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OPEN de FRANCE - Martin Wiegele out - Markus
Brier im Cut.
LIVE-Update
2. Runde: |
25.6.2004 / 19:37 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl |
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Martin Wiegele:
Foto: Golf-Live.at
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Brier gewinnt die Zitterpartie
Mit drei Doppelbogeys fällt Markus Brier (77) fast noch aus dem Cut
heraus, Wiegele findet zu spät zu seinem Spiel (75), scheidet
deutlich aus (+14). Die Spitze liegt bei -6.
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| Das
Wichtigste in Kürze |
Weit weniger Wind am Freitag, der Platz bleibt aber extrem schwer.
Martin Wiegele 2. Runde: zwei Doppelbogeys und 41 Schläge (+6)
auf den ersten 9, danach Birdiefest mit vier Birdies zur 75er-Runde
(+4).
Halbzeitergebnis von 14 über Par wird nicht für den Cut reichen.
Markus Brier 2. Runde: drei Doppelbogeys und drei Bogeys kosten
fast noch den Cut, drei Birdies retten die 77er-Runde (+6).
Halbzeitergebnis von 7 über Par reicht am letzten Drücker.
Der Cut ist endgültig bei 7 über Par.
Jean-Francois Remesy führt im Clubhaus bei 6 unter Par nach
bester Freitagsrunde (67 Schläge), Ian Woosnam stellt die
Führung ein (69).
Rückblick 1. Runde:
>> Brier stark im Windspiel
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Brier mit teuren Fehlern
"Ich weiss gar nicht wie oft ich heuer schon dem Feld nachspielen
musste", freute sich Markus Brier gar nicht über die vorletzte
Startzeit um 14:05 Uhr. Denn das heißt zertrampelte Grüns und oftmals
schlechtere Wetterbedingungen.
Die gefährliche 1 mit Wasser links von der Drivezone spendierte Brier gestern
noch ein Birdie, heute büsst er gleich einen Schlag ein: "Leider das Grün
überschlagen, aus dem dicken Rough keine Chance aufs Par". Markus kommt
aber rasch auf Betriebstemperatur. Das erste Par 5 ist eines der wenigen
Birdielöcher, der Österreicher kann heute die Chance nutzen, gleicht mit
Birdie aus vier Metern sein Tagesscore wieder aus. Jetzt hat er seine beste
Phase, holt sich am nächsten Par 4 das nächste Birdie ab, locht nach starker
Annäherung aus einem Meter.
Brier kann sich darüber nicht lange freuen, am kurzen Par 4 der 6. Bahn
kassiert er sein erstes Doppelbogey im Turnier: "Der Drive war rechts in
der dicken Wolle, die Lage war so schlecht, dass ich erst beim zweiten Versuch
rausgekommen bin". Doch das Drama bahnt sich an: wann immer der Wiener
einen Abschlag verfehlen sollte, setzte es heute die Höchststrafe.
Doppelbogeys statt Birdies
Das kurze Par 4 der 10 mit einer kleinen Landezone und Wasser links vom Fairway
kommt Österreichs Nummer 1 ebenfalls sehr teuer. Mit dem bereits zweiten
Doppelbogey fällt er gefährlich auf 5 über Par zurück: "Mit dem Eisen 3
wollte ich vom Tee dem Wasser links ausweichen, bin dafür rechts im tiefen
Rough gelandet". Die Lage ist unspielbar, Brier entscheidet sich für einen
Drop mit Strafschlag, obwohl er danach aus dem Rough weiterspielen musste.
Zwei Bahnen später wird es endgültig kritisch: das lange Par 4 der 12 spielt
sich heute in den Wind, Brier landet erneut im tiefsten Gemüse, hackt zweimal
herum, ehe der Ball zurück auf der Spielbahn ist. Nachdem die Annäherung zu
lang gerät, kassiert er sein drittes Doppelbogey des Tages: "Aus sicheren
Bogeylagen wurden jedes Mal zwei Bummerln, das ist sehr unglücklich
gelaufen".
Über die gefährliche 13 turnt er sich ohne Schlagverlust hinweg. Am
trickreichen Par 4 der 15 schlägt der den Drive ins Wasser, kassiert Brier sein
zweites Bogey, die Zitterpartie beginnt. Zum Glück ist der Cut zwischenzeitlich
auf 7 über Par geklettert - exakt bei diesem Zwischenergebnis hält nun der
Österreicher: "Ich dachte, das würde reichen, wollte mir keine
Blödheiten mehr leisten".
Am langen Par 4 der 17 hat er schon am Vortag gepunktet, nur der Drive muß
punktgenau sitzen - Markus erarbeitet sich tatsächlich eine gute Gelegenheit
und locht aus 6 Metern sein drittes Birdie, das sich als lebenswichtig erweisen
sollte. Damit kann er sich am abschließenden Par 4 noch ein Bogey leisten, das
mit 430 Metern, Gegenwind und einem Inselgrün kein Lärcherl ist: "Ich war
zwischen zwei Schlägern und habe für die Annäherung lieber den längeren
genommen, doch der ist hinten ins Wasser gegangen". Mit Chip und Putt
schafft er noch ein gutes Bogey.
Die 77er-Runde (6 über Par) ist zwar kein Ruhmesblatt, aber nach zuletzt vier
verpassten Cuts endlich ein Teilerfolg für den Österreicher, der bei 7 über
Par gerade noch ins Wochenende rutscht. Brier traf trotz wenig Wind nur 8
Fairways, konnte bei den vielen Fallen am Platz nur 10 Grüns erreichen. Das
Trouble Shooting war nur in zwei von 8 Situationen erfolgreich, aus seinem
einzigen Bunker verpasste er den Sand Save. Mit guten 29 Putts rettete Brier
letztlich noch den Cut.
PS: Auch die European Tour trug zur Spannung bei, verheimlichte stundenlang
Briers Birdie an der 5, meldete sogar anfangs sein Ausscheiden, korrigierte aber
um 19:30 sein Ergebnis auf +7.
Wiegele hatte 3 Schläge gutzumachen
Martin Wiegele sah am Morgen durchaus noch eine Chance, das Unmögliche möglich zu machen. Bei 10
über Par fehlten dem Steirer zu Beginn drei Schläge auf den Cut, und der enge
Kurs mit seinen hüfthohen Roughs war mental nicht mehr so einschüchternd wie
noch am Vortag.
Wiegele startete um 08:40 Uhr an der 10, diesmal sicher mit einem Par, gerät
das erste Mal an der 12 in Bedrängnis. Dieses lange Par mit ganz schmaler
Drivezone verhaut der Steirer mit einem Doppelbogey total. Am folgenden Par 4,
wo Wasser sowohl beim Abschlag als auch bei der Annäherung gefährlich ins
Spiel kommt, kassiert er noch ein doppeltes Bummerl - gestern war ihm an der 13
noch das Birdie gelungen: "Am Anfang habe ich den gleichen Topfen gespielt
wie gestern", ärgerte er sich selbst über die vielen Fehler, die maximal
bestraft werden.
Wiegele bleibt in Problemen auf den gefürchteten Wasserlöchern: am
Par 4 der 15 geht es mit einem Bogey weiter bergab mit dem Score. Ein weiterer
Schlagverlust zur 18 summiert sich zu bitteren 41 Schlägen für die erste
Hälfte (6 über Par!).
Birdieexpress startet erst an der 1
Nun platzt Martin der Kragen, die zweite Hälfte der Runde beginnt endlich mit
ersten Erfolgen: "Ich habe etwas mein Setup korrigiert, die Ausrichtung
hatte nicht gepasst, und plötzlich lief alles perfekt". Er trifft in fast
jedes Fairway und Grün, erarbeitet sich Chancen im Minutentakt. Ein Birdie an
der kurzen, aber wasserreichen 1 löst die Blockade, am folgenden langen Par 3
holt er sich gleich ein weiteres ab. Das leichteste Par 5 schnupft er ebenfalls
auf. Wiegele ist nun brandheiß unterwegs, erarbeitet sich an der 5 eine weitere
gute Chance, locht sein viertes Birdie auf den letzten 5 Löchern.
Die kurze aber gefährliche 6, mit der Outgrenze ganz nah rechts vom Fairway,
stoppt Wiegeles Birdielauf mit einem Bogey. Das abschließende überlange Par 5
mit seinem viel zu engen Fairway knöpft unserem Tourneuling noch einen Schlag
ab, mit 2 unter auf seinen zweiten 9 Löchern sorgt er dennoch für ein gutes
Finish: "Auf den zweiten 9 wäre noch weit mehr möglich gewesen, ich hatte
ein super Gefühl", war nun auch Martin zufrieden. Abgesehen von zwei
Dreiputts und nur einem Par-Save klappte wenigstens das lange Spiel wie
geschmiert.
Die 75er-Runde (4 über Par) bedeutet wie schon so oft in letzter Zeit eine
deutliche Steigerung am Freitag, der Rückstand vom Auftakt war aber neuerlich
viel zu groß. Bei 14 über Par fehlen Wiegele sieben Schläge auf den Cut.
Auch Spitzenreiter patzt mit Doppelbogey
Auch ohne starkem Wind spielt sich der Albatros-Kurs von Paris schwer genug. Der
Südafrikaner Darren Fichardt drohte seinen Verfolgern davonzuziehen, ehe
ihn ein Doppelbogey am Par 5 der 9 stoppte. Der australische Linkshänder Richard
Green setzte die frühe Clubhausführung bei 4 unter Par. Mit der bislang
besten Turnierrunde von 67 Schlägen übernimmt um 13:45 Uhr der französische
Routinier Jean-Francois "Jeff" Remesy die Spitze bei 6 unter
Par.
Ian Woosnam mauserte sich mit neuem Caddy zum Dominator von Paris, zog
dem Feld auf einer noch bogeyfreien Runde auf 9 unter Par davon. Mit drei Bogeys
auf den letzten vier Löchern fiel der walisische Haudegen zurück (69
Schläge), teilt sich mit Remesy allerdings die Spitzenposition.
Scores nach 2 von 4 Runden (Par 72):
| Platz |
Name |
Land |
Par |
R1 |
R2 |
| T1 |
REMESY, Jean-Francois
|
FRA |
-6 |
69 |
67 |
| T1 |
WOOSNAM, Ian
|
WAL |
-6 |
67 |
69 |
| 3 |
GREEN, Richard
|
AUS |
-4 |
68 |
70 |
| 4 |
FICHARDT, Darren
|
RSA |
-3 |
66 |
73 |
| T5 |
BICKERTON, John
|
ENG |
-2 |
73 |
67 |
| T5 |
HOWELL, David
|
ENG |
-2 |
71 |
69 |
| T5 |
O'MALLEY, Peter
|
AUS |
-2 |
73 |
67 |
| T8 |
O'HERN, Nick
|
AUS |
-1 |
73 |
68 |
| T8 |
POULTER, Ian
|
ENG |
-1 |
70 |
71 |
| T8 |
ROE, Mark
|
ENG |
-1 |
70 |
71 |
| T11 |
EALES, Paul
|
ENG |
Par |
72 |
70 |
|
|
|
|
|
|
|
Weiters: |
|
|
|
|
| T11 |
IMMELMAN, Trevor
|
RSA |
Par |
74 |
68 |
| T11 |
LEVET, Thomas
|
FRA |
Par |
76 |
66 |
| T25 |
ALLENBY, Robert
|
AUS |
2 |
76 |
68 |
| T25 |
SIEM, Marcel
|
GER |
2 |
71 |
73 |
| T34 |
OLAZÁBAL, José Maria
|
ESP |
4 |
74 |
72 |
| T34 |
ROSE, Justin
|
ENG |
4 |
75 |
71 |
| T48 |
CASEY, Paul
|
ENG |
5 |
77 |
70 |
| T48 |
JIMÉNEZ, Miguel
Angel
|
ESP |
5 |
75 |
72 |
| T66 |
BRIER, Markus
|
AUT |
7 |
72 |
77 |
| T66 |
MONTGOMERIE, Colin
|
SCO |
7 |
74 |
75 |
|
|
|
|
|
|
|
Cut verpaßt (+7): |
|
|
|
|
| T75 |
CANONICA, Emanuele
|
ITA |
8 |
80 |
70 |
| T88 |
CLÉMENT, Julien
|
SUI |
9 |
76 |
75 |
| T88 |
STRÜVER, Sven
|
GER |
9 |
78 |
73 |
| T99 |
DAVIS, Brian
|
ENG |
10 |
75 |
77 |
| T126 |
LANGER, Bernhard
|
GER |
13 |
77 |
78 |
| T131 |
WIEGELE, Martin
|
AUT |
14 |
81 |
75 |
| T151 |
DIER, Tobias
|
GER |
22 |
79 |
85 |
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