 |
GOLF SPANISH OPEN - Markus
Brier Windjammer in San Roque
|
1. Runde:
|
14.4.2005 / 20:04 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
>>
HOME |
|

|
Windjammer in San Roque
Mit einem späten Tripplebogey bringt sich Brier (75) um ein gutes
Score, Niki Zitny benötigt bei starkem Wind gar 78 Schläge. Die 70
bleibt das beste Tagesscore.
|
| |
| Das
Wichtigste in Kürze |
bewölkt, 20 Grad, starker Wind seit Vormittag
Markus Brier 1. Runde: 75 (+3) / 89. Platz
Mit 2 Birdies gut zurückgekämpft - dann eine 8 am Par 5
Niki Zitny 1. Runde: 78 (+6) / 137. Platz
Nur 1 Birdie, auf den Back 9 noch 5 Schläge verloren
Gleich 7 Spieler scorten die beste Auftaktrunde von 70 Schlägen
|
Freundliches Wetter, angenehme Temperaturen - und noch
unbetretene Grüns: einen leichten Vorteil hatte Markus Brier zum Auftakt
der Open de Espana 2005, als er um 09:25 MEZ vom 1. Tee auf die
Runde ging. Am frühen Morgen war noch wenig Wind, der aber bald auf
40, 50 km/h zulegen sollte: "So ab der 7., 8. Bahn hat es begonnen
ordentlich zu blasen, zwei bis drei Schläger Wind sicher," hatte Brier nur
im ersten Drittel einen Vorteil.
Ohne Birdie auf den Front 9
Rasch in den Rhythmus finden und mit einem frühen Birdie in Fahrt zu kommen:
dieses Wunschszenario ging für den Österreicher leider nicht auf. Bei den
windigen Bedingungen gestaltete es sich schwierig, die Grüns anzuspielen und
knapp an die Fahnen zu schießen, Trouble Shooting war häufiger gefragt als auf
Birdie zu putten.
Auch am ersten Par 5, das sich allerdings bergauf und in den Wind spielt, daher
mit zwei Schlägen unerreichbar ist, spielt er nur sein Par. Die erste Krise im
Spiel des Wieners findet am hantigen Par 4 der 6 statt, das nicht nur lang ist
sondern wo Mitte Bahn ein gefährliches Wasserhindernis lauert: "Daher habe
ich nur mit dem Rescue abgeschlagen, der Ball trifft unglücklich einen Kartweg,
kriegt sicher 30 Meter Kick und fliegt noch ins Wasser", hat er großes
Pech.
Auch mit dem 3. Schlag findet er noch nicht das Grün, rettet mit Chip &
Putt ein gutes Bogey. Bitter, dass am Par 5 der 9, das mit zwei Schlägen locker
erreichbar ist, wieder nicht das erste Birdie gelingen will: "Für den 2.
Schlag hattee ich nur noch ein Eisen 7 in der Hand, allerdings aus dem Rough
etwas fett getroffen und zu kurz geblieben."
Par 5 bleiben ungenützt
Die hinteren 9 Bahnen beginnen ebenfalls mit einem kürzeren Par 5, doch bei
Gegenwind ist die 10 heute keine aufgelegte Birdiebahn. Die schwerste Bahn am
Platz, das Par 4 der 12 mit viel Wasser entlang der gesamten linken Seite,
kostet den Österreicher das zweite Bogey: "Dabei habe ich das Grün
getroffen, doch statt einem Routine-Par aus 7 Metern mit einem Dreiputt unnötig
ein Bogey kassiert."
Wenn es auf den langen Bahnen nicht nach Wunsch klappt, muss man es auf den
kurzen richten: Mit ganz starken Eisen bereitet sich Brier auf den kniffligen
Par 3 der 14 und 16 exzellente Chancen vor, die er spät aber doch zu seinen
ersten Birdies nutzen kann: "Die Eisen waren heute schwer in Ordnung, an
der 14 wars mit Rückenwind nur ein Eisen 7, an der 16 ein Eisen 6." Zuerst
holt sich Brier mit einem guten 5 Meter-Putt das Birdie, beim zweiten Mal hat er
nur noch knapp zwei Meter.
Damit bringt er sein Score wieder komplett in Ordnung. Da nur ein gutes Dutzend
Spieler in den roten Zahlen unterwegs ist, zeichnet sich eine gute Runde für
den Wiener ab: "Mit Par ist man hier noch dick dabei, da hatte ich mich gut
zurückgekämpft."
Am letzten Par 5 der 17 hilft leider der Wind nicht mit, dennoch attackiert der
Österreicher noch einmal voll, das geht jedoch auf dieser Bahn komplett
daneben: "Beim Lay-Up mit dem Eisen 3 haben die Probleme begonnen, weil der
Ball im dicken Rough verschwunden ist." Dennoch möchte er mit dem Dritten
übers Wasser attackieren, trifft aus dem dicken Gemüse den Ball allerdings
etwas fett und streift noch einige Äste - schickt seinen Titleist-Pro V1 baden.
"Damit war's aber noch nicht ausgestanden, der 5. Schlag war nur irgendwo
am Grün und dann habe ich mir drei Putts gegönnt".
Mit der bitteren 8 an der 17 torpediert Brier noch spät eine zuvor passable
Kampfrunde und scort nur eine 75er-Runde. Damit hat er am Freitag einen
Schlag auf das Feld gutzumachen, um am Wochenende dabei zu sein.
Zitny eröffnet mit einem Bogey
Ohne seinen neuen Caddy Rory,
der ihm am Dienstag absagte und seinen Bruder schickte, musste Niki
Zitny auf die Runde gehen. Schon mit der schmalen 1. Bahn bekommt er Probleme, startet in seine
erste Open de Espana mit einem Bogey: "Leider hat es vom 1. Loch an vollen
Wind gegeben, das war sogar beim Putten unangenehm, und mit einem Dreiputt gings
auch denkbar unglücklich los."
Nun kann der Wiener einige Zeit sein Spiel verlustfrei gestalten, reiht trotz
einiger verzogener Drives ein Par nach dem anderen auf seine Scorekarte. Doch mit dem ersten
Birdie will es auch bei ihm in der frühen Phase nicht klappen, dazu bekommt er
einfach zu wenige Chancen bei nur 9 Grüntreffern am heutigen Tag.
Dafür patzt er wie sein Landsmann auf der 6. Bahn: "Da lag ich rechts in
den Bäumen, konnte von dort nur vorlegen", kassiert somit auch Zitny ein Bogey. Erstmals darf er sich am Par 5 der 9
über ein Birdie freuen, dies ist dank Rückenwind heute die einfachste Bahn, wo
für den zweiten Schlag maximal ein mittleres Eisen bleibt: "Das war
wirklich gut herausgespielt, wie ich in dieser Phase generell sehr gut gespielt
habe, allerdings ziemlich unbelohnt".
Teuer wird es auf den Back 9
Auch die zweiten 9 Bahnen eröffnet Niki mit einem Bogey, die Par 5 der 10 spielt sich bei
Gegenwind jedoch äußerst hantig, dennoch ist eine 6 auf einem Par 5 immer wie
ein doppelter Scoreverlust: "Dabei habe ich ein sehr gutes Eisen ins Grün
geschlagen, aber wieder einen Drilling fabriziert." Überhaupt häufen sich Zitnys Probleme auf den Back
9, vor allem die 12 kommt ihm mit einem Doppelbogey teuer zu stehen: "Für
den zweiten Schlag übers Wasser musste ich knapp an einem Baum vorbei, treffe
das letzte Asterl und bleibe zwei Meter zu kurz".
Auch am Par 3 der 14, wo das
nierenförmige Grün bei starkem Rückenwind nur schwer zu treffen ist, gerät
das Eisen 7 um eine Spur zu lang und geht wieder ein
Schlag verloren.
Auf Briers Unglücksbahn, der 17, kommt auch Zitny nicht ungeschoren davon. Auf
diesem Par 5 mit dem Wasserhindernis rechts vorm Grün braucht man drei volle
Schläge, um überhaupt in die Nähe der Fahne zu kommen. Niki kassiert hier
spät ein letztes Bogey, "aller schlechten Dinge sind drei, noch einmal ein
Dreiputt-Bogey."
Mit nur einem Birdie und 78 Schlägen kommt Zitny mit großem Rückstand ins
Clubhaus, selbst bei den harten Bedingungen bedeute 6 über Par, dass er um vier Schläge außerhalb der vorläufigen Cutlinie
liegt. Im Starkwind leistete
er sich einige Schnitzer, vom Driver bis zum Putter: nur vier Fairways getroffen
und drei Dreiputts fabriziert: "Die Drives waren nicht weit weg, das
verzerrt die Statistik, nur einmal auf der 6 hatte ich keine freie Bahn für den
nächsten Schlag". So wie schon in den letzten Wochen spielt Zitny
passabel, aber bringt kein Score ins Clubhaus: "Ich bin vielleicht ein
wenig schwächer in Form als bei der Tourschool, wo ich hier immer um Par herum
gespielt habe. Aber gute Schläge werden derzeit nicht belohnt und aus ein paar
Fehlern wird sofort eine 78".
Canonica spielt seine Längen aus
Briers Flightpartner Emanuele Canonica sorgte mit 70 Schlägen für
die erste Clubhausführung. Der italienische Powerhitter traf als Einziger das
Par 4 der 15 vom Abschlag aus und belohnte sich mit einem Eagle.
Tourschool-Sieger Peter Gustafsson bleibt ein Spezialist für San Roque:
der Schwede war auf bestem Weg zur überlegenen Clubhausführung, ehe er mit
Bogeys auf den letzten beiden Bahnen auch nur die 70 schaffte. Gleich 7 Spieler
teilen sich die Führung bei 2 unter Par.
Scores nach 1 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Spieler |
Land |
Par |
R1 |
| T1 |
BORREGO, Diego |
ESP |
-2 |
70 |
| T1 |
CANONICA, Emanuele |
ITA |
-2 |
70 |
| T1 |
GUSTAFSSON, Peter |
SWE |
-2 |
70 |
| T1 |
HANSON, Peter |
SWE |
-2 |
70 |
| T1 |
LUNA, Santiago |
ESP |
-2 |
70 |
| T1 |
O'HARA, Steven |
SCO |
-2 |
70 |
| T1 |
RIVERO, José |
ESP |
-2 |
70 |
| T8 |
BERGMAN, Oskar |
SWE |
-1 |
71 |
| T8 |
BERNARDINI, Marco |
ITA |
-1 |
71 |
| T8 |
LAWRIE, Peter |
IRL |
-1 |
71 |
| T8 |
MARTIN, Miguel Angel |
ESP |
-1 |
71 |
| T8 |
OTTO, Hennie |
RSA |
-1 |
71 |
| T8 |
WALTON, Philip |
IRL |
-1 |
71 |
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
| T14 |
KARLSSON, Robert |
SWE |
Par |
72 |
| T14 |
SANDELIN, Jarmo |
SWE |
Par |
72 |
| T34 |
DERKSEN, Robert-Jan |
NLD |
1 |
73 |
| T34 |
LAFEBER, Maarten |
NLD |
1 |
73 |
| T34 |
SIEM, Marcel |
GER |
1 |
73 |
| T66 |
FASTH, Niclas |
SWE |
2 |
74 |
| T66 |
ROMERO, Eduardo |
ARG |
2 |
74 |
| T89 |
BRIER, Markus |
AUT |
3 |
75 |
| T89 |
CHAPMAN, Roger |
ENG |
3 |
75 |
| T108 |
McGINLEY, Paul |
IRL |
4 |
76 |
| T125 |
CÉVAËR, Christian |
FRA |
5 |
77 |
| T125 |
STRÜVER, Sven |
GER |
5 |
77 |
| T137 |
DOUGHERTY, Nick |
ENG |
6 |
78 |
| T137 |
ZITNY, Niki |
AUT |
6 |
78 |
Alle Spielberichte von der Open de Espana 2005:
>> Vorschau: Mit Spanien-Bonus
>> ZURÜCK ZUR
ÜBERSICHT
>> STARTSEITE GOLF-LIVE.AT
|