Caltex Masters of Singapur
Laguna National G & CC 
Singapur
27. - 30. Jänner 2005
Preisgeld: € 766.000

European Tour

CALTEX MASTERS SINGAPUR - Markus Brier versucht alles.

Endergebnis:

30.1.2005 / 10:32 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Alles versucht - nichts gelungen

Eine absolute Frustrunde (76) mit vielen Putts und Bogeys lieferte Markus Brier beim Finale in Singapur ab - Platz 77 zum Saisonbeginn.

 
Das Wichtigste in Kürze

Sonnig, 32 Grad, wenig Wind

Markus Brier
4. Runde: 76 (+4) gesamt +5 - 77. Platz
zerfahrene Runde mit viel zu vielen Putts

Nick Dougherty
feiert Premierensieg vor Titelverteidiger C. Montgomerie

"Am Wochenende habe ich den Ball nicht mehr so exakt getroffen, auch ums Grün herum zu viele Schläge liegengelassen. Besonders am Sonntag war das eine ganz traurige Runde", erklärt sich Markus Brier den Rückfall auf Platz 77 im Endklassement des Caltex Masters of Singapur.

Dabei waren die Verhältnisse mit der frühen Startzeit perfekt - mit guten Grüns und ganz wenig Wind: "Am Anfang ist nichts für mich gelaufen, am Schluss habe ich jede kleine Schwäche zu einem Bogey genutzt", bedeutete seine Sonntagsarbeit 17 Löcher lang Frust pur.

Birdie an der 1 zugleich sein Letztes

Denn nur auf der kurzen Eröffnungsbahn passt im Spiel des Österreichers alles zusammen - gerader Drive, gutes Wedge zur Fahne, Birdieputt aus zwei Metern gelocht: "In Folge habe ich wieder zu viele Fairways verfehlt, aus dem Rough zwar viele Grüns getroffen, aber nur irgendwo, ohne reelle Birdiechance". Immerhin vermeidet er erfolgreich jeden Schlagverlust, hält zur Halbzeit bei 1 unter Par sein Score gut zusammen.

Auf den letzten 9 Bahnen möchte Markus noch einmal Richtig Gas geben, trifft auch mehr Fairways, schlägt aber einige böse Eisen ins Grün. "Gleich an der 10 habe ich mich mit dem Eisen 5 äußerst bescheiden unter der Bunkerkante eingebohrt". Aus dieser Lage hat er keine Chance, kassiert sein erstes Bogey.

Zwei Bahnen später ist es wieder ein Eisen 5, das am Grün vorbeisegelt: "Eine ganz tiefe Lage im Rough", schildert Brier den Grund für den nächsten Schlagverlust. Am Par 4 der 14 blickt Markus seinem Ball nach einem perfekten Schlag mit dem Eisen 6 hoffnungsvoll nach - doch diesmal hat er zu gut getroffen, überschlägt um 5 Meter die Fahne und gräbt sich wieder im Bermudakraut ganz tief ein. 

1 über Par auf den Par 5

Auf den Par 5 will zum Abschluss überhaupt nichts gelingen, "ohne Rückenwind ist eigentlich nur die 11 eine echte Birdiebahn, und da bin ich in einem Bunker 20 Meter vor dem Grün hängen geblieben". Am letzten Par 5, der 15, setzt es sogar ein Bogey, nachdem der dritte Schlag zu ungenau ist und ein Dreiputt den nächsten Schlag kostet.

Typisch für den Sonntagsfrust das 72. Loch: mit dem Wedge attackiert Brier die Fahne, der Ball landet an einer harten Stelle und kickt noch ins Rough: "ein Zentimeter kürzer und der wäre noch am Vorgrün gelegen". Wieder ist der Chip kaum zu kontrollieren, nach zwei Putts materialisiert das 5. Bogey der Back 9 auf seiner Scorekarte.

Mit 76 Schlägen (4 über Par) verliert Brier am Sonntag noch rund 20 Ränge und wird sein neues Spieljahr mit einem 77. Platz eröffnen - rund 1.000 Euro Preisgeld sind nicht mehr als ein Flugkostenbeitrag, werden sich kaum in der Volvo Order of Merit niederschlagen: "Schade um das Wochenende, die mangelnde Spielpraxis habe ich vor allem im kurzen Spiel gespürt. Gut, dass es gleich in Australien und Neuseeland mit dem Turnierstress weitergeht, den brauche ich jetzt".

Dougherty ringt Monty nervenstark nieder

Mit einem Birdie am letzten Par arbeitet sich Colin Montgomerie an den seit Freitag führenden Engländer Nick Dougherty heran. Doch der 22-jährige Nick Faldo-Schützling beweist Nervenstärke, erarbeitet sich an der 16 aus dem Fairwaybunker eine Birdiechance. Während der schottische Titelverteidiger am 16. Grün mit einem Dreiputt sein erstes Bogey des Tages kassiert, locht Dougherty seinen Birdieputt und baut den Vorsprung auf drei Schläge aus, den er sicher nach Hause spielt.

Mit einer 67er-Schlussrunde erreicht Dougherty ein Endergebnis von 18 unter Par, das für seinen ersten Sieg auf der European Tour reicht, fünfi Schläge vor Montgomerie und Maarten Lafeber. Bester Spieler von der Asien-Tour und zugleich einziger in den Top 10: der Chinese Wen-Chong Liang auf Platz 5.


Final Scores nach 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1 R2 R3 R4
1 DOUGHERTY, Nick ENG -18 68 67 68 67
  T2 MONTGOMERIE, Colin SCO -13 65 71 69 70
  T2 LAFEBER, Maarten NLD -13 69 70 67 69
  4 BJÖRN, Thomas DEN -11 72 66 67 Par
 T5 COLES, Robert ENG -8 72 69 71 68
 T5 FRASER, Marcus AUS -8 71 70 70 69
 T5 HAVRET, Gregory FRA -8 70 70 69 71
 T5 LAWRIE, Peter IRE -8 74 72 68 66
 T5 LIANG, Wen-Chong CHN -8 70 68 71 71
 T5 WESTWOOD, Lee ENG -8 70 73 70 67
  11 HEDBLOM, Peter SWE -7 71 69 66 75
             
Weiters:            
T18 MCDOWELL, Graeme IRE -4 74 69 69 72
T21 LANE, Barry ENG -3 73 73 71 68
 T33 IMMELMAN , Trevor RSA -1 76 70 71 70
T33 LAWRIE, Paul SCO -1 72 73 71 71
T55 HOWELL, David ENG 1 73 72 70 74
T66 HAEGGMAN, Joakim SWE 3 73 71 74 73
 T66 ROCCA, Costantino ITA 3 72 73 67 79
T77 BRIER, Markus AUT 5 74 71 72 76
T86 SANDELIN, Jarmo SWE 8 72 72 80 72


Alle Beiträge zur Singapur Open:

>> Vorschau: Brier & Monty in Singapur
>> 1. Runde: 1 Birdie macht kein Score
>> 2. Runde: Späte Birdies retten den Cut
>> 3. Runde: Viele Birdie, kein Move



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