masters-Champion Phil Mickelson (1 über Par) vergeigte seinen British
Open-Test gewaltig, verpasste den Cut und darf noch einige Tage länger
trainieren.
Scores nach 2 von 4 Runden (Par 71):
| Platz |
Name |
Land |
Par |
|
R2 |
| 1 |
HAVRET, Gregory
|
FRA |
-9 |
69 |
64 |
| T2 |
HOWELL, David
|
ENG |
-8 |
70 |
64 |
| T2 |
POULTER, Ian
|
ENG |
-8 |
67 |
67 |
| T2 |
PRICE, Phillip
|
WAL |
-8 |
65 |
69 |
| T5 |
BJÖRN, Thomas
|
DEN |
-7 |
68 |
67 |
| T5 |
CÉVAËR, Christian
|
FRA |
-7 |
67 |
68 |
| T5 |
CHAPMAN, Roger
|
ENG |
-7 |
69 |
66 |
| T5 |
FERRIE, Kenneth
|
ENG |
-7 |
67 |
68 |
| T5 |
FRASER, Marcus
|
AUS |
-7 |
67 |
68 |
| T5 |
HEDBLOM, Peter
|
SWE |
-7 |
67 |
68 |
| T5 |
HIRATSUKA, Tetsuji
|
JPN |
-7 |
70 |
65 |
| T5 |
LEHMAN, Tom
|
USA |
-7 |
67 |
68 |
| T13 |
COLSAERTS, Nicolas
|
BEL |
-6 |
68 |
68 |
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
| T15 |
CAMPBELL, Michael
|
NZL |
-5 |
70 |
67 |
| T15 |
MONTGOMERIE, Colin
|
SCO |
-5 |
69 |
68 |
| T24 |
CABRERA, Angel
|
ARG |
-4 |
74 |
64 |
| T24 |
ELS, Ernie
|
RSA |
-4 |
70 |
68 |
| T24 |
WESTWOOD, Lee
|
ENG |
-4 |
71 |
67 |
| T39 |
HAEGGMAN, Joakim
|
SWE |
-2 |
74 |
66 |
| T39 |
LARA, José
Manuel
|
ESP |
-2 |
65 |
75 |
| T39 |
SIEM, Marcel
|
GER |
-2 |
69 |
71 |
| T51 |
WIEGELE, Martin
|
AUT |
-1 |
73 |
68 |
| T51 |
JIMÉNEZ, Miguel
Angel
|
ESP |
-1 |
71 |
70 |
| T51 |
OLAZÁBAL, José
Maria
|
ESP |
-1 |
71 |
70 |
| T64 |
CLÉMENT, Julien
|
SUI |
Par |
73 |
69 |
| T64 |
WOOSNAM, Ian
|
WAL |
Par |
73 |
69 |
|
|
|
|
|
|
|
Cut verpaßt (Par): |
|
|
|
|
| T78 |
CASEY, Paul
|
ENG |
1 |
74 |
69 |
| T78 |
McGINLEY, Paul
|
IRL |
1 |
73 |
70 |
| T78 |
MICKELSON, Phil
|
USA |
1 |
72 |
71 |
| T96 |
CLARKE, Darren
|
NIR |
2 |
71 |
73 |
| T131 |
BRIER, Markus
|
AUT |
5 |
71 |
76 |
| T131 |
DIER, Tobias
|
GER |
5 |
73 |
74 |
| T143 |
ROSE, Justin
|
ENG |
9 |
79 |
72 |
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