Cadillac Russian Open
Le Meridien GC 
Moskau, Russland
11. - 14. August 2005
Preisgeld: € 405.000

European Tour

RUSSIAN OPEN LE MERIDIEN - Martin Wiegele in den Top 10

Final:

14.8.2005 / 16:00 MEZ
Golf-Live.at / Joachim Widl
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Blendend in Spiellaune 

Starke Finalrunde mit 6 Birdies und 69 Schlägen, die Wiegele das zweite Topergebnis in Folge und wichtiges Preisgeld fürs Ranking bringt.

 
Das Wichtigste in Kürze

Wetter: bewölkt, wenig Wind, max. 22 Grad, Gewitter möglich

Martin Wiegele 4. Runde: 69 (-3) / gesamt 8 unter Par / 13. Platz
Birdie-Furioso zu Beginn und im Finish, schade um die 3 Bogeys

20.500 Euro oder 49 Ränge betrug der Rückstand von Martin Wiegele vor dieser Woche auf den ominösen 20. Rang im Challenge Tour-Ranking, der am Saisonende für den Wiederaufstieg in Europas höchste Spielklasse reicht. Bei der Russian Open wollte er den Rückstand deutlich verringern - Lostag für Martin in Moskau!

Vollgas vom 1. Schlag an

Vom ziemlich brotlosen 22. Platz weg musste Wiegele am Sonntag alles riskieren. "Ich habe heute fantastisch gespielt, mir selten längere Putts übrig gelassen," hatte er anfangs allen Grund zum Jubeln: gleich am 1. Grün fällt der Birdieputt aus nur etwas mehr als einem Meter, am folgenden kurzen Par 5 trifft er das Grün mit dem zweite Schlag, das Birdie ist ebenfalls nur eine Formsache: gut, dass der Grazer bei der wichtigen Aufgabe nicht verkrampft! Im Gegenteil! Am ersten Par 3 schlägt Martin ein präzises Eisen ins Grün, stopft auch diesen Birdieputt aus drei Metern.

Die 5. Spielbahn, ein Par 5, wo erstmals viel Wasser ins Spiel kommt, bleibt sein Krisen-Loch, neuerlich gibt er hier einen Schlag ab: "Dem Wasser bin ich ausgewichen, dafür war ich dann auf der anderen Seite im Wald," war erstmals Trouble Shooting angesagt. Aber kein Problem an einem Sonntag wie diesen, wo er im langen Spiel blendend disponiert ist und auch über einen heißen Putter verfügt: schon am 6. Grün sackt er das nächste Birdie ein: "diesmal aus vier Metern dank eines guten Putts."

Die lange und vor allem enge Waldbahn der 7 stellt Martin neuerlich vor Probleme, der Abschlag landet unglücklich im Fairwaybunker, das zweite Bogey bremst nun doch den Elan des Steirers merklich ein. Nach dem frühen Birdierun spult er nun den Rest der Front 9 brav in Par herunter.

Fallen noch ein paar Birdies?

Die Bahnen 9 bis 13 liegen Wiegele nicht wirklich, kein einziges Birdie konnte er auf dieser Strecke bislang lochen, das ändert sich auch am Finaltag nicht: "Ich konnte nach dem tollen Start nichts mehr lochen, mein langes Spiel wurde nicht annähernd mehr belohnt." Immerhin weiß er weitere Bogeys zu vermeiden, doch damit steckt er weiter im Mittelfeld fest.

Erst im Finish, auf den beiden gefährlichen und mit Wasserhindernissen gespickten Par 5, gelingen Martin zwei weitere Birdies: "Beide Grüns habe ich mit zwei perfekten Schüssen erreicht und mit lockeren Zweitputts gepunktet." Sein Schicksalsloch bleibt jedoch die 18 - sie kostete ihn vor zwei Jahren im Stechen den Sieg - zum dritten Mal spielt er hier in dieser Woche nur das Bogey: "Diese Bahn ist wirklich verdammt eng, heute war ich zur Abwechslung einmal im Wald und hatte von dort keine Chance mehr aufs Par."

Martin zurück zu alter Form?

Mit der 69er-Runde und einem Endergebnis von 8 unter Par macht Wiegele dennoch Plätze gut. Nicht nur Platz 13 und das zweite starke Ergebnis in Folge dürfen ihn freuen, sondern auch die 19 Birdies des Turniers sprechen eine deutliche Sprache über die langsame Rückkehr zur Form von 2003, die ihn auf die European Tour brachte. 

Mit dem Preisgeld von ca. 6.000 Euro wird der Steirer im Ranking der Challenge Tour immerhin rund 10 Plätze gutmachen können (ca. Platz 60) - noch ist der Weg weit zurück in die erste Liga, aber der Kurs dorthin stimmt zumindest: "Das Wichtigste ist, dass mein Spiel wieder sehr gut ist, alles Weitere wird schon folgen!"

Lundberg back on Tour

Einen Tag nach seinem 32. Geburtstag hatte Mikael Lundberg noch einmal Grund zum Feiern: obwohl ihn der Engländer Andrew Butterfield dank einer brandheißen 66 noch auf der Ziellinie bei 15 unter Par einholte, konnte sich der Schwede im Stechen durchsetzen. Vier Jahre nachdem Lundberg bei der European Open mit einer 80er-Finalrunde seinen ersten Toursieg verschenkte und vor zwei Jahren auf die Challenge Tour absteigen musste, behält er diesmal die Nerven und sichert sich mit dem Sieg in Russland das sofortige Spielrecht auf der European Tour bis inklusive 2006. 


Final Scores nach 4 Runden (Par 72):

Platz Spieler Land Par R1 R2 R3 R4
1 LUNDBERG, Mikael* SWE -15 67 68 69 69
2 BUTTERFIELD, Andrew ENG -15 70 68 69 66
T3 DRYSDALE, David SCO -12 67 72 70 67
T3 MOSELEY, Jarrod AUS -12 70 70 68 68
5 WIDMARK, Fredrik SWE -11 67 67 71 72
T6 ARRUTI, Jesus Maria ESP -10 67 70 70 71
T6 BARHAM, Benn ENG -10 73 69 68 68
T6 DELAGRANGE, Sebastien FRA -10 72 67 66 73
T6 REALE, Michele ITA -10 71 70 71 66
T6 WEBSTER, Shaun P ENG -10 68 68 73 69
T11 EDFORS, Johan SWE -9 72 67 70 70
             
Weiters:            
T13 CHAPMAN, Roger ENG -8 70 72 69 69
T13 WIEGELE, Martin AUT -8 70 69 72 69
T23 COLTART, Andrew SCO -6 72 72 71 67
T33 PYMAN, Iain ENG -4 67 72 72 73
T46 STRÜVER, Sven GER -2 71 71 71 73

* Sieg im Stechen


Alle Spielberichte von der Cadillac Russian Open

>> 3. Runde: Verflixte Par 5

>> 2. Runde: Wiegele in den Top 10

>> 1. Runde: Putter spät erwärmt

>> Vorschau: Topfavorit in Moskau

 

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