Open de Espana
San Roque GC / Old Course
Cadiz, Spanien
14. - 17. April 2005
Preisgeld: € 1,650.000

European Tour

GOLF SPANISH OPEN - Markus Brier Windjammer in San Roque

1. Runde:

14.4.2005 / 20:04 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Windjammer in San Roque

Mit einem späten Tripplebogey bringt sich Brier (75) um ein gutes Score, Niki Zitny benötigt bei starkem Wind gar 78 Schläge. Die 70 bleibt das beste Tagesscore.

 
Das Wichtigste in Kürze

bewölkt, 20 Grad, starker Wind seit Vormittag

Markus Brier
1. Runde: 75 (+3) / 89. Platz
Mit 2 Birdies gut zurückgekämpft - dann eine 8 am Par 5

Niki Zitny 1. Runde: 78 (+6) / 137. Platz
Nur 1 Birdie, auf den Back 9 noch 5 Schläge verloren

Gleich 7 Spieler scorten die beste Auftaktrunde von 70 Schlägen

Freundliches Wetter, angenehme Temperaturen - und noch unbetretene Grüns: einen leichten Vorteil hatte Markus Brier zum Auftakt der Open de Espana 2005, als er um 09:25 MEZ vom 1. Tee auf die Runde ging. Am frühen Morgen war noch wenig Wind, der aber bald auf 40, 50 km/h zulegen sollte: "So ab der 7., 8. Bahn hat es begonnen ordentlich zu blasen, zwei bis drei Schläger Wind sicher," hatte Brier nur im ersten Drittel einen Vorteil.

Ohne Birdie auf den Front 9

Rasch in den Rhythmus finden und mit einem frühen Birdie in Fahrt zu kommen: dieses Wunschszenario ging für den Österreicher leider nicht auf. Bei den windigen Bedingungen gestaltete es sich schwierig, die Grüns anzuspielen und knapp an die Fahnen zu schießen, Trouble Shooting war häufiger gefragt als auf Birdie zu putten.

Auch am ersten Par 5, das sich allerdings bergauf und in den Wind spielt, daher mit zwei Schlägen unerreichbar ist, spielt er nur sein Par. Die erste Krise im Spiel des Wieners findet am hantigen Par 4 der 6 statt, das nicht nur lang ist sondern wo Mitte Bahn ein gefährliches Wasserhindernis lauert: "Daher habe ich nur mit dem Rescue abgeschlagen, der Ball trifft unglücklich einen Kartweg, kriegt sicher 30 Meter Kick und fliegt noch ins Wasser", hat er großes Pech.

Auch mit dem 3. Schlag findet er noch nicht das Grün, rettet mit Chip & Putt ein gutes Bogey. Bitter, dass am Par 5 der 9, das mit zwei Schlägen locker erreichbar ist, wieder nicht das erste Birdie gelingen will: "Für den 2. Schlag hattee ich nur noch ein Eisen 7 in der Hand, allerdings aus dem Rough etwas fett getroffen und zu kurz geblieben."

Par 5 bleiben ungenützt

Die hinteren 9 Bahnen beginnen ebenfalls mit einem kürzeren Par 5, doch bei Gegenwind ist die 10 heute keine aufgelegte Birdiebahn. Die schwerste Bahn am Platz, das Par 4 der 12 mit viel Wasser entlang der gesamten linken Seite, kostet den Österreicher das zweite Bogey: "Dabei habe ich das Grün getroffen, doch statt einem Routine-Par aus 7 Metern mit einem Dreiputt unnötig ein Bogey kassiert."

Wenn es auf den langen Bahnen nicht nach Wunsch klappt, muss man es auf den kurzen richten: Mit ganz starken Eisen bereitet sich Brier auf den kniffligen Par 3 der 14 und 16 exzellente Chancen vor, die er spät aber doch zu seinen ersten Birdies nutzen kann: "Die Eisen waren heute schwer in Ordnung, an der 14 wars mit Rückenwind nur ein Eisen 7, an der 16 ein Eisen 6." Zuerst holt sich Brier mit einem guten 5 Meter-Putt das Birdie, beim zweiten Mal hat er nur noch knapp zwei Meter.

Damit bringt er sein Score wieder komplett in Ordnung. Da nur ein gutes Dutzend Spieler in den roten Zahlen unterwegs ist, zeichnet sich eine gute Runde für den Wiener ab: "Mit Par ist man hier noch dick dabei, da hatte ich mich gut zurückgekämpft."

Am letzten Par 5 der 17 hilft leider der Wind nicht mit, dennoch attackiert der Österreicher noch einmal voll, das geht jedoch auf dieser Bahn komplett daneben: "Beim Lay-Up mit dem Eisen 3 haben die Probleme begonnen, weil der Ball im dicken Rough verschwunden ist." Dennoch möchte er mit dem Dritten übers Wasser attackieren, trifft aus dem dicken Gemüse den Ball allerdings etwas fett und streift noch einige Äste - schickt seinen Titleist-Pro V1 baden. "Damit war's aber noch nicht ausgestanden, der 5. Schlag war nur irgendwo am Grün und dann habe ich mir drei Putts gegönnt".

Mit der bitteren 8 an der 17 torpediert Brier noch spät eine zuvor passable Kampfrunde  und scort nur eine 75er-Runde. Damit hat er am Freitag einen Schlag auf das Feld gutzumachen, um am Wochenende dabei zu sein.


Zitny eröffnet mit einem Bogey

Ohne seinen neuen Caddy Rory, der ihm am Dienstag absagte und seinen Bruder schickte, musste Niki Zitny auf die Runde gehen. Schon mit der schmalen 1. Bahn bekommt er Probleme, startet in seine erste Open de Espana mit einem Bogey: "Leider hat es vom 1. Loch an vollen Wind gegeben, das war sogar beim Putten unangenehm, und mit einem Dreiputt gings auch denkbar unglücklich los."

Nun kann der Wiener einige Zeit sein Spiel verlustfrei gestalten, reiht trotz einiger verzogener Drives ein Par nach dem anderen auf seine Scorekarte. Doch mit dem ersten Birdie will es auch bei ihm in der frühen Phase nicht klappen, dazu bekommt er einfach zu wenige Chancen bei nur 9 Grüntreffern am heutigen Tag.

Dafür patzt er wie sein Landsmann auf der 6. Bahn: "Da lag ich rechts in den Bäumen, konnte von dort nur vorlegen", kassiert somit auch Zitny ein Bogey. Erstmals darf er sich am Par 5 der 9 über ein Birdie freuen, dies ist dank Rückenwind heute die einfachste Bahn, wo für den zweiten Schlag maximal ein mittleres Eisen bleibt: "Das war wirklich gut herausgespielt, wie ich in dieser Phase generell sehr gut gespielt habe, allerdings ziemlich unbelohnt".

Teuer wird es auf den Back 9

Auch die zweiten 9 Bahnen eröffnet Niki mit einem Bogey, die Par 5 der 10 spielt sich bei Gegenwind jedoch äußerst hantig, dennoch ist eine 6 auf einem Par 5 immer wie ein doppelter Scoreverlust: "Dabei habe ich ein sehr gutes Eisen ins Grün geschlagen, aber wieder einen Drilling fabriziert." Überhaupt häufen sich Zitnys Probleme auf den Back 9, vor allem die 12 kommt ihm mit einem Doppelbogey teuer zu stehen: "Für den zweiten Schlag übers Wasser musste ich knapp an einem Baum vorbei, treffe das letzte Asterl und bleibe zwei Meter zu kurz".

Auch am Par 3 der 14, wo das nierenförmige Grün bei starkem Rückenwind nur schwer zu treffen ist, gerät das Eisen 7 um eine Spur zu lang und geht wieder ein Schlag verloren. 

Auf Briers Unglücksbahn, der 17, kommt auch Zitny nicht ungeschoren davon. Auf diesem Par 5 mit dem Wasserhindernis rechts vorm Grün braucht man drei volle Schläge, um überhaupt in die Nähe der Fahne zu kommen. Niki kassiert hier spät ein letztes Bogey, "aller schlechten Dinge sind drei, noch einmal ein Dreiputt-Bogey."

Mit nur einem Birdie und 78 Schlägen kommt Zitny mit großem Rückstand ins Clubhaus, selbst bei den harten Bedingungen bedeute 6 über Par, dass er um vier Schläge außerhalb der vorläufigen Cutlinie liegt. Im Starkwind leistete er sich einige Schnitzer, vom Driver bis zum Putter: nur vier Fairways getroffen und drei Dreiputts fabriziert: "Die Drives waren nicht weit weg, das verzerrt die Statistik, nur einmal auf der 6 hatte ich keine freie Bahn für den nächsten Schlag". So wie schon in den letzten Wochen spielt Zitny passabel, aber bringt kein Score ins Clubhaus: "Ich bin vielleicht ein wenig schwächer in Form als bei der Tourschool, wo ich hier immer um Par herum gespielt habe. Aber gute Schläge werden derzeit nicht belohnt und aus ein paar Fehlern wird sofort eine 78".


Canonica spielt seine Längen aus

Briers Flightpartner Emanuele Canonica sorgte mit 70 Schlägen für die erste Clubhausführung. Der italienische Powerhitter traf als Einziger das Par 4 der 15 vom Abschlag aus und belohnte sich mit einem Eagle. Tourschool-Sieger Peter Gustafsson bleibt ein Spezialist für San Roque: der Schwede war auf bestem Weg zur überlegenen Clubhausführung, ehe er mit Bogeys auf den letzten beiden Bahnen auch nur die 70 schaffte. Gleich 7 Spieler teilen sich die Führung bei 2 unter Par.


Scores nach 1 von 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1
T1 BORREGO, Diego ESP -2 70
T1 CANONICA, Emanuele ITA -2 70
T1 GUSTAFSSON, Peter SWE -2 70
T1 HANSON, Peter SWE -2 70
T1 LUNA, Santiago ESP -2 70
T1 O'HARA, Steven SCO -2 70
T1 RIVERO, José ESP -2 70
T8 BERGMAN, Oskar SWE -1 71
T8 BERNARDINI, Marco ITA -1 71
T8 LAWRIE, Peter IRL -1 71
T8 MARTIN, Miguel Angel ESP -1 71
T8 OTTO, Hennie RSA -1 71
T8 WALTON, Philip IRL -1 71
       
Weiters:      
T14 KARLSSON, Robert SWE Par 72
T14 SANDELIN, Jarmo SWE Par 72
T34 DERKSEN, Robert-Jan NLD 1 73
T34 LAFEBER, Maarten NLD 1 73
T34 SIEM, Marcel GER 1 73
T66 FASTH, Niclas SWE 2 74
T66 ROMERO, Eduardo ARG 2 74
T89 BRIER, Markus AUT 3 75
T89 CHAPMAN, Roger ENG 3 75
T108 McGINLEY, Paul IRL 4 76
T125 CÉVAËR, Christian FRA 5 77
T125 STRÜVER, Sven GER 5 77
T137 DOUGHERTY, Nick ENG 6 78
T137 ZITNY, Niki AUT 6 78


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