World Cup
Real Club de Golf Sevilla, 
Sevilla, Spanien
18. - 21. November 2004
Preisgeld: US$ 4,000.000

European Tour

WORLD CUP SEVILLA WGC - Österreicher verpassen den Anschluss.

3. Spieltag:
Bestball:

20.11.2004 / 16:10 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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M & M verpassen Anschluß

Wenig Glanz für Österreich im Bestball, Brier und Wiegele fallen mit der 68 auf Platz 10 zurück. Die Spanier führen nach einer Galavorstellung beim Heimspiel. 

 
Das Wichtigste in Kürze

Kalt am Morgen, dann sonnig bis zu 20 Grad, wenig Wind

Bestball: AUT (Brier / Wiegele): 68 (-4)
/ 18 unter Par (10. Platz)
Zu wenige gute Chancen und nur 5 Birdies, sogar ein Bestball-Bogey.

Garcia / Jimenez lochen 2 Eagles zur 61, führen bei 24 unter Par.

Jeden Tag spielt man keine 60 im Bestball - aber eine 63 oder 64 hätten sich Markus Brier und Martin Wiegele am dritten Spieltag beim World Cup schon gewünscht. Da das Wetter perfekt mitspielte entwickelte sich eine ähnliche Birdiehatz wie am Donnerstag. Doch diesmal sollten die Österreicher nicht mithalten können, patzten zu oft im langen Spiel: "Heute haben wir beide im langen Spiel ziemlich ausgelassen. Für einen Bestball waren das viel zu wenige herausgespielte Chancen", war Brier hörbar enttäuscht.

Wieder mit Englands Young-Guns unterwegs

Wie schon am Donnerstag waren Luke Donald und Paul Casey mit den Österreichern im Bestball unterwegs, doch diesmal war die Stimmung weit gedrückter. Denn weder die Österreicher noch Englands Ryder Cup-Stars liefen im Schlußflight zur Normalform auf. Am ersten Loch dürfen sich wenigstens Casey / Donald über ein Birdie freuen, die Österreicher eröffnen auf der einfachen 1. Bahn "nur" mit einem Par. Dafür klappt es mit dem so wichtigen ersten Birdie für M & M am wesentlich schwierigerem, folgenden Par 4: "Hier hat Martin nach einem schlechten Drive noch das Grün getroffen und einen längeren Putt gelocht" - es sollte jedoch sein einziger Schlaggewinn bleiben.

Denn weiter gelingt in der Anfangsphase zu wenig, besonders bitter die Geschichte am ersten, kurzen Par 5, wo keinem der Unsrigen das absolute Pflichtbirdie gelingen will. Das zweite Erfolgserlebnis des Tages gibt es erst wieder am Par 4 der 6. Bahn zu vermelden, als Brier vom Vorgrün einlocht, aber insgesamt ist das viel zu wenig.

Der Kragen platzt an der 9

Nun erhöht unser Team das Risiko: am Par 5 der 9 attackiert Martin mit dem Zweiten, geht dabei aber leider baden. Markus spielt auf Nummer Sicher, pitcht gut mit dem Dritten ins Grün und locht einen wichtigen 5 Meter-Putt zum Birdie.

Eine ganz gemeine Fahnenposition nahe am Wasser attackiert Brier aus dem Rough an der 10, legt den Ball aus 145 Metern tot an die Fahne. Da kann es sich Martin leisten, aus dem Grünbunker erneut zu wassern, da Brier sicher locht. Am langen Par 3 der 11 legt zuerst der Steirer den Ball sicher aufs Grün, sodass Brier voll die Fahne attackieren kann, jedoch im Bunker landet - Par. Im Fairwaybunker der 12 fasst Markus eine ganz böse Lage aus, muss bergauf in der Böschung stehen, pusht daher den nächsten Schlag rechts in den Grünbunker. Martin riskiert nichts, hat auch keine realistische Birdiechance auf dieser eher einfachen Bahn.

Erstes Bestball-Bogey im Finish

Am ersten Par 5 der Back 9 schlagen die Pros heute nur noch mittlere Eisen ins Grün, wieder ist es der Wiener, der das Grün trifft und mit zwei Standard-Putts das Pflicht-Birdie holt. An der 14 spielt Brier den Sicherheitsschlag übers Wasser, so kann Martin die gefährlich gesteckte Fahne direkt angreifen, verschiebt dann aber aus 5 Metern den Birdieputt.

An der 15 legt Wiegele mit dem Holz 3 aufs Fairway ab, Brier versucht mit dem Driver eine aggressivere Linie, verzieht seinen Abschlag jedoch rechts ins Wasser: "Zum Schluss habe ich ganz schlecht gespielt, vor allem mit den Eisen", gibt der Wiener zu. Martin verfehlt zu allem Überfluss das Grün an der 15, schiebt nach einem Bunkerschlag aus zwei Metern seinen Par-Putt knapp vorbei. Das erste Bogey wirft unser Team auf Platz 10 zurück.

Auch am letzten Par 5 hat Österreich zu kämpfen, nachdem Martin den Drive, Markus seine Annäherung ins Wasser befördert - jeweils erst der vierte Schlag findet das Grün, Brier rettet zumindest das Par. Wiegele schlägt das bessere lange Eisen aus über 200 Metern ins 17. Grün, scheitert aber aus 6 Metern beim Birdieversuch. Eine ganz gemeine Fahne an der 18 lässt keine Chance auf Verbesserung mehr zu, Martin erkämpft auch hier noch das wichtige Par: "Wir sind heute einfach nie ins Laufen gekommen", resümmiert Brier enttäuscht.

Mit 68 Schlägen spielen die Österreicher gemeinsam mit ihren englischen Flightpartnern den schwächsten Bestball im gesamten Feld der 24 teilnehmenden Nationen, werden gnadenlos bis auf den 10. Platz zurückgereicht. Dennoch ist vor dem abschließenden klassischen Vierer noch nichts verloren, auf den 3. Platz fehlen Rotweißrot nur 3 Schläge: "Morgen kann sich noch viel tun, weil alles knapp beisammen ist, ein 
5. Platz ist mit einer guten Leistung für uns noch drinnen".

Garcia und Jimenez haben die Nase vorne

Gleich zwei Eagles zauberten Sergio Garcia und Miguel-Angel Jimenez im Bestball aus dem Hut und knöpften den heute farblosen Engländern am 16. Grün die Führung ab. Mit der besten Bestball-Runde von 61 Schlägen gehen die Hausherren bei 24 unter als Leader in die abschließenden Vierer am Sonntag, einen Schlag vor England. 


Vorschau: >> Ländermatch in Sevilla
1. Runde: >> Führung beim World Cup
2. Runde: >> Sensation prolongiert


Scores nach 3 von 4 Tagen (Par 72):

Platz LAND Par Bestball Vierer Bestball
1 Spain -24 63 68 61
2 England -23 61 64 68
T3 Ireland -21 60 71 64
T3 USA -21 64 67 64
T3 Sweden -21 64 67 64
T3 South Africa -21 66 65 64
7 Japan -20 62 69 65
T8 Netherlands -19 65 69 63
T8 Australia -19 64 68 65
T10 Wales -18 65 69 64
T10 Austria -18 60 70 68
T12 Korea -17 65 70 64
T12 Germany -17 64 69 66
T14 Scotland -14 64 72 66
T14 France -14 68 68 66
T16 Denmark -12 64 73 67
T16 Canada -12 68 71 65
T16 New Zealand -12 69 73 62
T19 Colombia -11 67 73 65
T19 Italy -11 70 71 64
21 Argentina -10 70 71 65
22 Chinese Taipei -8 70 70 68
23 Myanmar -7 69 73 67
24 Mexico -2 74 72 68

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